Beatrice Fabregas Karibikfeuer

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Inhaltsangabe zu „Karibikfeuer“ von Beatrice Fabregas

Kuba im 19. Jahrhundert: Hier will der junge Hermann sein Glück machen – und den Nachstellungen der hartnäckigen Wilma entfliehen, die versucht hat, ihn mit einer Intrige an sich zu fesseln. In Havanna findet Hermann Arbeit bei einem deutschen Kaufmann, der ihn nach Kräften fördert. Und er verliebt sich das erste Mal in seinem Leben – in die schöne Marisol, Tochter eines kreolischen Brauereibesitzers. Dieser hat für seine Tochter eigentlich einen anderen Ehemann im Sinn und stellt dem jungen Deutschen ein Ultimatum: Hermann hat ein Jahr Zeit, um ein Vermögen anzuhäufen und sich so seiner Zukünftigen würdig zu erweisen. Mit Feuereifer stürzt er sich in diese Aufgabe, doch da steht eines Tages Wilma vor ihm – in ihren Armen ein kleines Kind …

farbenprächtige und fesselnde Geschichte über das Auswandern nach Kuba im 19. Jahrhundert. Sehr guter Unterhaltungsschmöker.

— Thelittlepapercloud

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  • Rezension zu "Karibikfeuer" von Beatrice Fabregas

    Karibikfeuer

    Elwe

    02. June 2012 um 22:48

    'Karibikfeuer', ein Roman prallvoll mit Emotionen und lebendiger Geschichte, ist eine wunderbare Sommer-Lektüre, selbst für Leser, die nicht eingefleischte Fans des Genres sind. Bei einem Brand kommen die Eltern des achtzehnjährigen Apothekersohns Hermann in Würzburg ums Leben. Nur die kleine Schwester Titine überlebt, doch sie spricht nach der schrecklichen Nacht kein Wort mehr. Die Geschwister finden Obdach bei einem befreundeten Apotheker, dessen unleidliche Tochter Wilma sich in Hermann verliebt und ihn in eine ungewollte Ehe zu erpressen versucht. In höchster Not flüchtet Hermann mit Titine an Bord eines Schiffs, das nach Kuba ausläuft - und macht dort die Bekanntschaft eines Handelsherrn, der ihm später in Kuba eine Anstellung verschafft. Eine Zeitlang scheint es, als würde Hermann in Havanna sein Glück machen können. Er verliebt sich in die Tochter eines angesehenen Brauereibesitzers und erwirbt durch geschickte Investitionen Wohlstand, während Titine, in der die Einheimischen und die schwarzen Sklaven etwas Besonderes sehen, in die Geheimnisse des Voodoo eingeweiht wird. Doch dann taucht Wilma wieder auf, die ihm gefolgt ist - und in ihrem Schlepptau hat sie ein kleines Kind, von dem sie behauptet, Hermann sei der Vater... . Karibikfeuer ist ein richtig tolles Buch. Erzählt wird eine verwickelte, tiefgründige Geschichte mit faszinierenden Figuren und einem Hauch Abenteuer vor der schwül-tropischen, farbenprächtigen Kulisse von Kuba im 19. Jahrhundert. Die Geschehnisse und die Schicksale der Menschen darin fühlen sich enorm emotional und authentisch an. Schon nach kurzer Zeit ist man gebannt von der Handlung und kann kaum noch zu lesen aufhören, weil man unbedingt wissen möchte, wie es weiter geht. Es ist eines dieser Bücher, die einen enormen Sog erzeugen und die die Spannung immer wieder zu steigern wissen, die einen als Leser mitfiebern lassen. Das liegt weniger an den prachtvollen Kulissen (die bleiben eher zurückhaltend), als vielmehr an der fesselnden Geschichte. Hermann und Titine sind - jeder auf seine Art - einfach großartige Protagonisten, die ihr Schicksal weder als gottgegeben ertragen, noch auf unglaubwürdige Zufälle angewiesen sind, um Unheil abzuwenden, sondern die strotzen vor Leben und Tatkraft und denen man von Herzen wünscht, dass sich alles zum Guten fügen möge. Hinter ihren Gedanken und Gesprächen steckt nicht selten eine tiefe Lebensweisheit, die berührt und zum Nachdenken anregt. Wer nach minutiös und detailreich beschriebener Historie sucht, könnte hier möglicherweise enttäuscht werden. Geschichte, Land und Leute des Jahres 1864 halten sich dezent im Hintergrund. Doch die packende Story entschädigt dafür überreichlich, und schon bald empfindet man nicht mehr, dass etwas fehlen könnte. 'Karibikfeuer' ist einfach ein grandioser Schmöker, der - ganz ohne Kitsch und deshalb umso wahrhaftiger - ans Herz rührt und ausgezeichnet zu unterhalten weiß. Ich kann das Buch wärmstens weiterempfehlen.

