Beate Maly Die Hebamme von Wien

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Inhaltsangabe zu „Die Hebamme von Wien“ von Beate Maly

Wien 1683. Die junge Hebamme Anna und ihre Tante Theresa helfen den Frauen der Stadt bei schwierigen Geburten. Dem Prediger Abraham a Santa Clara ist ihre Arbeit verdächtig: Kann es mit rechten Dingen zugehen, dass sie so oft Mutter und Kind retten können? Ist da Hexenwerk im Spiel? Doch ehe er die Hebammen auf den Scheiterhaufen bringen kann, überfallen die Türken die Stadt. Und es gibt einen Mann, der Anna liebt und die beiden Frauen unbedingt retten will.

kurzweilig geschriebene Geschichte um die Hebamme Anna

— dieben
dieben

Ein wundervoller historischer Roman, ich muss UNVERZÜGLICH mit dem Folgeband beginnen. Beate Maly hat für mich "Suchtfaktor" ;-)

— LEXI
LEXI

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  • Die zweite Wiener Türkenbelagerung

    Die Hebamme von Wien
    carpe

    carpe

    28. February 2014 um 19:10

    Kurzgefasst (Quelle: histo-couch.de): Wien 1683. Die junge Hebamme Anna und ihre Tante Theresa helfen den Frauen der Stadt bei schwierigen Geburten. Dem Prediger Abraham a Santa Clara ist ihre Arbeit verdächtig: Kann es mit rechten Dingen zugehen, dass sie so oft Mutter und Kind retten können? Ist da Hexenwerk im Spiel? Doch ehe er die Hebammen auf den Scheiterhaufen bringen kann, überfallen die Türken die Stadt. Und es gibt einen Mann, der Anna liebt und die beiden Frauen unbedingt retten will. Da Wien ja quasi zu meinem zweiten Zuhause zählt und ich historische Romane sehr gern lese, lag es nahe, dass ich um dieses Buch nicht drumrumkomme. Und ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Es ist eine sehr spannender Roman. Sehr flüssig und leicht geschrieben. Man kam sehr gut rein und auch vorwärts, weglegen fällt äußerst schwer. Der geschichtliche/historische Hintergrund um die "Zweite Wiener Türkenbelagerung" ist meines Erachtens sehr gut recherchiert und die Story sehr gut eingebaut. Nichts wirkt übertrieben und zu weit hergeholt. Für "Wien-Kundige" ist auch schön zu lesen, da einige Straßen/Gassen erwähnt werden, wo man dann gedanklich längs geht. Und trotz der vielen Jahre und Veränderungen in den Straßen kann man sich bildlich vorstellen, wie es dort aussieht/aussah. Das Ende ist so gestaltet, dass der Roman ansich zwar abgeschlossen ist, aber durchaus noch Spielraum für eine Fortsetzung lässt. Beate Maly hat zwar schon ein zweites Buch geschrieben, welches aber nichts mit den Hebammen zutun hat. Fazit: Ein sehr schöner, gut recherchierter historischer Roman. Empfehlenswert für jeden Historik-Leser und nicht nur für Wien-Kenner und Liebhaber. Der Debüt-Roman von Beate Maly (auf historischem Gebiet) lässt keine Wünsche offen - volle Punktzahl

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  • Authentischer Roman zur zweiten Türkenbelagerung

