Die Insel des Mondes

von Beatrix Mannel 
4,8 Sterne bei41 Bewertungen
Die Insel des Mondes
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M

Die Story ist gut, jedoch für mich ein bisschen langatmig. Einiges bleibt zum Ende hin offen, finde ich schade. Aber ist gut geschrieben

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Abenteuerlich, geheimnisvoll und spannend! Eine Mischung aus Unterhaltungs- und Kriminalroman.

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Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783641103132
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:512 Seiten
Verlag:Diana Verlag
Erscheinungsdatum:10.06.2013

Rezensionen und Bewertungen

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    Roman-Tippsvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Abenteuerlich, geheimnisvoll und spannend! Eine Mischung aus Unterhaltungs- und Kriminalroman.
    "Die Insel des Mondes" von Beatrix Mannel

    Meine Meinung:
    Die Handlung setzt direkt auf dem Weg der Reisenden nach Ambohimanga auf Madagaskar ein, wo sich alle aus ganz verschiedenen Gründen eine Audienz bei der Königin Ranavalona II. erhoffen, was sie nur mit Hilfe einer Lüge schaffen, die ihnen zum Verhängnis werden könnte. Für Paula, von deren schmerzlicher Zeit man ausschließlich durch ihre Erinnerung erfährt, ist der einzige Antrieb, die Vanilleplantage ihrer Großmutter weiterzuführen und Parfüm herzustellen, wobei letzteres ihr geholfen hat, sich selber zu schulen, bestimmte Düfte genau zuordnen zu können. Ihre Großmutter, die sie nie kennengelernt hat, hat ihr ein Buch mit selbstkomponierten Parfüm-Rezepten, lapislazuliblau schimmernde Parfümflakons und eine Kaufurkunde über ein Stück Land im Nordosten von Madagaskar vererbt. Wo die Gebeine ihrer Großmutter sind, was ihr zugestoßen ist und in welchem Zustand sich die Plantage befindet, weiß sie nicht, setzt jedoch alles auf eine Karte.

    Die Geschichte ist definitiv schön und äußerst farbenprächtig geschrieben, dazu abenteuerlich und mitreißend. Das Buch hat mir auch deshalb sehr gut gefallen, da man sich regelrecht an diesen faszinierenden und magischen Ort und in die Zeit Ende des 19. Jahrhunderts versetzt fühlt. Die Landschaft, Pflanzen wie Orchideen und Lianen, besonders Düfte, typische madagassische Tiere wie Lemuren und Drongos, aber auch Krokodile und Goldspinnen, das heiße tropische Klima, Legenden, Kultur und grausame Gebräuche werden bildhaft dargestellt und ergeben mit den sehr detailliert ausgeschmückten Beschreibungen eine beeindruckende und aufregende Szenerie. Dabei hat die Autorin mit dem Einbringen der Kultur Madagaskars es nicht nur geschafft, die Atmosphäre der geheimnisvollen Insel für den Leser vorstellbar, sondern die Gebräuche der Madagassen und den geschichtlichen Hintergrund des Ortes und der Zeit auch zu einem wesentlichen Bestandteil für den Fortgang der Handlung zu machen, und nicht nur als „Dekoration“ zu verwenden.

    Die Geschichte wird aus drei verschiedenen Erzählperspektiven erzählt, die jeweils ein Kapitel einnehmen. Größtenteils wird aus Paulas Sicht in der personalen Erzählperspektive berichtet, sodass man ausschließlich ihre Gedanken und Gefühle erfährt. Als Einleitung für die aus Paulas Sicht erzählten Kapitel wird sehr detailliert eine Duft- oder Heilpflanze bzw. ein bestimmtes Gewürz beschrieben. Dann gibt es noch die Kapitel, welche ausschließlich aus Briefen bestehen, die Paulas Großmutter Mathilde an ihre Tochter Florence geschrieben hat. In diesen Briefen berichtet Mathilde über ihr Leben auf Reùnion, später auf ihrer Vanilleplantage. Die dritte Perspektive ist äußerst mysteriös und recht hinterhältig. Sie wird aus der Sicht von einem der Reisegefährten erzählt, wobei jedoch unklar ist, von wem genau. Dass diese Person ein ganz bestimmtes Ziel verfolgt, welches sie vor den anderen geheimhält, und durch eine so treffende Formulierung dieser Sichtweise, dass es jeder der Reisegefährten sein könnte, wird eine derartige Spannung aufgebaut, dass man der Auflösung regelrecht entgegenfiebert. Geschickt werden nur andeutungsweise nach und nach die aufgeworfenen Fragen beantwortet, die komplette Auflösung jedoch wird bis zum Ende aufgehoben. Das alles verleiht der Geschichte eine recht unheimliche Atmosphäre.

    Eine Gemeinsamkeit haben die Charaktere: ein tragisches und bewegendes Ereignis, das sie versuchen zu verwinden und welches sie verändert hat. Doch außer davon was Paula zugestoßen ist, erfährt man von den anderen Reisenden deren Hintergründe nur sehr spärlich, sodass der „Verräter“ jeder sein könnte.
    Noria, eine Madagassin, spricht mehrere Sprachen und führt die Reisenden durch den Dschungel, hat eine recht traurige Kindheit durchgemacht.
    Villeneuve ist Arzt, meistens mürrisch, von einer unbekannten Begebenheit derart entsetzt, dass er (fast) nur noch ein grimmiges und grobes Verhalten an den Tag legt.
    Sein Assistent Làzlo wird als „Schönling“ beschrieben – charmant, einnehmend und gutaussehend, noch dazu wortgewandt. Doch warum genau er Villeneuve begleitet, bleibt ein Geheimnis.
    Morten ist Missionar und möchte zu seiner Mission im Nordosten von Madagaskar. Seine anfängliche Freundlichkeit und christliche Nächstenliebe schwängt nur allzu schnell um.

