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Berlin_Verlag

vor 4 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Tante Karos Gefühl für Stil

Ein illustrierter Moderoman

Wenn große Träume wahr werden, enden sie manchmal sogar in Hollywood. Ebenda, mitten im Trubel der Oscar-Verleihung, beginnt dieser Roman. Er erzählt vom Bangen und vom Siegen, vom Glamour der großen Roben und er führt uns zurück in ein verschlafenes Dorf am Ende der Welt, wo einmal alles begann. In dieser Landidylle leben die Sommers. Doch sie haben auch einen heißen Draht nach Paris – zur schicken Tante Karo, die als Modereporterin beim Fernsehen arbeitet. Wenn Karo auf Sendung ist, spitzt vor allem Barbara die Ohren. Denn ihre Patentante ist nicht nur schön und elegant, sie erforscht mit ihrer Arbeit auch beharrlich die vielen Geheimnisse der Mode. Sie kennt die wichtigsten Schauplätze und die interessanten Akteure und sie weiß um die Macht der Kleider, denn »wir sollten uns immer darüber im Klaren sein, dass wir mit unserer Kleidung eine Geschichte über uns erzählen.«

In diesem Roman dreht sich alles um die Mode. Spielerisch verwebt er die fiktive Geschichte des jungen Mädchens Barbara und ihrer Pariser Tante Karo mit bedeutenden Fashionmomenten der vergangenen Jahrzehnte und zeigt auf unterhaltsame Weise, wie viel Leben in unseren Kleidern steckt. Maria Kleinschmidt hat dem Buch ein kostbares Accessoire hinzugefügt, das in der heutigen Modewelt zur begehrten Rarität geworden ist: die Kunst der Modeillustration.

Leseprobe

Unter allen Bewerbern vergibt Bloomsbury Berlin 15 Exemplare des Buches. Ihr könnt euch hier bis einschließlich 6. November mit einem Kommentar für die Leserunde bewerben.



BEATE BERGER, geboren 1959, arbeitet in Köln als Journalistin für mehrere Radiosender, für Modemagazine und für Zeitungen. Sie hat sich auf Kultur und Mode spezialisiert. 2004 veröffentlichte sie Bikini. Eine Enthüllungsgeschichte und 2007 Wenn die ganze Welt sich um uns dreht. Eine Liebeserklärung an das Tanzen. Beate Berger wird an der Leserunde teilnehmen.
MARIA KLEINSCHMIDT, geboren 1981 in Berlin, studierte Kommunikationsdesign. Sie lebt und arbeitet als freie Grafikerin und Illustratorin in Berlin und lehrt Modezeichnen an der Universität der Künste.Von ihr stammen die Illustrationen zu Beate Bergers Moderoman Tante Karos Gefühl für Stil.

--> Fanpage zum Roman auf Facebook
--> Website von Beate Berger
--> Illustrationen von Maria Kleinschmidt

„Beate Bergers wunderbarer, hinreißend illustrierter Aschenputtel-Roman ist ein zu Herzen gehender, sehr persönlicher Streifzug durch die Modegeschichte.“
Freundin Donna 




Autor: Beate Berger
Buch: Tante Karos Gefühl für Stil

Rosen-Rot

vor 4 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Ich finde die Idee zu diesem Buch großartig.
Das ist ein Buch genau nach meinem Geschmack,
und ich wäre gerne bei der Leserunde dabei.

Sporchie

vor 4 Jahren

Mode - ist sowieso ein großes Thema und Modellzeichnungen finde ich einzigartig - ich wünschte ich könnte auch mit nur wenigen Skizzen ein traumhaftes Kleidungsstück zum Leben erwecken
Gut zeichnen zu können, wäre sowieso einer meiner Wünsche an eine gute Fee ..
Möchte gerne mitlesen und in die Modewelt eintauchen

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Saphir610

vor 4 Jahren

Ich lernte an der Schule auch noch häkeln und stricken. Meine Kinder, Jahrgang 1996 und 2001 lernen so etwas leider gar nicht mehr. Und wenn Muttern ankommt und sagt, kommt, wenigstens die Grundzüge, ist keine Interesse da.

kalligraphin

vor 4 Jahren

@Saphir610

Das kommt jetzt alles wieder. DIY ist zur Zeit schwer in Mode. Junge Mädchen haben Spaß dran, sich einen Loop nach eigenen Vorstellungen zu stricken oder niedliche Eulenapplikationen in Masse zu produzieren. Und sogar die Jungs wagen sich an myboshi-Mützen... ;) Im Handel gibt es Strickhefte zum Thema London (von der kleinen Stricklondonbridge, über rote Stricktelefonzellen und die Strickqueen bis hin zu Buchhüllen oder Handytaschen) oder 'Strickabilly'. Es gibt unheimlich viele gute Blogs mit Anleitungen und Ideen zum Selbermachen... Also, ich sehe da eher einen Aufwärtstrend. :) Endlich werden die angebotenen Anleitungen auch moderner und kreativer. Das ewige Topflappenhäkeln hat nach 40 Jahren vielleicht auch mal ausgedient.

