Vom Ende eines langen Sommers

von Beate Teresa Hanika 
4,8 Sterne bei4 Bewertungen
Vom Ende eines langen Sommers
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Wunderschöne Geschichte um die Frage, was uns zu dem macht, wer wir sind!

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Sehr interessant, kurzweilig und gefühlvoll

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Inhaltsangabe zu "Vom Ende eines langen Sommers"

Marielle lebt als Bildhauerin in Amsterdam. An einem der ersten warmen Frühlingstage kehrt die Vierzigjährige mit einem riesigen Strauß roter und blassrosa Tulpen vom Bloemenmarkt zurück und findet vor ihrer Wohnungstür ein Paket. Altmodisch verschnürt und geheimnisvoll. Der Inhalt: Tagebücher ihrer vor kurzem verstorbenen Mutter Franka. Ein Leben lang fühlte Marielle sich von ihr unverstanden. Immer war ihr diese stolze, kühle Frau fremd geblieben. Nun beginnt sie zu lesen. Von jenem langen Sommer 1944, den Franka auf einem Gut in der Toskana verbracht hatte. Von einer Begegnung, die das Leben der jungen Frau für immer veränderte. Und von einem Verhängnis, das über die Generationen hinweg zu wirken scheint.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442757077
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:btb
Erscheinungsdatum:03.09.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Buchperlenblogs avatar
    Buchperlenblogvor 16 Tagen
    Kurzmeinung: Wunderschöne Geschichte um die Frage, was uns zu dem macht, wer wir sind!
    Gefühlvoll

    Inhalt

    Marielle kehrt nach einem langen Tag nach Hause zurück. Bei ihrer Nachbarin wurde ein geheimnisvoll zusammengeschnürtes Paket abgegeben. Darin befinden sich die alten Tagebücher ihrer Mutter, einer Frau, die ihr Leben lang einsilbig war, zu der sie nie eine enge Bindung aufbauen konnte und die eigentlich gar nicht ihre Mutter ist. Als sie sich entschließt, die Bücher zu lesen, taucht Marielle hinein in ein fernes Leben, einen Sommer 1944 in der sonnigen Toskana, als der Krieg nah und die Entscheidungen schwer waren.

    Rezension

    Was macht uns zu dem, der wir sind?

    Die Geschichte wird uns auf mehreren Zeitebenen erzählt. Da haben wir Marielle, es ist Frühling im Jahr 2004, ihre Mutter starb im vergagenen Jahr. Sie erinnert sich an diesen Sommer, und gleichzeitig lässt sie uns an frühen Kindheitstagen teilhaben. Immer wieder erhalten wir Einblicke in das Leben mit der Frau, die ihre Mutter ist und sich doch so benimmt, als hätten sie und das Kind nichts gemeinsam. Die Beziehung der beiden ist unterkühlt, während Marielle verzweifelt versucht ein bisschen Liebe zu erhaschen.

    Und dann haben wir die Tagebuchaufzeichnungen von Franka, der Mutter. Sie erzählen von einem langen Sommer in Italien, in der sonnigen Toskana im Jahr 1944. Der Krieg ist allgegenwärtig, auch in dem kleinen Dorf, in dem die deutsche Franka bei ihrer Zia – Tante – lebt. Deutsche Offiziere haben sich im Haus einquartiert, während in den Bergen die Partisanen verhungern. Die Partisanen, die sind Franka ein Dorn im Auge, niemand sollte sich auflehnen gegen höhere Mächte. Doch dann kommt es zu einer Verkettung unglücklicher Zufälle, so dass sich Franka plötzlich doch in der Rolle der Helferin wiederfindet. Als sie sich in einen der Offiziere verliebt, lebt sie ein gefährliches, zwiegespaltenes Leben.

    Die Geschichte offenbahrt das Leben zweier Frauen, die so unterschiedlich und doch so gleich sind. Sie halten ihre wahren Gefühle verborgen, sie reden nicht über das, was sie wirklich bewegt. Doch jeder hat seine Geschichte, auch wenn man sie nicht kennt. Warum ist Franka so einsilbig, warum redet sie nie über die Vergangenheit, über den Vater von Marielle, über die Adoption? Was geschah alles in jenem fernen Sommer in jenem fernen Land? Wir alle tragen unsere Geheimnisse in uns. Manche von ihnen entfremden uns von denen, denen wir nahe sein sollten. Doch es gibt kleine Lichtblicke im Leben von Marielle und Franka, eine Annäherung findet statt, im Geiste und zaghaft auch in der Realität.

    Die Geschichte hat mich sehr bewegt, ich mochte die Erzählung der Vergangenheit sowie der heutigen Zeit, ich schloss beide Frauen in mein Herz. Der Stil ist sanft, weder kitschig noch überladen, er ist realistisch und doch wunderschön zugleich.

