Beate Baum Auf Sendung

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Inhaltsangabe zu „Auf Sendung“ von Beate Baum

Erfurt, September 1991. Die Zeitungen und Fernsehsender aus dem Westen haben sich schon eingerichtet, aber noch ist alles improvisiert und die Medienlandschaft im Fluss. Kirsten Bertram ergreift ihre Chance und nimmt eine feste Stelle beim neu entstandenen „Tageskurier“ an, auch wenn sie erst einmal nur als illegale Untermieterin im Studentenwohnheim unterkommt. Aber die Arbeit ist aufregend und meist ist sie ohnehin bei ihrem neuen Freund, dem Privatdetektiv Dale Ingram. Kirstens Kollege Andreas Rönn recherchiert seit Wochen das Verschwinden von jungen Frauen, die an einer ziemlich freizügigen Sendung des Kölner Privatsenders PLT teilgenommen haben. Endlich hat er eine heiße Spur und will den Verantwortlichen stellen – doch als er im Erfurter PLT-Studio eintrifft, ist sein Gesprächspartner tot und Andreas steht als Hauptverdächtiger da. Natürlich will Kirsten ihm helfen, aber dazu braucht sie Dale. Und alles wäre viel einfacher, wenn sie nicht gerade wegen Dale mit Andreas Schluss gemacht hätte. Mit Schwung, Lokalkolorit und perfektem Gefühl für die Nachwendestimmung erzählt Beate Baum, wie ein dramatischer Mordfall in Erfurt das Ermittlertrio zusammenschweißt, das heute in Dresden mit großem Erfolg auf Mörderjagd geht.

Sympathisch, nicht unnötig blutrünstig und trotzdem spannend.

— mischiefmanaged
mischiefmanaged

Erfurt Krimi

— esposa1969
esposa1969

Gut gemachter Lokalkrimi in einer Zeit des Umbruchs!

— mabuerele
mabuerele

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  • Leserunde zu "Auf Sendung" von Beate Baum

    Auf Sendung
    katja78

    katja78

    Regionale Krimis gehen immer, oder? Diesmal stelle ich euch einen aus Thüringen vor. Autorin Beate Baum hat den Erfurt Krimi " Auf Sendung" im Sutton Verlag veröffentlicht. Erfurt, September 1991. Die Zeitungen und Fernsehsender aus dem Westen haben sich schon eingerichtet, aber noch ist alles improvisiert und die Medienlandschaft im Fluss. Kirsten Bertram ergreift ihre Chance und nimmt eine feste Stelle beim neu entstandenen „Tageskurier“ an, auch wenn sie erst einmal nur als illegale Untermieterin im Studentenwohnheim unterkommt. Aber die Arbeit ist aufregend und meist ist sie ohnehin bei ihrem neuen Freund, dem Privatdetektiv Dale Ingram. Kirstens Kollege Andreas Rönn recherchiert seit Wochen das Verschwinden von jungen Frauen, die an einer ziemlich freizügigen Sendung des Kölner Privatsenders PLT teilgenommen haben. Endlich hat er eine heiße Spur und will den Verantwortlichen stellen – doch als er im Erfurter PLT-Studio eintrifft, ist sein Gesprächspartner tot und Andreas steht als Hauptverdächtiger da. Natürlich will Kirsten ihm helfen, aber dazu braucht sie Dale. Und alles wäre viel einfacher, wenn sie nicht gerade wegen Dale mit Andreas Schluss gemacht hätte.Mit Schwung, Lokalkolorit und perfektem Gefühl für die Nachwendestimmung erzählt Beate Baum, wie ein dramatischer Mordfall in Erfurt das Ermittlertrio zusammenschweißt, das heute in Dresden mit großem Erfolg auf Mörderjagd geht. Leseprobe Wir vergeben für die Leserunde nun 15 Rezensionsexemplare. Schreibt uns einfach euren Eindruck zur Leseprobe und schon seid ihr im Lostopf :-) Wir freuen uns auf eure Bewerbungen und erwarten gespannt eure Leseeindrücke! Viel Glück!Eure Katja *** Wichtig *** Ihr solltet Minimum eine Rezension in eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie ihr eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig sie sind. Nehmt doch einfach eurer zuletzt gelesenes Buch und schreibt darüber. Ein Leitfaden, wie eine Rezension aufgebaut ist, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/Leitfaden_Rezensionen.pdf oder auch hier in diesem Thread, wo alles Wissenswerte zusammengefasst ist: http://www.lovelybooks.de/thema/Leitfaden-f%C3%BCr-Rezensionen-und-Leserunden-1017409772/ .Bewerber mit Null Rezensionen werden nicht berücksichtigt!

