Beate Maly Die Salzpiratin

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Inhaltsangabe zu „Die Salzpiratin“ von Beate Maly

Ursel ist die Tochter der Herren von Orth, die den lebenswichtigen Salzhandel auf dem Traunsee kontrollieren und die Händler vor Piraten schützen. Kurz nach der Sonnenwendfeier im Jahre 950 wird ihre Familie vom machthungrigen Grafen Wilhelm von Chiemgau überfallen. Nur Ursel und ihr Bruder können fliehen. Und Ursel schwört Rache. Als Mann verkleidet schließt sie sich den Salzpiraten an und wird bald zum gefeierten Mitglied der Räuberbande. Gegen ihren Willen verliebt sie sich in den Kaufmann und Gelehrten Steffen, den sie eigentlich als ihren Feind betrachtet. Als Ursels Tarnung aufgedeckt zu werden droht, geraten die beiden in große Gefahr.

Ein historisch sehr gut recherchierter und flüssig geschriebener Roman, der einen auf ganz tolle Weise in die Berge entführt! Lesen!

— Hopeandlive

Roman um ein außergewöhnliches Frauenschicksal, in einer malerischen Kulisse

— Klusi

Ein toller historischer Roman, der eine angenehme Atmosphäre verbreitet und gute Unterhaltung bietet.

— ChattysBuecherblog

Die sympathische und mutige Protagonistin schleicht sich schnell in die Herzen der Leser, der Schreibstil ist lebendig und fesselnd.

— tinstamp

Schöner kurzweiliger historischer Roman mit einer spannenden Handlung und einer sehr sympathischen starken Protagonistin

— Hermione27

Lehrreich, spannend, kurzweilig, unterhaltsam, abenteuerlich - für alle Fans von Iny Lorenz.

— hasirasi2

Mit einer mutigen Salzpiraten unternimmt man eine abenteuerliche Reise ins frühe Mittelalter

— crispin14

Ein spannender Einblick in eine längst vergangene Zeit: Salzgewinnung

— Bellis-Perennis

Tolle Lektüre für Freunde historischer Romane, aber nicht nur die werden begeistert sein vom Schreibstil und der spannenden Geschichte

— Tulpe29

Spannende historische Geschichte über die Salzpiraten am Traunsee und eine mutige junge Frau auf dem Weg in ihr Glück.

— ConnyKathsBooks

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  • Die Salzpiratin - ein sehr interessanter historischer Roman

    Die Salzpiratin

    Lese_gerne

    08. February 2018 um 08:41

    Dieser Berg, einst Schlupfwinkel heidnischer Seeräuber, ist jetzt dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht. (Inschrift über dem Eingang der Johanneskapelle auf der Halbinsel von Traunkirchen) ************************************* 950 am Traunsee: Ursel lebt in einer beschaulichen Gegend. Ihr fehlt es an nichts. Allerdings wird Ursel von den Mädchen in ihrem Alter kritische beäugt. Denn sie verhält sich nicht wie ein typisches Mädchen. Die 16jährige geht lieber jagen und fischen und hat überhaupt keine Lust sich für die bevorstehende Sonnenwendfeier herauszuputzen. Doch leider wird sich einiges in Ursels Leben ändern. Der machthungrige Graf Wilhelm von Chiemgau plant einen grausigen Überfall auf Ursels Familie und alle anderen Anwohner. Ursel und ihr kleiner Bruder können fliehen. Alle anderen Familienmitglieder wurden ausgelöscht. Doch Ursel möchte das nicht so kampflos stehen lassen und schwört Rache. Als Mann verkleidet schließt sie sich den Salzpiraten an und wird dort sehr schnell akzeptiert. Bei der Sippe taucht der Gelehrte Steffen auf, der eigentlich Ursels Feind sein sollte. Doch sie verliebt sich in ihn. Ursels Tarnung bleibt leider nicht lange unentdeckt. ********************************** Da ich von Beate Maly schon die zwei Teile „Das Sündenbuch“  und "Der Fluch des Sündenbuchs" kenne habe ich mich schon sehr auf ihr neuestes Buch gefreut. Denn über die Zeit von ca. 950 habe ich noch nie einen historischen Roman gelesen. Die Geschichte über Ursel und ihre Erlebnisse bei den Salzpiraten hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin wurde von einer Doku Sendung auf Servus TV über die Salzpiraten zu diesem Roman inspiriert. Diese Sendung hätte ich auch gerne gesehen. Sehr gut hat mir gefallen, dass es  im Buch auch einen Epilog gibt, wo man erfährt wie es mit Ursel Jahre später weitergeht. Genau sowas rundet die Geschichte ab. Im Nachwort steht, dass die Autorin Angst hatte den Veröffentlichungstermin nicht einhalten zu können und von ihrer Lektorin ermutigt wurde. Leider merkt man diesen Zeitdruck dem Buch auch an. Die Lektorin hatte wohl nicht mehr genügend Zeit das Buch Korrektur zu lesen. Denn mir sind einige Rechtschreibfehler aufgefallen. Das bin ich eigentlich vom Ullstein Verlag nicht gewöhnt. Deshalb gibt es von mir vier Sterne obwohl dieser Roman von der Handlung her fünf Sterne verdient hätte. Denn Spannung und Gefühl hat dieses Buch jede Menge zu bieten.

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  • Die Salzpiratin

    Die Salzpiratin

    Klusi

    03. February 2018 um 16:16

    Am Traunsee im Jahr 950: Ursel, ist eine außergewöhnliche junge Frau. Gerade sechzehn geworden, findet sie keine Freude an typisch weiblichen Tätigkeiten wie Blumen pflücken, Handarbeiten oder sich auf eine Ehe vorbereiten. Viel lieber geht sie auf die Jagd. Sie ist eine ausgezeichnete Bogenschützin und schnitzt Pfeil und Bogen selbst. Ihre Familie lebt auf einer Halbinsel am See unterhalb des Traunsteins. Reinhart, ihr Vater und der Gutsbesitzer, steht in Diensten der Herren von Orth und kontrolliert den Salzhandel auf dem Traunsee, indem er die Schiffe der Händler vor den Piraten schützt, die in der Gegend ihr Unwesen treiben.Bei einem grausamen Überfall durch die Männer des Grafen Wilhelm von Chiemgau kommt Ursels ganze Familie ums Leben. Nur sie und ihr Bruder Nikolaus können entkommen. Ursula ist verbittert, denn sie hat alles verloren. Sie möchte Rache und schließt sich den Salzpiraten an. Nach einem gelungenen Raubzug fällt der Kaufmann Steffen in die Hände der Piratenbande. Obwohl Steffen im Dienste des Grafen Wilhelm und somit auf der anderen Seite steht, fühlt sich Ursel in seiner Gesellschaft wohl. Steffen hat ihr Geheimnis entdeckt und ist fasziniert von der außergewöhnlichen jungen Frau. Aber sie stammen aus so verschiedenartigen Welten, dass es keine Zukunft für sie gemeinsam zu geben scheint. Neben diesen beiden Protagonisten kann der Roman noch mit einigen beeindruckenden, vielschichtigen und interessanten Charakteren aufwarten.Man erfährt die Geschichten, die hinter den verschiedenen Schicksalen stecken, und so nach und nach fügt sich alles zu einem klaren Bild zusammen. Ursel und Steffen sind zwei richtige Sympathieträger, die mein Herz sehr schnell erobert hatten. Auch der struppige Hund Nero wirkt so anrührend in seiner Treue zu Ursel, das man ihn einfach gern haben muss. Andere Charaktere sind nicht so leicht einzuschätzen, und einige haben sich ganz anders entwickelt als ich erwartet habe.In gewohnt flüssiger und fesselnder Art erzählt Beate Maly hier einen Roman, der sich in einer Zeit abspielt, über die es nur wenige historische Fakten gibt. Ob die Salzpiraten in der beschriebenen Form oder ähnlich wirklich existiert haben, ist nicht bekannt, aber es gibt dazu wohl einige Überlieferungen. Graf Wilhelm von Chiemgau und auch die Äbtissin Ata haben, den Erklärungen im Nachwort zur Folge, tatsächlich gelebt. Der Roman, den die Autorin auf die eher spärlichen Tatsachen aufgebaut hat, wirkt äußerst authentisch. Vor einigen Jahren wurde ein Film über die Salzpiraten im Salzkammergut gedreht, und diesen nahm Beate Maly zum Anlass, sich ausführlicher mit der Thematik zu befassen. Besonders fasziniert war ich jedoch nicht nur von der fesselnden Handlung, sondern auch die beschriebene Umgebung am Traunsee hat mich interessiert, und ich konnte nicht widerstehen, Fotos der Örtlichkeiten im Internet zu suchen. Das mache ich immer sehr gerne, denn wenn ich die Umgebung kenne bzw. sie mir gut vorstellen kann, dann wirkt die Handlung noch viel lebendiger. Die Gegend, wo der Roman spielt, ist traumhaft, und ich habe mir vorgenommen, die beschriebenen Schauplätze einmal zu besuchen. So ganz nebenbei erhält der Leser Einblicke in die damalige Zeit, insbesondere die Stellung der Frauen wird hier thematisiert, denn die war zum Ende des zehnten Jahrhunderts nicht gerade rosig und das nicht nur in den niedrigeren Gesellschaftsschichten. Fazit: Ein kurzweiliger und sehr schön geschriebener Roman mit tollen Charakteren und einem interessanten historischen Hintergrund. 

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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    • 1439
  • "Freundlichkeit ist ein Luxus, der mit Glück einhergeht."

    Die Salzpiratin

    ChattysBuecherblog

    02. February 2018 um 12:15

    Schon nach dem Prolog wusste ich, dass ich dieses Buch so schnell nicht aus der Hand legen würde. Die Autorin BEATE MALY schreibt und beschreibt mit so viel Leidenschaft die Gegend um den Traunsee und ihre Geschichte der Salzpiratin. Sehr deutlich spürt man, mit welche Akribie der Bogenbau studiert wurde. Jedes Detail wird bis in Kleinste beschrieben, so dass man glaubt, selbst einen Bogen nachbauen zu können. Auch die Wissenschaft der Pfeilspitzen wird deutlich und hervorragend in die Geschichte eingebracht. BEATE MALY wagt sich mit dem vorliegenden Werk an eine Sage heran, die genau so, sich ereignet haben könnte. Durchaus glaubhaft werden die Intentionen der Protagonisten geschildert. In der Protagonistin Ursel beschreibt sie ein junges Mädchen, das furchtbares mit ansehen musste und nun voller Wut und Rachsucht sich auf den Weg macht, den Mörder ihrer Familie und Freunde zur Strecke zu bringen. Anfangs wirkte Ursel noch sehr burschikos, nach ihrer Verwandlung in Hans, dann sehr clever und in sich gekehrt. Hier fand ein deutlicher Charakterwechsel statt. Anschließend jedoch, hatte sich ihre burschikose und clevere Art irgendwie verloren, so dass auch die Spannung der Geschichte irgendwie abfiel. Auch ging der Bezug zur Salzpiratin irgendwie verloren. Plötzlich war es nur noch eine Liebesgeschichte, was ich doch sehr schade fand.  Mein Lieblingsprotagonist, sofern es so etwas überhaupt gibt, war eindeutig Nikolaus. Er wurde zwar anfangs als dümmlich, zurückgeblieben und einfältig dargestellt, denn noch habe ich ihn ins Herz geschlossen. Er zeigte sehr viel Herz, was mich sehr beeindruckt hat. Nachdem die Autorin dann aber über viele Seiten das Kerlchen (der zwischenzeitlich zum Mann wurde) einfach außer acht gelassen hatte, ebenso den Klosterbau, der anfangs ja genau das ausschlaggebend war, zeigte sich nun im letzten Drittel, welchen Zeitsprung die Geschichte machte. Diesen Sprung fand ich sehr schade, da auch der Bezug zur Ausgangssituation damit verloren ging. Auch war nach diesem Zeitsprung Nikolaus so gereift, dass man von seiner ursprünglichen Art kaum mehr etwas merkte. Nein, sein Charakter wirkte beinahe wie ausgetauscht. Das fand ich etwas holprig, wie man so schön sagt. Abschließend möchte ich noch ein paar Wort über das Cover und den Klappentext äußern. Das Cover, auf dem eine Frau mit einem Salzsack und im Hintergrund der See, dargestellt ist, finde ich sehr passend gewählt. Kaum ein anderes Motiv wäre gelungener. Großes Lob hier an den Verlag für die Auswahl des Bildes.Der Klappentext hingegen verrät beinahe schon die ganze Geschichte. Sehr schade! Fazit: Ein toller historischer Roman, der eine angenehme Atmosphäre verbreitet und gute Unterhaltung bietet. Manches wirkte auch mich etwas holprig, aber das bringt es wahrscheinlich mit sich, wenn man über eine Sage schreibt. Manches ist historisch belegt, anderes muss aus den Gedanken der Autoren eingefügt werden. Leider war es in diesem Fall nicht immer ganz rund. Für das Abflauen des Spannungsbogens und der Charakterwechsel muss ich leider ein par Punkte abziehen.

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  • Leserunde zu "Die Salzpiratin" von Beate Maly

    Die Salzpiratin

    BeateMaly

    Liebe Leserinnen und Leser,wie bereits bei der Leserunde zu "Tod an der Wien" angekündigt, darf ich euch in diesem Jahr noch einmal zu einem Abenteuer im Kopf einladen. Diesmal reisen wir mit meinem historsichen Roman "Die Salzpiratin" ins Jahr 950, an den wunderschönen Traunsee. Die Herren von Orth wachen über den Salzhandel, doch dann überfällt der Graf von Chiemgau die Familie und lässt alle kaltblütig töten. Nur die Tochter Ursel und ihr behinderter Bruder Nikolaus können fliehen. Ursel schwört Rache. Dazu schlüpft sie in die Rolle eines Mannes und wird zum Salzpiraten. Als sie sich in den Kaufmann und Gelehrten Steffen verliebt, ist sie plötzlich in großer Gefahr. Ihre Tarnung droht aufzufliegen ...Wer neugierig geworden ist, bewirbt sich bitte bis zum 6.12. Es werden 15 Bücher verlost.Ich freue mich auf eine spannende Leserunde mit euch.Herzliche Grüße aus WienBeate

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    • 427
  • Spannend, berührend und geschichtlich interessant

    Die Salzpiratin

    Streiflicht

    30. January 2018 um 18:21

    Dieses Buch hat mir besonders gut gefallen, weil es nicht einfach nur ein historischer Roman ist, sondern viel mehr. Man merkt, dass die Autorin Beate Maly Spaß beim Recherchieren hatte und beim Schreiben voll in ihrem Element ist. Der Roman um Ursel ist spannend, berührend und geschichtlich interessant. Es geht um eine Zeit, von der man nicht so viel weiß, was das Geschehen umso interessanter macht. Für mich war es der erste Roman von Beate Maly, aber sicherlich nicht der letzte! Jemand schrieb, bei Beate Malys Romanen würde er nie die Inhaltsangabe lesen, sondern direkt kaufen. Das kann ich nun gut nachvollziehen. Gut gefallen hat mir die Schreibweise, die den Leser von der ersten Seite an mitnimmt. Ursels Welt wird detailreich und authentisch beschrieben und der Leser mag die ungestüme, aber umso herzlichere junge Frau sofort. Sie erleidet ein schreckliches Schicksal, gibt aber nicht auf und versucht, ihr Leben zu meistern. Das ist wunderbar beschrieben, fast schon liebevoll. Einfühlsam, aber nie kitschig. Auch das Happy End hat mich sehr begeistert, denn es war trotz allem realistisch und nachvollziehbar. Die einzelnen Figuren, Orte und Begebenheiten werden genau, aber nie langweilig oder trocken beschrieben. Man erfährt ein bisschen was über die geschichtlichen Hintergründe und ganz viel über den historischen Salzhandel. Ein spannendes Thema, denn Salz war damals wertvoller als fast alles andere. Jeder, der historische Romane mag, ist bei der Salzpiratin und ihren Abenteuern genau richtig! Ich freue mich schon auf das nächste Buch von Beate Maly!  

