Beatrix Petrikowski

 4.3 Sterne bei 10 Bewertungen
Beatrix Petrikowski

Lebenslauf von Beatrix Petrikowski

Beatrix Petrikowski ist ein Kind des Ruhrgebiets und wurde 1957 in Buer geboren. Seit 2011 schreibt sie regelmäßig Buchrezensionen, die auf der Webseite www.gedankenspinner.de veröffentlicht werden. Außerdem führt sie gelegentlich Interviews mit bekannten Autoren, hält Lesungen und ist mit ihren Kurzgeschichten in diversen Anthologien vertreten. Sie hat drei erwachsene Kinder und lebt heute mit ihrem Ehemann in Gladbeck.

Alle Bücher von Beatrix Petrikowski

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Meine Frau kommt mit ihrem Mann

Meine Frau kommt mit ihrem Mann

 (5)
Erschienen am 05.10.2015
Was geht im Operationssaal ab?

Was geht im Operationssaal ab?

 (4)
Erschienen am 16.04.2013
Die Aktentasche

Die Aktentasche

 (1)
Erschienen am 15.06.2016
Mein Opa war Bergmann

Mein Opa war Bergmann

 (0)
Erschienen am 27.11.2013
Ein Kind des Ruhrgebiets

Ein Kind des Ruhrgebiets

 (0)
Erschienen am 28.12.2015
Spannende Abenteuer mit Daniel und Sabrina

Spannende Abenteuer mit Daniel und Sabrina

 (0)
Erschienen am 22.08.2017
Damals auf Graf Moltke

Damals auf Graf Moltke

 (0)
Erschienen am 03.01.2014
Was geht unter Tage ab?

Was geht unter Tage ab?

 (0)
Erschienen am 27.01.2014

Neue Rezensionen zu Beatrix Petrikowski

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Rezension zu "Die Aktentasche" von Beatrix Petrikowski

Brisanter Inhalt
Asmodivor 2 Jahren

Geld allein, so lehrt der Volksmund, soll ja nicht glücklich machen, und nach der Lektüre dieses Buches ist man mehr als nur geneigt, dem zuzustimmen.

Eine abgewetzte Aktentasche geht eines Tages verloren und alsdann auf Wanderschaft. Ein jeder, dem das alte Lederutensil in die Hände fällt, ist außer sich vor Freude, weil es mit einer Riesenmenge Geld gefüllt ist. Doch die Begeisterung hält jeweils nur kurz an, denn auf der Tasche scheint ein Fluch zu liegen. Alle neuen Besitzer sind ihres Lebens nicht mehr sicher. Ein Reigen aus Mord und Totschlag nimmt seinen Lauf ...

"Die Aktentasche" von Beatrix Petrikowski ist ein Kriminalhäppchen für zwischendurch. Das Werk ist spannend, ohne ein Thriller zu sein, es ist amüsant, ohne eine Satire oder eine Komödie zu sein, und es ist abgründig, ohne ein Drama zu sein. Die Autorin beschränkt sich stilistisch und inhaltlich aufs Wesentliche, das Geschehen wird nicht großartig aufgeblasen, beinahe lakonisch wird die Handlung erzählt, es kommt, wie es kommen muss. Geradezu zwangs- und beiläufig segnen die Protagonisten das Zeitliche. Es zeichnet gute Schriftsteller aus, dass sie eine Geschichte ohne Effekthascherei zu schildern in der Lage sind und dabei trotzdem den Leser zu fesseln vermögen. Die Figuren dieses Buches bekommen gerade so viel Hintergrund, wie es für eine emotionale Bindung nötig ist, und die nicht unbedingt originelle (wenn auch pfiffige) Story enthält gerade durch die knappe, prägnante Form des Ausdrucks ihre Würze. Als Leser ist man geradezu aufgefordert, durch das keine hundert Seiten umfassende Büchlein zu rauschen, am besten gar in einem Rutsch.