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  • Rezension zu "Auf Sendung" von Beate Baum

    Auf Sendung
    dorli

    dorli

    08. January 2014 um 13:58

    Erfurt 1991. Kirsten Bertram und ihr Exfreund Andreas Rönn sind Kollegen beim Erfurter Tageskurier. Andreas hat schon seit einigen Wochen den Privatsender PLT im Visier und recherchiert das Verschwinden zweier junger Frauen. Die Siegerinnen einer recht freizügigen Fernsehshow sind von ihrem gewonnenen Marokko-Urlaub nicht zurückgekehrt. Als Andreas zu einem vereinbarten Termin mit dem Verantwortlichen der Sendung erscheint, liegt dieser ermordet neben seinem Schreibtisch. Andreas gerät unter Tatverdacht und Kirsten macht sich eifrig daran, Andreas aus diesem Schlamassel herauszuhelfen. Hierzu baut sie auf die Hilfe ihres neuen Freundes, des Privatdetektivs Dale Ingram… In „Auf Sendung“ nimmt Beate Baum den Leser mit auf eine Reise ins Erfurt des Jahres 1991 – und damit in spannende und turbulente Zeit, die von Umschwung und Neuerungen geprägt war. Es gelingt der Autorin ausgezeichnet, die Stimmung kurz nach dem Fall der Mauer zu vermitteln. Auch die ausführlichen Beschreibungen des damaligen Erfurts haben mich durchweg begeistert. Zwischen sanierungsbedürftigen Plattenbauten und einer kleinen, sich im Aufbau befindlichen Zeitungsredaktion bemüht sich das Ermittlertrio Licht in das Dunkel um die Ermordung von Manfred Haffmann zu bringen. Die eigentliche Spurensuche wird dabei leider sehr oft von der launenhaften Dreiecksbeziehung der Hauptfiguren in den Hintergrund gedrängt. Da es sich bei „Auf Sendung“ aber um die Vorgeschichte zu mehreren bereits erschienenen Dresden-Krimis mit Kirsten, Andreas und Dale als Ermittler handelt, ist der Fokus auf das Kennenlernen und das Miteinander der drei nachvollziehbar. Die Krimihandlung endet sehr undurchsichtig und auch die verschwundenen Mädchen werden nur noch beiläufig erwähnt. Hier hätte ich mir einen deutlicheren Schlussstrich gewünscht. Unbedingt erwähnenswert ist das Cover. Es ist den Covergestaltern des Sutton Verlags wieder einmal gelungen, mit ganz einfachen Mitteln ein ausdrucksstarkes und zum Inhalt passendes Cover zu entwerfen. Die abgebildete Schwingungskurve symbolisiert nicht nur das Auf und Ab der Handlung, sondern stellt mit den Umrissen der Turmspitzen von Dom und Severikirche auch einen Bezug zu Erfurt dar.

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  • Ein Erfurt-Krimi

    Auf Sendung
    esposa1969

    esposa1969

    04. January 2014 um 22:15

    Hallo liebe Leser,  hier folgt nun meine Rezension zu diesem Buch: == Auf Sendung - Ein Erfurt-Krimi == . == Buchrückentext: == Erfurt, September 1991. Die Zeitungen und Fernsehsender aus dem Westen haben sich schon eingerichtet, aber noch ist alles improvisiert und die Medienlandschaft im Fluss. Kirsten Bertram ergreift ihre Chance und nimmt eine feste Stelle beim neu entstandenen „Tageskurier“ an, auch wenn sie erst einmal nur als illegale Untermieterin im Studentenwohnheim unterkommt. Aber die Arbeit ist aufregend und meist ist sie ohnehin bei ihrem neuen Freund, dem Privatdetektiv Dale Ingram. Kirstens Kollege Andreas Rönn recherchiert seit Wochen das Verschwinden von jungen Frauen, die an einer ziemlich freizügigen Sendung des Kölner Privatsenders PLT teilgenommen haben. Endlich hat er eine heiße Spur und will den Verantwortlichen stellen – doch als er im Erfurter PLT-Studio eintrifft, ist sein Gesprächspartner tot und Andreas steht als Hauptverdächtiger da. Natürlich will Kirsten ihm helfen, aber dazu braucht sie Dale. Und alles wäre viel einfacher, wenn sie nicht gerade wegen Dale mit Andreas Schluss gemacht hätte. . == Meine Leseeindrücke: == Erfurt, kurz nach der Wende im Herbst 1991. Kirsten hat eine Stelle beim "Tageskurier" angenommen. Ihr Kollege (und wohl auch Ex-Freund) Andreas scheint dem Alkohol nicht abgeneigt zu sein. Komisch so in diese Zeit zurückzureisen, in der es noch nicht einmal Telefonanschlüsse in den meisten Haushalten gab (dafür Telefonzellen) und erst recht keine Handys!! Ich kenne die DDR und die Zeit nach der Wende eher vom Hörensagen und hatte die DDR als Kind mal mit meiner Mutter bereist, aber Erfurt kenne ich nicht. Ich war im Herbst 1991 beruflich seinerzeit in Berlin auf der IFA und besuchte anschließend Freunde in Ostberlin, daher kann ich mir den Plattenbau-Charakter, der hier beschrieben wird einigermaßen gut vorstellen. Dieser Krimi ist in der ersten Person verfasst (also aus der Ich-Perspektive), so kann man sich (gerade als Frau) gut in die Protagonistin Kirsten hinein versetzen. Wir erfahren aus dem Leben des Andreas, der Kirsten und deren Freund Dale. Auch die Haupthandlung setzt sofort mit Kapitel 2 ein: Bei einer niveaulosen Striptease-Show gewinnen 5 Damen einen Marokko-Trip. Zwei kehren von dieser Reise nicht zurück und gelten seit daher als vermisst. Kerstin, Andreas und Dale sind hier die Ermittler, wobei sie keine Kriminalbeamte sind, sondern Reporter (ausser Dale), die für ihre eigene Geschichte ermitteln.  Etwa zur Mitte des Buches hin steigert sich die Spannung ins Unermessliche, weil man einfach noch nicht absehen kann, wer den Mord an Haffmann verübt hat. Auch diese Frau Trimm nahm zu diesem Zeitpunkte eine suspekte Rolle ein. Gegen Ende des Buches stehe ich ein bisschen da wie bestellt und nicht abgeholt, aber vielleicht wurde das Open End so gewählt um sich eine Fortsetzung offen zu halten? Dieser Krimi hat mir sehr gut gefallen, auch eben weil man Sichtweisen aus der damaligen Zeit zu einer mir unbekannten Stadt erkennen kann, wie gesagt, das Ende war mir ein bisschen zu offen. Der Schreibstil an sich hat sich flüssig lesen lassen!! Vielen Dank fürs Lesen! by esposa1969

