Die Frau im hellblauen Kleid

von Beate Maxian 
3,9 Sterne bei45 Bewertungen
Die Frau im hellblauen Kleid
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Neue Kurzmeinungen

tanja­_books1103s avatar

Sehr schöne jnd spannende Geschichte.

L

Zwar hin und wieder sehr lang gezogen. Dennoch ein lesenswerter historischer Roman.

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Inhaltsangabe zu "Die Frau im hellblauen Kleid"

Wien. Marianne Altmann, einst ein gefeierter Filmstar, ist schockiert, als sie von Plänen ihrer Tochter Vera erfährt. Diese möchte einen Film über ihre Familie drehen. Marianne fürchtet, dass nun auch die Abgründe der Familie ans Tageslicht kommen könnten, und mit ihnen ein lange zurückliegendes Vergehen. Es reicht zurück ins Jahr 1927, als ihre Mutter Käthe in einem geliehenen Kleid am Theater vorsprach. Der Beginn einer beispiellosen Karriere – und einer verhängnisvollen Bekanntschaft mit Hans Bleck, der zum mächtigen Produzenten der Ufa aufsteigen sollte ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453422124
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:13.11.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Nadezhdavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Schöner Roman mit einem wunderbaren historischen und leider etwas seltsamen zeitgenössischen Strang
    Schöner Roman mit einem wunderbaren historischen und leider etwas seltsamen zeitgenössischen Strang

    "Die Frau im hellblauen Kleid" ist ein Roman, der auf mehreren Zeitebenen die Familiengeschichte von vier Generationen Schauspielerinnen erzählt. Dieses Setting rund um Theater und Film fand ich sehr spannend. Ich habe dabei viele für mich neue Aspekte beim Drehen einer Dokumentation kennengelernt.


    Der zeitgenössische Strang um Marianne, Vera und Sophie, der auch den Rahmen für die historischen Ausflüge ins Leben von Käthe bildet, hat mir ansonsten jedoch nicht sonderlich zugesagt. Ich konnte mit den Figuren nicht recht warmwerden und habe ihre Verhaltensweisen oft als überzogen und somit unrealistisch wahrgenommen.


    Umso schöner und ergreifender fand ich die Käthe-Kapitel, die aus meiner Sicht gern noch viiiiiiiiiiieeeel länger und ausführlicher hätten sein können. Es ist der Autorin mühelos gelungen, mich tief in die Zwanzigerjahre und in die Zeit während des Nationalsozialismus hineinzuziehen, mit Käthe und den Figuren rund um sie herum mitzufiebern, mitzuleiden, mitzulieben und mitzuhassen. Diese Kapitel zeigen eine große Bandbreite menschlicher Gefühle und Verhaltensweisen, den Himmel und die Hölle dessen, was Menschen einander an)tun und wie das Leben bei alledem weitergeht. Das hat mich tief berührt.

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    B
    BirPetvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Eine gelungene Familiengeschichte über 4 starke Frauen, 4 Generationen und vielen Geheimnissen.
    Die Frau im hellblauen Kleid

    Wien, 4 Frauen, 1 Familie und ganz viel Film und Schauspielerei, viel Liebe und gut gehütete Geheimnisse.Die vier Altmannfrauen sind Käthe, ihre Tochter Marianne, ihre Enkelin Vera und ihre Urenkelin Sophie. Die Geschichte beginnt 2014, Vera hat sich fest in den Kopf gesetzt einen Film über ihre Familie zu drehen, denn diese ist bekannt und Altmann ein Name in der Schauspielszene.Ihre Mutter wehrt sich jedoch vehement, denn Marianne weiß, dass dies sehr viel Staub aufwirbeln könnte und Geheimnisse aufgedeckt werden könnten.Damit beginnt auch ein weiterer Handlungsstrang um Wien 1927, denn Käthe hat sich als junge Frau ihren Traum erfüllt und dieser handelt von der Schauspielerei, denn dieser gehört ihr Herz. Maxian erzählt hierbei viel über das Leben und Wirken am Theater vor dem zweiten Weltkrieg, von Höhen, Tiefen und besonderer Liebe.Allerdings kommt es dabei wieder zu Pausen in der Erzählung und Vera's Leben wird wieder in der Gegenwart erzählt. Von ihrer Familie und dem Jugendleben ihrer Tochter Sophie, der vierten Altmannfrau im Bunde. Ihre Liebesgeschichte nimmt dabei sehr viel Raum ein und füllt viele Seiten. Die Zeit vor und während dem zweiten Weltkrieg ist sehr ausdrucksvoll geschildert, spannend und mitreißend. Die Geheimnisse der damaligen Zeit werden gelüftet in der heutigen Gegenwart.

     Beeindruckt ist zu sehen, wie sehr die Vergangenheit noch über Generationen das Leben lenkt und beeinflusst.Die Wechsel in den Zeiten und Handlungssträngen haben mich manchmal gestört, einerseits zum Weiterlesen verleitet, da ich gespannt war, wie es weiter geht in der anderen Zeit, aber es war oftmals nicht rund und sprachlich hat es im Laufe des Buches auch nachgelassen. Im Gesamten fand ich das Buch interessant, insbesondere die Vergangenheit, die Zeit um Käthe und die Kriegszeit. Eine nette Geschichte über 4 starke Frauen, deren Liebe der Bühne gilt und die viele Geheimnisse verbinden, ausserdem allerlei Liebesgeschichten. Ein grundsätzlich leichte Lektüre, wen auch die Zeitsprüngen teilweise anstrengend sind.

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    anne_foxs avatar
    anne_foxvor 5 Monaten
    Bewegende Familiengeschichte

    Es geht um die Dynastie der Altmann-Familie die doch in ihrer Vergangenheit einige Abgründe aufzuweisen hat, die sie lieber für immer und ewig vertuscht hätten. Die Story spielt auf 2 Zeitebenen einmal in der Gegenwart und einmal in der Nazizeit. Das Thema das sich junge Schauspilerinnen den Regisseuren anbieten um gute Rollen zu bekommen, ist ja im Augenblick auch wieder sehr ins Rampenlicht gerückt und man verteufelt die Filmemacher und vergisst das Frauen auch hätten nein sagen können. Man taucht auf jeden Fall hier in die etwas für Normallos  skurille Filmwelt ein.

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    winniehexs avatar
    winniehexvor 5 Monaten
    Schöne Geschichte in der Vergangenheit, aber...

    Die Geschichte von „Die Frau im hellblauen Kleid“ erzählt über vier Generationen von den Frauen der Altmann Familie. Der Ausschlag dazu gibt Verena Altmann, diese möchte über die Schauspielerin in ihrer Familie berichten. Darüber ist ihre Mutter Marianne Altmann sehr erschrocken, denn wenn Sie Verena wirklich diesen Film drehen würde, dann käme ein Familiengeheimnis ans Tagelicht und das möchte ihre Mutter verhindern. Aber ihre Tochter will sich durchsetzen und den Film machen um sich dadurch einen Namen in er Filmbranche zu machen, nach langen hin und her macht ihrer Mutter ihr einen Vorschlag, Sie erzählt Verena die ganze Geschichte beginnend mit ihrer Urgroßmutter Käthe, die im geborgten blauen Kleid 1927 an die Schauspielschule ging…erst danach soll und muss Verena sich entscheiden was Sie tun möchte!

    Natürlich hat mich die Zeit um 1930 wieder mal in den Bann gezogen, da man sich bis heute schwer vorstellen kann was alles auf die Menschen zugekommen ist. Was ich aber gut fand, waren die Zeitsprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart, so dass man jederzeit der Geschichte folgen konnte. Außerdem kann man sagen, dass die Geschichte von Käthe mich am ehesten getroffen hat. Bei Marianne und Verena hatte man das Gefühl, dass es hier um einen Machtkampf geht. Beide wollen ihren Kopf durchsetzen und keiner möchte nachgeben. Durch diese teilweisen Schaltungen in die Gegenwart fand ich als Leser meinen Lesefluss sehr gestört, denn man war so vertieft in die Geschichte und dann kam wieder so ein Sprung in die Gegenwart.

    Meiner Meinung nach hätte man erst die Geschichte der Vergangenheit erzählen sollen und dann zum Schluss die eigentliche Geschichte erzählen. So als würde die Mutter ihrer Tochter die Familiengeschichte erzählen und erst zum Ende hin, kann Verena für sich entscheiden ob Sie den Film drehen möchte oder nicht! Wäre nun meine Idee…

    Deswegen gebe ich hierfür nur 4 von 5 Sternen. Vielen Dank an das #Randomhouse Bloggerportal und den Heyne Verlag.