    Paula ist erst Anfang zwanzig, doch die jahrelangen Entbehrungen und ständigen Demütigungen haben sie zu einer erfahrenen, mutigen und willensstarken Frau gemacht, die äußerlich sicher auftritt, im Innern jedoch von Zweifel und ihrer Vergangenheit geplagt wird, deren Erinnerung droht, sie zu zerbrechen. Obwohl sie seit ihrer Ehe von Männern nichts mehr wissen will, verliebt sie sich das erste Mal in ihrem Leben. Voller Hoffnung auf eine glücklichere Zukunft und Antworten auf ihre Fragen zu finden, wagt sie sich in den Dschungel, sucht nach einer Vanilleplantage, die es vielleicht nicht mehr gibt, unterwegs mit Leuten, die sie nicht kennt und Geheimnisse vor ihr haben, in einem Land mit einer fremden Kultur und Bräuchen, deren Unkenntnis die Gruppe immer wieder in gravierende Schwierigkeiten bringt.

    Interessant und recht hilfreich kann man auf den ersten beiden Seiten vor Beginn der Geschichte eine Karte Afrikas aus dem Jahr 1914 finden, wo deutlich zu sehen ist, welche Länder europäische Kolonialgebiete dieser Zeit gewesen sind, sowie eine nähere Karte Madagaskars. Am Ende der Geschichte erfährt man zum einen im Nachwort der Autorin noch einiges Wissenwertes über „Die Insel des Mondes“, zum anderen befindet sich dort ein umfangreiches Verzeichnis, das viele Charaktere bzw. Personen, verwendete Begriffe und Fremdwörter erklärt, sich somit sich gut zum Nachschlagen eignet.


    Fazit:
    Abenteuerlich, geheimnisvoll und spannend: Die Geschichte über eine gefährliche Reise durch den tropischen Regenwald, eine Frau, die sich ein neues Leben aufbauen möchte, umgeben von magischen Begebenheiten und einem richtigen Abenteuer, mitten auf einer mysteriösen Insel. Sehr zu empfehlen!

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    Sickvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Hat in mir die Reiselust & das Interesse an Madagaskar geweckt. Empfehle es allen, die mal einen exotischen historischen Roman lesen wollen!
    Kein Parfüm dieser Welt ist so vollkommen, wie der Duft von nasser Erde.

    Madagaskar 1880: Paula hat ihr Leben in München hinter sich gelassen, nachdem ihre arrangierte Ehe in die Brüche gegangen ist. Sie ist auf dem Weg zur Plantage, die ihre Großmutter ihrerzeit bewirtschaftet hat. Von ihr hat sie die Leidenschaft für Düfte und ihre Herstellung geerbt. Zusammen mit einem norwegischen Missionar, einem französischen Arzt und Pflanzenforscher und dessen ungarischen Assistenten, sowie einer einheimischen Dolmetscherin macht sie sich auf den Weg in den Nordosten der Insel. Unterwegs müssen sie einige Hindernisse überwinden, doch den Gruppenzusammenhalt fördert das nicht gerade. Und einer von ihnen befolgt einen eigenen Plan, der nichts mit den angegebenen Motiven zu tun hat...

    Der Leser begleitet Paula bei ihrer gefährlichen Reise über die "Insel des Mondes". Nachdem ihr Zuhause nichts mehr geblieben ist, will sie das Werk ihrer Großmutter Mathilde weiterführen und auf Madagaskar Vanille anpflanzen. Außerdem möchte Paula herausfinden, wie Mathilde zu Tode gekommen und wo sie begraben ist. Zwischen den Kapiteln, die die aktuellen Erlebnisse der Gruppe schildern, sind Teile eines Briefes von Mathilde an deren Tochter, Paulas Mutter, eingestreut. Außerdem meldet sich noch ein Ich-Erzähler aus der Gruppe, der andeutet, dass er um Paula und ihre Familie weiß. Diese drei unterschiedlichen Erzählformen steigern die Spannung noch zusätzlich, denn eigentlich ist alles schon aufregend genug. Für die kleine Gruppe gibt es viele ungeschriebene Gesetze zu beachten, die ihr von Noria, der Dolmetscherin, erklärt werden. Zudem lauern Gefahren durch den Dschungel und seine Bewohner, die es zu vermeiden gilt.
    Alles wird so eindrücklich und klar geschildert, dass einen das Gefühl beschleicht, selbst ein Teil der Reisegruppe zu sein. Die schier unerträglich schwüle Hitze, das schwere Gepäck, der nagende Hunger und Durst, aber auch die Gepflogenheiten des Landes, die nach und nach erläutert werden und sehr informativ sind. Die Charaktere selber sind durch ihre Verschlossenheit zunächst schwer einzuschätzen, später erfährt man aber immer mehr über sie. Paula ist eine sympathische Protagonistin, die zwar manchmal etwas blauäugig an eine Sache herangeht, aber durch ihre schlimmen Erfahrungen eben kein Madamchen ist. Die Angewohnheit, ihre Umgebung mit der Nase wahrzunehmen, ist unglaublich interessant und verleiht der Geschichte einen besonderen Zug. Zum besseren Verständnis, was Paula riecht, wird zu Anfang jedes Kapitels ein Duft beschrieben. Außerdem gibt es ein Glossar mit allen unbekannten Begriffen und historischen Persönlichkeiten.

    In mir hat "Die Insel des Mondes" die Reiselust und das Interesse an Madagaskar geweckt. Ich empfehle dieses Buch allen, die einen historischen Roman mal in exotischem Gewand erleben möchten!

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    Leserin71s avatar
    Leserin71vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Selten so ein schönes, tiefgehendes, duftendes Buch gelesen!
    Geh doch dahin, wo die Vanille wächst - Madagaskar im Jahre 1880

    Paula erfährt als Jugendliche, dass ihre Großmutter viel mit Düften experimentiert hat und eine Vanille-Plantage auf Madagaskar hatte. Aber über die genauen Umstände schweigt die Mutter, die die einzige Verbindung zur Großmutter sein könnte.
    Wie Paula kommt der Leser auch langsam auf Madagaskar an und erfährt mehr über das relativ fortschrittliche, aber auch mystische Leben auf der Insel. Zu Paulas Reisegefährten zählen auch dre Männer, wobei einzelne Kapitel aus der Perspektive eines erzählt, dessen unlautere Motive ahnen lassen. Passagen aus Briefen der Großmutter lassen diese posthum zu Wort kommen.
    Ich fand dieses Buch sehr geschickt aufgebaut. Viele kleinere Andeutungen haben mich gerne zum Weiterlesen animiert. Besonders gut gefallen haben mir die Duftnoten. Wie gut sich Paula anhand ihres Geruchssinns orientieren konnte und was durch die Düfte an Gefühlen hervorgerufen wird! Herrlich!!!