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  • Spannender Regionalkrimi

    Auf Sendung
    Ruby85

    Ruby85

    04. January 2014 um 14:30

    Wir befinden uns in Erfurt im Jahr 1991. Die Wende liegt noch nicht lange zurück und vieles befindet sich noch im Umbruch oder im Aufbau. So auch die neu entstehende Medienlandschaft. Mitten drin: Kirsten Bertram, Redakteurin, die ihre Chance ergreift und einen Job im neu entstandenen "Tageskurier" annimmt. Ein Job, der aufregend und abwechslungsreich auf einmal ist. Genau wie auch ihr Privatleben: Die Suche nach einer schönen Wohnung scheint aussichtslos, sodass die junge Frau in einer typischen 1-Raum Studentenbude in einem der bekannten Hochhäuser unterkommt, was an sich nicht so schlimm ist, da sie die meiste Zeit bei ihrem neuen Freund, dem Privatdetektiv Dale Ingram, zubringt. Jedoch haben wir hier auch schon Problem Nummer 2: Kirstens ExAndreas. Andreas ist leider nicht nur Ex, sondern auch Arbeitskollege von Kirsten, der mit der Trennung so gar nicht klarzukommen scheint. Er lebt in seiner Welt voller Trennungsschmerz, exzessivem Alkoholkonsum und Schludrigkeit. Ein Glück, dass es einen spannenden neuen Fall gibt, den die Reporter untersuchen wollen: Junge Frauen verschwinden spurlos, nachdem sie an einer freizügigen Sendung des privaten Senders PLT teilgenommen haben. Die Chefetage besteht darauf, dass Andreas am Fall dran bleibt - eine gute Entscheidung, da er sich so aus seinem Loch befreien kann. Zumindest teilweise. Bald schon gibt es eine heiße Spur, der Andreas im Alleingang nachgeht - mit fatalen Folgen. Der Mitarbeiter von PLT, der ihn kontaktiert hat, wurde umgebracht und Andreas wird zum Hauptverdächtigen. Kann es Kirsten gelingen, den Kollegen mithilfe von Dale aus dieser misslichen Lage befreien und wird es dem Team gelingen, den Fall zu lösen? Beate Baum ist mit ihrem Roman "Auf Sendung" ein spritziger Krimi gelungen. Eine gute Portion Lokalkolorit, ein Spritzer Humor und eine große Dosis Nachwendefeeling machen das Lesen zu einem munteren Vergnügen. Was die Handlung betrifft, bleibt der Mordfall an mancher Stelle hinter den privaten Turbulenzen und den persönlichen Befindlichkeiten der Protagonisten zurück, was ich aber nicht so dramatisch finde, wenn man das Buch unter dem Aspekt betrachtet, dass es die Geschichte erzählt, wie das ungleiche Trio zusammenfand und in den Folgeromanen erfolgreich zusammenarbeiten kann. Insofern ist es sogar ein Muss, dass die Charaktere so detailliert gezeichnet werden und ihr Weg ausführlich beschrieben wird. Anders sieht es mit dem Ausgang der Geschichte aus: Begann alles vielversprechend und spannend mit dem Verschwinden der jungen Damen, wird das Ende einfach zu offen gelassen. Als ich das Buch fertig gelesen hatte, habe ich wirklich nochmals zurückgeblättert, da ich dachte, ich hätte etwas überblättert oder verpasst. Sehr schade!  Ich werde auf jeden Fall die anderen Romane von Beate Baum lesen, da mir ihr Stil sehr gut gefällt und wer weiß, vielleicht schließt ja einer direkt an die in "Auf Sendung" so abrupt endende Handlung an. Dann würden aus den 4 Sternen, die ich aufgrund des mangelnden Endes vergebe, noch 5 werden! 

