Beate Sauer

 4,4 Sterne bei 484 Bewertungen
Autorenbild von Beate Sauer (©Christian Liepe)

Lebenslauf

Zwischen Fiktion und Fakt: Beate Sauer wird 1966 in Aschaffenburg geboren. Schon als Kind hegt sie den Wunsch, Schriftstellerin zu werden. Später studiert sie erst einmal Philosophie und katholische Theologie in Würzburg und Frankfurt am Main. Schon während des Studiums beginnt sie, für Zeitungen zu schreiben, und nach ihrem Studienabschluss absolviert sie zusätzlich eine journalistische Ausbildung. Bald jedoch wird ihr klar, dass sie sich lieber selbst Geschichten ausdenkt, statt von Ereignissen zu berichten. 1999 veröffentlicht sie ihr erstes Buch, den Kriminalroman „Der Heilige in deiner Mitte“. Mit dem Bestseller „Die Buchmalerin“ hat Beate Sauer 2005 ihren Durchbruch als Schriftstellerin. Sie schreibt auch unter den Pseudonymen Bea Rauenthal, Pauline Peters, Paula Bach und Felicia Otten. Seit 2007 lebt sie in Bonn und ist mit einem Buchhändler verheiratet.

Alle Bücher von Beate Sauer

Cover des Buches Wunder gibt es immer wieder (ISBN: 9783453426658)

Wunder gibt es immer wieder

(49)
Erschienen am 14.06.2023
Cover des Buches Die Buchmalerin (ISBN: 9783894256227)

Die Buchmalerin

(60)
Erschienen am 23.08.2016
Cover des Buches Das Haus in Charlottenburg (ISBN: 9783453442245)

Das Haus in Charlottenburg

(35)
Erschienen am 14.01.2026
Cover des Buches Morgen ist ein neuer Tag (ISBN: 9783453426665)

Morgen ist ein neuer Tag

(23)
Erschienen am 11.01.2024
Cover des Buches Die Wächterin der Krone (ISBN: 9783442479337)

Die Wächterin der Krone

(22)
Erschienen am 17.11.2014
Cover des Buches Am Hofe der Löwin (ISBN: 9783641140434)

Am Hofe der Löwin

(20)
Erschienen am 03.02.2014

Neue Rezensionen zu Beate Sauer

Cover des Buches Das Haus in Charlottenburg (ISBN: 9783453442245)
I

Rezension zu "Das Haus in Charlottenburg" von Beate Sauer

Iceage
Unzulängliche Wohnsituation im Berlin des 19. Jahrhunderts

Die junge Elise arbeitet als talentierte Schneiderin. Dennoch kommen sie und ihre Geschwister mit der Mutter gerade so über die Runden. Als sie den sympathischen jungen Architekten Johann kennenlernt, verlieben sich die beiden rasch ineinander. Gemeinsam träumen sie von einer besseren Wohnsituation für sie meisten der Berliner Bürger. Die Idee von einem genossenschaftlichen Haus entsteht. Doch sie ahnen nicht, dass sich hinter der netten wohlhabenden Baronin von Rienäcker ihre schlimmste Widersacherin verbirgt.

 

Der Gedanke vom genossenschaftlichen Bauen

 

Beate Sauer ist im Bereich des historischen Genre keine Unbekannte. Auch hier beweist sie, dass ihrem historischen Roman eine gründliche Recherche vorausging. Eindrücklich beschreibt sie, die teils unglaublichen Wohnverhältnisse, die 1890 in Berlin herrschten. Die meisten der Berliner Bevölkerung hausen sehr beengt auf kleinstem Wohnraum. Betten werden teilweise noch untervermietet, um über die Runden zu kommen. Diese Wohnsituation begünstigt zudem schlimme Krankheiten, die epidemieartig ausbrechen.

Den Immobilienspekulanten, die skrupellos vorgehen und sich mit dem Bau großer Mietskasernen eine goldene Nase verdienen, passt der Gedanke vom genossenschaftlichen Bauen, die bessere Wohnverhältnisse vorsehen, natürlich gar nicht und es wird mit harten Bandagen und unlauteren Mitteln gekämpft

 

Zustände in Berlin glaubwürdig geschildert

 

Mit ihrem angenehmen und lebhaften Schreibstil gelingt es der Autorin ein sehr reales Bild der damaligen Situation in Berlin zu vermitteln. Eindrücklich stellt sie dar, wie groß die Willkür der Vermieter und deren Habgier war. Dabei spielen auch Korruption. Gewalt und illegale Methoden eine große Rolle. Auch das Dreiklassenwahlrecht und die fehlenden Rechte der Frau spielen kommen zur Sprache.

 

 

Tolle Charaktere

 

Die fiktive Geschichte von Beate Sauer ist mit interessanten Charakteren ausgestattet. Die beiden Hauptprotagonisten sind dabei sehr sympathisch, genauso wie Elises Familie oder Professor D`Arnaud von der Charité.

Auch die Figur der Baronin von Rienäcker ist sehr interessant, hier insbesondere die zwei Seiten, nämlich einerseits die wohlhabende Wohltäterin und andererseits die skrupellose eiskalte Persönlichkeit.

 

Fazit:

 

Ein lesenswerter Roman mit interessanten Protagonisten, der die damalige Wohnsituation in Berlin zum Thema hat. Die Geschichte liest sich flüssig und weiß zu unterhalten.

Cover des Buches Das Haus in Charlottenburg (ISBN: 9783453442245)
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Rezension zu "Das Haus in Charlottenburg" von Beate Sauer

ErikHuyoff
Geschichte wiederholt sich

Vor kurzem habe ich auch "Das Haus in Charlottenburg" von Beate Sauer gelesen. Das Buch ist 2026 im Wilhelm Heyne Verlag in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH erschienen und als historischer Roman einzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de.

Deutsches Kaiserreich um 1890: Die junge Elise träumt davon, sich als Schneiderin einen Namen zu machen und erreicht es, in einem renommierten Modeatelier angestellt zu werden. Die krassen sozialen Ungerechtigkeiten sind in Berlin unübersehbar. Elise kann sie nicht gutheißen, nimmt sie aber als unabänderlich hin. Bis sie den Architekten Johann kennenlernt, der um genossenschaftliches Bauen kämpft. Die beiden verlieben sich ineinander. Als ein Schicksalsschlag Johann davon abhält, den Wohnungsbau selbst voranzutreiben, werden seine Pläne fortan zu ihren. Sie will eine Heimat für bedürftige Menschen schaffen. Dieses Ziel verfolgt sie trotz ihrer skrupellosen und zu allem entschlossenen Gegnerin, Baronin von Rienäcker, die Elise das Liebste zu nehmen droht – ihre und Johanns kleine Tochter.

"Das Haus in Charlottenburg" ist nach "Wunder gibt es immer wieder", dem ersten Band der Fernsehschwestern-Saga, mein zweiter Roman von Beate Sauer, die auch unter den Pseudonymen Felicia Otten, Bea Rauenthal und Paula Bach publiziert. Dabei lässt er sich klar als historischer Roman einordnen, spielt er doch im Gegensatz zu den Fernsehschwestern weiter in der Vergangenheit - und zwar in den 1890er Jahren des Deutschen Kaiserreichs. Erzählt wird er hierbei aus vielen, verschiedenen personalen Perspektiven, die vielleicht etwas zu häufig, teils auch innerhalb der Kapitel wechseln.

Die Handlung ist spannend, abwechslungsreich und wartet auch mit der ein oder anderen überraschenden Wendung auf, lediglich den zwischenzeitlichen Zeitsprung habe ich als etwas zu krass empfunden. Allerdings konnte mich das Ende wieder vollends überzeugen, selbst der Epilog trug noch zur Handlung bei und rundete diese ab. Dabei scheut sich Beate Sauer auch nicht, für das Genre unübliche Tropes wie ein Love Triangle einzubauen, auch wenn es nur angedeutet ist und nicht vollends auflebt.

Das Setting kann ebenfalls auf ganzer Linie glänzen. So entführt die Autorin ihre Leser:innen - wie bereits angedeutet - ins Deutsche Kaiserreich in die Zeit um 1890, nach Berlin und dessen Umgebung, die von der Industrialisierung und Zentralisierung geprägt und enorm gewachsen sind. Dabei greift Beate Sauer auch heute noch relevante Probleme wie Immobilienspekulation, Mietwucher und Wohnraumknappheit auf und zeigt, dass sich Geschichte durchaus wiederholen kann.

Die einzelnen Figuren sind im Wesentlichen vielschichtig angelegt, haben Stärken und Schwächen, eigene Ziele und Motive. Hierbei überzeugen vor allem Leonora von Rienäcker, Louis und Elise, während Johann teils etwas blass verbleibt und nicht zwingend nachvollziehbar handelt. Beate Sauers Schreibstil lässt sich dabei leicht und flüssig lesen und das Kopfkino sofort anlaufen. Zudem zeugt er von guter Recherche, auch wenn sicherlich zu Gunsten der Lesbarkeit auf das ein oder andere Detail verzichtet wurde.

Die Buchgestaltung ist solide. Lektorat und Korrektorat sind durchaus einige Fehler durchgerutscht, die den Lesefluss aber nicht erheblich schmälern, der Buchsatz ist ordentlich. Der Umschlag ist mit Klappen versehen, das Covermotiv setzt sich auf dem Buchrücken fort. Insgesamt sind Cover, Coverrückseite und Buchrücken aber eher einfach gestaltet und farblich kein Eyecatcher, auch fehlt mir beim Covermotiv etwas der Anklang zur Handlung.

Mein Fazit? "Das Haus in Charlottenburg" ist ein spannender und abwechslungsreicher historischer Roman, der wichtige Themen anspricht und an Aktualität daher kaum zu übertreffen ist. Für Leser:innen des Genres somit bedenkenlos zu empfehlen - ab einem Lesealter von etwa 14 Jahren.

Cover des Buches Das Haus in Charlottenburg (ISBN: 9783453442245)
Streiflichts avatar

Rezension zu "Das Haus in Charlottenburg" von Beate Sauer

Streiflicht
Berührende Zeitreise

Schon beim ersten Blick auf das Cover war ich neugierig. Ich kenne Berlin ganz gut, eine Freundin hat in Potsdam studiert und ich habe sie damals oft besucht. Ich mag Bücher, die mich in vergangene Zeiten entführen - vor allem auch, wenn es um Deutschland geht, denn oft kennen wir ja unsere eigenen Geschichte gar nicht so gut. Das Kaiserreich war eine spannende Zeit mit vielen Umbrüchen. In dieser Welt leben Elise und Johann, die sich durchbeißen müssen. 

Mich hat fasziniert, wie nah die Autorin uns an die Figuren herangeführt hat, wie sehr man mitgefühlt hat. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, teilweise sind die Seiten richtig geflogen. Ich fand es toll, wie Elise ihre Ziele verfolgt, sich weiterentwickelt und immer mutiger für sich und die ihren kämpft. Man erfährt nicht nur, wie wenig die Menschen aus den unteren Schichten verdienen, sondern auch, was "trockenwohnen" bedeutet, warum so viele Menschen krank waren und nicht alt wurden, wie wenig sich diese Unterprivelegierten sich wehren konnten und was sich die Adeligen und diejenigen mit Geld alles erlauben konnten. Ein beeindruckendes Bild des Kaiserreichs um 1890, das mich tief in seinen Bann gezogen hat!

Gleichzeitig war es auch spannend, mehr über die sozialen Ungerechtigkeiten in dieser Zeit und die Wohnungsnot - die ja zum Teil wieder aktuell ist - zu lesen. Klar, die vielen Gebäude mit Hinterhöfen in Berlin kannte ich schon, aber nicht ihre Geschichte, die zum Teil so traurig und krass ist. Umso faszinierter habe ich das Buch gelesen, dessen Geschichte zwischen den prächtigen Villen und den Elendsvierteln Berlins angesiedelt ist.

Gespräche aus der Community

Berlin in den 1890er Jahren: Meine Heldin Elise, eine junge Schneiderin, wünscht sich sehnlich ein sicheres Heim. Ein fast aussichtsloser Wunsch, denn im Berlin der Gründerzeit ist die Wohnungsnot riesengroß. Als Elise sich in den Architekten Johann verliebt, scheint ihre Hoffnung wahr zu werden. Denn Johann will ein Haus bauen, das den Mietern gehört: ein genossenschaftliches Mietshaus.

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Letzter Beitrag von  ErikHuyoff

Ich bin jetzt auch durch und kann mich vielem nur anschließen. Entgegen meiner Befürchtungen war der Epilog doch nicht unsinnig, schließt sich doch schön ein Kreis, insbesondere mit dem Einmauern der Kapsel.

Allerdings sind mir auch die vielen Fehler aufgefallen, schwerpunktmäßig in der zweiten Hälfte des Buches - und beim Beginnen der Rezi der doch sehr spoilernde Klappentext. Glücklicherweise habe ich ihn vorher nicht gelesen (oder schon wieder vergessen gehabt), er geht aber doch ganz schön weit, sogar bis zur Bedrohung der Tochter durch Leonora.

Alles in allem hat das Buch aber viel Spaß gemacht - und gezeigt, dass sich viele Probleme in der Geschichte wiederholen. Meine Rezi folgt vsl. im Laufe des Tages.

Vielen Dank für die spannenden Lesestunden
Erik

Liebe Interessentinnen und Interessenten an der Leserunde,

ich möchte Euch gerne mit meiner jungen Heldin Eva Vordemfelde, die davon träumt, Kostümbildnerin zu werden, auf eine Reise zum Dreh von "Sissy" und in die Anfangszeit des deutschen Fernsehens in den 50er Jahren mitnehmen. Die Stationen von Evas Geschichte sind u.a. München, Bonn Köln und Wien.

Ich freu mich auf Euch!

Herzlich - Beate Sauer

473 BeiträgeVerlosung beendet
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Letzter Beitrag von  Minzeminze

Das Ende hat es in sich. Das Paul so etwas sagt umso mutiger das Eva sich nicht darauf einlässt und ihren Weg geht und ihre Mutter zu ihr steht. Auch wenn sich so einiges einränkt bleiben noch Sachen zu klären. Man darf gespannt sein.

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