    Für mich ist dieses Buch jetzt schon ein Lieblingsbuch und kann es uneingeschränkt weiterempfehlen! 

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    Sabine17s avatar
    Sabine17vor 4 Jahren
    Der Duft von Vanille

    Nach dem unschönen Ende ihrer unglücklichen Ehe begibt sich die junge Paula 1880 auf eine beschwerliche Reise durch Madagaskar, um die Vanilleplantage ihrer verstorbenen Großmutter zu suchen und deren Parfumrezept weiter zu entwickeln. Ihre Großmutter Mathilde war auf der Suche nach einem einzigartigen und auf der Welt einmaligen Parfum.

     

    Auf der gefährlichen Reise durch den Dschungel wird sie von drei Männern begleitet: einem französischen Arzt und seinem Gehilfen, die eine Heilpflanze für die Bekämpfung der Schwindsucht suchen und einem norwegischen Missionar, der eine Missionarsstation in Madagaskar gründen möchte. Außerdem gehört zu der Reisegruppe die Einheimische Noria, die ihnen als Dolmetscherin dient.

     

    Sowohl die Gefahren des Dschungels als auch die Unkenntnis von Traditionen und Aberglauben der Einheimischen bringen die kleine Reisegruppe immer wieder in Lebensgefahr. Zu allem Überfluss trachtet Paula auch noch einer aus der Gruppe nach dem Leben, was sie viel zu spät bemerkt.

     

    Vielen Kapiteln ist jeweils die Beschreibung einer Duftpflanze/eines Duftöls vorangestellt, die/das für die Parfumherstellung verwendet wird. Diese Kapitel beschreiben die Reise aus Sicht von Paula.

    Daneben gibt es kursiv gedruckte Kapitel ohne Einleitung, die den Inhalt der Briefe von Mathilde an Paulas Mutter wiedergeben und durch die der Leser häppchenweise die Erlebnisse von Mathilde auf Madagaskar erfährt.

    Und schließlich gibt es einige Abschnitte, die in Ich-Form geschrieben sind. Hier erzählt einer aus der Gruppe von seinem Hass auf Paula und dass er sie vernichten möchte. So versucht der Leser gespannt herauszufinden, wer aus der Reisegruppe der „Böse“ ist.

     

    Die Autorin ist selbst nach Madagaskar gereist und hat sich vor Ort über Flora und Fauna sowie die Geschichte und Riten informiert. Im Nachwort wird daher auch erläutert, welche Personen und Begebenheiten es tatsächlich gegeben hat.

    Herausgekommen ist ein spannender Roman, der einem die Tier- und Pflanzenwelt Madagaskars näher bringt und einen Einblick in die Parfumherstellung und den Anbau von Vanille gibt. Außerdem erfährt man viel über die Riten der Einheimischen und die Geschichte der Könige und Königinnen der Insel. Dies alles hat die Autorin so plastisch geschildert, dass ich manchmal die Gerüche selbst zu riechen glaubte.

    Allerdings war es mir manchmal ein bisschen zu unglaubwürdig, was Paula alles ausgehalten hat und ich verspürte irgendwie immer ein kleines bisschen Distanz zu den Hauptpersonen.

     

    Ich habe
    dieses Buch hier bei lovelybook gewonnen und mit einer netten Widmung der
    Autorin erhalten. Vielen Dank dafür!

    Fazit: ein gut recherchiertes Buch, das einen mitnimmt auf die Suche einer jungen, mutigen Frau nach einem neuen Leben in einem fremden, exotischen Land und die dabei gegen die Gefahren der Inselwelt und die Intrigen eines Mörders bestehen muss.

     

     

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    leselurchs avatar
    leselurchvor 4 Jahren
    Auf nach Madagaskar...

    *Worum geht's?*
    Madagaskar im Jahre 1880: Mit nur 21 Jahren wagt die junge Deutsche Paula einen Neuanfang. Sie will die Vanilleplantage ihrer verstorbenen Großmutter Mathilde übernehmen, die sie leider nur durch Schriftstücke kennt, und ihr Leben ihrer großen Leidenschaft, den Düften, widmen. Sie will alles hinter sich lassen, alles vergessen, was sie in ihrem kurzen, aber sehr schmerzhaften Leben bereits erleiden musste. Auf der Suche nach der Plantage wird Paula nicht nur von der Einheimischen Noria begleitet, die den Weg durch den gefährlichen Dschungel kennt, sondern auch von drei Männern, die sich in Madagaskar selbst Antworten auf ihre persönlichen Fragen erhoffen. Doch nicht jeder von ihnen spielt ein ehrliches Spiel mit seinen Kameraden – und ehe Paula sich versieht, schwebt sie in großer Gefahr…

    *Meine Meinung:*
    In „Die Insel des Mondes“ entführt Autorin Beatrix Mannel in eine fremde Welt in einer längst vergangenen Zeit: Im Jahre 1880 traut sich die junge Paula, alles hinter sich zu lassen. Ihre Familie, ihre Ehe – und vor allem all die schrecklichen Erinnerungen, die sie mit ihnen verbindet. Paula reist mit gerade einmal 21 Jahren alleine von München nach Madagaskar, um dort die Plantage ihrer mutigen Großmutter zu finden, die sie leider nie persönlich kennenlernen durfte. Doch Paula spürt genau, dass sie das Erbe ihrer Großmutter anzutreten hat. Ganz egal, was andere deshalb von ihr halten! Aber das ist kein ungefährliches Unterfangen…