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  • Auf Sendung

    Auf Sendung
    bookgirl

    bookgirl

    03. January 2014 um 10:20

    Inhalt Erfurt, September 1991. Kirsten Bertram arbeitet bei dem "Tageskurier" und lebt als illegale Untermieterin in einem Studentenwohnheim. Ihr Kollege Andreas Rönn, von dem sie sich erst vor kurzem getrennt hat, arbeitet schon seit Wochen an einer Geschichte, in der es um das Verschwinden junger Frauen geht, die an einer freizügigen Sendung des Kölner TV-Senders PLT teilgenommen haben. Als er endlich in seinen Nachforschungen weiter kommt und mit einem der Verantwortlichen des Senders sprechen möchte, trifft er diesen tot vor und plötzlich ist Andreas sogar der Hauptverdächtige. Kirsten möchte ihm helfen und nimmt ihren Freund Dale dazu. Aber nicht nur die Tatsache, dass sie wegen Dale mit Andreas Schluss gemacht hat, bringt das Trio in manch brenzlige Situaton. Meine Meinung Beate Baum ist es gelungen die Stimmung im Jahr 1991 sehr gut zu transportieren. Ich kenne Erfurt nicht, aber sie hat ein interessantes Bild von der Stadt nach der Wende skizziert und den Lokalkolorit bestens in ihre Geschichte verwoben. Mit Kerstin, Andreas und Dale hat sie ein überzeugendes Ermittler-Trio geschaffen. Jeder der drei ist authentisch beschrieben und hat einen interessanten Aspekt in die Geschichte gebracht. Der Fall an sich ist kein gewöhnlicher Kriminalfall. Kann es ja auch gar nicht sein, da aus der Sicht von Journalisten ermittelt wurde. Aber auch diese Sicht kann spannend vermittelt werden, wie man bei diesem Buch sehen kann. Dennoch haben mir zwei Punkte nicht gefallen. Zunächst einmal der viel zu hohe und ständige Alkoholkonsum von Andreas und Kirsten. Fast täglich waren die beiden betrunken. Ich frage mich, wieso eigentlich? Wirklich wichtig war es für die Geschichte nicht. Auch das Ende fand ich enttäuschend, weil es zu abrupt und zu offen ist. Gerade bei einem Krimi erwarte ich eine Auflösung und wenn es die nicht gibt, dann fehlt einfach etwas. Fazit Auf Sendung ist ein gelungener und unterhaltsamer Krimi, der gut das Zeitgefühl im Jahr 1991 wiedergibt. Durch das abrupte Ende, könnte ich mir vorstellen, dass es weitere Teile mit dem "Ermittler-Trio" gibt, die ich gerne wieder bei ihrer Arbeit begleiten würde

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  • Auftaktkrimi mit Kirsten Bertram & Co zur Zeit der Wende