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  • Von der Piratin zur Kaufmannsfrau

    Die Salzpiratin

    Siko71

    24. January 2018 um 12:02

    Ursel lebt unbeschwert mit ihrer Familie auf der Halbinsel Traunsee. Ihr Vater kontrolliert dort den Salzhandel und schützt diesen vor den Piraten. Zur Sonnenwendfeier jedoch wird das Dorf überfallen und alle werden ermordet. Außer Ursel und ihr behinderter Bruder Nikolaus. Jedoch werden beide getrennt, Nikolaus soll beim Bau des Kloster's, welches auf der mit Blut getränkten Erde des Dorfes erbaut werden soll, mithelfen. Ursel entscheidet sich Rache zu nehmen und verkleidet sich als ihr Bruder Hans und geht zu den Piraten. Das Leben dort ist nicht einfach und ihr Geheimnis muß sie solange schützen wie es möglich ist. Als eines Tages der Schreiberling des Grafen, Steffen von den Piraten gefangen genommen wird, soll Ursel zum Grafen reiten und einen Brief mit der Lösegeldforderung für Steffen abgeben. Was für Überraschungen wird diese Reise für Ursel bereit halten?Ein sehr schöner historischer Roman mit vielen sympatischen Protagonisten, die einem ans Herz gewachsen sind. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und man könnte hoffen, das es eventuell einen 2. Teil von Ursel und ihren Freunden geben wird, da noch nicht alles was im Buch angesprochen wurde gelöst ist.

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  • Die Salzpiratin

    Die Salzpiratin

    Nik75

    23. January 2018 um 19:38

    Meine Meinung:Dieser Roman spielt um das Jahr 950 am wunderschönen Traunsee. Unsere Hauptprotagonistin ist Ursel. Sie ist eine junge Frau, die auf einem Gutshof im heutigen Traunkirchen aufwächst. Ihr Vater kontrolliert den Salzhandel am Traunsee und schützt die Transporte vor Überfällen. Leider gibt es dort auch einen Grafen, der sich einbildet, in Traunkirchen, ein Kloster für seine Cousine zu errichten. Er lässt den Gutshof von Ursels Familie und alle Bewohner dieser Halbinsel grausam abschlachten. Nur Ursel überlebt. Sie verkleidet sich als Mann und wird einer der Salzpiraten.Ich mochte Ursel sehr, denn sie ist sympathisch, nett, kann Bögen herstellen besser als ein Mann und auch extrem gut schießen. So hat sie bald ihren Platz bei den Salzpiraten gefunden, die von nun an wieder viele Salzschiffe auf dem Traunsee überfallen.Die Geschichte ist sehr fesselnd geschrieben. Der Schreibstil von Frau Maly ist sehr flüssig und bildhaft. Genauso wie ich es schon von Ihren anderen Büchern kenne. Ich habe mich sofort an den Schauplatz des Geschehens versetzt gefühlt. Es ist toll über den Salzhandel zu lesen. Ich war überrascht, dass damals schon das Salz in Hallstatt abgebaut wurde und es bis heute auch wird. Ich wohne ja selber nicht weit weg vom Traunsee und konnte mir beim Lesen alles sehr bildhaft vorstellen, da ich die Gegend ja sehr gut kenne. Aber auch für mich war neu, dass es am Traunsee Piraten gegeben hat, die die Salzboote überfallen haben.Ursel ist eine wirklich sympathische Protagonistin und beim Lesen ist sie mir sehr ans Herz gewachsen. Besonders als sie den Gefangenen Steffen kennenlernt. Da merkt man erst wie klug und wissbegierig Ursel war. Sie war eine Frau, die ihrer Zeit im Denken weit voraus war.Wie es mit Steffen und Ursel weitergeht möchte ich aber nicht verraten. Beim Lesen konnte ich diesen Roman gar nicht mehr aus der Hand legen, weil er mich von Anfang an gefesselt hat. Ich konnte mich sehr gut in Ursel hineinversetzen und musste mit ihr mitfiebern.Das Buch hatte ich in kürzester Zeit ausgelesen und ich glaube, dass ich es sicher noch öfter lesen werde. Der Roman ist sehr gut recherchiert, auch wenn es gar nicht so viele Aufzeichnungen der damaligen Zeit gibt. Die Protagonisten sind alle sehr glaubwürdig und man kann sich wirklich alles sehr gut vorstellen und nachvollziehen. Es ist ein historischer Roman der Extraklasse. Mir hat er wahnsinnig gut gefallen und er ist mein erstes Jahreshighlight für 2018.Von mir bekommt Frau Malys Roman 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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  • Rezension zu "Die Salzpiratin" von Beate Maly

