Beatrice Ferolli

 4 Sterne bei 2 Bewertungen
Autor von Das Gartenzimmer, Sommerinsel und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Beatrice Ferolli

Alle Himmel stehen offen

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Erschienen am 01.07.2002
Lebensblätter

Lebensblätter

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Erschienen am 01.10.2012
Sommerinsel

Sommerinsel

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Erschienen am 01.07.1991
Das Gartenzimmer

Das Gartenzimmer

 (1)
Erschienen am 01.06.1993
Die Kürbisflöte

Die Kürbisflöte

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Erschienen am 01.08.1995
Septembersong

Septembersong

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Erschienen am 01.04.1993

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Rezension zu "Sommerinsel" von Beatrice Ferolli

Rezension zu "Sommerinsel" von Beatrice Ferolli
tedescavor 6 Jahren

Klappentext
Mitten in den Proben zu dem neuen Stück der erfolgreichen Bühnenautorin Karen Schratt platzt David Thornton King, berühmter amerikanischer Dichter, auf Vortragsreise durch Deutschland begriffen. Der Kontakt der beiden beginnt ganz harmlos mit einer Lesung des Dichtergiganten, setzt sich fort beim Empfang im Berliner Nobelhotel und endet damit, daß karen, die Erfahrene, Erfolgreiche, drei Tage darauf eine Düsenmaschine besteigt und über den Atlantik fliegt, Freunde, Arbeit, gewohnte Umgebung verlassend, um mit David Thornton King, dem Genialen, Schwierigen, zu leben.
Summer Island - Sommerinsel - am östlichen Ende von Long Island, beherbergt die beiden Liebenden. King hat dort sein Holzhaus, hier besuchen ihn seine Freunde, hier wird er sein neues Buch schreiben.
Doch es gibt noch einen regelmäßigen Besucher auf Summer Island: Gaylord Houston. Er hat in fünfzehn Jahren engen Umgangs mit King Besitzrechte auf dessen Lebensweise erworben: King, den Menschen und den Dichter, hat er ermöglicht. Und Karen ist der Eindringling, der alles gefährdet. Gaylord Houston ist Kings Psychiater.
Karen Schratt will nichts gefährden: weder King noch sein neues Buchnoch ihre Liebe. Sie will um King kämpfen, mit den Mitteln der liebenden Frau, doch ihre Entscheidungen werden diktiert von dem konsequent kalkulierenden Gegenspieler Houston. Sie gibt auch nicht auf, als sie die Sommerinsel verlassen muß, um in Europa ohre unterbrochene Karriere fortzusetzen. Denn es gibt etwas, womit sie über Gaylord Houston triumphieren kann: die Geschichte der Sommerinsel.

Meine Meinung
Dieses Buch war das Geschenk einer lieben Freundin, von mir aus hätte ich wohl nicht dazu gegriffen. Cover und vor allem auch Klappentext (siehe oben - allein das Wort "Düsenmaschine" hat mich schon zum Lachen gebracht!) hätten mich nicht locken können. ABER einmal mehr wurde ich eines besseren belehrt.

Beatrice Ferolli hat einen zeitgeistigen Roman geschrieben, der ein sehr gutes Bild der 70er-Jahre zeichnet. Die Beschreibungen der Interieurs, der Mode, alle rauchen dauernd - sogar die Schwangere! - wenn man wie ich diese Zeit schon bewusst miterlebt hat, werden viele Erinnerungen geweckt.

Die Hauptfgur Karen ist eine emanzipierte Frau, auch das typisch für die Zeit, wobei es damals vielen Frauen darum ging, nicht die Paradeemanze zu sein, sondern eine Frau mit Selbstbestimmung. Sie ist alleinerziehende Mutter, hat einen Beruf, Freunde, lebt ihr Leben. Und gibt nie auf, um das zu kämpfen, was ihr wirklich wichtig ist. Dabei stellt sie sich auch der Krankheit ihres Geliebten, der seiner manischen Depression hilflos ausgeliefert wäre, hätte er nicht seinen Psychater an der Seite, der sich mit viel Aufwand um ihn kümmert. Im Klappentext wird er als selbstsüchtiger Tyrann dargestellt, und er ist auch eine unangenehme Figur. Aber trotzdem habe ich ihn als jemanden gesehen, der durchaus auch am Wohl von David interessiert ist, der über Jahre hart daran gearbeitet hat, ihn immer wieder einen Teil seines Lebens eigenverantwortlich leben zu lassen und der einfach Angst hat, dass all das vergeblich sein könnte, weil Karen sich dazwischendrängt. Und ja nicht ganz zu Unrecht, wie man sehen wird...

Abgesehen von Karens Geschichte gibt es auch noch etliche Seitenfäden, die sich letztendlich alle irgendwo zu einer spannenden und unterhaltsamen Handlung treffen. Mir persönlich war die Liebesgeschichte zu übertrieben, diese telepathische Verbindung zwischen Karen und Dave ist nicht glaubhaft, hätte es meiner Meinung nach nicht gebraucht. Aber wenn man davon einmal absieht, war das Buch flüssig zu lesen, die Charaktere hatten genügend Fleisch auf den Knochen, um glaubhaft zu sein, und unterm Strich war es ein feines Lesevergnügen. Die Autorin, von der ich bis dato nichts gehört hatte - dabei ist sie Österreicherin! - werde ich mir auf jeden Fall merken.
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