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    AngiFs avatar
    AngiFvor 6 Monaten
    Alte Zeiten

    Mit Marianne, Vera und Sophie leben nicht nur drei starke Frauen aus drei verschiedenen Generationen – nämlich Großmutter, Mutter und Tochter - unter einem Dach sondern auch drei berühmte Mitglieder der Schauspieler-Dynastie der Altmanns. Ganz klar, dass hier Konflikte vorprogrammiert sind. Doch als Vera, deren Schauspielstern gerade nicht so hell leuchtet, ihrer Mutter eröffnet, einen Film über die Dynastie und hier insbesondere Marianne und ihren Ehemann im Mittelpunkt. Vera möchte das Drehbuch selbst schreiben und auch Regie führen. Marianne lehnt dies brüskiert ab und ein heftiger Streit entfacht, der sich über Wochen hinzieht und der Familie sogar das Weihnachtsfest verhagelt. Aber schlussendlich will Marianne jedoch nachgeben und Veras Projekt unterstützen. Allerdings hat sie ihre eigenen Vorstellungen von dem Film und stellt Bedingungen. Marianne möchte um jeden Preis ein Familiengeheimnis wahren, denn sie weiß nicht, wie viel Wahrheit ihre Familie ertragen kann …


    In schöner Sprache und en vogue sowie in verlockendem Schreibstil erzählt die Autorin Beate Maxian ihre Geschichte, sie tut dies, indem sie hervorragend die Emotionen der Figuren zum Leser transportiert und uns Leser zu jeder Zeit mitnimmt und fasziniert. Die Erzählweise der Autorin macht das Lesen angenehm und Beate Maxian konnte mich vom ersten Moment an für sich gewinnen. Die Charaktere sind brillant angelegt und bestärken einander blendend in ihrem Spiel. Eine Geschichte, die spannend ist und auch zum Träumen einlädt.


    Meine Bewertung: fünf von fünf möglichen Sternen und selbstverständlich eine Leseempfehlung meinerseits. Hier bekommt der Leser eine großartige Familiengeschichte serviert mit historischen Rückblicken und Machenschaften, die die Harmonie sowie das Gleichgewicht der Familie gefährden und verändern könnten. Beate Maxian konnte mich als exquisite Geschichtenerzählerin überzeugen.

    https://angisbuecherkiste.blogspot.se/2018/04/die-frau-im-hellblauen-kleid-von-beate.html

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    StephanieJoness avatar
    StephanieJonesvor 7 Monaten
    4 Frauen, eine Familiengeschichte

    Rezension Die Frau im hellblauen Kleid Klappentext: Wien. Marianne Altmann, einst ein gefeierter Filmstar, ist schockiert, als sie von Plänen ihrer Tochter Vera erfährt. Diese möchte einen Film über ihre Familie drehen. Marianne fürchtet, dass nun auch die Abgründe der Familie ans Tageslicht kommen könnten, und mit ihnen ein lange zurückliegendes Vergehen. Es reicht zurück ins Jahr 1927, als ihre Mutter Käthe in einem geliehenen Kleid am Theater vorsprach. Der Beginn einer beispiellosen Karriere – und einer verhängnisvollen Bekanntschaft mit Hans Bleck, der zum mächtigen Produzenten der Ufa aufsteigen sollte ... ——————— ——————— Bewertung: ★★★★★ Das erste Buch von Beate Maxian, was ich gelesen habe , und es wird nicht das letztes sein. Die Geschichte um vier Generationen der Altmann Schauspielerinnen hat mich total erwischt. Käthe, Tochter Marianne, deren Tochter Vera und deren Tochter Sophie werden jnd sind durch die Jahrzehnte alle auf ihre Art Schauspielerinnen geworden. Ob nun Käthe, die mit dem titelgebenden hellblauen Kleid ihr Karriere bei einem Vorsprechen 1927 startet oder Marianne 2014, die ihrer Tocher Vera nicht allzu viel „Respekt“ über einen Auftritt in einem Werbefilm zum Ausdruck bringt. Das sind nur zwei Beispiele, dass sich die vier Frauen im selben Beruf nicht nur menschlich unterscheiden, sondern auch jede ihre Vorstellung von dem Beruf haben. Deswegen ist nicht nur die Gesellschaft, das Ansehen und der persönliche Umgang der vier Frauen mit der Schauspielerei wichtig, man liest sich durch die Jahre, die Erlebnisse dieser stolzen Frauen und versteht dank des Schreibstils und der ausgereiften Charakterbildung, jeden Wesenzug und jede Entscheidung die die Frauen in ihrer Zeit und Lage getroffen haben. Und ich liebe sie alle. Ich kann Entscheidungen und Beweggründe nachvollziehen und ich habe diese Geschichte(n) gefühlt. Natürlich werden Erkenntnisse wie bei den meisten Menschen von Generation zu Generation weit gegeben, aber in dieser Familie ist es. Och einmal ganz anders, weil Beruf und Persönlichkeit mal mehr mal weniger ( je nach Frau) so zusammengeschweisst ist, dass bei allen die Schauspielerei das Leben bedeutet. Künsterleben, Berufung. Ich mag Generationsromane, Familienromane sehr gerne. Und dieser ist ein perfektes Beispiel für eine Familiengeschichte, die nicht mit zu vielen Protagonisten gespickt ist und dadurch sehr nah ans Herz geht. Ausserdem ist er obendrein in gewisser Weise informativ, was die Veränderung der Schauspielerei für Frauen über Jahrzehnte bedeutet. Dieses Buch werde ich bestimmt noch ein paar mal lesen. Ich bedanke mich bei Randomhouse und dem Heyne Verlag, der mit das Buch zur Verfügung gestellt hat. © printbookaholic Stephanie Jones ——————— ——————— € 10,99 [D] Taschenbuch, Broschur , 448 Seiten ISBN: 978-3-453-42212-4 Erschienen: 15.11.2017 beim Heyne Verlag