Dass die Sache mit dem Lesefluss so gut gelingt, hat neben der klaren Sprache und dem zügigen Erzähltempo auch seinen Grund in einem Schuss Sarkasmus, den die Autorin ihrem "Schicksalsroman" beigegeben hat. Wie bereits gesagt: Es kommt, wie es kommen muss. Das Unabwendbare passiert allerdings auf eine recht wendungsreiche Weise. Und: Jeder kriegt letzten Endes, was er verdient. Insofern könnte man beinahe sagen: Es kommt, wie es sich der Leser wünscht. Das Happy End für den Letzten in der Kette fällt zwar etwas aus dem Rahmen, hat allerdings den Beigeschmack des Vermeintlichen. Man hat unwillkürlich das Gefühl, dass es das noch nicht gewesen sein kann, dass die Kette noch nicht zu Ende ist. Geschickt gemacht!

Einen besonderen Reiz erhält der Kurzroman auch durch die (Tat-)Orte des Geschehens. Die Handlung spielt im Ruhrgebiet; immer wieder hat die in Gladbeck lebende Autorin kleine lokale Sprenkel gesetzt (Gelsenkirchen, Oer-Erkenschwick, Recklinghausen ...). Dies allerdings nur zart und mit Augenmaß. Der Versuchung, die Handlung mit lokalpatriotischem Schnickschnack aufzuhübschen, hat Beatrix Petrikowski widerstanden, die penetrante Heimatkunde, die Regiokrimis oft zu eigen ist, fehlt gänzlich. Löblich! Infolgedessen ist das Werk also auch voller Lokalkolorit, ohne ein Regionalkrimi zu sein.

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Rezension zu "Meine Frau kommt mit ihrem Mann" von Beatrix Petrikowski

Unkonventionell, realistisch und berührend
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren


Dagmar und Andreas erleben in den 1970ern ihre Jugend. Sie haben nicht nur ihre Schulzeit gemeinsam verbracht, sie waren damals auch ineinander verliebt - ohne es dem jeweils anderen zu verraten. Nachdem sie sich dann aus den Augen verloren hatten, finden sich die beiden durch Zufall im Internet und tauschen daraufhin einige Emails aus. Dabei bleibt es aber nicht, denn nach über 40 Jahren treffen sich Dagmar und Andreas wieder. Ohne von den damaligen Gefühlen zu ahnen, entflammen diese erneut - doch wie sieht es mit dem eigenen Leben aus? Wie geht man mit dem Herzenswunsch endlich nach, ohne die eigene Partnerschaft und Familie zu verletzen?


Beatrix Petrikowski hat mit ihrem Debüt einen lesenswerten Roman vorgelegt, der mich vor allem aufgrund seiner Erzählweise und die in die Geschichte verwobenen zeitgeschichtlichen Details überzeugt hat. "Meine Frau kommt mit ihrem Mann" erzählt auf unterschiedlichen Ebenen von den beiden Hauptfiguren: zum einen erzählt Dagmar ihrer Freundin Marianne von ihren Gefühlen und Erlebnissen damals, zum anderen springen wir aber auch immer wieder in die Gegenwart. Kann Liebe über einen solchen Zeitraum bestehen? Können Gefühle für einen Menschen wiederaufflammen, auch wenn man ihn völlig aus den Augen verloren hatte? Die häufigeren Sprünge in der Geschichte erzeugen einen Sog, der mich zum einen tief in die Handlung hineingezogen hat, aber auch rasch durch die Lektüre geführt hat. Dabei hat die Autorin ein sehr gutes Gespür für die richtigen Fragen und Emotionen ohne jemals auch nur einen Hauch von Kitschigkeit zu erzeugen. Nein, dieses Buch erzählt eine für mich sehr glaubhafte Geschichte von der großen ersten Liebe, die unerfüllt geblieben ist... So habe ich mich nicht nur einmal bei Überlegungen ertappt, wie ich wohl an der Stelle Dagmars der Andreas' gehandelt oder empfunden hätte.

Beatrix Petrikowski hat mich mit dieser realistischen Liebesgeschichte, die mich nicht nur aufgrund der eher ungewöhnlichen Ausgangslage der Protagonisten überzeugt hat, sondern auch wegen dem offenkundigen Gespür der Autorin für ihre Figuren und den Handlungsort, den sie uns ganz nebenbei nahebringt, überzeugt. Besonders erwähnenswert ist hierbei noch das äußerst gelungene Ende, das für mich passgenau ist - ohne konstruiert zu wirken.

