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Tatsu

vor 2 Jahren

Hallo ihr Lieben,

unsere kleine "Contemporary YA" - Gruppe ließt zusammen das Buch "Simon vs. the Homo Sapiens Agenda" von Becky Albertalli.

Hier gibt es keine Bücher zu gewinnen, jeder nimmt mit einem eigenen Exemplar teil! Jeder ist herzlich eingeladen sich uns anzuschließen :)

Bitte beachtet: Bitte spoilert eure Beiträge zu den Leserundenabschnitten!

Die Leserunde startet ab dem 19.02.2016 - aber ein späterer Einstieg ist immer möglich. Wir lesen jeder nach eigenem Tempo und keiner muss sich hier hetzen.

Wir freuen uns auf jeden Mitleser! :)

Autor: Becky Albertalli
Buch: Simon vs. the Homo Sapiens Agenda

Tatsu

vor 2 Jahren

Kapitel 1 - 5 ; Seite 1 - 56
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So, den ersten Abschnitt habe ich heute Morgen mal gelesen :)

Joa, bisher ist es ganz nett und noch nicht sooo viel passiert.

Die Zusammenstellung von Simon und seinen Freunden gefällt mir schon recht gut. Sie sind alle recht unterschiedlich und trotzdem passen sie alle gut zusammen. Ihre Freundschaft ist so locker und einfach ohne jetzt irgendwie schlicht zu sein. Mit solchen Freunden fühlt man sich einfach wohl.

Süß finde ich, dass Simon so auf Harry Potter steht! Wer kann sich damit nicht identifizieren?!?!? :D

Stellenweise musste ich auch schon sehr schmunzeln. Die Szene nach der Halloweenparty: Es fühlte sich so an, als wären wir die letzten Überlebenden einer Zombie-Apokalypse. Wonder Women und ein schwuler Dementor, für das Überleben der Menscheit sieht es schlecht aus (im übertragenen Sinne, ich habe nicht nachgeguckt, wie der Wortlaut genau war ;)

Ich bin auf jeden Fall mal gespannt, wie sich alles noch entwickelt. (Ob und) wie Simon sich outet (oder geoutet wird) und was für eine Rolle Blue noch spielen wird. Kennen wir ihn am Ende schon längst? Wird überhaupt verraten, wer er ist? Gibt es ihn wirklich, oder erlaubt sich jemand einen Scherz?

Insgesamt ein guter Einstieg ins Buch.
Mit ein paar Stellen hatte ich aber bzgl. des Englisch etwas Probleme. "Bachelorrette" und dergleichen habe ich noch nie gesehen, ich hatte keinen Plan, worum es in dem Gespräch geht und ob ich nicht etwas verpasst habe, was damit dann nichts mehr zu tun hatte :')
Oder eine Szene mit den Mails, als Simon sich zwei Mal noch korrigiert hat und die Autokorrektur versagt hatte... ich mag es schon auf Deutsch nicht, wenn ich irgendwelche SMS/Whats app versuchen muss zu entziffern, weil manch einer meint, sich den Text nicht mehr durchlesen zu müssen, bevor er geschickt wird.., na ja, es war irgendwas mit "Suck" und "Dick", also war es bestimmt lustig, aber da mangelt es mir doch an Englischkenntnissen, um es direkt beim Lesen zu begreifen ;)

CitizenWeasel

vor 2 Jahren

Kapitel 1 - 5 ; Seite 1 - 56
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"It's a weirdly subtle conversation..." Ich bin ebenfalls im Buch angekommen und bin schon gleich positiv überrascht: die Sprache gefällt mir. Mit sehr viel Schmiss und schönen Bildern ("giant holy box of awkwardness") landet man gleich auf der ersten Seite mitten in Simons Welt, die gerade droht, aus den Fugen zu geraten.

Für Simon ist Blues Enttarnung fast wichtiger als selber geoutet zu werden. Das finde ich einen netten Kunstgriff, ich hatte schon ein etwas plattes Coming-Out-Buch erwartet (sorry). Wobei mir Simon bei den unbedachten Äußerungen seines Vaters ja schon leid tut - dabei mag ich seine verrückte Familie.

Spannend finde ich auch das Rätsel um Blue: zwei Kandidaten lernen wir auch schon gleich kennen: Nick, in den Simon ja schon etwas verguckt zu sein scheint, und Cal, der Stage Manager mit den hübschen Augen; bei seinen "vibes" ist der wahrscheinlich zu offensichtlich um mehr als ein roter Hering zu sein. Aber vielleicht ist ja - Achtung, wilde Theorie voraus - Martin Blue und will Simon auf subversive Art und Weise dazu bringen, sich zu outen *fg*?

Ansonsten mag ich Abby und den achtsamen Schreibstil. So viele tolle Formulierungen... "It was a combination of faith and alphabetical homeroom assignement"; "Nothing is worse than the secret humiliation of being insulted by proxy"; "..but it was grammatically correct and strangely poetic".