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    Magicsunsets avatar
    Magicsunsetvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Familien- und Generationsroman mit zeitgeschichtlichem Hintergrund
    Vier starke Frauen - eine Familie, die zusammenhält und über Jahrzehnte ihre Geheimnisse bewahrt

    „Egal, was passiert und wie schwierig eine Situation auch erscheint oder wie lange ein Streit andauert – am Ende halten die Altmanns zusammen.“ (Zitat Seite 340)

    Inhalt:
    Marianne Altmann, ihre Tochter Vera und auch die Enkelin Sophie sind Schauspielerinnen. Die erste in dieser Dynastie der berühmten Frauen war Käthe Schlögel, Mariannes Mutter. 1927 sprach sie an einem Theater vor, erhielt ihre erste Rolle und seitdem spielen alle Altmann-Frauen auf Theaterbühnen und in Filmen. Vera jedoch reizt das Regiefach mehr als die Schauspielerei und sie plant eine Dokumentation über ihre Familie. Doch dafür braucht sie endlich Antworten auf ihre Fragen betreffend eine Vergangenheit, über die bisher geschwiegen wurde und langsam enthüllen sich streng gehütete Geheimnisse, mit weitreichenden Folgen …

    Dieser Roman ist Genre-übergreifend sowohl ein Familien-, als auch Generationen- und Frauenroman, mit zeitgeschichtlichem Hintergrund. Die Ereignisse spielen zwischen 1927 und 2016, in den Städten Prag, Wien und Berlin. Eine Problematik ist die Aufarbeitung der Vergangenheit, wie haben sich die Menschen während der Jahre des Nationalsozialismus verhalten, angepasst oder im Widerstand und andererseits, wie gehen wir heute mit der Vergangenheit unserer Vorfahren um. Gerade für Künstler, die weiterhin auf der Bühne stehen wollten, wurde dies zur Gewissensfrage. Ein weiteres Thema ist die Entwicklung der UFA, somit ein Stück deutsche Filmgeschichte.

    Der Roman ist in einzelne Kapitel eingeteilt. Es gibt zwei Zeitstränge, Vergangenheit und Gegenwart, wobei in jeder Kapitelüberschrift Jahr, Monat und auch Ort der Handlung genannt sind. Die Vergangenheit ist nicht willkürlich, als jeweils eigener Handlungsstrang, eingefügt, sondern es wird in der Gegenwart zuvor im Gespräch auf die nun folgende Situation hingewiesen. Der zeitliche Ablauf wird ebenfalls auf beiden Ebenen eingehalten. Diese Erzählweise, zusammen mit den überraschenden Wendungen und Andeutungen, hält den Spannungsbogen bis zum Ende aufrecht. Die Sprache ist erzählend, einfach und daher flüssig zu lesen. Die Geschehnisse erklären sich oft durch Dialogfolgen, die jedoch umgangssprachlich, in meist kurzen Sätzen gehalten sind.