    Die Hebamme von Wien
    tinstamp

    tinstamp

    24. September 2013 um 13:33

    Auf diesen historischen Roman wurde ich durch Maxibines Bücherregal aufmerksam. Erstens spielt er in Österreich ;) und zweitens sah ich das Buch in der Bücherei. So ging es beim letzten Büchereibesuch gleich mit. Beate Maly hat hier einen sehr authentischen Roman in der Zeit der zweiten Türkenbelagerung um Wien geschrieben. Die beiden Hebammen Theresa und ihre Nichte Anna kämpfen im 17. Jahrhundert gegen den Aberglauben und eine relativ "schmerzfreie" Geburt. Deshalb setzen sie auch lindernde Kräuter und die Geburtszange ein, deren Benutzung Theresa von ihrer Lehrherrin Brunhilde erlernt hat. Doch den damaligen Kirchenmännern, darunter dem Prediger Abraham a Santa Clara, ist dies ein Dorn im Auge. Seit Jahren hat er das Ziel Theresa als Hexe anzuklagen, genauso wie damals Brunhilde, die durch ihn am Scheiterhaufen den Tod fand. Doch die Türkenbelagerung kommt ihm in die Quere und die beiden Hebammen sind so gefordert wie noch nie.  Die Spitäler und Klöster sind überfüllt mit Verletzten und es mangelt an Medikamenten, sauberes Wasser und Verbandsmaterial. Im zweiten Erzählstrang erfährt der Leser die Geschichte des aus der Toskana stammenden Juristen Lorenzo Martecelli, der im Dienste Graf Starhembergs steht. Der junge Mann flüchtete aus der Toskana vor einer arrangierten Verehelichung und dem schlechten Verhältnis zu seinem Vater, der ihn zur Ausbildung als Juristen zwang. Dabei schlägt Lorenzo's Herz für das Weingut und der Kelterei, welches sich sein Vater in der Toskana aufgebaut hat. Dieser lebte als Karl Kaltenberg in Wien und nun landet ausgerechnet Lorenzo in dieser Stadt, wo sich die Wege von Anna und Lorenzo kreuzen. Die Autorin bringt uns auch die Feinde, mit einem Blick außerhalb der Stadtmauern, durch die junge Türkin Basma, näher. Durch einen geheimen Tunnel unter der Stadtmauer, den Anna und Lorenzo mit Hannes und der taubstummen Salma benutzen, erzählt Beate Maly uns auch von Kara Mustafas großen und überwältigenden Zeltlager. Besonders gefallen hat mir auch die Erwähnung und den Siegeszug der Kahvebohne, die so nach Österreich gelangt ist oder von der Legende, dass ein Bäcker nach der erfolgreichen Verteidigung gegen die Türken das Wiener Nusskipferl, welches die Form eines Halbmondes hat, erfunden hat. Wikipädia widerspricht dem jedoch, als Österreicherin habe ich allerdings auch davon gehört.....wie es eben so mit Legenden ist ;) Sicher der Wahrheit entspricht jedoch die Entstehung der großen Glocke des Stephansdoms in Wien. Sie war die Vorgängerin der heutigen Pummerin und wurde aus den zurückgelassenen Kanonen und Kugeln, die in der Zeit der Türkenbelagerung im Dom einschlugen, gegossen und im Südturm aufgehängt. Die große Glocke wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Ihre Reste wurden jedoch für die heutige Pummerin, die im Nordturm hängt, verwendet. Den halben Stern Abzug gebe ich für die Verwendung eines Feuerzeuges im Tunnel im 17. Jahrhundert (dass das keinem Lektor aufgefallen ist!) und einigen für mich eher unglaubwürdigen "Aktionen" im Feindeslager. Schreibstil: Von Beginn an ein fesselnder und erzählhafter Schreibstil. Die Autorin hat sehr gut recheriert und verwebt die geschichtlichen Komponenten erfolgreich mit ihrer eigenen Handlung. Der Spannungsbogen bleibt immer erhalten. Cover: Typisch für einen historischen Roman: Wien und die Donau im Hintergrund und einem historischen Frauenbildnis im Blickfeld. Fazit: Wer historische Romane liebt, sollte an diesem Buch nicht vorbeigehen! Sehr einfühlsam und atmosphärisch geschriebene Geschichte rund um die Zweite Türkenbelagerung in Wien. Absolute Leseempfehlung!

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  • Rezension zu "Die Hebamme von Wien" von Beate Maly

