Beate Maly

 4.4 Sterne bei 315 Bewertungen
Autorin von Das Sündenbuch, Der Fluch des Sündenbuchs und weiteren Büchern.
Beate Maly

Lebenslauf von Beate Maly

Eine schreibende Kindergärtnerin: Die Österreicherin Beate Maly wurde 1970 in Wien geboren und machte nach dem Schulabschluss eine Ausbildung zu Kindergartenpädagogin. Heute arbeitet sie als Frühförderin. Zudem ist sie auch Montessori-Pädagogin. Inzwischen hat sie zahlreiche Kinderbücher und Sachbücher geschrieben und auch Beiträge und Anthologien verfasst. Mit „Die Hebamme von Wien“ erschien 2008 ihr erster historischer Roman. Für dieses Buch erhielt sie das Wiener Autorenstipendium. Die Autorin ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Wien.

Alle Bücher von Beate Maly

Sortieren:
Buchformat:
Das Sündenbuch

Das Sündenbuch

 (57)
Erschienen am 14.12.2012
Der Fluch des Sündenbuchs

Der Fluch des Sündenbuchs

 (52)
Erschienen am 11.11.2013
Tod am Semmering

Tod am Semmering

 (31)
Erschienen am 19.10.2016
Die Salzpiratin

Die Salzpiratin

 (28)
Erschienen am 01.12.2017
Der Raub der Stephanskrone

Der Raub der Stephanskrone

 (25)
Erschienen am 09.10.2015
Die Donauprinzessin

Die Donauprinzessin

 (21)
Erschienen am 10.10.2014
Die Hebamme von Wien

Die Hebamme von Wien

 (21)
Erschienen am 04.12.2008
Tod an der Wien

Tod an der Wien

 (20)
Erschienen am 12.10.2017

Neue Rezensionen zu Beate Maly

Neu

Rezension zu "Mord auf der Donau" von Beate Maly

Hier wird so manches enthüllt
Betsyvor einem Monat

Endlich geht es weiter mit der österreichischen Miss Marple! Wien 1923: Diesmal verschlägt es die pensionierte Lehrerin Ernestine Kirsch und ihren treuen Begleiter, den ehemaligen Apotheker Anton Böck, auf ein Personendampfschiff, dass eine Ausflugsfahrt von Wien nach Budapest und wieder zurück macht. Mit dabei eine äußerst illustre Gesellschaft, die keine Langeweile aufkommen lässt, da hier untereinander so einige Spannungen zu bestehen scheinen. Als dann einigen Gästen nach der am Abend servierten Szegediner Fischsuppe schlecht wird und einer davon am nächsten Morgen sogar tot aufgefunden wird, sorgt dies für weitere Unruhe an Bord. Ein tragischer Unglücksfall oder doch Mord? Ernestine ist skeptisch, da nicht nur einer der anwesenden Passagiere ein Motiv gehabt hätte. Gemeinsam mit Anton, fängt sie an zu ermitteln, der mal wieder wohl oder übel keine andere Wahl hat und dabei auch noch mitansehen muss wie der Kapitän des Schiffes, der sich ebenfalls verdächtig verhält, Ernestine ganz eindeutige Avancen macht.

Hierbei handelt es sich zwar bereits um den 3. Band der Reihe, allerdings ist die Geschichte in sich selbst abgeschlossen und man kann mühelos ohne jegliches Vorwissen einsteigen, auch wenn die Charaktere und deren Beziehung sich natürlich von Band zu Band ein wenig weiterentwickeln und dies mittlerweile auch sehr schön zu sehen ist. Zu Beginn werden dann auch ganz kurz die bisherigen Abenteuer von Anton und Ernestine erwähnt und dies gibt damit nicht nur allen Quereinsteigern eine rasche Einführung, sondern ist auch eine kleine Erinnerungshilfe für Kenner der Reihe.

Die Geschichte startet mit einem Prolog, der 50 Jahre zuvor spielt, den Leser gefühlsmäßig mitreißt und neugierig macht inwieweit die Geschehnisse von damals etwas mit den gegenwärtigen Ereignissen zu tun haben werden.