    Die Hauptcharaktere sind die vier Frauen der „Altmann-Dynastie“: Käthe, Marianne, Vera und Sophie. Sie alle sind trotz aller persönlichen Zweifel selbstbewusst, ehrgeizig, talentiert und eigensinnig. Sie stehen im Mittelpunkt der gesamten Handlung. Auch wenn es wichtige Männer im Leben der Frauen gibt, bleiben diese meistens im Schatten, aus dem die Autorin sie nur heraustreten lässt, wenn es um einschneidende Erlebnisse und Entscheidungen geht. Marianne Altmann hat in der Familie das Sagen, ihr ordnen sich Vera und Sophie lange Zeit unter. Insgesamt haben diese Protagonistinnen für mich zu wenig persönliche Tiefe, um mich mit einer von ihnen identifizieren zu können, sie blieben auf Distanz, dieser Roman las sich für mich eher wie eine Biografie. Immer wieder drängte sich mir als Wienerin die Ähnlichkeit zwischen den frei erfundenen Figuren dieses Romans und der berühmten Schauspielerfamilie Hörbiger-Wessely auf, auch die Fragen nach der Vergangenheit und den Umgang mit dem NS-Regime betreffend. Vielleicht aber liegt es auch daran, dass die Autorin ihren Charakteren zu deutlich das Prädikat „gut“ und „böse“ zuordnet, mir fehlten die Nuancen dazwischen, diese Zwischentöne im Graubereich, welche Romanfiguren erst interessant machen. So schillernd und dramatisch, wie der Klappentext es beschreibt, habe ich diese Figuren und Geschichte nicht empfunden. Insgesamt hatte ich etwas mehr Tiefgang erwartet.

    Fazit:
    Ein Roman für Leserinnen, die gerne Gesellschafts- und Familienromane mit zeitgeschichtlichem Hintergrund lesen, in denen auch die Romantik nicht fehlen darf. Die Sprache liest sich leicht und flüssig. Ein Buch für ein angenehmes, unbeschwertes Lesewochenende.

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    Liisaaa_thvor 8 Monaten
    Geheimnisse

    Cover: Dieses passt wirklich gut zur Geschichte und zum Titel des Buches. Im Vordergrund können wir die genannte "Frau im hellblauen Klied" erkennen und im Hintegrrund das Kino um welches es in der Geshcichte geht.

    Schreibstil: Sehr angenehm ließ sich das Buch flüssig lesen.

    Inhalt: In dem Buchgeht es um die Altmanns. EIne Familie die sich schon seit Generationenn im Filmbusiness befindet und der Geschichte nun verfilmt werden soll, doch das finden nicht alle gut.
    Marianne Altmann hat angst davor das dinge an die öffentlichkeit geraten könnten die sie längst tief vergraben dachte. Denn das Filmgeschäft ist nicht immer so glänzend wie es von außen zu sein scheint und so geht der Leser auf Reisen mit einer jungen Schauspielerin und trifft dabei auf eine Menge Skandale, Dramen und tragische Abhandlungen. Es gibt eine Menge starke Charakter die hier auftreten, denn auchMariannes eigene Tochter und Enkelin haben einen festen Platz in der Geshcichte und einiges zu erzählen. Wobei man über ihre Tochter am wenigsten erfährt, was ich ein bischen schad efand.

    Fazit: eine wirklich gute Geschichte die ihren anfang mit einem geliehenen blauen Kleid findet. 

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    thebooklettess avatar
    thebooklettesvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein absoluter Pageturner! Absolut lesenswerte Familiengeschichte im Filmbusiness
    Familiengeheimnisse und tragische, historische Ereignisse. Eine Familiengeschichte im Filmbusiness

    Die Altmanns sind eine „Dynastie“ im Filmbusiness, deren Familiengeschichte nun verfilmt werden soll. Marianne Altman, die Grand Dame der Familie, muss sich nun mit längst vergangenen Skandalen, Dramen und tragischen Geschichten auseinandersetzen, die nicht nur ihr eigenes Leben geprägt haben. So könnte einiges an die Öffentlichkeit geraten, das nicht unbedingt so glanzvoll ist, wie es in der Vergangenheit zu sein schien. Eine Biographie, die entlang der österreichischen Geschichte, sowie innerhalb der europäischen Umbrüche spielt, und anhand der vielen starken Charaktere zum Nachdenken und Mitfühlen anregt- und alles begann mit einer Frau in einem geliehenen, hellblauen Kleid.