    Die Hebamme von Wien
    LEXI

    LEXI

    Wien im Jahre 1683. Es herrscht eine Zeit, in der die Rechte der Frauen dürftig und der Aberglaube groß waren. Außergewöhnliche Fähigkeiten oder auch nur ungewöhnliches Geschick in der Ausübung einer Tätigkeit werden besonders bei Frauen nicht gerne gesehen und sehr rasch mit Hexerei und Teufelswerk in Verbindung gebracht. Beate Maly erzählt in ihrem historischen Roman „Die Hebamme von Wien“ von Theresa Zapf, die gemeinsam mit ihrer Nichte Anna Stöckl viel Gutes bewirkt und trotz striktem Verbots seitens der Kirche bei Problemgeburten eine neue Erfindung einsetzt: die Geburtszange. Durch diesen Einsatz riskieren die Frauen ihr Leben, wagen es aber aus Mitleid mit den Gebärenden und ihren Kindern dennoch. Ein zweiter Erzählstrang bringt dem Leser die Geschichte des aus der Toskana stammenden Juristen Lorenzo Martecelli, der im Dienste Graf Starhembergs steht, nahe. Lorenzos Vater, der vor seiner Emigration als Karl Kaltenberg in Wien lebte, besitzt ein großes Weingut in Italien und die Tatsache, dass er den sehnlichsten Wunsch seines Sohnes, das Weingut zu übernehmen, ignorierte und ihn zur Ausbildung als Jurist zwang, vergrößerte die Distanz zwischen Vater und Sohn. Eine arrangierte Verehelichung mit einer verarmten Adelstochter trieb Lorenzo letztendlich in die Flucht – und er landete ausgerechnet in der Geburtsstadt seines Vaters. In Wien kreuzen sich auch die Wege von Anna und Lorenzo, denen im Roman das Hauptaugenmerk gilt. Die Autorin zeichnet ein höchst authentisches Bild vom Alltagsleben der Wiener Bevölkerung in dieser Zeit und veranschaulicht deutlich das Grauen des Krieges. Die Stadt steht kurz vor der großen Türkenbelagerung und die Geschichte umfasst den langen Weg von der Belagerung, dem standhaften Ausharren des militärischen Führers Graf Ernst Rüdiger von Starhemberg bis hin zur Befreiung durch das polnische Entsatzheer unter der Führung von König Johann III Sobieski in der Schlacht von Kahlenberg. Beate Maly lässt ihre Protagonisten einen geheimen Weg, einen Tunnel unter der Stadtmauer, frequentieren, den die Hebamme Anna und einige ihrer Freunde dazu benutzen, um in das türkische Lager zu kommen. Auf diese Weise erzählt sie von Kara Mustafas Zeltlager und erwähnt unter anderem auch den Siegeszug der Kahvebohne, die in dieser Zeit den Weg in die Stadt fand, und die Entstehung des „Wiener Nusskipferls“. Besonders interessant sind einige historische Tatsachen, die die Autorin in Romanform wiedergab, wie beispielsweise die Entstehung der großen Glocke des Stephansdoms in Wien, der Vorgängerin der Pummerin. Diese wurde aus über eintausend Kanonenkugeln, die in der Zeit der Türkenbelagerung im Dom einschlugen, gegossen und im Südturm aufgehängt, damit die Wiener niemals den glorreichen Sieg über die Muslimen vergessen sollten. Auch dem katholischen Prediger Abraham a Santa Clara wird eine gewissen Aufmerksamkeit zuteil – er versucht, Anna und Theresa aufgrund der Verwendung der Geburtszange und einer verbotenen Amputation anzuklagen, bezichtigt sie der Hexerei und sein Plan geht dabei beinahe auf. Viele weitere Persönlichkeiten der damaligen Zeit kreuzen den Weg des Lesers und als Kenner der Region wurde ich immer wieder von bekannten Orts- und Straßenbezeichnungen überrascht. Um die Spannung, die in diesem Buch erstaunlich groß ist, nicht vorweg zu nehmen, möchte ich auf die Geschichte von Anna und Lorenzo nicht näher eingehen, kann dieses Buch jedoch jedem Interessenten des Genres nur ans Herz legen. Beate Maly beherrscht die Kunst, Geschichte lebendig zu machen, sie mit interessanten und authentisch gezeichneten Personen dem Leser nahe zu bringen. Sie veranlasst dazu, ihre Werke nicht mehr aus der Hand zu legen, bevor die letzte Seite umgeblättert ist. Ich vergebe eine uneingeschränkte Leseempfehlung und 5 Bewertungssterne für „Die Hebamme von Wien“!

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    • 2
    awogfli

    awogfli

    09. February 2013 um 10:04
  • Rezension zu "Die Hebamme von Wien" von Beate Maly

    Die Hebamme von Wien
    Wassermann

    Wassermann

    07. April 2009 um 22:17

    Ein sehr fesselnder und spannender historischer Roman!