Beate Clasen-Liebers hat in diesem Buch das Szenario auf dem Hintergrund einer Kleinstadt gewählt. Machtgierige Bewohner treffen auf finanzkräftige Investoren. Kleinbürger werden ausgespielt und hintergangen. Das volle Repertoire. Wie das Leben eben so spielt.
Die Geschichte ist sehr abwechslungsreich und könnte in jeder Stadt - Kleinstadt würde ich jetzt nicht sagen - vorkommen. Als zentrale Person fungiert eine Apothekerin, die die korrupten Machenschaften der finanzkräftigen Bürger hinterfragt.
Ein großes Manko sind die doch häufig auftretenden Grammatik- und Rechtschreibfehler und einige Abkürzungen, die als allgemein gültig angesehen werden (HV-Tisch ???). Leider fehlt mir auch etwas der persönliche Bezug - die Hauptpersonen haben scheinbar kaum Gefühle oder Gedanken, die fehlen nämlich eher auch. Das Szenario ist in der Wirklichkeit durchaus denkbar, jedoch nicht in einer Kleinstadt (wohne selbst in einer).
Beate Clasen-Liebers

Lebenslauf
Alle Bücher von Beate Clasen-Liebers
Der Sommer, der eine Stadt veränderte
Neue Rezensionen zu Beate Clasen-Liebers
In einer Kleinstadt soll ein Heizkraftwerk privatisiert werden. Als Teile eines geheimen Vertrages auftauchen, beginnt der Protest der Bürger. Die Investitoren versuchen mit allen Mitteln, ihren Plan durchzusetzen. Es gibt Mordversuche, Verhaftungen und Fluchtversuche... . Doch auch die prekären Arbeitsverhältnisse und das Jobcenter spielen ebenso eine Rolle wie auch die Verstrickungen der (katholischen) Kirche. Das Buch beschäftigt sich mit den Intrigen „der Reichen und Mächtigen“, Kungeleien von Verwaltung und Wirtschaft und der Spaltung der Gesellschaft. Es handelt aber auch von Zivilcourage und Engagement und davon, welche Macht die Masse der (Wut)bürger hat.
Beate Clasen-Liebers beschreibt die Kleinstadt und die handelnden Personen sehr eindrucksvoll und mit viel Liebe zum Detail. Besonders schön sind die kleinen episoden in der Apotheke der Hauptperson. Die Geschichte ist aktuell und spannend. Der Schreibstil ist sehr angenehm und das Buch läßt sich sehr flüssig lesen.
Ein Buch, das zum Nachdenken anregt. Trotz allem denke und hoffe ich, dass es um die Gesellschaft nicht überall so schlimm steht und sich die Mauscheleien nicht in jeder Kleinstadt so stark häufen wie in dieser kleinen Stadt...
Der Roman „Der Sommer, der eine Stadt veränderte“ von Beate Clasen-Liebers ist 2017 in der Deutschen Literaturgesellschaft, einem Imprint der Europäischen Verlagsgesellschaften GmbH erschienen und stellt ein aktuelles Bild unserer Zeit dar.
Auf eindringliche Weise erzählt „Der Sommer, der eine Stadt veränderte“ über den Unterschied der herrschenden Klasse und den Menschen am unteren Rand der Gesellschaft. Es zeigt eindrucksvoll, wie das aktuelle Wirtschaftssystem unsere Gesellschaft spaltet und die Armen gegen die Ärmeren ausspielt. Das Buch zeigt aber auch, wie wichtig die Zivilgesellschaft ist und welchen Teil wir alle für eine gerechtere Welt beitragen können. Eine Welt in der der normale Bürger wieder mehr zählt als Einnahmen. Eine Welt in der Korruption nicht mehr an der Tagesordnung ist, sondern nur die Ausnahme bleibt.
„Der Sommer, der eine Stadt veränderte“ ist eine Geschichte, die aktueller und spannender nicht sein könnte. Beate Clasen-Liebers schreibt in kurzen und prägnanten Sätzen und macht die Geschichte durch die vielen Diskussionen und Gespräche der Bürger anschaulich und nahbar. Für eine weitere Auflage würde ich mir aber ein erneutes Lektorat wünschen, da sich viele Fehler in das Buch eingeschlichen haben, was den Lesefluss teilweise ein wenig stört.
Gespräche aus der Community

Wie gefällt Euch das Cover?
Zusätzliche Informationen
Beate Clasen-Liebers wurde am 14. Juli 1936 in Hagen, Westfalen (Deutschland) geboren.
Welche Genres erwarten dich?
Community-Statistik
7 Bibliotheken
1 Leser*innen