    Auf Sendung
    SteffiR30

    SteffiR30

    02. January 2014 um 14:21

    Inhalt: Erfurt, September 1991. Die Zeitungen und Fernsehsender aus dem Westen haben sich schon eingerichtet, aber noch ist alles improvisiert und die Medienlandschaft im Fluss. Kirsten Bertram nimmt eine Stelle beim neu entstandenen »Tageskurier« an, auch wenn sie erst mal nur als illegale Untermieterin im Studentenwohnheim unterkommt. Aber die Arbeit ist aufregend und meistens ist sie eh bei ihrem neuen Freund, dem Privatdetektiv Dale Ingram. Kirstens Kollege Andreas Rönn recherchiert seit Wochen das Verschwinden von jungen Frauen, die an einer ziemlich freizügigen Sendung des Kölner Privatsenders PLT teilgenommen haben. Endlich hat er eine heiße Spur und will den Verantwortlichen stellen – doch als er im Erfurter PLT-Studio eintrifft, ist sein Gesprächspartner tot und Andreas steht als Hauptverdächtiger da. Natürlich will Kirsten ihm helfen, aber dazu braucht sie Dale. Und alles wäre viel einfacher, wenn sie nicht gerade wegen Dale mit Andreas Schluss gemacht hätte.  Autorin: Beate Baum, 1963 in Dortmund geboren, entdeckte nach dem Studium 1991 bei einem Praktikum in Erfurt den Journalismus und den deutschen Osten für sich. Noch bevor sie ein Volontariat bei „Freies Wort“ in Suhl aufnahm, begann sie ihren ersten Krimi um die Erfurter Anfänge des Trios Kirsten Bertram, Andreas Rönn und Dale Ingram, das seit 2001 in Dresden ermittelt. Nun präsentiert sie die komplett überarbeitete Vorgeschichte von Erfolgstiteln wie „Dresdner Silberlinge“ oder „Weltverloren“ erstmals den Lesern. Meine Meinung: Dies ist der Auftakt von Beate Baum zu dem Ermittlertrio Kirsten, Andreas und Dale, die in den bisher erschienenen Krimis der Autorin, die Ermittlungen übernehmen.Besonders gefallen hat mir, dass dieses Buch aus der Sicht der Journalistin Kirsten erzählt wird. Der Schreibstil ist angenehm und die Autorin kann die Stimmung der Wende in Erfurt toll einfangen. Zudem sind die drei Protagonisten mit Ecken und Kanten versehen, was sie menschlich und sympathisch macht. Jedoch muss die eigentlich wirklich gute Story zu oft hinter der Dreicksbeziehung zwischen Kirsten, Andreas und Dale zurückstehen. Hier stehen eindeutig die Hauptpersonen und ihre Beziehungen im Mittelpunkt, der Mordfall ist nur schmückendes Beiwerk. Dies ist auch ein Grund für Punktabzug. Zum anderen gefiel mir das offene Ende gar nicht, es kam mir so vor als würden noch ein paar Seiten fehlen. Manche Aspekte werden gar nicht mehr aufgegriffen, das fand ich sehr schade.  Fazit: Nichtsdestotrotz hat mich das Buch unterhalten, es war eine Zeitreise zurück in die Zeit nach dem Fall der Mauer in Ostdeutschland. Das Ermittlertrio ist mir sympathisch geworden und ich würde gern den ersten "richtigen" Krimi der drei lesen. Meine Erwartungen an spannende Krimiunterhaltung wurden jedoch nicht ganz erfüllt - daher kann ich nach reiflicher Überlegung nur 3,5 Sterne vergeben.

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  • Auf Sendung

    Auf Sendung
    Solengelen

    Solengelen

    01. January 2014 um 23:08

    Kurz nach der Wende sind viele "Westjournalisten" in den ehemaligen Osten gekommen. Kaum mietbare Wohnungen, ein Fernsehsender der Dreck am Stecken hat, oder?  Kirsten, aus Dortmund, und Andreas arbeiten beide beim "Tageskurier", waren eine kure Zeit auch privat verbandelt. Jetzt ist sie mit Dale, einem ehemaligen Polizisten zusammen und Andreas "ertrinkt" in Selbstmitleid.  Durch eine Recherche, die nicht ungefährlich ist, "arbeiten" alle drei zusammen. Sie versuchen parallel zur Kripo Hintergründe zu ermitteln. Nicht immer sind die Methoden legal. Sie erfahren einiges über den Toten, war er doch nicht bei allen beliebt. Durch den direkten bildhaften Schreibstil konnte ich sofort in die Geschichte eintauchen. Von Anfang an wird der Leser mitgerissen. Einige Leser haben den im Laufe der Geschichte erwähnten Tabak- und Alkoholkonsum moniert, dies hat mich nicht gestört, da es zur Geschichte, zu der Zeit in der diese spielt, gehört. Auch in Tatsachenberichten, Biografien oder Geschichten aus dem Zeitraum wird darüber geschrieben. Es ist ja keine Werbung im Sinne "nehmt Drogen", wozu man Alkohol und Tabak ja auch zählen muss, wenn man ehrlich ist. Sondern es beschreibt, wie soll ich sagen, den "Charakter" der Protagonisten, den "Zeitgeist", oder wie immer man es nennen will.  Am Ende sind noch einige Fragen offen, aber da es sich bei "Auf Sendung" um die nachträglich geschriebene Vorgeschichte zu der Krimireihe von Beate Baum handelt, stört mich dies nicht. Im Gegenteil, es machte mich neugierig auf den nächsten bzw. ersten Band.