Im neuesten Abenteuer von Ernestine und Anton sind diese Teil einer mehr als bunt gemischten Schiffsgesellschaft. Unter den Anwesenden ein Medium und dessen Gesellschafterin, ein neureicher Kondensmilchfabrikant mit seiner Familie, ein erfolgreicher Rechtsanwalt und seine Tochter, ein Psychiater, eine geschwätzige Frau und ihr Ehemann, eine ungarischer Graf mit seiner Pflegerin und familiären Anhang, der Kapitän und sein Stellvertreter, sowie der Schiffskoch und ein Küchengehilfe. Dabei zeigt sich alsbald, dass es hier unter den Gästen einige Verstrickungen gibt und so mancher ein Geheimnis mit sich herumträgt und auch die Schiffscrew hat ihren Anteil daran, dass es auf dieser Fahrt alles andere als langweilig wird.

Auch wenn das Damoklesschwert von Anfang an über den Gästen zu schweben scheint, muss sich der Leser ungewöhnlich lange gedulden, bis aus einer einfachen historischen Geschichte auch ein historischer Krimi wird und einem endlich eine Leiche präsentiert wird. Nichtsdestotrotz ist die Geschichte dennoch fesselnd und unterhaltsam, bietet einige Überraschungen und überzeugt durch eine stimmiges Ende, dass den Kreis zum anfänglichen Prolog schön schließt und eine lückenlose Auflösung bietet.

Das liebenswerte, bereits etwas in die Jahre gekommene, aber immer noch mit einem scharfen Verstand ausgerüstete, Duo Ernestine und Anton, sowie dessen Tochter und Enkeltochter, verleihen der Geschichte dabei wieder einmal eine ganz besonders herzliche Note. Sie erobern mit ihrer sympathischen Art das Leserherz im Sturm und sorgen für so manchen Schmunzler. So sorgt Ernestine einmal mehr mit ihrer Neugier und schier unerschöpflichen Energie, sowie ihrer scharfen Beobachtungsgabe und ihrem Faible für die selbstgemachten Pfefferminzbonbons von Anton für viel frischen Wind, während Anton sich einmal mehr von Ernestine zu etwas überreden lässt und insgeheim schon so eine dunkle Vorahnung hat, dass dieser Ausflug nicht ohne besondere Vorkommnisse enden wird. Einmal mehr geht er es lieber gemütlich an, liest Zeitung, hält ein kleines Schläfchen und ist etwas zurückhaltend. Wunderschön ist es hier mit anzusehen wie zugetan die beiden sich sind und wie perfekt sie sich doch ergänzen. Dabei ist es mehr als herzerwärmend mitzuerleben wie Anton mit seiner Eifersucht auf den Kapitän zu kämpfen hat, aber selbst zu schüchtern ist den ersten Schritt zu wagen. Genauso herrlich ist es aber auch mitzuerleben wie die ansonsten so resolute und selbstsichere Ernestine auch mal in Verlegenheit gerät. Gerade bei dieser Reihe sieht man mittlerweile sehr schön wie sich die jeweiligen Charakter und Beziehungen von Band zu Band weiterentwickelt haben. So zeigen sich Ernestine und Anton hier teilweise inniger denn je und auch in anderer Hinsicht gibt es einige vielversprechende Tendenzen.

Natürlich kommt auch Antons große Leidenschaft, das gute Essen, hier nicht zu kurz und den Leser erwarten so einige kulinarische Schmankerln auf dieser Reise, die einem regelrecht das Wasser im Mund zusammen laufen lassen. Egal ob sündhaft süße Versuchungen, wie etwa Topfenpalatschinken und Esterházy-Schnitten, etwas herzhafterem, wie Szegediner Fischsuppe, einer ordentlichen Portion Stelze aus dem Schweizerhaus oder auch nur einfacher, aber guter Hausmannskost, in Form von Krautfleckerln, hier kommt wohl jeder auf seine Kosten und dies sind nur ein paar der im Buch erwähnten Köstlichkeiten. Da würde man stellenweise nur zu gerne mit Anton tauschen.