    Die Salzpiratin

    dorli

    22. January 2018 um 21:47

    In ihrem historischen Roman „Die Salzpiratin“ entführt Beate Maly den Leser in die 950er Jahre ins Salzkammergut und erzählt von den spannenden Erlebnissen einer jungen Frau, die plötzlich aus dem ihr bekannten Leben gerissen wird und sich in ihrer Not einer Gruppe Gesetzloser anschließt.Die Autorin hat die wenigen historischen Fakten, die über die Salzpiraten vom Traunsee bekannt sind, mit einer spannenden fiktiven Geschichte verknüpft und lässt diesen Roman damit zu einer interessanten, kurzweiligen Zeitreise werden.Die 16-jährige Ursel lebt auf dem Gutshof ihres Vaters. Dieser bewirtschaftet nicht nur das große Anwesen auf der Halbinsel unterhalb des Traunsteins, er kassiert auch Zölle von vorbeischippernden Salzhändlern und hält als Gegenleistung die Salzpiraten in Schach.Ursel selbst lässt sich nicht in eine vorbestimmte Rolle pressen und verbringt ihre Zeit im Gegensatz zu den anderen jungen Frauen in ihrem Umfeld am liebsten mit dem Bogenbau und der Jagd. Am Abend der alljährlichen Sonnenwendfeier fällt das ganze Dorf einem Attentat des Grafen von Chiemgau zum Opfer – nur Ursel und ihr behinderter Bruder Nikolaus überleben das Massaker. Während Nikolaus in einem Kloster unterkommt, findet Ursel als Mann verkleidet Unterschlupf bei den Salzpiraten…Beate Maly erzählt sehr unterhaltsam, jede Szene wirkt lebendig und ist fesselnd, so dass ich nicht nur ruckzuck mittendrin im Geschehen war und mir die Handlungsorte und die vorherrschenden Gegebenheiten bestens vorstellen konnte, ich konnte auch durchweg prima mit den Akteuren mitfiebern. „Die Salzpiratin“ hat mir sehr gut gefallen. Die gut ausbalancierte Mischung aus Abenteuer, Historie und Romantik eingebettet in die malerische Landschaft des Salzkammergutes lässt sich angenehm flott lesen und hat mir ein paar kurzweilige Lesestunden beschert.

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  • Weißes Gold - Die Salzpiratin

    Die Salzpiratin

    tinstamp

    22. January 2018 um 16:07

    Beate Maly hat für ihren neuen historischen Roman diesmal nicht ihren üblichen Schauplatz Wien, sondern als Setting den Traunsee gewählt. Es geht zurück ins Jahr 952. Auf der kleinen Halbinsel unterhalb des Traunsteins lebt die 16jährige Ursel mit ihren Eltern und drei Brüdern: Rainer, Hans und Nikolaus. Am liebsten hält sich das Mädchen in der freien Natur auf, geht mit ihren Brüdern auf die Jagd und besitzt die Fertigkeit professionelle Bögen zu schnitzen. Ihre behütete Kindheit hat ein jähes Ende als Graf Wilhelm von Chiemgau nach einer "göttlichen Erscheinung" veranlasst den Gutshof niederzubrennen und niemand am Leben zu lassen. An dieser Stelle soll ein Kloster gebaut werden. Am längsten Tag des Jahres, als die Menschen die Sonnenwende feiern, wird sein Befehl ausgeführt. Nur Ursel und ihr behindertet Bruder Nikolaus überleben den brutalen Überfall. Während Nikolaus für den Grafen keine Gefahr darstellt, muss Ursel fliehen. Sie verkleidet sich als junger Bursche und flüchtet sich zu den Salzpiraten. Der Gedanke, sich irgendwann am Grafen zu rächen, hält sie am Leben. Der Aufenthalt bei den Salzpiraten unter Gerold, dem Anführer der Truppe, gestaltet sich für Ursel, wegen ihrer Kenntnisse des Bogenschnitzens und ihrer hervorragenden Trefferquote bei der Jagd, ganz annehmbar. Doch die Gefahr, entdeckt zu werden ist groß.....Die kurzweilige Geschichte ist von Anfang an spannend und man verfolgt Ursels Schicksal mit großem Interesse. Sie ist eine starke junge Frau, die keinen Gedanken ans Heiraten verschwendet und am liebsten mit ihren Brüdern im Wald unterwegs ist. Ursel ist selbstständig und mutig. Durch ihre knabenhafte Figur hat sie den Vorteil, sich als ihr Bruder Hans bei den Salzpiraten auszugeben.Auch Peter und Steffen sind sehr gut ausgearbeitete Figuren, die sich beide um Ursel mehr oder weniger bemühen bzw. mit ihr konkurrieren. Gerold, der Anführer der Salzpiraten, ist ein Mann, den man schwer einordnen kann und der seine Launen rasend schnell wechselt. Graf Wilhelm und seine Kusine Ata, die die Äbtissin im Kloster wird, sind beide kaltherzige Menschen, die nur auf Reichtum und Macht aus sind.Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter. Der Roman ist bis zum Ende hin sehr abenteuerlich und ist besonders für Einsteiger ins historische Genre bestens geeignet. Das Finale war mir dann allerdings etwas übereilt.Salz war zu dieser Zeit ein sehr wertvolles Handelsgut. Die ansäßigen Herren von Orth, zu denen auch Ursels Vater gehörte, kontrollierten den Salzhandel. Sie haben ein Abkommen mit den Salzpiraten geschlossen, damit ihre Warenlieferungen verschont blieben. Der religiöse Fanatismus und der Aberglaube sind im frühen Mittelalter sehr ausgeprägt. So konnte die Kirche oder diverse hohe Herren immer wieder ihre Machtspielchen demonstrieren.Beate Maly hat rund um die realen Personen dieser Zeit, wie Graf Wilhelm vom Chiemgau, seinen Onkel Ottokar und die Äbtissin Ata, mit fiktiven Figuren zu einer abenteuerlichen Geschichte verwoben. Dies ist ihr vorzüglich gelungen.Schreibstil:Beate Maly schreibt kurzweilig und fesselnd. Man fliegt durch ihre Romane und hat das Gefühl mitten im Geschehen zu sein. Dabei lässt sie Bilder vor den Augen entstehen, die mein Kopfkino fleißig zum Rattern brachte. Es gelingt ihr dabei nicht nur die wunderschöne Landschaft rund um den Traunsee zu beschreiben, sondern auch die Charaktere sehr bildhaft entstehen zu lassen.Fazit:Ein spannender und abenteuerlicher historischer Roman, der sich super weg liest und auch für Anfänger des historischen Genres gut geeignet ist. Die sympathische und mutige Protagonistin schleicht sich schnell in die Herzen der Leser, der Schreibstil ist lebendig und fesselnd.