    „Die Insel des Mondes“ ist ein Roman mit vielen Facetten. Es ist ein Buch über eine Frau, die über sich hinauswächst, über eine geschlagene Persönlichkeit, die wieder zu sich selbst findet. Die Geschichte von Paula steckt voller berührender Emotionen. Durch die bildhafte Schreibe der Autorin, die Madagaskar vor das innere Auge ihrer Leser zaubert und die verschiedenen Dürfte so realistisch und intensiv beschreibt, dass man sie beinahe selbst riechen kann, wird der Roman zu einem atmosphärischen Lesevergnügen. Auch wenn ich ein großer Fan detailreicher Beschreibungen bin, hätte die eine oder andere Szene für meinen Geschmack etwas kürzer ausfallen können. Dennoch: Mit „Die Insel des Mondes“ gönnt man sich für kleines Geld ein großes Urlaubsfeeling! Und weil ein Urlaub nicht nur entspannend und schön, sondern auch aufregend sein soll, hat Beatrix Mannel Krimi-Elemente in ihre Geschichte eingewoben, die einen vor Spannung an den Seiten kleben lassen.

    Mit ihren jungen 21 Jahren hat Paula schon so viel erleben und durchhalten müssen, dass sie ihre Kindheit schon lange hinter sich gelassen hat. Die junge Frau lernt man bereits auf den ersten Seiten als starke Persönlichkeit kennen, deren junges Alter ihr man höchstens an ein paar naiven Gedanken und Entscheidungen anmerken kann. Obwohl Paula von Anfang an eine ausgeprägte Figur ist, merkt man schnell, dass sie noch mit einigen Dingen zu kämpfen hat. Auch wenn sie es nicht nach außen zeigt, tobt in ihrem inneren so mancher Kampf. Während ihres Abenteuers auf Madagaskar muss sich Paula den Schatten ihrer Vergangenheit stellen. Ob sie auf der Insel des Mondes tatsächlich ihr Glück finden kann? Paula ist auf jeden Fall eine sympathische Protagonistin, mit der man sich gerne auf die Suche nach der Antwort auf diese Frage macht.

    Paula reist allerdings nicht alleine durch Madagaskar. Begleitet wird sie von vier Personen, die unterschiedlichere Absichten kaum haben könnten: Morten, der Missionar, will seinen Glauben in die Welt hinaustragen, Lázló, der Frauenheld, und Villeneuve, der Arzt, suchen in Madagaskar nach neuen Heilpflanzen und Noria, die Einheimische, sorgt dafür, dass die bunte Truppe auf der Insel nicht verloren geht. Das sind zumindest die Ziele, die sie vorgeben zu verfolgen, aber nicht jeder spielt ein ehrliches Spiel mit seinen Begleitern… Facettenreich und authentisch sind die Charaktere allemal!

    Erzählt wird die Geschichte aus drei verschiedenen Perspektiven: Während des Haupthandlungsstrangs, Paulas Abenteuer auf Madagaskar, lässt Beatrix Mannel einen personalen Erzähler ans Werk, der die Leser durch die Geschichte führt und sie außerdem an den Gedanken und Gefühlen der Protagonistin teilhaben lässt. Einige andere Kapitel bestehen dagegen nur aus Briefen, die Paulas Großmutter Mathilde an ihre Tochter Florence geschrieben hat und in denen sie von ihrem Leben erzählt. Die letzte und auch mysteriöseste Erzählperspektive ist die aus der Sichtweise einer Person, die mit Paula gemeinsam auf Reisen ist, allerdings ganz andere Absichten hat, als sie es vor den anderen zugibt – und damit für Nervenkitzel und Spannung sorgt!

    Auf ca. den letzten 20 Seiten gibt es nicht nur ein paar interessante Zusatzinfos der Autorin über ihr Buch und dessen Wahrheitsgehalt, sondern auch ein ausführliches Glossar, das alle Fremdwörter, anderssprachigen Begriffe und relevanten Personen zusammenfasst und erklärt. Da es davon in „Die Insel des Mondes“ wirklich viele gibt, ist es ein mehr als hilfreiches Extra; vor allem, wenn man zwischen den einzelnen Kapiteln mal größere Lesepausen einlegen muss!

    Zwei weitere tolle gestalterische Extras findet man quasi hinter dem Cover und vor dem Klappentext, also auf der jeweils anderen Seite des Einbands. Dort sind zwei Karten abgedruckt. Eine von ihnen zeigt Afrika im Jahre 1914 und zeigt, welche Länder Kolonialgebiete europäischer Staaten waren, die andere stellt die Insel Madagaskar dar, auf der „Die Insel des Mondes“ spielt. Leider ist letztere nicht detailliert genug, um Paulas Reise durch Madagaskar nachvollziehen zu können, aber nett anzuschauen sind die beiden Karten dennoch. 

    *Cover:*
    Das Cover verspricht genau das Feeling, was einen zwischen den Seiten auch erreichen wird, und sieht einfach toll aus. Mein Highlight ist jedoch der tolle Schriftzug mit einem tierischen Hinweis auf ein wichtiges Element der Geschichte!

    *Fazit:*
    „Die Insel des Mondes“ von Beatrix Mannel ist ein Roman, der für Urlaubsstimmung sorgt. Gemeinsam mit Paula und ihren Reisekameraden streift man durch Madagaskar, stets das Ziel vor Augen: Die Suche nach den Antworten der Vergangenheit – und nach dem Glück in der Zukunft. Die fremde Kultur, die abenteuerlichen Ereignisse und die wahren Absichten einiger Figuren sorgen für Spannung, die einen mitreißt und an den Seiten kleben lässt. Wer Lust auf einen sommerlichen Roman voller Emotionen, Spaß und Abenteuer hat, greift mit „Die Insel des Mondes“ definitiv zum richtigen Buch. Ich vergebe gute 4 Lurche.

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    leselurchvor 4 Jahren
    Auf nach Madagaskar...