Es ist unglaublich welche Themenvielfalt und interessante historische Fakten die Autorin in ihrer Geschichte unterbringt und man sich dennoch weder überfordert noch gelangweilt fühlt, da genügend Spannung vorhanden ist und die hier mit einfließende Prise Humor das Ganze immer wieder gekonnt auflockert. Trotz der vorhandenen Leichtigkeit in der Geschichte, besticht ihr Inhalt aber auch durch ernstere Anklänge. So ist der 1. Weltkrieg, der hier noch nicht allzu lange zurückliegt immer noch sehr präsent und spürbar, aber auch die Veränderungen in der Gesellschaft, die recht traurigen Zustände in der Nervenheilanstalt oder auch der ehemals tolerierte Missbrauch durch Adelige an ihren Dienstboten uvm. Wundervoll eingefangen sind hier ebenfalls die historischen Schauplätze Wien und Budapest, sowie die Fahrt entlang der Donau.

Fazit: Ein weiterer kurzweiliger, fesselnder, unterhaltsamer und mitunter auch sehr zu Herzen gehender Roman von der Autorin rund um das in die Jahre gekommene Duo Ernestine und Anton, die sich diesmal auf einem Schiff inmitten einer sehr illustren Runde befinden und wieder einmal detektivischen Spürsinn zeigen. Leider dauert es hier fast schon zu lange bis der Krimi auch tatsächlich zum Krimi wird. Dennoch bietet die Geschichte nichtsdestotrotz einige gelungene Überraschungen, durchaus einen gewissen Grad an Spannung, überzeugt durch die wunderbar lebendig dargestellten Figuren, dem großartig eingefangenen historischen Ambiente, sowie einem absolut runden und stimmungsvollen Ende.

Kommentare: 1
55
Teilen
A

Rezension zu "Mord auf der Donau" von Beate Maly

Sehnsucht endet nie und Rache ist immer die schlechteste Lösung
Andreakemmerzehlvor 2 Monaten

Ein Roman der seines Gleichen sucht. 

"Mord auf der Donau" ist eine wunderbare Symphonie aus Liebe, Leidenschaft, Rache und Unterhaltung. Hervorragend leicht und kurzweilig geschrieben macht es dem Leser Lust auf mehr.
Die Beziehung zwischen Anton und Ernestine erinnert ein wenig an die der Hauptdarsteller von "Castle", das finde ich sehr sympatisch.
Ernestine will immer alles ganz genau wissen. Dies macht es ihr  im Umgang mit anderen Menschen manchmal schwer, doch führt sie immer ans Ziel - den ihren Wissensdurst zu stillen und alle Fakten herauszufinden.

Kommentieren0
1
Teilen

Rezension zu "Mord auf der Donau" von Beate Maly

Mörderische Urlaubsfahrt
Doreen_Klausvor 2 Monaten

Dieser historische Kriminalroman lässt für mich ganz eindeutig die Ära von Agatha Christie wieder aufleben. Schon die Optik des Buches zeigt viele Parallelen und spiegelt den Stil und den Zeitgeist der 20er Jahre wieder. 


Auch in der Geschichte findet der Leser viele Gemeinsamkeiten zu Christies Figuren, ein etwas ungewöhnliches Paar löst zusammen, aber eher unfreiwillig, Kriminalfälle. Die pensionierte Lehrerin Ernestine Kirsch und ihr Freund, der Apotheker Anton Böck. Er eher zurückhaltend, ruhig und skeptisch, sie abenteuerlustig, neugierig und mit einer messerscharfen Beobachtungsgabe gesegnet. Ein sehr amüsantes Paar, das von der Autorin sehr liebevoll gezeichnet wird, genauso wie die anderen Figuren der Geschichte. Aus deren Beschreibungen kann man gut auf den Charakter schließen.