Saphir610

vor 4 Jahren

@kalligraphir
Dann besteht ja Hoffnung. Bisher bastelt meine Tochter eher Decken und Halfter für Schleich-Pferde, die aus der Verbannung vom Dachboden geholt wurden, ;-).
Werde ihr mal die Idee mit einem Loop näher bringen und evtl. akzeptiert sie dann auch von Mutters das Stricken gezeigt zu bekommen,.....

Donauland

vor 4 Jahren

Fazit / Rezension
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Herzlichen Dank für die das wundervolle Buch, das ein wahrer Lesegenuss ist. Die farbenfrohen Illustrationen begeisterten mich und veranschaulichen die Modetrends.
Meine Rezi ist ebenfalls online:
http://www.lovelybooks.de/autor/Beate-Berger/Tante-Karos-Gef%C3%BChl-f%C3%BCr-Stil-1063851320-w/rezension/1075265776/

tantekaro

vor 4 Jahren

Liebe Lovelybooks-Runde,

wie schön, hier hat sich ja allerhand getan!

Es freut mich sehr, dass die Karo-Lektüre bei den Leserinnen auch im Nachhinein noch für Gesprächsstoff sorgt.

@ Molas und @ Donauland: Vielen Dank fürs Lesen und für das positive Feedback von Euch beiden. – Das Fazit von Molas ist ganz im Sinne von Tante Karo: Ja, es lebe die Schönheit!

Allen ein schönes Wochende! Herzlich,
Beate

Abpfiff

vor 4 Jahren

Fazit / Rezension

@ Tante Karo: Vermute, dass ich eine der Letzten bin, die sich zu Wort meldet, wenn nicht gar die Letzte. Es tut mir leid, dass ich mich mit meiner Rezension so spät melde. War viel los bei mir in den letzten Wochen. Tante Karo hat mir von dem frischen Buchcover herunter zwar immer wieder auffordernd zugezwinkert, aber ich wollte mir unbedingt Zeit lassen für die Besprechung.

Der Roman Tante Karos Gefühl für Stil hat mich nicht nur sehr gut unterhalten, er ist ganz unerwartet auch ein wichtiges Buch für mich geworden. Er hat meinen Horizont erweitert, hat mir ein paar Vorurteile gegen Mode genommen und er hat mir eine Einsicht vermittelt, die mich immer wieder beschäftigt: Wir ziehen uns jeden Tag an für die Bühne, die unser Leben ist.

Das ist nur einer von vielen lebensklugen Sätzen, die Tante Karo im Laufe des Romans äußert. Seit ich sie gelesen habe, ist mir bewusst geworden, wie allgegenwärtig Mode eigentlich ist. Wir können uns ihr nicht entziehen. Vor ein paar Tagen ist mir zufällig ein Zitat von Coco Chanel begegnet, das mich an die Modeweisheiten von Tante Karo erinnerte: „Mode ist nichts, was nur in Kleidung existiert. Mode ist in der Luft, auf der Straße, Mode hat etwas mit Ideen zu tun, mit der Art wie wir leben, mit dem, was passiert.“

Diese Aspekte habe ich in dem Roman von Beate Berger wieder gefunden. Sie beschreibt Kleidung im Zeitgeist und als Kommunikationsmedium. Sie holt das Thema Mode aus den Hochglanzgazetten und bringt es hinein ins alltägliche Leben und auch in die Politik: Die hart umkämpften ersten Hosenanzüge für Frauen zum Beispiel, die Kleidung der „Ökos“ und der Punks als Mode und Protesthaltung zugleich. All das Zeit- und Modegeschichtliche verpackt die Autorin in eine liebenswerte, anrührende Familiengeschichte.

Die Romanfigur der Tante Karo erinnerte mich manchmal an die alten Mode-Sendungen von Antonia Hilke. Da im Anhang des Buchs bestimmt nicht zufällig auf die legendäre deutsche Modereporterin hingewiesen wird, kann man davon ausgehen, dass ihr mit der resoluten Tante Karo eine augenzwinkernde Referenz erwiesen werden soll.

Der Roman ist flott und leicht geschrieben, ein echter „Pageturner“ (wie ich es sonst eher von Krimis kenne). Beate Berger hat mich mitgenommen auf eine Zeitreise, sie hat mich hinter die Kulissen der großen Modehäuser schauen lassen und sie hat mir gleichzeitig fast vergessene Bilder aus meiner eigenen Biographie wieder ins Gedächtnis gerufen. – Da waren sie plötzlich wieder, die Kittelschürzen meiner Mutter und Tanten, die kruden Ökouniformen der 70er, die Popper, die Punks, dann meine breitschultrigen Blazer in den 80ern...