Einige wenige Kritikpunkte finden sich doch - wenngleich die Autorin dafür vermutlich am wenigsten kann. Zum einen finde ich das Cover nicht optimal, da ich es zu nichtssagend und vor allen Dingen zu düster finde. Immerhin kein kitschiges Allerwelts-Liebesroman-Cover, aber dennoch denke ich, dass es ein bisschen weniger schwarz auch getan hätte. Zum anderen empfand ich das Schriftbild als unangenehm: zu großer Zeilenabstand, zu kleine Schrift. Und zu guter letzt leider das Ärgerlichste: hier hätte es eines Lektors bedurft, denn hier haben sich ein paar Rechtschreibfehler zu viel eingeschlichen...

Fazit: Ein lesenswerter Roman, der von einer etwas ungewöhnlicheren Liebesgeschichte erzählt. Ich bin schon gespannt auf weitere Werke von Beatrix Petrikowski!

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Rezension zu "Meine Frau kommt mit ihrem Mann" von Beatrix Petrikowski

Gelungener, unkonventioneller Liebesroman
SelectionBooksvor 3 Jahren

Beatrix Petrikowski gelingt mit ihrem Romandebüt einen unkonventionellen, aber dennoch ergreifenden Liebesroman zu schaffen. "Meine Frau kommt mit ihrem Mann" wird in drei Zeiten erzählt, die sich nach und nach, durch Rückblenden, zu einer einheitlichen Story zusammenfügen. Der Roman beginnt mit der Schulzeit der Hauptcharaktere Dagmar und Andreas. Dies ist der Anfang einer schicksalhaften Zeit. Dagmar und Andreas erleben in den 70igern ihre Jugend. Wie viele verlieben sich beide zum ersten Mal. Jedoch kommt es nie das dazu, dass die beiden ihre Gefühle offenbaren. Im Laufe der Zeit verlieren sich die beiden aus den Augen. Über vierzig Jahre später finden sich beide zufällig im Internet wieder und tauschen E-Mails aus. Beide sind zu dieser Zeit in einer festen Beziehung und ihnen ist nicht bewusst, dass der jeweils andere die immer noch vorhandenen Gefühle für seinen ehemaligen Schulkameraden hegt. Es dauert einige Zeit, bis Dagmar und Andreas sich ihre Gefühle eingestehen. Damit beginnt eine Zeit voller Probleme und Konflikte mit ihren Partnern, aber auch mit sich selbst.

Mir gefällt an diesen Roman die Art, wie dieser geschrieben ist. Die Zeitsprünge machen das Buch lebendig und zu etwas Besonderem, da es keine reine Nacherzählung ist, sondern als eine Geschichte im Roman erzählt wird. Dagmar erzählt ihrer Freundin Marianne die Geschichte zwischen ihr und Andreas. Während Dagmar erzählt kommt es immer wieder dazu, dass die Erzählzeit in die Gegenwart zurückspringt, wenn Marianne eine Frag hat. So wird in gewisser Weise eine Art Spannung erzeugt, da die eigentliche Geschichte nur langsam und bruchstückhaft vorangeht.

Beatrix Petrikowski belässt es in ihren Roman nicht bei einer tragischen Liebesgeschichte, sondern greift auch vermehrt politische und gesellschaftliche Vorkommnisse in den letzten 40 Jahren auf. Sie lässt die Charaktere einige heikle Geschehnisse erleben, wie zum Beispiel die Missbrauchsfälle in Kinderheimen in den 70igern, sowie eine HCV Ansteckung (Hepatitis C Virus) durch kontaminierte Bluttransfusionen. Ebenso kommt Gladbeck, der Heimatort der Autorin, oft im Roman vor. Marianne berichtet über die Vergangenheit des Ortes und was sich alles verändert hat. Insgesamt ist "Meine Frau kommt mit ihrem Mann" ein gelungener, lesenswerter Roman, der schön erzählt wird. Ich muss jedoch einen Kritikpunkt einbringen, der aber nichts mit dem Inhalt, sondern mit der Darstellung zu tun hat: Es gibt leider einige Rechtschreibfehler, die behoben werden sollten.


Fazit: 

„Meine Frau kommt mit ihrem Mann“ ist ein gelungener Liebesroman, der ungewöhnlich erzählt wird. Die unkonventionelle Art strahlt ihren eigenen Reiz aus und macht beim Lesen Spaß.

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