Beate Sauer

 4.2 Sterne bei 315 Bewertungen

Lebenslauf von Beate Sauer

Zwischen Fiktion und Fakt: Beate Sauer wird 1966 in Aschaffenburg geboren. Als Kind hegt sie kurzzeitig den Wunsch, Schriftstellerin zu werden, verwirft diesen jedoch rasch und studiert später Philosophie und katholische Theologie in Würzburg und Frankfurt am Main. Während des Studiums beginnt sie, für Zeitungen zu schreiben und nach ihrem Studienabschluss absolviert sie zusätzlich eine journalistische Ausbildung. Jedoch wird ihr bald klar, dass sie sich lieber selbst Geschichten ausdenkt, statt von Ereignissen zu berichten. 1999 veröffentlicht sie nach mehreren Versuchen ihr erstes Buch, den Kriminalroman „Der Heilige in deiner Mitte“. Seit ihrem zweiten Roman, „Die Buchmalerin“ von 2005, kann Sauer vom Schreiben leben. Sie lebt heute in Köln/Bonn und schreibt auch unter dem Pseudonym Bea Rauenthal.

Alle Bücher von Beate Sauer

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Der Hunger der Lebenden

Der Hunger der Lebenden

 (95)
Erschienen am 25.01.2019
Die Buchmalerin

Die Buchmalerin

 (56)
Erschienen am 23.08.2016
Am Hofe der Löwin

Am Hofe der Löwin

 (19)
Erschienen am 18.07.2011
Die Wächterin der Krone

Die Wächterin der Krone

 (18)
Erschienen am 17.11.2014
Die Rache der Heilerin

Die Rache der Heilerin

 (11)
Erschienen am 17.03.2014
Der Geschmack der Tollkirsche

Der Geschmack der Tollkirsche

 (13)
Erschienen am 17.07.2008
Der Stern der Theophanu

Der Stern der Theophanu

 (12)
Erschienen am 01.12.2016

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Rezension zu "Der Hunger der Lebenden" von Beate Sauer

Eine spannende und bewegende Geschichte aus der Nachkriegszeit
mesuvor einem Monat

Dieser bewegender und spannender Roman handelt von der Nachkriegszeit im Raum Köln.
Die junge Friederike gehört zur weiblichen Polizeieinheit und versucht den Mord an einer Kollegin aufzklären. Eine schwere, gefährliche und fast unlösbare Aufgabe, die alles von ihr verlangen wird..... in einer Zeit des Hungers, der Not und der teils noch herrschenden Hoffnungslosigkeit.
Wird sie es schaffen?

Die Geschichte ist spannend, hoch interessant und richtig gut geschrieben. Die Autorin nimmt den Leser mit auf eine Reise in die Vergangenheit und führt  ihm die Nachkriegszeit detailliert und realistisch vor Augen.
Das ist eine Leseempfehlung wert.

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S

Rezension zu "Der Hunger der Lebenden" von Beate Sauer

Hunger nach mehr
Spreelingvor 2 Monaten

Der zweite Band um die Polizistin Friederike spielt im Sommer 47. Die Lage der Bevölkerung ist noch nicht besser geworden. Es gibt immer noch zu wenig zu essen und die Wohnsituation ist auch desolat. Friederike wird zu einer Toten auf dem Dorf gerufen. Der Beamte vor Ort ist über die weibliche Polizistin nicht begeistert. Aber so schwer wird der Fall ja nicht werden, da eine Verdächtige neben der Toten hockte. Aber so einfach wird es dann doch nicht. Richard von der britischen Militärpolizei kommt auch wieder zurück. Friederike hat ihn vermisst und nun arbeiten sie wieder zusammen. Die getötete Frau war nicht so freundlich wie zuerst vermutet. Sie hatte zu Kriegszeiten Mitverantwortung für die Qualen junger Mädchen. War das ihr Todesurteil!? 

Beate Sauer schafft es auch in diesem Buch die Nachkriegszeit lebendig werden zu lassen. Der Leser spürt den Hunger, sieht die zerstörten Straßen und ist verzweifelt. Die Männer fühlen sich den Frauen überlegen und lassen es diese auch spüren. Friederikes und Richards Vergangenheit spielen auch eine Rolle. Die Vergangenheit lässt die Menschen immer noch nicht los. Jeder hat etwas Dreck am Stecken und doch will keiner etwas damit zu tun gehabt haben. 

Die Spannung ist das ganze Buch über hoch. Die Ermittlungen werden gut beschrieben und die Auflösung ist zufrieden stellend.