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    • 2
  • „Wer immer dich zur Frau kriegt, tut mir jetzt schon leid!“

    Die Salzpiratin

    LEXI

    19. January 2018 um 08:49

    „Wer immer dich zur Frau kriegt, tut mir jetzt schon leid!“Rainer, der älteste Sohn des Gutsherrn, weiß, wovon er spricht, als er seine sechzehnjährige Schwester Ursel mit dieser Aussage konfrontiert. Diese liebt nämlich nichts mehr, als Bögen zu schnitzen, auf die Jagd zu gehen und mit ihren Brüdern die Wälder zu durchstreifen. Für hausfrauliche Tätigkeiten wie Handarbeit oder Kochen hat das zierliche Mädchen mit dem blonden Haar und den bernsteinfarbenen Augen absolut nichts übrig. Ursels glückliche und behütete Kindheit auf dem großen elterlichen Gutshof auf der Halbinsel unterhalb des Traunsteins findet ein jähes Ende, als während des Sonnwendfestes im Jahre 950 ihre gesamte Familie durch ein Massaker ums Leben kommt. Das kleine Dorf wird überfallen, die einzigen Überlebenden sind Ursel und ihr behinderter kleiner Bruder Nikolaus. Nachdem der friedfertige und liebevolle Junge ebenfalls spurlos verschwindet, wähnt Ursel sich völlig alleine als mittelloses Mädchen ohne Familie. In ihrer Verzweiflung schmiedet sie einen gefährlichen Plan: sie schneidet ihr Haar, verkleidet sich als Junge und schließt sich den Gesetzlosen in den umliegenden Wäldern des Traunsees an. Ihrer verblüffenden Ähnlichkeit mit ihrem ermordeten Bruder Hans sowie ihrer knabenhaften Figur ist es zu verdanken, dass Ursels Tarnung vorerst nicht auffliegt. Sie lebt sich schnell bei den Salzpiraten ein, gilt als geschickte Jägerin und wird von allen aufgrund ihrer geringen Größe und schmächtigen Gestalt nur „der Zwerg“ genannt. Bei einem Überfall auf ein Schiff des Grafen Wilhelm von Chiemgau fällt den Piraten dessen Sekretär Steffen in die Hände. Der gelehrte und besonnene ruhige Mann mit dem ansteckenden Lachen übt eine unerklärliche Anziehungskraft auf Ursel aus, und auch Steffen verliebt sich Hals über Kopf in Ursel. Doch Steffen scheint leider nicht die einzige Person zu sein, der Zweifel hinsichtlich der Männlichkeit „des Zwerges“ aufgekommen sind. Sollte Ursels wahre Identität ans Licht kommen, würde dies eine tödliche Gefahr für das Mädchen bedeuten. Gerold, der dominante und unberechenbare Anführer der Salzpiraten, kennt keine Gnade, wenn jemand unehrlich ist und ihn belügt.Ich durfte die österreichische Autorin Beate Maly bereits vor einigen Jahren durch ihre hervorragenden historischen Romane kennenlernen. Auch mit dem vorliegenden Buch „Die Salzpiraten“ ist ihr meines Erachtens wieder ein Bestseller gelungen. Die Geschichte rund um den Salzhandel im Salzkammergut des Jahres 950 bot mir nicht nur höchst interessante historische Fakten, sie hat mich zudem auch ausgezeichnet unterhalten. Dem machthungrigen und skrupellosen Grafen Wilhelm von Chiemgau sowie den Gesetzlosen in den Wäldern unter der Herrschaft des tyrannischen Gerold verdankt dieser Roman einen sehr hohen Spannungsbogen. Die handelnden Figuren wurden überzeugend dargestellt. Beate Maly konzentriert sich nicht allein auf ihre beiden Protagonisten Ursel und Steffen, sie gestaltete auch ihre Nebenfiguren sehr komplex und umfassend. Meine persönlichen Favoriten in diesem Buch waren Ursels behinderter Bruder und der Schmied Michel. Sowohl der anhängliche Nikolaus mit seinem kindlichen Gemüt, als auch der große, ruhige und sanftmütige Michel verabscheuen jegliche Gewalt und sind mir im Verlauf des Buches sehr ans Herz gewachsen. Dem Antagonisten Graf Wilhelm steht in der Person seiner Cousine Ata eine grausame, machthungrige und eiskalte Frau zur Seite. Als ständiger Begleiter und treuer Bewacher Ursels findet sich zudem ein struppiger grauer Mischling namens Nero als tierischer Protagonist inmitten dieses Romans.Ich würde dieses Buch in einer Buchhandlung bereits allein aufgrund des aussagekräftigen und malerisch gestalteten Buchcovers zur Hand nehmen. Das kunstvolle und harmonisch wirkende Coverfoto beinhaltet sämtliche Elemente, die im Inhalt eine wichtige Rolle spielen – nämlich den Traunsee, die umliegenden Wälder, die wendigen Boote der Salzpiraten sowie ein Sack voller Salz in den Händen einer jungen Frau. Fazit: „Die Salzpiratin“ war eine Lektüre, die mir unterhaltsame und anregende Lesestunden bereitet hat und durch einen einnehmenden Schreibstil, einen relativ hohen Spannungsbogen, die ausgezeichnete Umsetzung einer höchst interessanten Geschichte, sowie die Authentizität ihrer handelnden Figuren punktet. Ich kann diesen wunderschönen historischen Roman uneingeschränkt weiterempfehlen und freue mich bereits jetzt auf weitere Werke aus der Feder von Beate Maly.