    *Worum geht's?*
    Madagaskar im Jahre 1880: Mit nur 21 Jahren wagt die junge Deutsche Paula einen Neuanfang. Sie will die Vanilleplantage ihrer verstorbenen Großmutter Mathilde übernehmen, die sie leider nur durch Schriftstücke kennt, und ihr Leben ihrer großen Leidenschaft, den Düften, widmen. Sie will alles hinter sich lassen, alles vergessen, was sie in ihrem kurzen, aber sehr schmerzhaften Leben bereits erleiden musste. Auf der Suche nach der Plantage wird Paula nicht nur von der Einheimischen Noria begleitet, die den Weg durch den gefährlichen Dschungel kennt, sondern auch von drei Männern, die sich in Madagaskar selbst Antworten auf ihre persönlichen Fragen erhoffen. Doch nicht jeder von ihnen spielt ein ehrliches Spiel mit seinen Kameraden – und ehe Paula sich versieht, schwebt sie in großer Gefahr…

    *Meine Meinung:*
    In „Die Insel des Mondes“ entführt Autorin Beatrix Mannel in eine fremde Welt in einer längst vergangenen Zeit: Im Jahre 1880 traut sich die junge Paula, alles hinter sich zu lassen. Ihre Familie, ihre Ehe – und vor allem all die schrecklichen Erinnerungen, die sie mit ihnen verbindet. Paula reist mit gerade einmal 21 Jahren alleine von München nach Madagaskar, um dort die Plantage ihrer mutigen Großmutter zu finden, die sie leider nie persönlich kennenlernen durfte. Doch Paula spürt genau, dass sie das Erbe ihrer Großmutter anzutreten hat. Ganz egal, was andere deshalb von ihr halten! Aber das ist kein ungefährliches Unterfangen…

    „Die Insel des Mondes“ ist ein Roman mit vielen Facetten. Es ist ein Buch über eine Frau, die über sich hinauswächst, über eine geschlagene Persönlichkeit, die wieder zu sich selbst findet. Die Geschichte von Paula steckt voller berührender Emotionen. Durch die bildhafte Schreibe der Autorin, die Madagaskar vor das innere Auge ihrer Leser zaubert und die verschiedenen Dürfte so realistisch und intensiv beschreibt, dass man sie beinahe selbst riechen kann, wird der Roman zu einem atmosphärischen Lesevergnügen. Auch wenn ich ein großer Fan detailreicher Beschreibungen bin, hätte die eine oder andere Szene für meinen Geschmack etwas kürzer ausfallen können. Dennoch: Mit „Die Insel des Mondes“ gönnt man sich für kleines Geld ein großes Urlaubsfeeling! Und weil ein Urlaub nicht nur entspannend und schön, sondern auch aufregend sein soll, hat Beatrix Mannel Krimi-Elemente in ihre Geschichte eingewoben, die einen vor Spannung an den Seiten kleben lassen.

    Mit ihren jungen 21 Jahren hat Paula schon so viel erleben und durchhalten müssen, dass sie ihre Kindheit schon lange hinter sich gelassen hat. Die junge Frau lernt man bereits auf den ersten Seiten als starke Persönlichkeit kennen, deren junges Alter ihr man höchstens an ein paar naiven Gedanken und Entscheidungen anmerken kann. Obwohl Paula von Anfang an eine ausgeprägte Figur ist, merkt man schnell, dass sie noch mit einigen Dingen zu kämpfen hat. Auch wenn sie es nicht nach außen zeigt, tobt in ihrem inneren so mancher Kampf. Während ihres Abenteuers auf Madagaskar muss sich Paula den Schatten ihrer Vergangenheit stellen. Ob sie auf der Insel des Mondes tatsächlich ihr Glück finden kann? Paula ist auf jeden Fall eine sympathische Protagonistin, mit der man sich gerne auf die Suche nach der Antwort auf diese Frage macht.

    Paula reist allerdings nicht alleine durch Madagaskar. Begleitet wird sie von vier Personen, die unterschiedlichere Absichten kaum haben könnten: Morten, der Missionar, will seinen Glauben in die Welt hinaustragen, Lázló, der Frauenheld, und Villeneuve, der Arzt, suchen in Madagaskar nach neuen Heilpflanzen und Noria, die Einheimische, sorgt dafür, dass die bunte Truppe auf der Insel nicht verloren geht. Das sind zumindest die Ziele, die sie vorgeben zu verfolgen, aber nicht jeder spielt ein ehrliches Spiel mit seinen Begleitern… Facettenreich und authentisch sind die Charaktere allemal!

    Erzählt wird die Geschichte aus drei verschiedenen Perspektiven: Während des Haupthandlungsstrangs, Paulas Abenteuer auf Madagaskar, lässt Beatrix Mannel einen personalen Erzähler ans Werk, der die Leser durch die Geschichte führt und sie außerdem an den Gedanken und Gefühlen der Protagonistin teilhaben lässt. Einige andere Kapitel bestehen dagegen nur aus Briefen, die Paulas Großmutter Mathilde an ihre Tochter Florence geschrieben hat und in denen sie von ihrem Leben erzählt. Die letzte und auch mysteriöseste Erzählperspektive ist die aus der Sichtweise einer Person, die mit Paula gemeinsam auf Reisen ist, allerdings ganz andere Absichten hat, als sie es vor den anderen zugibt – und damit für Nervenkitzel und Spannung sorgt!

    Auf ca. den letzten 20 Seiten gibt es nicht nur ein paar interessante Zusatzinfos der Autorin über ihr Buch und dessen Wahrheitsgehalt, sondern auch ein ausführliches Glossar, das alle Fremdwörter, anderssprachigen Begriffe und relevanten Personen zusammenfasst und erklärt. Da es davon in „Die Insel des Mondes“ wirklich viele gibt, ist es ein mehr als hilfreiches Extra; vor allem, wenn man zwischen den einzelnen Kapiteln mal größere Lesepausen einlegen muss!

    Zwei weitere tolle gestalterische Extras findet man quasi hinter dem Cover und vor dem Klappentext, also auf der jeweils anderen Seite des Einbands. Dort sind zwei Karten abgedruckt. Eine von ihnen zeigt Afrika im Jahre 1914 und zeigt, welche Länder Kolonialgebiete europäischer Staaten waren, die andere stellt die Insel Madagaskar dar, auf der „Die Insel des Mondes“ spielt. Leider ist letztere nicht detailliert genug, um Paulas Reise durch Madagaskar nachvollziehen zu können, aber nett anzuschauen sind die beiden Karten dennoch. 