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Rezension zu "Der Hunger der Lebenden" von Beate Sauer

Gelungene Fortsetzung der Reihe um Friederike Matthée
booklovingvor 2 Monaten

INHALT
Köln, Juni 1947: Auf den arktischen Winter ist ein ungewöhnlich heißer Sommer gefolgt. Die Ernährungslage in der von Krieg und Hunger gezeichneten Stadt ist immer noch desolat. Friederike Matthée von der Weiblichen Kriminalpolizei ermittelt im Mordfall an einer früheren Kollegin. Die ehemalige Beamtin überwachte während des Nationalsozialismus die Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in Polizeilichen Jugendschutzlagern. Friederike überschreitet einmal mehr ihre Befugnisse, um den Fall aufzuklären.
Auch Lieutenant Richard Davies von der Royal Military Police wird in einem heiklen Fall nach Deutschland geschickt, so dass sich ihre Wege schließlich kreuzen. Doch die Ermittlungen rühren an Geschehnisse aus der Vergangenheit, die auch Friederike schmerzlich betreffen und die das Vertrauen zwischen ihr und Davies für immer zu zerstören drohen.

(Quelle: Ullstein Verlag)

MEINE MEINUNG
Der fesselnde, historische Kriminalroman »Der Hunger der Lebenden« von der deutschen Autorin Beate Sauer ist bereits der zweite Band der Reihe rund um die junge Friederike Matthée bei der Kölner Weiblichen Polizei, kann aber auch ohne Vorkenntnisse aus dem Vorgängerband "Echo der Toten" problemlos gelesen werden. Dank des sehr angenehmen und flüssigen Schreibstils habe ich sehr schnell in die Geschichte hineingefunden.
Mit ihrem zweiten Fall versetzt die Autorin den Leser gekonnt ins Köln der Nachkriegszeit und vermittelt ein sehr stimmiges, authentisches Bild der damaligen Zustände. Sehr anschaulich und facettenreich portraitiert die Autorin die ausgebombte Stadt unter britischer Besatzung, in der Hunger, Armut, knapper Wohnraum und Kriminalität den Alltag bestimmen, der Schwarzmarkt floriert und die notleidende Bevölkerung durch die unglaubliche Hitze eines Jahrhundertsommers in Atem gehalten wird. Für ein interessantes Lokalkolorit sorgen auch die sehr lebendig geschilderten Schauplätze im ländlich geprägten Bergischen Land. Die vielfältigen Einblicke in die Arbeit der Weiblichen Polizei in Köln und ihre Akzeptanz bei der Bevölkerung sind äußerst aufschlussreich und haben mir gut gefallen.
Geschickt lässt Sauer uns auch an der Stimmungslage der Menschen im besetzten Nachkriegsdeutschland teilhaben, die dem Wiederaufbau mit gemischten Gefühlen gegenüberstehen und mit der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit noch längst nicht abgeschlossen haben.
Die spannende, geschickt in den historischen Kontext eingebettete Krimihandlung zieht den Leser rasch in ihren Bann und ist äußerst vielschichtig gestaltet. Die Ermittlungen zum grausamen Mord an der Hofbesitzerin und zudem der Leichenfund von drei britischen Soldaten, der auf ein Kriegsverbrechen hindeutet, bieten viele Ansatzpunkte zum Miträtseln. Zudem hält die Autorin zahlreiche überraschende Wendungen für uns bereit. Geschickt verwebt die Autorin die unterschiedlichen Handlungsstränge, verdichtet die beiden Fälle zu einer komplexen Geschichte und lässt schließlich alle Fäden zusammenlaufen. Die Auflösung ist zwar für meinen Geschmack etwas arg konstruiert, aber rundum schlüssig und nachvollziehbar.
Beate Sauer versteht es, die meisten ihrer Figuren, vielschichtig und lebensnah zu zeichnen. Hervorragend hat mir ihre sympathische weibliche Hauptfigur - die clevere, sympathische Friederike gefallen, die wir bei ihrer engagierten, nicht immer einfachen Ermittlungsarbeit begleiten. Der Mordfall stellt eine neue Herausforderung für sie dar und ihrer Intuition vertrauend überschreitet sie bald schon ihre Kompetenzen. Doch auch im privaten Bereich muss sie sich der Vergangenheit stellen und einige schwierige Entscheidungen treffen. Ebenfalls Richards Charakter mit seiner inneren Zerrissenheit hat mir gut gefallen, auch wenn er deutlich hinter Friederikes Part zurücktritt und mit seiner zurückhaltenden Art sehr unnahbar wirkt. Insgesamt hat die Autorin alle ihre Charaktere entsprechend ihrer Rollen ausreichend glaubwürdig und lebendig gezeichnet, so dass ihre Handlungen nachvollziehbar waren.
Ich würde mich sehr freuen, wenn es bald einen neuen Fall für Friederike Matthée – vielleicht sogar wieder in Zusammenarbeit mit Richard Davies gäbe.
Wie man dem ausführlichen Nachwort der Autorin entnehmen kann, ist der historische Hintergrund zu diesem Fall mit vielen interessanten Fakten von ihr hervorragend recherchiert worden und sehr gelungen und fesselnd in der fiktiven Geschichte umgesetzt worden. Am Ende des Krimis findet sich zum besseren Überblick auch noch ein Personenverzeichnis mit entsprechender Kurzbeschreibung.

FAZIT
Ein spannender und unterhaltsamer historischer Kriminalroman mit einer sympathischen Ermittlerin im Kölner Nachkriegsdeutschland und einem stimmig eingefangenen Zeitkolorit!

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