Doch es geht in diesem Roman nicht nur um Kleider. Die modische Bedeutung der Haare zieht sich sozusagen als Nebenschauplatz wie ein roter Faden durch das ganze Buch. Gleich zu Beginn gibt es während einer Oscar-Verleihung einen ersten Hinweis auf den New Yorker Friseur Kenneth Battelle. Gegen Ende des Romans flaniert man als Leser im Geiste durch seinen berühmten Salon mitten in Manhattan. In diesem Kapitel beweist die Autorin, die ja auch als Journalistin arbeitet, ihr erzählerisches Können. Wie selbstverständlich verknüpft sie die reale und akribisch recherchierte Lebensgeschichte der Friseurlegende mit der fiktionalen Romanhandlung. – Dieses erzählerische Prinzip zieht sich übrigens durch den ganzen Roman. Alle mode- und zeitgeschichtlichen Bezüge sind real und bis ins Detail stimmig, der Rest der Geschichte ist erfunden. Mir ist erst nach und nach aufgefallen, wie geschickt die Fakten mit der Romanhandlung verwoben wurden.

Meine Lieblingsszene ist die, als Kenneth, der ja der Lieblingsfriseur der Monroe gewesen war, während eines Fotoshootings in den 90er Jahren einem männlichen Model eine richtige Turmfrisur verpasst. Da kommt alles zusammen: der Fortschritts-Optimismus der 60er, der unterkühlte Zeitgeist der 90er, der Aufstieg der Supermodels, die zunehmende Bedeutung der Modefotografie. Und gerade in diesem Kapitel wird deutlich, was in den 90er Jahren passierte. Das Zeitalter der digitalen Bilderflut begann, die Welt wurde komplexer, rasanter und auch ein bisschen ärmer. Die Kunst der Modeillustration zum Beispiel verschwand damals vollkommen von der Bildfläche und war nur noch in den Museen und Archiven zu bewundern. Daran erinnern die vielen wunderschönen Modeillustrationen von Maria Kleinschmidt, die den Charakter des Buchs verstärken und ihm eine besondere Wertigkeit verleihen.

Hinreißend und amüsant sind auch die Geschichten, die nur in den Illustrationen weitererzählt werden. Da gibt es einen verrückten kleinen Hund, der allerhand erlebt und da gibt es die immer wieder die wechselnden Sportwagen der Tante Karo, die so manchem 911er-Fan das Herz höher schlagen lassen dürften.

Tante Karos Gefühl für Stil wird im Untertitel als Moderoman angekündigt. Da ich den Begriff vorher noch nie gehört hatte, fing ich an zu recherchieren. Dabei traf ich auf drei interessante Ergebnisse: Die deutsche Übersetzung von „Fashionable Novel“ (dazu der Duden: englischer Roman der Übergangszeit zwischen Romantik und Realismus im 19. Jahrhundert, der die Welt des Dandyismus behandelt). Das zweite Ergebnis: „Depeche Mode: Roman“. Das dritte – und meistgenannte – Ergebnis war dann „Tante Karos Gefühl für Stil.“ Womöglich hat Beate Berger ja ein neues Genre geschaffen. Sie und Maria Kleinschmidt haben sich auf jeden Fall auf Neuland gewagt und ein faszinierendes Buch vorgelegt. ...

tantekaro

vor 4 Jahren

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Liebe Leserunde,

eigentlich sollte ich mich schämen. Die folgenden Zeilen habe ich so lange aufgeschoben, dass ich sogar mein Lovelybooks-Passwort nachschlagen musste. Dabei gibt es einen erfreulichen Anlass, sich hier endlich mal wieder einzuloggen. – @ Abpfiff: Vielen Dank für die tolle Rezension. Wir freuen uns sehr darüber!

Den Grund fürs lange Hinausschieben kann ich hier zum Schluss auch verraten. Nachzulesen ist er bei Tante Karo auf Seite 188:

„Karo hasste Abschiede. Wenn sie aus Mückeldorf abreiste, legte sie immer größten Wert darauf, dass kein großes Aufheben darum gemacht wurde. Am liebsten fuhr sie an Werktagen los. Dann waren alle mit ihrem Alltag beschäftigt, und sie konnte sich stiekum davonmachen.“

Dem will ich nur noch eines hinzufügen: Allen hier in der Leserunde herzlichen Dank! Es war wunderbar mit Euch!

Einstweilen Tschüss und viele gute Wünsche – auch von Maria,
Eure Beate

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