    *Cover:*
    Das Cover verspricht genau das Feeling, was einen zwischen den Seiten auch erreichen wird, und sieht einfach toll aus. Mein Highlight ist jedoch der tolle Schriftzug mit einem tierischen Hinweis auf ein wichtiges Element der Geschichte!

    *Fazit:*
    „Die Insel des Mondes“ von Beatrix Mannel ist ein Roman, der für Urlaubsstimmung sorgt. Gemeinsam mit Paula und ihren Reisekameraden streift man durch Madagaskar, stets das Ziel vor Augen: Die Suche nach den Antworten der Vergangenheit – und nach dem Glück in der Zukunft. Die fremde Kultur, die abenteuerlichen Ereignisse und die wahren Absichten einiger Figuren sorgen für Spannung, die einen mitreißt und an den Seiten kleben lässt. Wer Lust auf einen sommerlichen Roman voller Emotionen, Spaß und Abenteuer hat, greift mit „Die Insel des Mondes“ definitiv zum richtigen Buch. Ich vergebe gute 4 Lurche.

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    mama2009s avatar
    mama2009vor 4 Jahren
    Insel des Mondes

    Inhalt:

    Madagaskar im Jahre 1880
    Sie hat eine Art Rezeptbuch von ihrer Großmutter vererbt bekommen, in welchem die Zusammensetzung von Parfümen besprochen wird. Sie ist von den wenigen Zeilen in Bann gezogen und sie hat bereits in Jugendjahren sich daran ausprobiert. Paula lässt Deutschland und ihre Vergangenheit hinter sich und begibt sich auf Ahnenreise nach Madagaskar, um das Land zu besuchen, in welchem ihre Großmutter gelebt hat und mit dem Vanilleanbau glückliche Jahre verbracht hat. Paula wird auf ihrer Reise von drei Männern, Villeneuve, Lázlo, Morten und Noria, eine Übersetzerin begleitet. Doch jemand verfolgt keine guten Absichten.

    Fazit:

    Beatrix Mannel gelingt es geschickt, die Geschichte von Paula und Mathilde mit den Eigenheiten des Landes Madagaskar zu verbinden. Madagaskar war zu der Zeit, in welcher der Roman spielt, erst seit wenigen Jahren für Ausländer zugänglich. In kleinen oder großen Episoden wird dem Leser die damalige Zeit auf Madagaskar nahegebracht. Durch die bildhafte Sprache kann man sich den unwägbaren Dschungel vorstellen und nimmt die Geräusche der Vögel und Lemuren förmlich war.  Als Leser ist man bei der Wanderung durch den Dschungel dabei. Und trotz der harten Strapazen schafft es Paula immer wieder, durch ihre bissigen Bemerkungen, dem Leser ein Schmunzeln auf die Lippen zu zaubern.
    Gelungen finde ich auch die Darstellung der Bräuche und Einflechtung dieser in die Geschichte. Am meisten ist mir der Brauch um die Toten in Erinnerung geblieben, denn nach einiger Zeit, werden die Gebeine wieder ausgegraben und durch das Dorf getragen, dass sich so die Verstorbenen, einen Überblick über das Fortwirken des Dorfes machen können. Aber es gibt auch grausame Bräuche, denn wenn ein Kind an einem Unglückstag bzw. –monat (für die Madagassen ) geboren werden, dann werden die Kinder im Dschungel ausgesetzt und ihrem Schicksal überlassen.

    Rückblickend denkt Paula oft an die Zeit zurück, als sie das Buch von Mathilde studiert hat und versucht hat, selber die Parfüme herzustellen. Sehr gut wird hierbei dem Leser die vielen Schritte der Parfümherstellung bildhaft erklärt, so dass man eine Vorstellung bekommt, warum Parfüm so teuer ist.

    Für mich war es das erste Buch von Beatrix Mannel, ihre bildhafte Schreibweise, mit welcher die Protagonisten lebendig werden, hat mich begeistert und somit habe ich eine Lieblingsautorin mehr.

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    Heimfinderins avatar
    Heimfinderinvor 4 Jahren
    Spannendes Abenteuer und Krimi im exotischen Dschungel - aber Vorsicht: Spinnen! ;)

    Inhalt
    Madagaskar 1880: Die junge Paula hat nach einer schlimmen Ehe ihrer Heimat und Familie den Rücken gekehrt, um in Madagaskar ein neues Leben zu beginnen. Dort möchte Sie die Vanilleplantage ihrer Großmutter finden und deren Traum von einem einzigartigen Parfum weiterführen. Paula hat ihre Großmutter zwar nie kennengelernt, besitzt aber ebenfalls einen ausgeprägten Geruchssinn und hat viel aus deren Parfum-Tagebuch gelernt. Die Suche nach der Plantage wird allerdings zu einem lebensgefährlichen Abenteuer, denn nicht nur der unwegsame Dschungel und seine Bewohner zehren an den Kräften und bieten manch üble Überraschung, sondern auch unter ihren vier Mitreisenden verbirgt sich jemand, der ihr Übles will.


    Meine Meinung
    Dieses Buch strahlt von der ersten Seite an eine ganz besonders exotische Atmosphäre aus. Ich fühlte mich richtig in den Dschungel hineinversetzt mit all seinen Gerüchen und Geräuschen, dem Klima und den Krabbeltieren. Die Autorin beschreibt sehr lebendig und intensiv, so dass ich alles schön vor Augen hatte und gerade auch die Gerüche werden von der Protagonistin Paula immer wieder benannt, so dass ich beim Lesen selbst irgendwann die Düfte zu riechen glaubte.