    Beate Maxian hat mich von der ersten Seite in längst vergangene Zeiten entführt. Kapitel für Kapitel möchte man wissen, wie die verschiedenen Handlungsstränge zusammengehören und die starken Altmann- Frauen sich in ihrer jeweiligen Zeit behaupten müssen. Bildhaft geschrieben, kann man sich gut in die Protagonisten hineinversetzen, deren Charakter detailgetreu gezeichnet wurde und für jeweils eine bestimmte Generation Frau steht. Ein absoluter Pageturner! 

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    zauberblumes avatar
    zauberblumevor 8 Monaten
    Eine berührende und bewegende Familiengeschichte

    "Die Frau im hellblauen Kleid" ist für mich der erste Roman, den ich aus der Feder der Autorin Beate Maxian gelesen habe und ich bin und war total begeistert. Die Autorin entführt uns nach Wien und hier lernen wir vier Generationen der Altmann-Frauen kennen, für die die Bretter der Welt viel bedeuten.

    Unsere Geschichte beginnt ihn Wien. Hier schockiert Vera ihre Mutter, einst ein gefeierter Filmstar, mit ihren Plänen. Sie will eine Dokumentation vom Leben ihrer berühmten Eltern schreiben und verfilmen. Marianne fürchtet sich jedoch davor, denn es gibt Einiges in ihrer Familiengeschichte, das bisher im Verborgenen lag. Soll dies wirklich alles ans Tageslicht kommen? Die Geschichte der Altmanns beginnt ja eigentlich im Jahr 1927. Damals wollte Mariannes Mutter unbedingt ans Theater. Käthe hat mit einem geliehenen blauen Kleid am Theater vorgesprochen und eine kleine Rolle ergattert. Und so nahm das Künstlerleben seinen Lauf. Es war der Beginn einer beispiellosen Karriere und die verhängnisvolle Bekanntschaft mit Hans Bleck, der zum mächtigsten Produzenten der UFA aufsteigen sollte .....

    Schade, dass dieses absolute Traumbuch so schnell zu Ende ging. Mich hat die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Der Schreibstil der Autorin hat mich regelrecht begeistert. Wenn ich die Augen schließe, hat mein Kopfkino einiges zu tun, denn ich befinde mich mitten im Geschehen. Auch sind die Charaktere der Altmann-Frauen so wunderbar beschrieben, so dass ich mir Käthe, Marianne, Vera und Sophie bildlich vorstellen kann. Unsere Reise führt uns von Wien nach München und auch in Prag dürfen wir Station machen und am Leben in der schillernden Theater- und Filmwelt teilhaben. Besonders beeindruckt hat mich Käthe, die sich im Jahr 1927 gegen den Willen ihrer Eltern für eine Theaterkarriere entschieden hat. Wie hart der Kampf war, zu großem Ruhm zu gelangen. Es gab viele Neider, die ihr Steine in den Weg gelegt haben. Und dann war ja auch noch die Kriegszeit, die ihr Leben auch schwer mit beeinflußt hat. Ich sehe Käthe in ihrem wunderbaren hellblauen Kleid vor mir, freue mich über ihre Erfolge, die sie in Prag und Wien gefeiert hat. Und dann ist da ihre Urenkelin Vera, die mit ihrer Bekanntmachung, eine Dokumentation schreiben zu wollen, ihre Mutter in arge Bedrängnis bringt. Und nach und nach kommen Dinge aus der Familiengeschichte an die Öffentlichkeit, die alle Altmann-Frauen Staunen lässt. Ins Herz geschlossen habe ich auch Sophie, Veras 20jährige Tochter, die eine großartige Karriere vor sich hat und sich im Schoße ihrer Familie immer wohlfühlt. Ein wunderbares Gesamtpaket, das mich total begeistert hat.

    Eine äußerst spannende Lektüre, mit interessantem geschichtlichen Hintergrund, bei der auch die Liebe nicht zu kurz kommt. Für mich ein Lesehighlight. Auch das Cover ist für mich ein echter Hingucker, könnte nicht besser sein. Selbstverständlich vergebe ich für diese Traumlektüre 5 Sterne.


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