    Fazit

    Eine Buch über die Lebensgeschichte zweier Frauen, die sich zeit ihres Lebens nie nah genug kamen, da Geheimnisse den Weg versperrten. Die uns aber auch zeigen, dass wir nicht über andere urteilen sollten, wenn wir ihre Geschichte nicht kennen. Unbedingte Leseempfehlung für das Ende eines langen Sommers – nämlich jetzt.

    Bewertung im Detail

    Idee ★★★★★ ( 5 / 5 )

    Handlung ★★★★☆ ( 4 / 5 )

    Charaktere ★★★★★ ( 5 / 5 )

    Sprache ★★★★★ ( 5 / 5 )

    Emotionen ★★★★☆ ( 5 / 5 )

    =4.8 ★★★★★

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    thenights avatar
    thenightvor einem Monat
    Vom Ende eines langen Sommers

    Inhalt: Die schwangere Mariella lebt als Bildhauerin in Amsterdam, als sie ein Paket aus Italien bekommt, bis zum Rand gefüllt mit den Tagebüchern ihrer kürzlich verstorbenen Adoptivmutter Franka, zu der sie immer ein eher unterkühltes Verhältnis hatte.

    Meine Meinung:
    Achtung kann Spoiler enthalten.

    1944 verbringt die 17-jährige Franka den Sommer bei ihrer  Familie in einem kleinen, italienischen Dorf, in ihrem Haus sind deutsche Offiziere einquartiert, die Resistenza versteckt sich in den Bergen und Franka bringt mit nächtlichen Botengängen für den Widerstand nicht nur sich in Gefahr. Ihre Liebe zu einem der deutschen Offiziere macht ihr Leben zu dem nicht einfacher.

    2003 Franka liegt im Sterben, gemeinsam mit Mariella verbringt sie den Sommer wieder auf dem Gut in Italien. Die starrköpfige Frau weigert sich ärztliche Hilfe anzunehmen und leidet mit stoischer Ruhe.
    2004 Mariella lebt nach dem Tod ihrer Mutter wieder in Amsterdam, kurz vor der Geburt ihres Kindes liest sie die Tagebücher ihrer Mutter und beginnt ihr Verhalten zu verstehen.

    Beate Teresa Hanika erzählt die Geschichte im Wechsel auf diesen 3 Zeitebenen. Je mehr ich von Franka erfuhr, desto mehr meinte ich ihr Verhalten zu verstehen, die Distanz, die sie zu ihrer Adoptivtochter aufgebaut hatte, schien mir ein Schutzwall zu sein, ein Schutzwall gegen die Angst einen geliebten Menschen zu verlieren und gegen die Angst das dieser Mensch an der Wahrheit zerbrechen würde.
    Am Ende des Buches schien mir Franka allerdings nur Feige zu sein, diese starke Frau, die um jeden Preis ihre Familie schützte, die unverheiratet mit einem Adoptivkind im Arm zu ihrer Familie aus New York zurückkehrte, war zu feige ihrer Tochter die Liebe zu geben auf die sie ein Anrecht hatte. Ich kann das nicht verstehen, das lässt mich wirklich ratlos zurück.
    Hier sind wir an dem Punkt, an dem ich mir wünschte, dieses Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen zu haben. Mich mit anderen Lesern auszutauschen und natürlich mit der Autorin.
    Vom Ende eines langen Sommers kommt leichtfüßig daher, der Schreibstil ist locker, die Autorin schaffte es mir den italienischen Sommer zu vermitteln, den durchdringenden Duft Basilikums in der Sonne, den Staub auf dem Kirchenvorplatz der von spielenden Kindern aufgewirbelt wird.
    Ich mag das Buch, ich mag die Protagonisten, auch wenn sie mit manchem Klischee behaftet sind, diese Klischees passen zur Geschichte und in die Zeit.
    Vom Ende eines langen Sommers, ist eines dieser Bücher, die man in kürzester Zeit liest und während des Lesens denkt: Ja, nette Lektüre für zwischendurch, ein bisschen was fürs Herz, ein bisschen was zum Nachdenken. Und wenn man dann durch ist und eine Nacht darüber geschlafen hat, kommen die Gedanken.
    Ich werde die weiteren Rezensionen zu diesem Buch auf jeden Fall im Auge behalten, vielleicht verstehe ich Franka eines Tages.
    Solltet ihr dieses Buch lesen?
    Auf jeden Fall.

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    Frau-Aragorns avatar
    Frau-Aragornvor einem Monat
    Kurzmeinung: Sehr interessant, kurzweilig und gefühlvoll
    Sehr interessant, kurzweilig und gefühlvoll

    Ein wirklich schönes Buch,  das ich nur weiterempfehlen kann. Perfekt für Menschen mit Fernweh. 


    Die ausführliche Rezension findet ihr bei uns auf www.buchszene.de
    https://buchszene.de/vom-ende-eines-langen-sommers-beate-teresa-hanikas-rezension/

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    S
    Susanne_Hanikavor einem Monat

    Gespräche aus der Community zum Buch

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