    Nicht nur die Umgebung, auch die Figuren sind sehr lebendig beschrieben und es fiel mir sehr leicht, sie mir vorzustellen. Paula war mir dabei sofort sympathisch in ihrer etwas eigensinnigen aber auch gleichzeitig verletzlichen Art. Man spürt, dass sie Schlimmes hinter sich hat, aber ebenso spürt man ihre Lebensfreude und die Liebe zu den Düften und ihre Lust auf einen Neuanfang. Ihre vier Begleiter sind sehr unterschiedlich und scheinen alle etwas Verborgenes mit sich herumzutragen. Der Arzt Villeneuve scheint hinter seiner etwas arroganten Art große Trauer zu verstecken, sein Begleiter Lázló ist fast zu schön um wahr zu sein, der Missionar Morton wirkt oft wenig geistlich, auch wenn er eine dicke Bibel mit sich herumschleppt, und die Madagassin Noria bleibt außergewöhnlich hartnäckig bei der Gruppe, trotz steigender Angst vor den Ahnen.

    Die Geschichte ist nicht nur exotisch, sondern auch sehr spannend. Um an ihr Ziel zu gelangen, schreckt Paula nämlich nicht vor riskanten Mitteln zurück und bringt die Gruppe mit einer Lüge in eine gefährliche Situation. Und dabei soll es nicht bleiben, denn ihre Spontanität verträgt sich schlecht mit den Tabus des Landes und damit bringt sie sich selbst und auch die Gruppe noch öfter in brenzlige Situationen. So durchlebt man mit Paula einige sehr gefährliche Momente. Doch nicht nur das, denn als Leser merkt man schon früh, dass eine Person der Gruppe ein falsches Spiel spielt, was die Spannung noch mehr erhöht.

    Und damit wird das Abenteuer auch ein bisschen zu einem Krimi. Denn wer derjenige ist, der einen seltsamen Hass auf Paula mit sich herumträgt, erfährt man erst sehr spät, auch wenn wir seine rachevollen Gedanken in kurzen Einschüben schon früh mitbekommen. Nun zu rätseln, wer diese Person sein könnte, macht sehr viel Spaß, denn die Autorin legt geschickt einige Puzzleteile aus, die mich immer mal wieder von einer Person zu anderen schwanken ließen, auch wenn ich früh eine Person auserkoren habe, die mir nicht so sympathisch war. Die Gedanken des Widersachers sind dabei in der Ich-Form geschrieben, was ein spannungsvoller Kontrast zur Haupthandlung ist, die in der dritten Person verfasst wurde. Dazu gibt es noch einen dritten Erzählstrang, der aus regelmäßig eingefügten Briefen der Großmutter besteht und die Geschehnisse in der Vergangenheit nach und nach erklärt. Dies alles zusammen bietet viel Platz für Spekulationen und führt im Laufe der Geschichte dann zur Auflösung.

    Mir hat der Ausflug in den Dschungel von Madagaskar sehr gut gefallen. Ein spannendes und dramatisches Abenteuer in exotischer Kulisse, das ganz nebenbei noch ein paar Einblicke in das Land und auch in die Kunst der Parfumherstellung gibt.

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    Sternenstaubfees avatar
    Sternenstaubfeevor 4 Jahren
    Der Duft von Vanille

    Madagaskar 1880: Nach einer gescheiterten Ehe macht sich Paula von München auf nach Madagaskar. Dort hat einst ihre Großmutter Mathilde gelebt, die Paula leider nie persönlich kennengelernt hat. Aber Paula hat ein altes Tagebuch ihrer Großmutter mit Rezepten für verschiedenste Düfte. Paula möchte das Erbe ihrer Großmutter antreten und Parfüms herstellen, und so macht sie sich auf die Suche nach der alten Vanilleplantage. Doch die Reise dorthin erweist sich als schwierig und gefährlich.

    Mein Leseeindruck:

    Die Geschichte von Paula und ihren Reisegefährten durch den Dschungel Madagaskars hat mich von Anfang bis Ende in ihren Bann gezogen. Spannend, geheimnisvoll, rätselhaft und voller Exotik - so ist dieser Roman von Beatrix Mannel.

    Es ist für mich das erste Buch der Autorin, welches ich gelesen habe, aber sie konnte mich mit diesem Roman überzeugen. Schreibstil, Charaktere, Kulisse - hier stimmte für mich einfach alles.

    Die Figuren wirken alle sehr echt und lebendig, und vor allem Paula ist mir immer mehr ans Herz gewachsen. Es hat viel Spaß gemacht, sie auf ihrem Weg durch den Dschungel zu begleiten.

    Immer wieder gibt es kurze Rückblicke in die Vergangenheit, so dass sich mit jeder Seite ein besseres Bild aufbaut und man immer mehr Hintergrundinformationen bekommt. So kann man sich mit der Zeit auch immer besser in die Figuren hineinversetzen und nachvollziehen, warum und wie sie handeln.

    Bis zuletzt steigt die Spannung immer weiter an, und auch ein wenig Romantik wird geschickt in die Geschichte eingearbeitet, ohne dass es zu kitschig wird.

    Sehr gut gefallen hat mir dann am Ende noch das Nachwort. Hier erfährt der Leser, was wahr und was fiktiv ist.

    Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir "Die Insel des Mondes" ausgesprochen gut gefallen hat und ich auf jeden Fall noch weitere Bücher der Autorin lesen werden!

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    JanaBabsis avatar
    JanaBabsivor 5 Jahren
    Alles dreht sich um Vanille

    Wir schreiben das Jahr 1880.

    Nachdem Paula von ihrem widerwärtigen Ehemann geschieden wurde, reist sie nach Madagaskar um dort zu vollenden was ihre Großmutter vor vielen Jahren begonnen hatte. Paula möchte auf der Vanilleplantage ihrer Großmutter Mathilde den Traum vom einzigartigen Parfüm verwirklichen. Doch dazu muss sie die Vanilleplantage erst einmal finden, niemand weiß genau wo sie liegt.

    5 Menschen, die sich zufällig in Nosy Be getroffen haben, schließen sich (mit ein paar Trägern für die Gepäckstücke) zu einer Reisegruppe durch den Dschungel zusammen. Paula und Noria als Führerin sowie die 3 Herren Villeneuve, Morton und Lázló.

    Bis sie die Plantage von Mathilde erreichen sind sie auf Gedeih und Verderb aufeinander angewiesen. Im Dschungel ist kein Platz für Animositäten zwischen den Teilnehmern der Gruppe, das könnte sie alle das Leben kosten – und trotzdem menschelt es von der 1. Minute an.

    Auf der Plantage angekommen beschwören Paula und ihre Mitreisenden dunkle Schatten der Vergangenheit herauf – und nur Paula ist in der Lage dieses tödliche Spiel zu ihren Gunsten enden zu lassen. Sie muss dieses einzigartige Parfum kreieren.

    Zum Buch:

    Schon gleich auf den ersten Seiten tauchen wir ein in den tropischen Regenwald Madagaskars und lernen die 5 Protagonisten kennen die sich gemeinsam auf den Weg machen die Vanilleplantage von Paula’s Großmutter Mathilde zu suchen. Es fällt mir nicht schwer meine Sympathien bzw. Antipathien gleich am Anfang auf die Protagonisten zu verteilen – und das ändert sich auch im weiteren Verlauf des Buches nicht. Der Unsympath bleibt der Unsympath bis zum Schluss. J

    Auch wenn die 5 sich erst in Nosy Be kennenlernen und sich dort zu ihrer Reisegruppe zusammenschließen, so haben sie doch eine gemeinsame Vergangenheit, die dem Leser nach und nach auf ziemlich spannende Art und Weise offenbart wird.

    Beatrix Mannel führt uns mit ihrem Roman auf die Vulkaninsel Madagaskar. Nach ihrer eigenen Aussage in unserer Leserunde hat sie 3 Wochen auf Madagaskar verbracht um direkt vor Ort für dieses Buch zu recherchieren. Das gibt dem Buch eine ganz besondere Note da die beschriebenen Rituale der Madagassen, die Informationen über die im Dschungel lebenden Tiere sowie die Informationen rund um den Anbau von Vanille sowie die Herstellung von Parfüm auf Tatsachen beruhen.

    Ganz besonders haben mir die Szenen gefallen die ein klein wenig mystisch waren. Goldene Spinnen weben ein goldenes Spinnenetz, ein Drongo (Singvogel) der das Lied „Kuckuck Kuckuck ruft’s aus dem Wald“ singt und ein blauer Schmetterlingsschwarm der hin und wieder einfach so auftaucht und den es eigentlich gar nicht geben dürfte an diesem Ort der Welt.

    Von mir bekommt dieses Buch ganz klar den Status: Buchtip !!

    Kommentare: 2
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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    BeatrixGurians avatar
    Liebe Leser und liebe Fans von Vanille, von Parfüm und Abenteuer,
    wer sich auf die geheimnisvolle Insel Madagaskar entführen lassen und in eine fremde Welt voller Tabus und sinnlicher Düfte eintauchen möchte, für all die  verlose ich zur Aktion "Autoren schenken Lesefreude" fünf signierte Exemplare meines Romans "die Insel des Mondes". Dazu bitte ich euch mir zu erzählen, was euer Lieblingsduft ist und was ihr mit ihm verbindet. Für mich ist neben Vanille immer noch der absolute Lieblingsduft der von dem frisch gebackenem Käsekuchen nach dem Rezept meiner Mutter!
    Ich freue mich auf eure Post und wünsche allen viel Glück!


    Hier zur Einstimmung schon mal der Buchtrailer mit Photos, die auf meiner Recherchereise in Madagaskar entstanden sind:
    ###YOUTUBE-ID=12Rw98q0etc###
    Zur Buchverlosung
    Fans von historischen Romanen, die detailliert recherchiert sind und an einem exotischen Schauplatz spielen, aufgepasst:
    Eine faszinierende Geschichte um das Geheimnis der Vanille und die Farbenpracht des Dschungels auf Madagaskar erwarten Euch: »Die Insel des Mondes« von Beatrix Mannel

    Auf der geheimnisvollen Insel Madagaskar wartet ein schicksalhaftes Vermächtnis
    Madagaskar 1880: Nach dem dramatischen Ende ihrer Ehe wagt die junge Paula auf der entlegenen Insel den Neubeginn. Auf der Vanilleplantage ihrer Großmutter Mathilde will sie deren Rezepte weiterentwickeln und den großen Traum vom einzigartigen Parfüm verwirklichen. Als sie zusammen mit drei Männern den gefährlichen Weg durch den Dschungel antritt, ahnt sie noch nicht, wie sehr sich ihr Leben verändern wird. Und dann beschwört ihre Ankunft auf der verlassenen Plantage dunkle Geister der Vergangenheit herauf, die Paula in ein tödliches Spiel zwingen. Ein Spiel, das sie allein mit einem magischen Duft gewinnen kann, einem Duft, der nicht nur ihre Seele rettet, sondern auch ihr verwundetes Herz.

    Beatrix Mannel, die für ihren neuesten Roman sehr aufwendig recherchiert hat und dafür sogar nach Madagaskar gereist ist, erzählt atmosphärisch dicht die bewegende Geschichte einer mutigen Frau, einer abenteuerlichen Reise und über eine Insel voller Geheimnisse Nach Der Duft der Wüstenrose ist dies die neue große Afrika-Saga von Beatrix Mannel.
    Wenn Du Lust hast darauf hast, das Geheimnis der Vanille und ihres Duftes zu entdecken und Dich zusammen mit der Protagonistin Paula auf Entdeckungsreise in Madagaskar zu begeben, dann sei bei unserer Leserunde zu Beatrix Mannels »Die Insel des Mondes« dabei und bewirb Dich bis einschließlich 30.06.2013 für eines von 10 Freiexemplaren.
    Die Autorin wird in der Leserunde für Eure Fragen zur Verfügung stehen.

    Hier geht´s zur Leseprobe und zum Special mit Buchtrailer

    Wir sind gespannt auf Euch und freuen uns auf das gemeinsame Lesen.

    Euer Team vom Heyne/Diana Verlag und Beatrix Mannel.
    Zur Leserunde

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