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  • Historischer Roman um eine mutige junge Frau im Jahr 950

    Die Salzpiratin

    Hermione27

    18. January 2018 um 19:57

    Im Jahr 950 am Traunsee wird die Familie und alle Einwohner des Dorfes der jungen Ursel überfallen und getötet. Bei dem brutalen Überfall durch den Grafen Wilhelm wird alles zerstört und niedergebrannt. Der traumatisierten Ursel gelingt die Flucht, und als Mann verkleidet schließt sie sich den sogenannten Salzpiraten unter Gerold an, die ihren Unterhalt damit verdienen, dass sie die Schiffe, die das Salz aus den Bergwerken auf dem See weiter transportieren, überfallen. Bei einem Überfall wird Steffen, ein Gelehrter und Sekretär des Grafen Wilhelm, zum Gefangenen der Piraten. Ursel scheint bald mehr für ihn zu empfinden. Meine Meinung: Dies ist der erste historische Roman, den ich von Beate Maly gelesen habe. Durch die sehr flüssige Erzählweise fliegt die Handlung ziemlich schnell dahin, wobei ich erst einmal einige Kapitel gebraucht habe, um in die Handlung reinzukommen. Anfangs lag dies an den schnell wechselnden Erzählperspektiven, die sich im Laufe des Romans jedoch stark einspielen. Gut gefallen haben mir die handelnden Personen Ursel und Steffen. Ursel ist eine starke junge Frau, die sehr ungewöhnlich selbstbewusst für die Zeit ihren Weg geht und sich auch schon vor dem Überfall auf ihre Familie eher für die Jagd und den Bau von guten Bögen versteht als zu nähen oder zu kochen. Die Zeit und das Setting des Romans sind eher außergewöhnlich und haben mir gut gefallen, da man sich die idyllische Gegend am Traunsee gut vorstellen kann und man eher nicht viele Romane aus dieser frühen (eher undokumentierten) Zeit bekommt. Fazit: „Die Salzpiratin“ war für mich ein schöner kurzweiliger historischer Roman mit einer spannenden Handlung und einer sehr sympathischen starken Protagonistin.  

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  • Abenteuerliche Geschichte um das weiße Gold