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  • Zeitreise in die Nachwendezeit

    Auf Sendung
    irismaria

    irismaria

    31. December 2013 um 10:57

    „Auf Sendung: Ein Erfurt-Krimi“ von Beate Baum ist kein normaler Regionalkrimi. Zum einen gibt es ein ungewöhnliches Ermittlerteam: die Journalistin Kirsten Bertram und ihr Exfreund und Kollege vom Tageskurier, Andreas Rönn und Kirstens neuer Freund, der Privatdetektiv Dale Ingram. Das verspricht ungewöhnliche Ermittlungsmethoden und persönliche Reibereien. Zum anderen spielt die Geschichte im September 1991, also einer Zeit kurz nach der Wende, in der die Gesellschaft in Veränderung begriffen ist. Die Darstellung der besonderen Stimmung dieser Zeit und der noch sehr unterschiedlichen Lebensgewohnheiten ist der Autorin sehr gut gelungen. Der Fall selbst dreht sich um den Mord an einem Redakteur des Kölner Privatsenders PLT, der durch unklare Machenschaften rund um eine Castingshow mit jungen Frauen aufgefallen ist. „Auf Sendung“ ist die später veröffentlichte „Vorgeschichte“ zu der Erfurt-Krimireihe um Kirsten Bertram.

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  • Erfurt, September 1991

    Auf Sendung
    Lulina

    Lulina

    30. December 2013 um 13:24

    Erfurt, September 1991: Kirsten Bertram arbeitet als Journalistin beim "Tageskurier". Ihr Kollege Andreas Rönn recherchiert seit Wochen das Verschwinden von jungen Frauen, die an einer ziemlich freizügigen Sendung des Kölner Privatsenders PLT teilgenommen haben. Endlich hat er eine heiße Spur und will den Verantwortlichen stellen – doch als er im Erfurter PLT-Studio eintrifft, ist sein Gesprächspartner tot und Andreas steht als Hauptverdächtiger da. Natürlich will Kirsten ihm helfen, aber dazu braucht sie Dale. Und alles wäre viel einfacher, wenn sie nicht gerade wegen Dale mit Andreas Schluss gemacht hätte. Durch den flüssigen und leicht verständlichen Schreibstil der Autorin fühlt man sich gleich nach Erfurt zurückversetzt. Die Charaktere werden mit all ihren Problemen und Wünschen beschrieben, sodass man sich leicht in sie hineinversetzen kann. Allerdings wird dadurch der Krimi an sich ein bisschen in den Hintergrund gerückt; im Blickpunkt steht die Dreiecksbeziehung der Protagonisten. Mich persönlich hat das nicht gestört; Leser, die einen soliden Krimi erwarten, sollten aber zu einem anderen Buch greifen. Die Geschichte ist relativ verstrickt, bestimmte Dinge bleiben bis kurz vor dem Schluss ungeklärt, sodass die Spannung erhalten bleibt. Manche Gesichtspunkte werden allerdings gar nicht mehr oder nur sehr knapp erwähnt. Das Ende ist also sehr offen und das hat mich massiv gestört. Ich bin zwar allgemein kein Fan von Open Ends, aber hier fehlt einfach eine gewisse Abrundung. Auch gehen die Hauptpersonen sehr leichtfertig mit Alkohol und Zigaretten um. Das fand ich ein bisschen abschreckend, aber ich denke, dass man mit diesen Themen damals vielleicht anders umgegangen ist. Insgesamt aber ein wirklich gelungenes Buch, das ich auf jeden Fall weiterempfehlen würde.  

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  • Ein Regionalkrimi der überrascht!

    Auf Sendung
    Jeanne_Darc

    Jeanne_Darc

    29. December 2013 um 22:43

    Ein Erfurter Regionalkrimi der mich zu Beginn zu enttäuschen drohte und mit einem spannend Finish mich förmlich ans Buch fesselte! Ich muss gestehen viel Chance gab ich dem Buch nicht, jedoch konnte es mich überzeugen trotz riesigem Wirr-Warr zum Schluss! Cover: Das Cover ist simple und in schwarz gehalten, eine rote Radiowelle unterbricht das schwarze Cover und gibt bereits einen Hinweis auf den Inhalt des Buches. Personen: Die Hauptpersonen in diesem Buch sind für mich die drei Journalisten, ja richtig gelesen Journalisten und genau das ist etwas das mir an diesem Buch gefällt, denn dieser Krimi ist einmal nicht aus der Sicht der Polizeiermittler geschrieben. Meinung: Ich habe es bereits angeschnitten, dass es diesmal um Journalisten geht die durch ihre Recherchen in einen Fall geraten, der brisanter nicht sein könnte. Positiv möchte ich das Frau Baum es geschafft hat die Stadt Erfurt wunderbar zu präsentieren, man wird in ihrem Werk in die Zeit der Wende versetzt und kommt durch ihre guten Schilderungen, die jedoch nicht im Übermaß sind, einen schönen Einblick in die damalige Zeit. Ebenso beeindruckte hatte mich die Menschlichkeit ihrer Protagonisten sie sind keineswegs ohne Ecken und Kanten vielleicht macht sie das auch so sympathisch. Jedoch haben mich zwei Dinge in diesem Buch empfindlich gestört nämlich zum einen der Übermäßige Konsum von Alkohol und die Verharmlosung des Alkohols die viel zu oft Einzug hielt. Alkohol ist ein Suchtmittel und sollte keineswegs verharmlost werden! Zum andere, dass „Open End“ dieses Buches. Ich bin kein Fan von Büchern, wenn ich nicht weiß wie eine Geschichte endet. Daher würde ich jedem raten, der nicht auf offene Enden steht sollte die Finger von diesem Buch lassen, man wird sich nur ärgern! 3,5 Sterne von 5