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  • Rezension zu "Karibikfeuer" von Beatrice Fabregas

    Karibikfeuer

    Keeweekat

    04. April 2012 um 22:56

    Würzburg, 1858: Der junge Hermann und seine Schwester Titine verlieren bei einem Brand ihre Eltern. Während Titine seit dem Unglück nicht mehr spricht, nimmt Hermann eine Anstellung bei einem Apotheker an, um sich und seine Schwester über die Runden zu bringen. Doch als dieser ihn in eine Ehe mit seiner unausstehlichen Tochter Wilma manövrieren will, ergreifen die Geschwister die Flucht - und landen auf einem Schiff nach Kuba. In Havanna angekommen bekommt Hermann durch viel Glück Arbeit in einer deutschen Handelsgesellschaft. Was er nicht ahnt: Wilma ist ihm in die Ferne gefolgt und bleibt ihm sogar bis Trinidad auf den Fersen, wo er für seinen Vorgesetzten eine alte Zuckerrohrplantage wieder auf Vordermann bringen soll. Dort hat Hermann mit dem jähzornigen Plantagenbesitzer Don Alvaro zu kämpfen - und verliebt sich in dessen junge Ehefrau Mafalda. Titine indes, die die Menschen nicht durch Worte, sondern mit ihrem Herzen versteht, beginnt, sich dem schwarzen Sklavenvolk anzunähern ... Meine Meinung: "Karibikfeuer" ist ein unterhaltsamer Schmöker, der sich gut für Zwischendurch eignet - eine Offenbarung ist er jedoch nicht. Die Handlung ist nicht ganz neu, vor allem zu Beginn der Geschichte. Der gesamte erste Teil des Buches, der noch in Deutschland spielt, liest sich etwas schleppend und - ja - uninspiriert. Hier hätte ich mir mehr Spannung und ein wenig mehr Glaubhaftigkeit gewünscht. Wilma, die intrigante Klette, die Hermann einfach nicht in Ruhe lassen will, ist in ihrer Unausstehlichen Art doch recht eindimensional gehalten. Damit ist sie jedoch nicht allein, denn ein weiteres Manko an "Karibikfeuer" für mich ist: jede Figur ist hier etwas einfach geraten. Hermann ist der Arbeitsame, der wirtschaftlich Denkende, der besorgte Bruder. Titine ist die Stumme, die in die Herzen der Menschen sehen kann. Don Alvaro ist der Trinker, der Wüterich. Mafalda ist die Schöne und Gute. Auch sämtliche Nebenfiguren wirken, als hätte man ihnen kurz vor ihrem Auftritt einen Stempel aufgedrückt: sie sind entweder abgrundtief böse und hinterhältig oder hilfsbereit und großzügig. Ein bisschen weniger Schwarz-Weiß und etwas mehr Dreidimensionalität hätte ich mir hier gewünscht. Der zweite Teil des Buches, der zum Großteil in Havanna spielt, steigert sich schon etwas in seinem unvorhersehbaren Plotverlauf und liest sich flüssiger. Am besten ist "Karibikfeuer" aber im letzten Drittel, das in Trinidad auf der Zuckerrohrplantage spielt. Verhielt sich die Autorin bis hierher doch recht sparsam mit Umschreibungen von Landschaft, Kultur und Leuten wird es hier plötzlich farbenfroher, lebendiger. Sogar die Sprache erschien mir hier eleganter, souveräner. Gerade so, als würde sich die Autorin mit dieser Gegend Kubas am besten auskennen. Die Schicksale der Sklaven und ihre Lebensbedingungen sind ergreifend geschildert und man lernt tatsächlich einiges darüber, wie früher Zuckerrohr angebaut und verarbeitet wurde. Dieser Teil hat mir am besten gefallen und wäre das ganze Buch so flüssig und unterhaltsam geschrieben, hätte es glatt noch eine Kaffeetasse mehr gegeben. Fazit: Eine netter Sehnsuchtsschmöker, der für ein paar Stunden nach Kuba entführt. Stilistisch nicht besonders herausragend und vom Handlungsverlauf her gerade zu Anfang wenig überraschend; vor allem für die Figuren hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Interessierte Leser erfahren jedoch einige interessante Details über die Sklaverei zu jener Zeit und die Arbeit auf den Zuckerrohrplantagen.

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