    Die Salzpiratin

    hasirasi2

    16. January 2018 um 22:46

    Ursel ist 16 und die Tochter des Gutshofherren der Halbinsel am Traunsee, als Graf Wilhelm von Chiemgau nach einer „göttlichen Eingebung“ (er ist vom Blitz getroffen worden) unbedingt an dessen Stelle ein Kloster errichten will. Also lässt er alle Bewohner umbringen – nur Ursel und ihr infantiler Bruder Nikolaus überleben. Während Nikolaus als „Zurückgebliebener“ keine Gefahr für Wilhelm darstellt und zum Bau des Klosters abgestellt wird, flieht Ursel als Mann verkleidet zu den Salzpiraten.   Ursel wäre nach heutigem Maßstab eine emanzipierte Frau, um 950 war sie ihrer Zeit aber weit voraus. Sie stellt lieber Bogen her, als eine Familie zu gründen. Durch ihre knabenhafte Figur geht sie problemlos als Mann durch. Nach dem Mord an ihrer Familie schließt sie sich von Rachegedanken getrieben den Salzpiraten an – so kann sie Graf Wilhelm hoffentlich an seiner empfindlichsten Stelle treffen. Graf Wilhelm ist ein typischer Adliger. Er will seinen Reichtum ausbauen und sich mit dem Kloster ein Denkmal setzen. Selber kann er kaum Lesen und Schreiben -  dafür hat er schließlich seinen Sekretär Steffen. Dieser ist sehr gewitzt und gebildet und entdeckt schon bald Ursels Geheimnis. Aber nicht nur er ... Auch Wilhelms Cousine Ata, die Äbtissin des zukünftigen Klosters, ist eine sehr unsympathische, eiskalte und berechnende Person. Ihr geht es nicht um Gott, sondern um Macht, Reichtum und ihre eigene Bequemlichkeit. Dafür kann man schon mal über Leichen gehen. Sehr undurchsichtig hingegen ist Gerold, der Chef der Piraten. Er vertritt das Prinzip Zuckerbrot und Peitsche, man kann sich nie sicher sein, woran man bei ihm ist. Außerdem hat er eindeutig zu viele Geheimnisse vor seinen Mitstreitern.   Beate Maly verbindet in „Die Salzpiratin“ spannende historische Hintergründe über die Salzgewinnung um 950 mit den Lebensumständen der verschiedenen Bevölkerungsschichten. Die Geschichte lässt sich wunderbar flüssig lesen und war gerade zum Ende hin sehr abenteuerlich, mir allerdings an einigen Stellen zu vorhersehbar und das Ende zu Happy. Hier wäre weniger mehr gewesen.   Mein Fazit: Lehrreich, spannend, kurzweilig, unterhaltsam, abenteuerlich - für alle Fans von Iny Lorenz.

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    • 2
  • unterhaltsame Geschichte auf historischem Hintergrund

    Die Salzpiratin

    irismaria

    16. January 2018 um 15:02

    Ich kenne von Beate Maly verschiedene historische Romane, in denen es immer eine leicht zu lesende unterhaltsame Geschichte auf historischem Hintergrund gab, meistens mit einer sympathischen außergewöhnlichen Frau als Hauptperson. Ähnlich ist es auch im neuesten Buch "Die Salzpiratin", das um 950 Uhr im Chiemgau spielt. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die junge Ursel, die sich nur schwer in ihrer Rolle als Mädchen einfinden kann. Eigene Bogen zu bauen und als Jägerin durch die Wälder zu ziehen gefällt ihr besser als mit ihren Freundinnen Blütenkränze zu winden. Ihr Leben wird auf den Kopf gestellt als nach einem Überfall des Grafen Wilhelm nur sie dem Massaker am ganzen Dorf entgehen kann. Sie schließt sich als Mann verkleidet den Salzpiraten an, die die Salz Lieferungen überfallen. "Die Salzpiratin" ist eine schöne Geschichte mit Liebe Spannung Freundschaft und Verrat. Das Buch ist flüssig geschrieben, hat gut ausgearbeitete Charaktere und ist durchweg spannend. Ich kann das Buch sehr empfehlen!

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  • Sehr unterhaltsame Geschichte, die man kaum aus der Hand legen kann

    Die Salzpiratin

    crispin14

    15. January 2018 um 19:12

    Ursel wächst behütet in einer Familie im frühen Mittelalter auf. Sie darf ihr etwas anderes und nicht in die Zeit passendes Naturell frei ausleben. So geht sie lieber auf die Jagd statt Blumenkränze zu flechten, stellt professionelle Bögen her statt zu sticken. Ihr unbeschwertes Dasein findet ein jähes Ende, als unvermittelt ihr Gutshof überfallen wird und ihre gesamte Familie grausam abgeschlachtet wird. Nur durch einen Zufall bleibt sie verschont. Doch wohin soll sie, als junge, wehrlose Frau fliehen? Ihre Zukunftsaussichten sind alles andere als rosig: Hure, Küchenmagd, Bettlerin? Da beschließt sie, sich als Junge auszugeben und sich den Salzpiraten anzuschließen. Das klappt so weit auch ganz gut, jedoch droht sie jeden Moment aufzufliegen und die ganze Geschichte wird noch komplizierter, als die Liebe ins Spiel kommt.Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Spannend geht es von Kapitel zu Kapitel, die knapp 400 Seiten lassen sich schnell lesen, da der Schreibstil sehr flüssig, die Geschichte immer wieder aus einer anderen Perspektive erzählt und der Spannungsbogen konstant oben gehalten wird. Ursel ist eine ungewöhnliche junge Frau, die jeder auch nicht emanzenhaft daherkommt und sich auch nicht in Anbetracht eines jungen Mannes mit traumhaft schönen Wimpern ;)  vor Begehr verzehrt. Das Buch macht Spaß zu lesen, die Figuren sind tiefgründig angelegt, alle losen Fäden werden am Ende zu einem runden Ganzen verknüpft, sodass der Leser sich zufrieden zurücklehnen kann mit den Worten "Schee wars". Oft spielen Mittelalterromane im 13.&14. Jahrhundert, hier wird die Geschichte im 10. Jhdt. angesiedelt. Von Salzpiraten habe ich zuvor noch nie gehört, die Autorin erwähnt im Nachwort ihres Buchs jedoch auch eine gleichnamige TV-Dokumentation, die ich mir unbedingt ansehen möchte. Auch die Gegend um den Traunsee wird mit einer Passion beschrieben, dass ich sie mir gern mal Live und in Farbe ansehen möchte. 

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