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  • Trio startet Ermittlungen

    Auf Sendung
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. December 2013 um 07:40

    Andreas Rönn und Kirsten Bertram arbeiten als Reporter bei der Erfurter Lokalzeitung "Tageskurier". Im September 1991 recherchiert Andreas schon seit längerem das Verschwinden mehrerer junger Frauen. Die jungen Frauen gewannen bei einer freizügigen Sendung des Senders PLT den Hauptgewinn und verschwanden danach spurlos. Als Andreas zu einem Termin mit dem Leiter des Senders auftaucht, findet er nur noch dessen Leiche und wird sofort zum Hauptverdächtigen. Dale, Kirsten und Andreas nehmen die Ermittlungen auf. So ganz nebenbei spielt sich zwischen den drei auch noch eine Beziehungsgeschichte ab. Ich finde, dass es sich um einen soliden Lokalkrimi handelt, wo mir allerdings der Krimi oft zu sehr in den Hintergrund gedrängt wurde. Manchmal hatte man das Gefühl, dass es mehr um die Dreiecksgeschichte ging, als um den Mord an sich.  Allerdings gab es in diesem Krimi auch sehr viele spannende Szenen mit Überraschungseffekt.  Was ich persönlich nicht so toll fand, sind die vielen Szenen, in welchen Alkohol auftauchte. Es wurde mir in dem Buch etwas zu viel hervorgehoben, wie viel die Protagonisten tranken. Das hätte man aus dem Krimi auch weglassen können. Das ist dann auch mit ein Grund, warum ich nur 4 Sterne geben kann.

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  • Erfurt im Herbst 1990

    Auf Sendung
    TochterAlice

    TochterAlice

    26. December 2013 um 08:28

    Der Plot allein hätte mich hier nicht am Ball gehalten - es geht um eine, später dann zwei Leichen - Personen, die offenbar aufgrund irgendwelcher Schachereien auf der Strecke geblieben sind. Die Auflösung ein wenig wirr, nicht ganz stringent, hat das Ganze nicht unbedingt besser gemacht. Die drei Protagonisten, die einander in unterschiedlichen Konstellationen in Liebesränken wie auch in dienstlichen Zusammenhängen verbunden sind, werden zwar eindringlich und plastisch geschildert, sind aufgrund ihrer vielen privaten "Abstecher" nicht unbedingt starke Stützen für den eingängigen Fluss der Krimihandlung. Warum ich dieses Buch trotzdem weiterempfehle? Nun, wer so richtig tief in die Zeit der Wende, der Wiedervereinigung eintauchen, dem Gefühl von damals nochmal nachspüren will, der ist hier allerbestens aufgehoben. Die Aufbruchstimmung, die Hoffnungen, die Naivität, die Offenheit: all diese Schwingungen werden von Beate Baum ganz wunderbar eingefangen und so transportiert, dass man sie heute, mehr als 20 Jahre danach, noch lebhaft nachempfinden kann. Ich habe mich wirklich ins Erfurt im Herbst 1990 versetzt gefühlt, war mit Journalistin Kirsten auf aussichtsloser Wohnungssuche und in unattraktiven Restaurants mit aus heutiger Sicht originellen Speisekarten, die aus DDR-Zeiten übriggeblieben sind. Beate Baum schreibt gut und versteht es vor allem Atmosphäre zu schaffen. Ich bin überzeugt, wenn ihr dies nicht so fundamental wichtig gewesen wäre und so sehr im Vordergrund gestanden hätte, dann hätte sie auch den Leichen mehr Aufmerksamkeit verliehen, ihre Fälle mit mehr Spannung versehen und diese sauber aufgelöst. Ärgerlich - im Hinblick auf den Fall und eindringlich - was Zeitgeist und Lokalkolorit angeht. Entscheiden Sie also vor der Lektüre, was ihnen wirklich wichtig dabei ist, damit sie so richtig Spaß an dem Buch haben können. Nachdem ich mich ein kleines Bisschen geärgert hatte, hatte ich diesen durchaus!

