Beatrix Kramlovsky Der vergessene Name

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Inhaltsangabe zu „Der vergessene Name“ von Beatrix Kramlovsky

Sigrid war eine angesehen Juristin. Ihre Ängste versucht sie für sich zu behalten. Wenn ihr das gelingt, ist ihre Welt trotz aller Unerklärbarkeiten in Ordnung. Jetzt betrachtet sie sich hauptsächlich als Mutter von Marion, Oma von Max und beste Freundin der wunderbaren Babette. Irritierend ist nur der namenlose Mann in ihrer Wohnung, der manchmal seltsam vertraut scheint und sehr oft ein Ärgernis ist. Dieser Mann erzählt von einer ungewöhnlichen Liebe, die an den geballten Katastrophen im Schatten von Sigrids Alzheimererkrankung wächst, allem Schmerz zum Trotz. Als Sigrid in einer Winternacht abhanden geht, muss sich ihr Mann einer weiteren Wahrheit stellen.

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    Der vergessene Name
    lisalercher

    lisalercher

    13. August 2014 um 15:39

    Erst im Abschiednehmen erkennt er, was sie ihm wirklich bedeutet. Durch fortschreitenden Alzheimer zunehmend entrückt, scheint sie seine Liebesbezeugungen jedoch nicht mehr wahrzunehmen, hat seinen Namen vergessen und vielleicht sogar, dass er ihr langjähriger Ehemann ist. Eine berührende Geschichte in ausdrucksstarken Bildern, die von Verlust, Trauer und Tod erzählen, aber auch von Liebe, Treue, innerer Stärke und Zuverlässigkeit. Kramlovsky bringt die schweren Themen leicht, mischt da und dort eine Prise Humor und Situationskomik unter und hält den Spannungsbogen. Denn auch wenn das Ende absehbar ist, Alzheimer unheilbar ist, bleibt die Hoffnung auf eine unerwartete Wendung, der Wunsch, der Erzähler möge mit seiner Liebeserklärung endlich zu ihr durchdringen. Was mir besonders an dem Roman gefallen hat ist, dass Kramlovsky die Erzählperspektive des Mannes wählt, sind doch Männer als pflegende Angehörige nach wie vor eine Minderheit. Gefallen hat mir außerdem, dass der Mann seine Frau bis zum bitteren Ende begleitet, statt sich in die Arbeit zu flüchten oder Erlösungsphantasien in die Tat umzusetzen - wie man es in Filmen zu diesem Thema in letzter Zeit mehrfach gesehen hat.

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  • Das Buch hat mich sehr berührt

    Der vergessene Name
    ulla_leuwer

    ulla_leuwer

    09. July 2014 um 14:21

    Meine Meinung: Dieses Buch hat mich unwahrscheinlich berührt. Ich denke, dass jeder irgendwen kennt, in dessen Familie jemand an Alzheimer erkrankt ist, sei es im Freundes-, Bekannten- oder Kollegenkreis. Oder man hat in der Presse von bekannten Personen gelesen, die betroffen sind. Aber wahrscheinlich hat sich niemand näher damit beschäftigt. Deshalb fand ich das Buch ungemein interessant. Der Ehemann von Sigrid erzählt in diesem Buch, wie er sich fühlt, wie er mit der Erkenntnis umgeht. Man muss sich ja nur einmal vorstellen, die Person mit der man jahrelang zusammen war und sehr liebt, verändert sich auf einmal. Beide wollten es zunächst nicht wahr haben. Aber Sigrid kann daran ja nichts mehr ändern, sie merkt es zum Schluss ja auch nicht mehr so richtig. Der namenlose Ehemann muss mit dem langsamen Entgleiten fertig werden. Denn es ist so, dass Sigrid viele Personen noch mit Namen kennt, aber ihren Mann schon lange nicht mehr. Auch damit muss er fertig werden. Überraschend passiert noch ein weiteres Unglück in der Familie und man stellt sich wirklich die Frage, was ist "besser" eine geliebte Person plötzlich und unerwartet zu verlieren oder sich auf den Abschied vorbereiten zu können. Die Geschichte von Sigrid hält uns auch vor Augen, dass man sich selber Gedanken machen sollte. Der namenlose Ehemann bereut es, Sigrid so vieles nicht gesagt zu haben. Er stellt fest, dass er vieles von seiner Frau und seiner Tochter nicht weiß. Zu sehr war er mit seiner Arbeit oder sich selber beschäftigt. Da hilft auch kein Grübeln, was wäre wenn..... Wie bereits erwähnt, mich hat dieses Buch sehr berührt, auch zu Tränen. Es beinhaltet so vieles - Liebe, Vertrauen, Abschiednehmen, Freundschaft. Beatrix Kramlovsky ist es gelungen, dieses schwierige Thema sehr eindrucksvoll zu schildern. Man kann sich in alle Beteiligten hinein versetzen. Fazit: Ich kann dieses Buch auf jeden Fall weiter empfehlen.  Es ist mal etwas anderes, aber eben auch wichtig für uns, denn es kann jeden treffen.

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