Beate Caglar

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Jonathan, die Waldfee

Jonathan, die Waldfee

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Erschienen am 14.06.2011

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Rezension zu "Achtsamkeit und die Kunst des bewussten Essens" von Beate Caglar

Ein wunderbares Buch zum Thema Essen und Achtsam sein.
Bücherfüllhorn-Blogvor 2 Jahren

Dies ist auch eines der Bücher, das ich sofort haben musste. Ich bin schon länger an dem großen Thema „Essen und Essstörungen“ dran und lese gerne Literatur dazu. Obwohl hier im Buch nicht direkt auf Essstörungen eingegangen wird, können die Achtsamkeitsübungen und die Erklärungen für Betroffene doch recht nützlich sein.

 

Überrascht war ich, als ich das Vorwort entdeckte, von Nele Neuhaus! Bisher habe ich erst ein Buch von ihr gelesen, das mir gut gefallen hat. Weit einprägsamer aber ist mir ihr Weg zu einer Autorin in Erinnerung geblieben. Sie schildert auch hier, wie ihr Leben vorher war, wie sie sich in einer körperlichen und mentalen Ausnahme-Situation befand, wie sie eine „Meisterin des Multitasking“ war. Erst eine schwere Herzerkrankung brachte sie zum nachdenken. Ich glaube, in diesem Vorwort kann sich jeder Leser ein wenig finden. Ich mag Nele Neuhaus.

 

Aber zurück zum Buch „Achtsamkeit und die Kunst des bewussten Essens“ von Beate Caglar. Hier lässt es sich ganz wunderbar blättern. Der Textanteil und die Rezepte sind gut aufgeteilt, so dass ich nicht das Gefühl hatte, 200 Seiten strikt runter lesen zu müssen. Kleinere florale Illustrationen und verschiedene Schrifttypen lockern die Seiten zusätzlich auf, so dass das Buch ganz „leicht“ erscheint. Wie die Autorin selber sagt, möchte sie, dass das Lesen dieses Buches ein sinnliches Erlebnis wird.

 

In diesem Buch wird die Problematik geschildert, die wahrscheinlich jeder kennt, auch ich: Essen wird aus Zeitdruck zur Nebensache. Man würde gerne frisch kochen, hat aber keine Zeit im stressigen Alltag mit Familie und Beruf. Gerade wir Mütter haben es da schwer. Wir essen nicht mehr in Ruhe, sondern gehen noch die to-do Liste im Kopf durch oder uns gehen gerade tausend andere Gedanken im Kopf herum. Wir denken an alles, aber nicht an die Mahlzeit, die vor uns steht. Die ist Nebensachen. Wir essen in Hetze und oberflächlich. Dieses Buch bietet Anlass, innezuhalten, und sein Verhalten zu überdenken. Inspiriert zu werden, achtsam zu sein. Es informiert unter anderen über:  

 

-Industrienahrung (Zucker, Fette)

-Essen und Gefühle die wir damit verbinden

-Essen als Ventil

-Essen aus Gewohnheit

-auch unbewusste Faktoren bestimmen unser Essverhalten

-Stress

-Essen in geselliger Runder entspannt

-Achtsamkeit nicht auf „die leichte Schulter nehmen“

-Idee: Achtsamkeit während des Essens zu praktizieren (S. 50)

-Silent Dinner Partys (S. 54)

-Sitzen unsere Gefühle beim Essen mit am Tisch? (S.56)

 

Es gibt verschiedene Achtsamkeitsübungen, die übersichtlich alle in einem dezenten Blau hinterlegt sind. Diese hören sich einfach an, ich fand aber, dass man ganz bewusst damit „arbeiten“ muss. Man muss sich ganz zurücknehmen, sich konzentrieren, innehalten. Das fiel mir schwer. Das muss man lernen.

 

Die Rezepte sind alle lecker und appetitlich fotografiert, so dass ich am liebsten alle ausprobieren würde. Es gibt auch einige hessische Spezialitäten, wie „Hessisch Bruschädaa“, die Hessische Apfelwein-Torte. Auch lecker scheint das Paprika-Walnuss Püree, mit Couscous gefüllte Paprika, die Sobanudeln und und und.

 

Achtsames Essen besteht aus vielen verschiedenen Teilen. Das fängt schon mit dem achtsamen Einkaufen guter Zutaten an, mit dem Ernten frischer Kräuter, mit der ruhigen entspannten Zubereitung, mit einem schön gedeckten Tisch und mit dem Essen. Man kann jeden Tag 15 Minuten achtsam sein, und diese 15 Minuten können zum Beispiel beim Essen sein. Denn essen muss man sowieso, die Zeit hat man jeden Tag eingeplant. Warum diese nicht sinnvoll nutzen?     

 

Zitat Seite 57: „Das oberste Gebot heißt , denn ein körperlich und seelisch verspannter Mensch, der nur mit dem Mund isst und sein Essen nicht in vollen Zügen genießt, verdaut die Nahrung nicht gut.“ 

 

Die Autorin favorisiert auch Essen in der Stille, d.h. es wird nicht gesprochen bei Tisch. Das kenne ich noch von früher von meinen Großeltern. Dennoch kann ich mich heute damit nicht so ganz anfreunden, auch wenn ich den Sinn dahinter verstehe.      

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             

Fazit:

Ein supertolles Buch! Angefangen bei der Optik, modern und leicht, einfach stylisch. Die Rezepte, hier ist für jeden etwas dabei. Der Inhalt ist „schwere Kost“ im positivsten Sinne. Ich als Leser bin gefordert, das Buch lässt sich nicht einfach „runter lesen“. Die Sätze wollen achtsam gelesen und „verdaut“ werden, genauso, wie man Essen soll. Ich finde die Ansätze der Autorin ganz wunderbar. Sie kommen leicht und ohne Druck daher, sind sehr verständlich geschrieben. Man sollte sich mit dem Buch Zeit lassen. Kapitel für Kapitel lesen, umsetzen, wenn man mag. Auch kleine Schritte führen zum Ziel. Ein wunderbares Buch zu dem Thema Achtsamkeit und Essen, in das man immer gerne mal wieder reinschaut und sich besinnen kann.

 

Dieses Buch kommt in mein Bücherregal.

Empfehlenswert.

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Beate Caglar wurde am 25. August 1968 in Frankfurt a.M. (Deutschland) geboren.

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