Beate Lakotta

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Noch mal leben vor dem Tod

Noch mal leben vor dem Tod

 (7)
Erschienen am 07.09.2004
Noch mal Leben vor dem Tod

Noch mal Leben vor dem Tod

 (0)
Erschienen am 13.10.2005

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Rezension zu "Noch mal leben vor dem Tod" von Beate Lakotta

Rezension zu "Noch mal leben vor dem Tod" von Beate Lakotta
Arwen2112vor 8 Jahren

"Kopf hoch, es wird schon wieder", hat neulich eine Bekannte gesagt.
Das traf sie wie eine Ohrfeige. "Was soll ich mit dieser Heuchelei? Ich weiß doch, dass ich sterben werde."

Die SPIEGEL-Redakteurin Beate Lakotta hat in „Noch mal leben vor dem Tod“ eindrucksvolle und bewegende Interviews mit – vorwiegend in Hospizen in Hamburg und Berlin untergebrachten – unheilbaren Kranken geführt. Der Fotograf Walter Schels, bekannt durch herausragende Charakterstudien, hat diese Interviews mit ausdrucksstarken Schwarzweiß-Bildern mit einzigartiger Intensität dokumentiert. Die Porträtierten kommen noch einmal zu Wort und lassen uns an Erfahrungen, Ängstlichkeiten, ihrer Wut, aber auch an ihren Hoffnungen Anteil nehmen und jeder von ihnen hat einen individuellen Blick auf das Sterben: Eigene Bilder, Visionen und Sehnsüchte.
Die „freie Entfaltung seiner Persönlichkeit“ auch im Sterben und im Tod – und das in Wort und Bild darzustellen, ist den beiden Verfassern auf außergewöhnliche und ergreifende Weise gelungen.

Gerade jene Personen, die sich in der Finalität des Lebens befinden, können uns Aufschluss darüber geben, wie sie behandelt werden wollen. Keine Zwangsernährung, wenn man „Lebens-SATT“ ist, keine künstliche Beatmung, noch Reanimation und auch keine Alibibehandlungen wie Röntgen oder Blutabnehmen, die lediglich dazu dienen um die Ratlosigkeit zu kaschieren. Die Hauptessenz dieses Buches sowie auch jeder Hospizeinrichtung ist, dass der Tod als Teil des Lebens anzuerkennen ist und wir ihn nicht darauf beschränken können, dass die Medizin versagt hat.

Ein Buch, das nicht emotionslos gelesen werden kann, das auch Tage und Wochen danach noch Bilder hervorruft. Doch man erhält nicht nur den Blick auf den Sterbenden, sondern auch auf die Angehörigen, Freunde und letztendlich auch das Pflegepersonal, die diesen Lebensabschnitt in seiner Vergänglichkeit begegnen und begleiten. Das Sterben soll am besten weit weg vom Alltag und vom Familienleben über die Bühne gehen, nur nicht in der vertrauten Umgebung. Es gelingt uns schwer, die Vergänglichkeit mit unserem Leben, das auf ständige Betriebsamkeit und Leistungsfähigkeit ausgerichtet ist, zu vereinbaren, denn es gibt wenig, dass uns so sehr bewegt wie die Begegnung mit dem Tod.

Auszug aus dem Buch ….„Viele kommen zu zweit, weil sie nicht mit ihm alleine sein wollen. Was redet man mit einem Todgeweihten? Manche wünschen gute Besserung zum Abschied. ’Komm bald wieder auf die Beine, Alter!‘
„Keiner fragt mich, wie's mir geht“, sagt Heiner Schmitz. „Weil alle Schiss haben. Dieses krampfhafte Reden über alles Mögliche, das tut weh. Hey, kapiert ihr nicht? Ich werde sterben! Das ist mein einziges Thema in jeder Minute, in der ich alleine bin.

Ich bin davon überzeugt, dass dieses Buch ein großartiges Plädoyer dafür ist, das nicht nur das Leben sondern auch das Sterben einen Lernprozess darstellt. Ein Buch für all jene Menschen, die mit unheilbar Kranken und Trauernden leben und arbeiten und für all jene, die ihren Blick dafür schärfen wollen.

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Sonny83s avatar

Rezension zu "Noch mal leben vor dem Tod" von Beate Lakotta

Rezension zu "Noch mal leben vor dem Tod" von Beate Lakotta
Sonny83vor 11 Jahren

Wunderschöne Auseinandersetzung mit dem Tod

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