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  • ein lokal-Krimi mit Ecken und Kanten

    Auf Sendung
    eskimo81

    eskimo81

    24. December 2013 um 16:55

    Erfurt im September 1991. Andreas Rönn und Kirsten Betram arbeiten für die Lokalzeitung "Tageskurier". Andy recherchiert seit Wochen das verschwinden von jungen Frauen, die bei einer relativ freizügigen Sendung des Kölner Privatsenders PLT teilgenommen haben.  Als der Leiter der Sendung umgebracht wird, ist Andy einer der Hauptverdächtigen. Er hatte noch einen Termin mit Herrn Haffmann und hat ihn somit als letzter, wenn auch Tod gesehen. Da er aber die Polizei nicht informiert hat, scheint er nun umso verdächtiger.  Das Trio Dale, Kirsten und Andy ermitteln Es ist ein solider, gut geschriebener Krimi. Spannende Handlungen und auch ein gewisser Gänsehaut-Effekt sind vorhanden. Für mich hatte es aber zu viele negative Punkte, weshalb ich "nur" 3.5 Sterne vergeben kann.  Der Krimi ist für mich zu sehr im Hintergrund geblieben. Oftmals stand das Trio im Vordergrund. Mit der Beziehung von Kirsten zu Andy und danach zu Dale war diese Dreiecksgeschichte mir einfach zu stark im Vordergrund, so dass es für mich einen faden Nachgeschmack hat. Ich freute mich auf einen Krimi und wollte eigentlich nicht eine Dreiecksgeschichte erleben.  In diesem Buch wird der Alkoholkonsum zu stark hervorgehoben und verharmlost. Zu oft steht, wie viel sie tranken, wie sie verkatert erwachten etc. Das gehört für mich nicht in einen Krimi bzw. wenn dann am Rande und nicht als zentraler Teil.  Auch mit dem Hinweis der Autorin im Nachwort ist es für mich nicht nachvollziehbar, weshalb es eine so starke Rolle inne hat. Natürlich war im Jahre 1991 alles ein wenig anders, aber ein Sucht-Mittel so stark zu verharmlosen finde ich dann doch etwas zu viel des Guten. 

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  • Ermittlungen in Erfurt anno 1992

    Auf Sendung
    mabuerele

    mabuerele

    23. December 2013 um 20:23

    Kirsten und Andreas arbeiten beim Erfurter Tageskurier. Es ist das Jahr 1992. Andreas trinkt in der letzten Zeit zu viel und ist auch heute nicht zur Arbeit erschienen. Doch beide haben einen Termin beim PLT. Es handelt sich um einen privaten Fernsehsender. Nach seiner letzten Modellshow sind zwei der jungen Frauen nicht aus Marokko zurückgekehrt. Bisher fehlt jede Spur. Kirsten holt Andreas zu Hause ab. Im Sender werden sie von Manfred Haffmann,dem Programmdirektor Herrn Suerth und Herrn Pohland, rechte Hand des Programmdirektors, erwartet. Das Gespräch verläuft unbefriedigend. Sie erhalten lediglich einige Unterlagen. In diesen findet Andreas einen Hinweis. Als er bei erneut bei Haffmann erscheint, ist dieser tot. Dale, Kirstens Freund, ist Amerikaner und Privatdetektiv. Er streckt seine Fühler aus. Die Autorin hat einen abwechslungsreichen Kriminalroman geschrieben. Es ist ihr ausgezeichnet gelungen, die Atmosphäre zur Zeit des Umbruchs einzufangen. Einerseits sind noch überall die Spuren der DDR-Jahre zu finden. Neue Wohnungen zum Beispiel sind Mangelware. Andererseits schicken Funk und Presse ihre Mitarbeiter in den Osten, um dort ein erstes Standbein aufzubauen. Es war eine Zeit, wo die Kontrolle noch nicht in allen Bereichen funktionierte und vieles möglich war. Im Zusammenhang mit Kirstens Recherchen wird die Stadt Erfurt gut beschrieben. Die Protagonisten werden gut charakterisiert. Andreas glaubt, dass PLT Dreck am Stecken hat. Das hält ihn aufrecht. Kirsten ist vorsichtiger. Doch die ungewohnten Arbeitsbedingungen und das Fehlen eines Telefons in der Wohnung hinterlassen ihre Spuren. Dale ist der Ruhepol in der Geschichte. Er weiß, was er will. Zwischenmenschliche Probleme bleiben nicht aus. Mögliche Täter und Motive gibt es etliche. Kirsten wird bei ihren Gesprächen mit der Vergangenheit des Toten konfrontiert. Dabei kommt Überraschendes zutage. Nicht alles versteht Kirsten, denn sie stammt aus dem Rheinland. Woher also soll sie „Winkelemente“ kennen? Im Nachwort erläutert die Autorin, wie es zur Entstehung der Geschichte kam. Das Buch lässt sich zügig lesen. Das liegt auch an den kurzen Kapiteln, die bei Bedarf durch stilisierte Wellen unterbrochen werden. Diese Wellen finden sich auch auf dem Cover. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es zeichnet sich durch eine spannende und abwechslungsreiche Handlung aus, die geschickt in die Zeitverhältnisse eingebettet wurde.

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