Das Buch enthält bereits den dritten Fall unseres Ermittlerpaares. Die Autorin verlegt die Geschichte ins Österreich der 1920er Jahre. Ihre Beschreibungen der Schauplätze zeigen ein buntes Bild für den Leser, der Zeitgeist der Epoche ist gut wiedergegeben.

Ganz im klassischen Stil folgt der Leser den Geschehnissen und erhält die gleichen Informationen und Hinweise auf Motiv und Täter, wie die Ermittler im Buch. Zur Aufklärung des Falles werden alle Zusammenhänge nochmals dargestellt und man kann die eigene Kombinationsgabe testen.

Für mich ist diese Art Krimi eine schöne Alternative zu den modernen, eher harten Geschichten. Eine spannende, gut erzählte Story mit netten, liebenswerten Figuren. Gute Unterhaltung in malerischer Kulisse.

Kommentieren0
9
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
Liebe Leserinnen und Leser,

die pensionierte Lateinlehrerin Ernestine Kirsch und ihr Freund Anton Böck bestreiten ihr drittes Abenteuer. Diesmal fahren die beiden mit einem Dampfschiff von Wien nach Budapest. Während der Reise stirbt ein Gast. Zuerst sieht es so aus, als wäre ihm die Szegediner Fischsuppe nicht bekommen, doch Ernestine hat ihre Zweifel: einige Passagiere scheinen ein Motiv für einen Mord zu haben.
Gemeinsam gehen Ernestine und Anton der Sache auf den Grund, und damit dem Mörder fast in die Falle ...

Wer nun neugierig geworden ist und an der Leserunde teilnehmen möchte, bewirbt sich bitte bis zum 13.Oktober.  15 Gratisexemplare werden verlost. 

Ich freue mich auf eine spannende Leserunde mit euch.
Liebe Grüße aus Wien
Beate

Zur Leserunde
Liebe Leserinnen und Leser,

wie bereits bei der Leserunde zu "Tod an der Wien" angekündigt, darf ich euch in diesem Jahr noch einmal zu einem Abenteuer im Kopf einladen.
Diesmal reisen wir mit meinem historsichen Roman "Die Salzpiratin" ins Jahr 950, an den wunderschönen Traunsee. Die Herren von Orth wachen über den Salzhandel, doch dann überfällt der Graf von Chiemgau die Familie und lässt alle kaltblütig töten. Nur die Tochter Ursel und ihr behinderter Bruder Nikolaus können fliehen. Ursel schwört Rache. Dazu schlüpft sie in die Rolle eines Mannes und wird zum Salzpiraten. Als sie sich in den Kaufmann und Gelehrten Steffen verliebt, ist sie plötzlich in großer Gefahr. Ihre Tarnung droht aufzufliegen ...

Wer neugierig geworden ist, bewirbt sich bitte bis zum 6.12. Es werden 15 Bücher verlost.

Ich freue mich auf eine spannende Leserunde mit euch.
Herzliche Grüße aus Wien
Beate
Letzter Beitrag von  Bellis-Perennisvor 10 Monaten
Danke für den Tipp!
Zur Leserunde
Liebe Leserinnen und Leser,

es ist so weit: Anton und Ernestine ermitteln wieder.
Diesmal besuchen die beiden eine Operettenpremiere im Theater an der Wien. Kurz nach der Vorstellung verunglückt die Sängerin Hermine Egger tödlich. Ernestine glaubt nicht an einen tragischen Unfall. Ihre Neugier ist geweckt und sie beginnt Nachforschungen anzustellen.

Wer Anton und Ernestine durchs Wien der 20er Jahre begleiten möchte, bewirbt sich bitte bis zum 17.10.2017 für die Leserunde.
Es gibt 15 Bücher zu gewinnen.

Ich freue mich auf einen spannenden und unterhaltsamen Dialog mit euch.
Herzliche Grüße aus Wien
Beate   
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Community-Statistik

in 288 Bibliotheken

auf 44 Wunschlisten

von 3 Lesern aktuell gelesen

von 7 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks