Rotkäppchen muss weinen

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Inhaltsangabe zu „Rotkäppchen muss weinen“ von Beate Teresa Hanika

Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2010 Er nennt sie Rotkäppchen – weil in dem Korb Wein und Essen sind für den Großvater. Rotkäppchen – weil der Weg aus dem Wald dunkel und steinig ist. Rotkäppchen – weil der Wolf sie längst in seiner Gewalt hat … Es gibt nichts zu beschönigen: Kindesmissbrauch ist ein unbequemes Thema. Ein Thema, das aufbringt und von allen Medien bedient wird. Doch dieser Roman ist weit mehr als ein Problembuch über Kindesmissbrauch. Er lebt von differenzierten Stimmungen und interessanten Charakteren und wagt einen Blick in die Abgründe menschlichen Zusammenlebens. Er hält ein Plädoyer für die Freundschaft, erzählt von erster Liebe und vermeidet jegliches Pathos. Virtuos spielt er mit literarischen Mitteln und entzieht sich dabei jeder Vorhersehbarkeit. So wird die Lektüre zu einem intensiven Erlebnis, das man nicht missen möchte. Ein besonderes Buch in einem besonderen Format: klein und fein & mit runden Ecken!

Ein trauriges Thema, dass einen auch noch wütend macht.

— Gartenfee007
Gartenfee007

Ich habe auch geweint.

— ClaraOswald
ClaraOswald

So ein tolles und tiefgründiges Buch habe ich schon seit langem nicht gelesen! Eine absolute Buchempfehlung von mir!

— Lesewurm_Lilli
Lesewurm_Lilli

Tolles Buch

— Amerdale
Amerdale

Keine leichte Kost, aber die Geschichte entwickelt einen erschreckenden Sog, dem man sich nicht entziehen kann.

— LinaLiestHalt
LinaLiestHalt

Eine brutal realistische Geschichte, die ein wichtiges Thema anspricht und Betroffene ermutigt!

— AnnaLi
AnnaLi

Nicht nur Rotkäppchen musste weinen!

— Bambi95
Bambi95

Sehr schönes Buch. Lag länger in meinen Bücherregal ... bin aber froh, dass ich es gelesen hab

— -Evi-x3
-Evi-x3

wunderschönes Buch. Toll geschrieben, weglegen kann man dieses Buch nicht, sobald man es in der Hand hat. Schrecklich bewegend

— lopoko
lopoko

Schrecklich.Bewegend.

— mirame
mirame

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  • Rotkäppchen muss weinen !!

    Rotkäppchen muss weinen
    Gartenfee007

    Gartenfee007

    13. October 2016 um 12:04

    Darum geht es (Klappentext):Er nennt sie Rotkäppchen – weil in dem Korb Wein und Essen sind für den Großvater. Rotkäppchen – weil der Weg aus dem Wald dunkel und steinig ist. Rotkäppchen – weil der Wolf sie längst in seiner Gewalt hat … Es ist ein wirklich trauriges Thema was gut umgesetzt wurde. Leider war das Ende zu kurz. Was passiert mit dem Opa nach Aufdeckung des Geheimnisses und wie konnte Malvina und ihre Familie mit dem Geheimniss umgehen ??

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  • Rotkäppchen hat Angst

    Rotkäppchen muss weinen
    Kerry

    Kerry

    09. December 2015 um 00:49

    Wenn Malvina erst 14 Jahre alt ist, wird alles anders, denn dann ist sie groß, wird gehört werden und wird einen Freund haben. Noch ist sie 13 Jahre alt, aber in wenigen Wochen wird sie endlich 14. Sie hat es nicht wirklich leicht als jüngstes von drei Kindern. Der Vater ist ein strenger Patriarch und Lehrer, der nicht nur in seiner Familie unbeliebt ist, sondern auch bei seinen Schülern. Die Mutter leidet ständig unter Migräne und muss permanent geschont werden. Ihr Bruder, der ihr immer Halt gegeben hat, ist mittlerweile an der Uni und dementsprechend eigentlich nur am Wochenende zu Hause und mit ihrer älteren Schwester verbindet sie wenig. Zwar hat Malvina eine beste Freundin, Lizzie, der sie viel anvertrauen kann, aber eben doch nicht alles, denn da gibt es noch ihren Großvater. Dieser ist alt und gebrechlich und von daher ist es Malvinas Aufgabe, ihm täglich Essen vorbei zu bringen. Malvina ist ungern allein mit ihrem Großvater zusammen, denn wenn niemand dabei ist, geschehen unaussprechliche Dinge. Früher, als ihre Oma noch lebte, geschahen ebensolche Dinge, aber damals waren sie nicht ganz so schlimm, versuchte doch ihre Oma wenigstens, sie zu schützen - doch nun ist sie ihrem Großvater allein ausgeliefert - und wenn sie davon erzählt, glaubt ihr ihre Familie einfach nicht.Erst mit der Bekanntschaft zu Klatsche, einen Jungen aus der Nachbarschaft, schafft sie es, sich etwas zu öffnen, denn was ihr ihre Familie nicht geben kann, dieser Junge vermag es - er gewährt ihr etwas Sicherheit und Vertrauen, Dinge, die sie so lange entbehren musste. Doch wird das reichen, dass sie sich endlich offenbaren kann?Rotkäppchen hat Angst! Der Plot des Buches wurde realistisch erarbeitet. Die Aufteilung des Plots an sich hat mir jedoch nicht gefallen - irgendwie fehlte mir hier eine klare Linie. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, jedoch muss ich gestehen, dass ich mit Protagonistin Malvina partout nicht warm geworden bin. Den Schreibstil empfand ich leider als wenig packend, sodass ich mehrmals mit dem Gedanken gespielt habe, dieses Buch abzubrechen.

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  • Rotkäppchen muss weinen

    Rotkäppchen muss weinen
    Amerdale

    Amerdale

    05. November 2015 um 22:28

    Meine Rezension: https://amerdale.wordpress.com/2015/10/28/gelesen-beate-teresa-hanika-rotkaeppchen-muss-weinen/

  • Sammelsurium an Empfindungen

    Rotkäppchen muss weinen
    Selene87

    Selene87

    19. September 2015 um 17:30

    Die Autorin hat hier trotz des ernsten, schlimmen Themas den perfekten Ton getroffen. Man fühlt mit der Protagonistin mit und folgt ihren mutigen Schritten, bei denen sie sich nicht mehr schämen oder verstecken muss. Man empfindet Mitgefühl, Wut, Abscheu, Freude etc. - also gleich ein ganzes Sammelsurium an Empfindungen. Unterstützt wurde die Story durch ein paar starke Charaktere, die ihr zur Seite standen und sie stärkten - ebenso wie sie durch andere ausgebremst wurde. Ich kann mir gut vorstellen, dass das Buch Betroffenen durchaus helfen kann. Es ist nicht das Beste zu dem Thema, das ich bisher gelesen habe, aber doch wirklich gut!

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  • Ich bin jemand...

    Rotkäppchen muss weinen
    I-heart-books

    I-heart-books

    12. August 2015 um 08:49

    ... der nicht all zu viele Worte brauchen will um ein Buch zu besprechen (liegt vielleicht am Beruf, Buchinhalte so kurz wie möglich erörtern zu können). Vor allem finde ich, dass es bei einigen Büchern auch nicht viel zu sagen gibt. Genau wie hier bei diesem Buch...... Auch wenn es merkwürdig klingt, denn das Thema ist nicht wirklich schön, so ist die Sprache hier einfach luftig leicht und wirklich toll. Die Thematik wird dennoch nicht verfälscht. Dass die Autorin eine solche Kombi geschaffen hat, macht das Buch zu einem, das man nicht einfach weglegen kann und das den Leser auch noch Tage danach nachdenklich stimmt.

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  • Kindesmissbrauch – ein schwieriges und unbequemes Thema.

    Rotkäppchen muss weinen
    sueglanzner

    sueglanzner

    18. November 2014 um 05:13

    Man würde so gerne wegschauen und sich lieber bequemeren Unwahrheiten widmen. Genau wie Malvinas Familie, die nie zuhört, wenn sie ihnen zu sagen versucht, warum sie ihren Opa nicht mehr besuchen will. Ein Buch, wie ich es noch nie gelesen habe, weil es keine konkrete Beschreibung des Themas ist, dafür aber Gefühle und Stimmungen so einfängt, dass es Hoffnung macht, auch denen die Not betroffener Kinder näher bringen zu können, die (Gott sei Dank) noch nie Opfer waren.Malvina ist 13 Jahre alt. Ihre Oma ist vor einiger Zeit an Krebs gestorben, und deswegen soll sie immer zu ihrem Opa gehen, der sich einsam und manchmal krank fühlt. Dass Malvina ihren Opa nicht besuchen will, interessiert in ihrer Familie niemanden. Im Gegenteil: Sowohl ihre Eltern, als auch ihre Geschwister machen ihr ein schlechtes Gewissen, weil sie angeblich kein Mitleid mit Opa hat, doch keiner hört ihre Not. Dass sie nicht zu Opa will, hat seinen Grund: Denn dieser zieht Malvina ständig an sich, küsst sie, berührt sie an ihrem Rücken und an ihrer Brust. Manchmal gelingt es Malvina, sich dem zu entziehen, meist aber nicht. Und hatte früher wenigstens in manchen Momenten ihre Oma das Schlimmste verhindert, so kann diese Malvina jetzt leider nicht mehr helfen. Auch ihrer besten Freundin Lizzy, mit der sie sich immer in einer alten, verwahrlosten Villa trifft, kann sie sich nicht anvertrauen – ebenso Klatsche, einem Jungen, der sich für sie interessiert und der sie Rotkäppchen nennt, weil sie immer mit einem Korb voller Essen zu ihrem Opa fährt. Eine polnische Nachbarin ihres Opas scheint noch am ehesten zu ahnen, dass da etwas nicht stimmt … Ein Buch, das mich zu Tränen gerührt hat und das ich in einer Nacht lesen musste. Einerseits eine schwere Lektüre, bei der man permanent schwankt zwischen Schock, Trauer, Mitleid und Mutlosigkeit, die aber auch verknüpft ist mit Freundschaft, Loyalität und Zivilcourage. Ein Buch, das aufrüttelt und hoffentlich dazu führt, dass sich mehr und mehr Menschen auch unbequemen Wahrheiten stellen, um es nicht noch schlimmer zu machen, als es für die Opfer ohnehin schon ist.

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  • Nicht nur Rotkäppchen musste weinen!

    Rotkäppchen muss weinen
    Bambi95

    Bambi95

    16. July 2014 um 03:36

    Ein wunderbares Buch. Ich habe selten bei einem Buch so weinen müssen.Die Geschichte ist ab dem ersten Moment fesselnd und man wünscht sich die ganze Zeit ein gutes Ende für die Protagonistin. Ich fieberte bis zum Ende mit und es blieb kein Auge trocken. Das Buch schickte mich durch eine Achterbahn der Gefühle von unglaublicher Wut über den Großvater, zu Sympathie gegenüber der Nachbarin, zu Unverständnis gegenüber den Eltern bis hin zu unfassbarem Stolz auf Malvina, welche unglaublichen Mut bewies.Noch lange hat mich dieses Buch nach dem Lesen beschäftigt und ich kann bis heute sagen, dass es eins meiner absoluten Favoriten ist.

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  • Rotkäppchen muss weinen - und ich gleich mit! 4,5 Sterne

    Rotkäppchen muss weinen
    splitterherz

    splitterherz

    06. June 2014 um 14:57

    "Es ist schon so viel kaputt. Ich bin durch einen Gang gerannt und habe Türen hinter mir zugeschlagen. Viele Türen, so viele, dass ich fürchte, niemand wird jemals alle wieder öffnen können."["Rotkäppchen muss weinen" // Beate Teresa Hanika // S. 149]Erster Satz:Es passierte an einem Freitagnachmittag.Inhalt:Er nennt sie Rotkäppchen, als er sie mit einem Korb am Fahrradlenker den Berg hinabfahren sieht. Rotkäppchen – weil in dem Korb Wein und Essen sind für den Großvater, dessen Einsamkeit nur ein Vorwand ist. Rotkäppchen – weil der Weg aus dem Wald dunkel und steinig ist. Rotkäppchen – weil der Wolf sie längst in seiner Gewalt hat … [via Amazon]Meine Meinung:Es gibt Bücher, die unscheinbar und klein wirken und dabei doch etwas so bedrohliches ausstrahlen, dass man Angst hat, sie aufzuschlagen. Ich muss gestehen, dass Rotkäppchen muss weinen immer eines dieser Bücher war. Wenn man erst einmal weiß, worum es in einem Buch geht und weiß, dass dieses Thema sicherlich einiges von einem abverlangt, können selbst knapp zweihundert Seiten wie ein unheimlich dickes und unnahbares Buch wirken und vielleicht habe ich es deswegen nie angerührt. Vielleicht hätte ich es auch nicht angerührt, wenn ich gewusst hätte, wie melancholisch und bedrückend die Geschichte tatsächlich auch ist, aber gleichzeitig bin ich doch froh, es gelesen zu haben - eine widersprüchliche Beziehung ist das und sie ist schwer zu erklären. Schließlich finde ich dieses Buch ganz grausam und schrecklich - inhaltlich, thematisch. Aber gleichzeitig ist es auch ein unheimlich eindringliches Buch, das neben all seinen Grausamkeiten auch Wärme und Geborgenheit bereithalten kann.Ein Buch über Kindesmissbrauch ist schwer. Gerade, wenn es ein Jugendbuch ist. Ab welchem Alter soll man Kinder und/oder Jugendliche mit diesem heiklen Thema konfrontieren - und vor allen Dingen wie? Beate Teresa Hanika hat es mit diesem Buch meiner Meinung nach genau richtig gemacht, denn sie spricht das Thema so einfühlsam und poetisch an, dass es nie zu direkt wird, aber doch immer genau so viel preisgibt, dass man genau weiß, was geschieht. Wie es auf dem Buch schon so schön heißt: klar, präzise und poetisch. Und dabei trotzdem sanft. Manchmal ist die Geschichte, als würde eine Hand das Leserherz zerdrücken und dann wieder ist sie so voller Freundschaft und warmer Gefühle, dass man am liebsten all das schreckliche, das diese Welt zu bieten hat, ausblenden würde."Gibt es Tintenkiller für Gedanken? Und für Gefühle? Den sollte mal jemand erfinden."[S. 48]Die Geschichte um Protagonistin Malvina ist in einen sehr interessanten Schreibstil umhüllt, an den man sich erst gewöhnen muss. Es gibt keine direkte Rede in dem Sinne, dass es Anführungsstriche geben würde - alles ist in einem Fließtext geschrieben, sodass man doch manchmal etwas verwirrt ist, wer und ob denn gerade gesprochen wird, aber diese faszinierende Art macht das Buch noch viel eindrücklicher. Malvina ist ein unverstandenes Mädchen, das von ihrer Familie nicht ernst genommen wird und das sich in ihrer Welt - bestimmt von ungesagten Worten und Geheimnissen, die keine sein dürften - unsicher ist. Sie hat, außer ihrer besten Freundin, keine Bezugsperson, die ihr wirklich zuhört und für sie da ist und diese Situation macht nicht nur sie fertig. Auch der Leser erträgt es irgendwann kaum noch, wie wenig sich ihre eigenen Eltern für sie interessieren, für sie einsetzen und wie sie ihre Worte und Gedanken ignorieren. So tieftraurig einige Szenen und Situationen auch sind, die Beziehung zu ihrer besten Freundin Lizzy, die einfach unglaublich schön und warmherzig ist, bringt immer wieder Licht ins Dunkel - ebenso wie die sich entwickelnde sanfte Zuneigung zu dem Jungen Klatsche.Es ist wirklich faszinierend, wie viel in einem so kleinen Büchlein tatsächlich stecken kann. Rotkäppchen muss weinen ist voll mit Themen, die man in der Realität selten gerne sieht - familiäre Probleme, Kindesmissbrauch, Einsamkeit. Und all diese Handlungsstränge werden geschickt ins Geschehen eingewebt und ergeben im Gesamtbild ein großes Mosaik, das von dem Mut eines jungen Mädchens erzählt, von Wahrheit und Lügen. Ein Buch, dass thematisch sicherlich nur schwer zu ertragen ist, das aber auch ebenso viel Licht und Wärme übrig hat. Rotkäppchen muss weinen ist ein besonderes Buch mit einer besonderen Geschichte und einer besonderen Protagonistin. Einzig das Ende hätte für mich gerne ausführlich ausfallen können, auch wenn es sehr schön und einfühlsam war.Fazit:Rotkäppchen muss weinen - und Marie gleich mit. Beate Teresa Hanika hat mit diesem Buch ein Licht- und Schattenspiel erschaffen, das ein Tabuthema anspricht und einfühlsam wie eindringlich behandelt. Mit authentischen und schwierigen Figuren, einigen Schattenmomenten, die dem Leser das Herz zerdrücken, aber auch ebenso viel Wärme und Licht erzählt Hanika von Missbrauch, Freundschaft, Familie und einer zarten Liebe. Viel Gehalt für ein so dünnes Buch - aber es funktioniert. Stark, poetisch und mit viel Mut - ein Buch, das man unbedingt lesen sollte! 4,5 Sterne

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  • Zum Weinen.

    Rotkäppchen muss weinen
    NiWa

    NiWa

    27. February 2014 um 17:24

    Malvina kann das Ende der Klavierstunde kaum erwarten, denn endlich sind sie da, die heißersehnten Osterferien! Nur blöd, dass ihre beste Freundin Lizzy auf Skiurlaub ist, aber egal, dann besucht sie eben allein den Opa. Der Opa ist einsam, weil die Oma gestorben ist und daher muss man sich um ihn kümmern, man darf ihn nicht in Stich lassen. Bei Opa angekommen, hat es das 13jährige Mädchen allein mit dem alten Mann zutun und da küsst er sie tatsächlich auf den Mund! Später im Auto erzählt sie ihrem Papa davon, allerdings zeigt der keine Reaktion. Während der Osterferien liegt es an Malvina den Opa mit Mahlzeiten und Wein zu versorgen, denn die Mama hat ständig Migräne und der Opa verlangt auch explizit nach der 13jährigen Enkelin. Doch in Malvina sträubt es sich immer mehr gegen den täglichen Besuch und wäre da nicht Klatsche, ein Junge aus der Wohnbausiedlung, der ihr gut gefällt, würde sie komplett in ihrer Gefühlswelt untergehen. Die Autorin erzählt aus Malvinas Perspektive in einem, dem Alter entsprechenden, einfachen Schreibstil, der das erschütternde Ausmaß nur noch weiter unterstreicht. Fazit: Eine aufrührende Geschichte über ein junges Mädchen, dass es trotz des inneren Konflikts schafft, dem Missbrauch des Großvaters die Stirn zu bieten und sich den unverständlichen Blicken ihrer eigenen Familie entgegen stellt. 

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  • SuB-Abbau-Challenge 2014 - ran an die ungelesenen Bücher!

    Daniliesing

    Daniliesing

    Achtung: Man kann jederzeit noch einsteigen!Er ist Freude und Leid zugleich, er wächst und wächst und wird dabei immer schöner, aber auch erdrückender. Die Rede ist vom SuB ( Stapel ungelesener Bücher), der sich bei immer mehr Lesern in ungeahnte Höhen ausweitet. Bei vielen ist es mittlerweile sogar so weit, dass es gar nicht mehr möglich ist, alle ungelesenen Bücher auf einen Stapel zu stapeln. Es sei denn man nimmt die Gefahr in Kauf, vom eigenen Bücherstapel erschlagen zu werden. Deshalb muss ganz dringend eine Lösung her, damit all unsere wunderbaren ungelesenen Bücher nicht länger ein trauriges Dasein in den Regalen fristen müssen:Die große LovelyBooks SuB-Abbau-Challenge 2014Ihr möchtet etwas dagegen tun und auch mal wieder Bücher lesen, die vielleicht schon länger ungelesen im Regal stehen? Ihr braucht eine Entscheidungshilfe dabei, was ihr 2014 lesen sollt? Dann haben wir jetzt die perfekte Lösung für euch. Macht mit bei dieser Challenge, lest im kommenden Jahr 12 Bücher von eurem SuB, die jemand anderes für euch aussucht, und entdeckt so "alte" Buchschätze ganz neu!Die Regeln Meldet euch bis zum 21. Dezember 2013 für diese Challenge an! Schreibt für eure Anmeldung hier einen Kommentar mit einem Link zu einem Regal eurer ungelesenen Bücher bzw. eures SuBs hier bei LovelyBooks! Verratet außerdem, wie viele Bücher vom SuB ihr in einem Jahr schaffen möchtet (mindestens 12, gern aber auch mehr, wenn ihr euch das zutraut)! Euer SuB sollte mindestens 25 Bücher umfassen, damit auch etwas Auswahl vorhanden ist. Am 22. Dezember bekommt ihr je einen Teilnehmer von mir zugelost, für den ihr 12 (oder mehr) Bücher vom SuB aussucht, die derjenige 2014 lesen soll. Bitte postet bis spätestens 31.12. hier im Thema die Bücher, die ihr für euren SuB-Abbau-Partner ausgewählt habt. Wenn es jemand verpasst, werde ich spontan selbst die Bücher auswählen, damit jeder weiß, was er 2014 lesen kann. Ab 01.01.2014 geht es dann richtig los - die Bücher, die für euch ausgesucht wurden, können ab diesem Zeitpunkt gelesen werden. Wenn ihr ein Buch beendet habt, sagt hier Bescheid und schreibt gern auch eine Rezension oder eine Kurzmeinung auf der Buchseite zum Buch. Wir sind sicher alle neugierig, wie es euch gefallen hat :) Ihr habt die Anmeldephase verpasst? Kein Problem, schreibt einfach trotzdem hier, wenn ihr noch später einsteigen möchtet und sobald wir mehrere Nachzügler haben, verlose ich wieder neue Partner, die für euch Bücher auswählen. Unter allen Teilnehmern, die ihr Ziel von 12 (oder mehr) Büchern erreichen, verlosen wir eine schöne Überraschung, die jedoch nicht aus Büchern bestehen wird. Wir wollen den SuB ja nicht wieder in die Höhe treiben ;-) Ihr habt Fragen zum Ablauf, den Regeln etc. - dann fragt am besten direkt hier in einem Beitrag und ich antworte schnellstmöglich.Teilnehmer: AefKaey, (3) Ajana, (2) Anendien (5/15) angiana, Anneblogt, Annilane, (2) battlemaus, (5/20) Bellchen, (2/20) Birnchen (0/14) Bluebell2004,  (2) BluevanMeer, (6/12) books4life, bookscolorsandflavor, (6/16) Buchrättin, (1) Buechermaus96, (1) Büchernische (0/12) Buecherwurm1973, (1/15) Carina2302, carooolyne, Caruschia, celynn, (4/15) christiane_brokate, CitizenWeasel, Clairchendelune, Clouud, Code-between-lines, Daniliesing, (1/18) Desaris, die_moni (0/12) Dunkelblau, (4/15) Eatacatify, (2) eighttletters, (3) elena2607, (2/12) Elfendy, (9/24) Emma.Woodhouse, Eskarina*, (1) Fanny2011, (7/18) FantasyDream, Fay1279, (5) Federchen, (1/18) fireez, franzzi, (2) frozenhighways, (4/15) Ginger1986 (1/12) grinselamm (1/12) Gruenente, (2) HarIequin, (2) Hello-Jessi (0/35) irishlady, jana_confused (7/12) janaka, Jeanne_Darc, (6/20) jess020, (1) Juliaa, Julia_Ruckhardt, justitia, (2) kabahaas, Kajaaa, (0/12) Kanujga, (5/20) Karokoenigin, (3/20) Katesbooks, KatharinaJ, (4/12) kathrineverdeen,  katrin_langbehn (0/14) Kendall, (9/20) Kirschbluetensommer (0/12) kiwi_,  Kleine1984, (4/10) Kleines91, (11/15) kolokele, (1) kornmuhme, (1) Krisse, (2) kugelblitz85, Kurousagi, LaDragonia, (6/12) LadySamira091062, LaLecture, Larischen, (4) Leochiyous, Leopudding (0/15) LeseAlissaRatte, lesebiene27 (1/20 Leselotteliese, (1) Lesemaus85, (1) Lialotta, LibriHolly, (1/12) Lilawandel, (6/15) Lilli33, (11/18) lilliblume, (4) lisam, (11/20) Literatur, (1/20) Lizzy_Curse, Loony_Lovegood, (2) Lovely_Lila (0/12) LuluCookBakeBook, (1) Lumpadumpa (0/12) Lyiane, (3) mamenu, (1) Manja82, (4) manu2581 (5/25) mareike91, (3) maristicated (0/12) mecedora, (1) merlin78, (5/12) MiHa_LoRe, (5) Mikki, (4/12) milasun, minnimaus, (1/12) Mira123, (1) MissMisanthropie, (4/12+1) MoniUnwritten, moorlicht, Moosbeere, (4/12) Morrighan, Naddlpaddl, (2) NaGer, (1) Nancymaus, (5/12) Ninasan86, Niob, (2/12) Normal-ist-langweilig, (6/12) NussCookie, (4/13) oOVioOo, pamN, (2/15) paschsolo, (12/12) passionelibro, (3/12) Philip, Phini, problembaum, (0/12) Queenelyza, (11) Rine, (5) RinoaHeartilly, Ritja, Robsi (0/16) Rocio, (4/20) Roxy Malon, Salzstaengel, (1) samea, Schlehenfee, (7/12) schokoloko29, (4/12) SchwarzeRose, sechmet, (2/12) Seelensplitter, (3) sKy, (8/20) Sommerleser, (4/12) Starlet, sternblut, (2) sugarlady83, (3) summi686, (5/25) Sunny Rose, Sunny87, Sunshine_Books, (5/20) supertini, (1/12) Sweetybeanie, (5/12) Synic (0/12) The iron butterfly, (3/12) Tiana_Loreen, (1/15) Tini_S, (4/12) Tintenelfe, (2) viasera, (4/15) weinlachgummi (3/12) werderaner, (3) Wiebkesmile, (1) Wildpony, World_of_tears91, xXeflihXx, (1) Yvonnes-Lesewelt, (1) Zidisbuecherwelt, Zuellig, (5)

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    • 2011
  • sehr gutes Jugendbuch

    Rotkäppchen muss weinen
    mirame

    mirame

    17. December 2013 um 14:35

    Am Anfang fand ich, dass dieser Roman zu kindlich erzählt ist (Malvina ist fast vierzehn, klingt zu Beginn aber eher wie elf.) Aber im Laufe der Geschichte klingt es weniger nach Kinderbuch, und etwas mehr nach Jugendbuch. Sehr gut geschrieben, bewegend, schrecklich.An die Rezensenten, die sich darüber beklagen, dass dieses Buch nicht den ganz typischen Verlauf von sexuellem Missbrauch beschreibt (den, der von einem Menschen ausgeht, den das Kind liebt), sondern einen anderen: wer sagt denn, dass ein (Jugend-) Roman das Typische beschreiben muss? Malvina ist es eben SO ergangen.Ich glaube jedoch, dieser Roman ist eher etwas für Erwachsene, als für Teenager. Ich glaube für Teenager ist er zu sehr wie ein Kinderbuch geschrieben.  Und für Kinder ist er zu schrecklich im Inhalt.Was ich nicht verstehe ist, warum die Nachbarin nicht die Polizei verständigt hat, wo sie doch gesehen hat, was passiert.

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  • Rotkäppchen muss weinen

    Rotkäppchen muss weinen
    Ela1989

    Ela1989

    18. November 2013 um 10:36

    Malvina steht kurz vor ihrem 14. Geburtstag. Ihre beste Freundin Lizzy ist im Urlaub und Malvina muss sich in ihren Ferien um ihren kranken Großvater kümmern. Seit dem Tod seiner Frau, Malvinas Großmutter, vereinsamt er immer mehr und wünscht sich die Gesellschaft von seinem "Malvinchen". Malvina sträubt sich dagegen, immer zu ihm zu müssen, doch ihre Eltern wollen davon nichts hören und schieben ihr Verhalten auf die Pubertät. Niemand ahnt, was Malvina wirklich durchmacht, sobald sich die Wohnungstür hinter ihr schließt...Das Buch ist aus der Sicht der 13-jährigen Malvina geschrieben, die von ihrem Großvater sexuell missbraucht wird. Es verdeutlicht sehr gut, in welchem Interessenskonflikt misshandelte, junge Mädchen (und auch Jungen) oft stehen, dass sie sich selbst oft die Schuld daran geben und mit welchen hinterhältigen Methoden sie daran gehindert werden zu reden. Auch macht es sehr gut deutlich, dass sich Menschen gerne von diesem unangenehmen Thema abwenden, es ignorieren, wenn es direkt vor ihrer Nase passiert, weil es so einfach leichter für sie ist. Doch wer darunter immer leidet, sind die misshandelten Kinder. Dieses Buch macht Mut zu reden und fordert alle anderen auf, mit offenen Augen durchs Leben zu gehen und sich vor Problemen nicht zu verschließen - nicht vor ihnen davon zu rennen.Ich fand das Buch vom Schreibstil und Inhalt gut und authentisch für die Sicht eines jungen Mädchens. Es regt zum Nachdenken an und könnte auch gut in einer größeren Runde von Teenagern diskutiert werden. Deshalb erhält das Buch von mir 4 Sterne.Den 1 Stern Abzug bekommt das Buch, weil ich der Meinung bin, dass man noch ein bisschen mehr Einblick in die tieferen Gedanken von Malvina hätte geben können.

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  • Traurig aber oft so wahr

    Rotkäppchen muss weinen
    Miia

    Miia

    09. October 2013 um 10:52

    Inhalt: Er nennt sie Rotkäppchen, als er sie mit einem Korb am Fahrradlenker den Berg hinabfahren sieht. Rotkäppchen - weil in dem Korb Wein und Essen sind für den Großvater, dessen Einsamkeit nur ein Vorwand ist. Rotkäppchen - weil der Weg aus dem Wald dunkel und steinig ist. Rotkäppchen - weil der Wolf sie längst in seiner Gewalt hat...Meine Meinung: Dies ist ein Buch über Freundschaft und Liebe, aber vorallem ein Buch über Familie, Erziehung, Naivität von Eltern und die Angst vor der Wahrheit. Aber vorallem ist es ein Buch über Kindesmissbrauch. Dieses Buch ist von vorn bis hinten einfach nur ehrlich, aber trotzdem schrecklich. Die Protagonistin ist einfach so echt, so voller Angst und man fühlt mit ihr. Das Buch ist ganz besonders und sollte Betroffenen Mut machen, über ihre Probleme zu sprechen. Aber es sollte insbesondere auch Eltern ansprechen, dass sie auf ihre Kinder hören sollen. Eltern müssen ihren Kindern vertrauen, hinterfragen und sich kümmern. Ich glaube, dass dieses Buch für verschiedene Menschen sehr bedeutsam sein kann und ich finde man muss es einfach gelesen haben, um sich selbst zu sensibilisieren für die schlimmen Dinge in dieser Welt, die überall geschehen können. 5 Sterne! Weniger kann man nicht geben!

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  • "… und ich habe gelernt zu schreien"

    Rotkäppchen muss weinen
    KitKat88

    KitKat88

    24. September 2013 um 11:07

    Ein Buch grausam ehrlich, zum heulen traurig und so fesselnd, dass es schwer aus der Hand zu legen ist. Es saugt einen auf um einen innerlich zu zerreißen.

    Eine wunderschön geschriebene Geschichte über Mut, Freundschaft, die erste Liebe und eine Grausamkeit hinter geschlossenen Türen, die es in dieser Welt nicht geben sollte.

    Ein stilles Buch, das unter die Haut geht.

  • Lass Rotkäppchen wieder lachen!

    Rotkäppchen muss weinen
    Fina

    Fina

    27. July 2013 um 21:32

    Kurzbeschreibung:Er nennt sie Rotkäppchen, als er sie mit einem Korb am Fahrradlenker den Berg hinabfahren sieht. Rotkäppchen - weil in dem Korb Wein und Essen sind für den Großvater, dessen Einsamkeit nur ein Vorwand ist. Rotkäppchen - weil der Weg aus dem Wald dunkel und steinig ist. Rotkäppchen - weil der Wolf sie längst in seiner Gewalt hat ...Beate Teresa Hanika erzählt einfühlsam und sensibel die Geschichte von einem Mädchen in größter Not - aber auch von einer Freundschaft so weit wie der Himmel und von einer ersten Liebe so zart wie Schneeflockenfedern. (Quelle: Amazon.de)Cover:Dazu muss ich sagen, dass ich eine andere Ausgabe besitze. Meine stammt aus dem Hautnah Verlag und ist sehr wenig verbreitet. Ich finde beide Cover sehr schön gestaltet, wobei das Fischer Cover durch seine schlichte, unaufdringliche Art wenig darauf schließen lässt, worum es in diesem Buch geht. Dafür ist meine Ausgabe dabei doch schon sehr deutlich und weist auf die schreckliche Thematik dieses Buches hin. Ich finde beide Ausgaben durchaus gelungen und ansprechend. So kann sich jeder Leser ganz einfach aussuchen, welches Cover für ihn schöner ist.Stil:Hier fängt es leider auch schon an, ein wenig Kritik zu regnen. Ich habe mich nur schwierig unf langsam an den Stil gewöhnen können. Frau Hanika hat einen sehr einfühlsamen, leisen, zarten und vor allem ruhigen Schreibstil. Dieser passt hervorragend zur Geschichte, war mir aber häufig ein wenig zu langatmig und gestreckt. Wer aber die Thematik des Buches fühlen möchte, diese schleppende Schwere und Beklemmung, für den kann der Stil durchaus etwas sein, da er diese Eigenschaften des Buches auch in der Sprache gut transprotiert. Mir wurde es mit der Zeit ein wenig zu beklemmend, wodurch ich längere Lesepausen einlegte und etwas länger für die eher wenigen Seiten brauchte. Der Schreibstil ist hier einfach Geschmackssache und sollte einen aber nicht davon abhalten, zu diesem Buch zu greifen. Für den einen mag es stimmungsvoll sein, für mich war es eher träge und ein bisschen zu gezogen.Eigene Meinung:Thema/ Inhalt:Malvina hütet ein großes Geheimnis. Davon weiß keiner. Nicht ihre beste Freundin Lizzy, nicht ihr großer Bruder Paul, nicht ihre Eltern. Denn immer, wenn Malvina zu ihrem Opa fährt, passieren die schlimmsten Dinge. Es hilft kein Flehen und kein Betteln, sie muss immer zu ihm fahren. Ihre Andeutungen werden abgetan, ihre Angst wächst stetig. Nur bei Klatsche, einem Jungen aus der Umgebung, fühlt sie sich geborgen und ist ein bisschen glücklicher. Wird Malvina es schaffen, sich zu öffnen und alles zu erzählen? Idee/ Umsetzung: Dieses doch sehr heikle und ernste Thema ist ein eher selten verwendetes Thema und demnach ist die Idee der Autorin, dieses Tabuthema aufzugreifen genauso mutig wie wichtig. Sehr gut kommt die beklemmende, verzweifelte Stimmung des Buches rüber und man wird sehr zum Nachdenken angeregt. Wie würde man sich selbst verhalten? Malvina muss so stark sein und ihre Familie habe ich mit der Zeit immer mehr gehasst. Am schlimmsten war die Ignoranz der Eltern und die verschlossenen Augen, wenn es der eigenen Tochter zusehends schlechter ging. Solche Tatsachen machen mich sehr traurig und wütend und dabei hat die Autorin ganze Arbeit geleistet, da sie so einfühlsam und auch sehr bildhaft und symbolisch von solch schrecklichen Taten erzählt. Die Umsetzung ist somit auch gut gelungen, wenn ich auch kein Fan des Schrebstils war. Es gehört sehr viel dazu ein Tabuthema zu nehmen und es in eine mitreißende Geschichte zu verpacken, aber das ist Frau Hanika gut gelungen. Sie konnte mich fesseln, nachdenklich stimmen und berühren!Charaktere:Malvina ist ein zu Anfang 13-jähriges Mädchen, das genauso lebt, wie alle anderen in ihrem Alter. Sie hat eine beste Freundin und eine Familie, welche sich aber eher wenig um sie sorgt. Dadurch verbringt sie sehr viel Zeit draußen und hat außerdem die Aufgabe, ihren kranken Großvater mit Essen zu verosrgen. Und genau das ist die Hölle für das Mädchen. Die Autorin hat bei Malvina das Alter sehr treffend beschrieben. Sie ist in der Phase, in der sie viel nachdenkt über das Leben und versucht, sich selbst zu finden. Ihre Gefühle und Ängste sind äußerst bildhaft und haben manchmal für echte Gänsehaut gesorgt. Wie sie mit der Situation umgeht ist wirklich bemerkenswert. Malvina ist so stark und überlegt, hat aber natürlich wahnsinnige Angst, ihre Probleme zu schilder, wie es bei den meisten Fällen ist. Es geht um Scham und Angst. All diese Eigenschaften hat die Autorin wunderbar beschrieben und Malvina ist mir ans Herz gewachsen. Ich wollte sie in den Arm nehmen und ihr helfen, sich zu öffnen und wieder glücklich zu sein.Diese Rolle hat dann zum Glück Klatsche ein Stück weit übernommen. Ihn mochte ich auch sehr gerne. Zuerst ein eher unscheinbarer Junge, aber im nachhinein genau das, was Malvina als Anstoß brauchte. Nämlich Liebe, Geborgenheit und Schutz, den ihre Familie ihr nicht gegeben hat.Die anderen Randfiguren wie Lizzy oder auch die Nachbarin des Opas sind allesamt gut gezeichnet und tragen ihren Teil zu der Geschichte bei. Bei solchen Schicksalen gibt es immer viele verschiedene Reaktionen und Verhaltensweisen, die die Autorin auch hier gut dargestellt hat. Wie verhalte ich mich als Schwester, wie als Freundin? Diese Fragen werden im Laufe der Geschichte ebenfalls beantwortet.Das Buch lebt von den Charakteren und wurde dadurch um einiges berührender.Ende:Ob Malvina es schafft, sich jemandem anzuvertrauen und dem Schrecken ein Ende zu setzen, bleibt natürlich offen. Es bliebt nur zu sagen, dass ich die Schilderung bis zum Ende hin realistisch fand und immer noch an Malvina zurückedenke, was sie nun wohl macht und wie es ihr geht. Wenn ein Buch das schafft, ist es auf jeden Fall sehr gelungen!Fazit:Ein Jugendbuch mit einem selten behandelten Thema, aber großer Wirkung! Wenn ihr euch nicht an einem ruhigen, leisen und teilweise auch etwas zähem Schreibstil stört, kann ich euch das Buch nur empfehlen. Es ist mal etwas ganz anderes und ist sehr berührend und einfühlsam geschrieben. Wer sich für das Thema interessiert, erwischt hier ein gutes Buch dazu, da man mit der Protagonistin mitfiebert und mitfühlt. Da der Schreibstil mich nicht ganz mitreißen konnte, gibt es von mir 4 von 5 Sternen!

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