Zwei Dinge hab ich anzumerken: so gut Blue als Plot-Kunstgriff funktioniert; bis auf den witzigen Autokorrektur-Lapsus finde ich den Email-Wechsel jetzt eher langweilig zu lesen. Man lernt einiges über Simon, aber irgendwie mag ich ihn lieber, wenn er handelt als wenn er ellenlange Geständnisse schreibt. Und über manche Strecken fand ich das Buch dann aber doch etwas belehrend. "Did you know that Freud interpreted his own dreams when he was developing his theory?..." Das grenzt schon an Frontalunterricht. Und: seriously, Freud?!

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CitizenWeasel

vor 2 Jahren

Kapitel 6 - 12 ; Seite 57 - 107
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Sakuko schreibt:
Ich denke übrigens die alltäglichen, belanglosen Mails sind absolut notwendig um die emotionale und sexuelle Annäherung in Kontext zu setzten. Würde man nur die letzte "relevante" Mail zu lesen bekommen wäre es zu abrupt. Es wäre nicht mehr korrekt.

Tatsächlich hab ich bei den Mails manchmal das leise Gefühl, die Psychologin Albertalli zu lesen anstelle von zwei 16jährigen Jungen. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau: mir ist klar, dass die Mails integraler Bestandteil der Story sind und das Buch insgesamt mag ich bisher sehr.

CitizenWeasel

vor 2 Jahren

Kapitel 6 - 12 ; Seite 57 - 107
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Tatsu schreibt:
Leah tat mir hier etwas leid. Mal ganz davon ab, dass sie Nick sehr gerne hat und er es leider nicht erwidert, muss sie hier erkennen, dass ihre Freunde "erwachsener" werden (ich weiß noch nicht, ob das das richtige Wort ist ;).

Das ging mir genauso. Sie merkt, dass sich was verändert, und scheint von allen Figuren bisher die unsicherste zu sein. Ich verstehe ihre Angst und leide mit ihr. Das wiederum finde ich schön: jauch die Nebenfiguren gaben einen eigenen Charakter und wachsen einem ans Herz.

CitizenWeasel

vor 2 Jahren

Kapitel 13 - 18 ; Seite 108 - 149
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Mir ist mein neues Dach (juhuu!) etwas in die Quere gekommen, kommentartechnisch, aber nachdem das Richtfest nun überstanden ist, bin ich wieder uneingeschränkt lesetauglich.

Es kommt, wie's kommen muss: Simon ist rettungslos verliebt in "cute and grammatical" Blue - Sherlock hat doch recht, Brain's the new sexy *gg*. Und mehr noch: Blue wird, absichtlich oder nicht, zum Katalysator für Simons Coming Out. Als erste Abby zu wählen, macht Sinn: sie ist neu in der Stadt, ihr Bild von ihm ist sicher noch flexibler; Abby ist sein Testballon.

Martin erlebe ich in diesen Kapiteln sehr zwiegespalten und unsicher. Er scheint eigentlich ein liebenswerter Kerl zu sein, der mit sich selber nicht wirklich klar zu kommen scheint. Ich bin sehr gespannt, was das Buch für ihn noch bringen wird.

CitizenWeasel

vor 2 Jahren

Kapitel 13 - 18 ; Seite 108 - 149
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Sakuko schreibt:
Ich weiss nicht ob ich mich mit der ganzen Comig Out Sache wirklich identifizieren kann. Ich bin ja der Meinung keiner muss rauskommen. Jeder mag halt wenn er mag, Geschlecht egal. Wobei das wahrscheinlich einfach ist zu sagen, wenn man heterosexuel verheiratet ist, auch wenn ich bi bin.

Oh, ich kann mich da sehr gut identifizieren. Für's Protokoll: ich bin überzeugt, dass Sexualität nicht binär, sondern ein Spektrum ist, auf dem jeder zwischen Vorlieben und Gelegenheiten seinen eigenen Punkt bewegt. Jeder hat seine großen und kleinen Coming Outs im Leben. Ob ich nun einer Person sagen will, dass ich sie liebe (wie Martin das bei Abby nicht fertig bringt) oder meinem Sohn, dass er Stiefbruder wird (wie Blues Vater) oder wenn man seiner Familie eröffnet, daß man wegzieht... Menschen verändern sich und Beziehungen verändern sich, und davor haben wir doch alle Bammel, mal mehr, mal weniger.

Homosexualität ist ein Thema des Buches, aber das andere, größere, ist, denke ich, die Pubertät an sich: jeder muß seine Identität finden und sich im Leben positionieren. Das ist nicht immer einfach und manchmal unangenehm und schwierig, insbesondere, wenn sie mit gängigen gesellschaftlichen Normen kollidiert. Aber es ist nötig, um wirklich authentisch sein zu können.

CitizenWeasel

vor 2 Jahren

Kapitel 13 - 18 ; Seite 108 - 149
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Tatsu schreibt:
Hier verfestigt sich mein Verdacht, dass Bram hinter Blue steckt. Er schreibt, dass nicht nur Homosexuelle sondern auch Schwarze nicht der Norm entsprächen noch dazu bemerkt Simon, dass Blue immer alles korrekt schreibt (und Bram hatte ja die volle Punktzahl in dem Test, den Simon gesehen hatte).

Der Test und der Einwurf mit der Hautfarbe machen Bram für mich auch zu einem heissen Anwärter für Blue. Sehr spannend, diese Schnitzel-Jagd!

CitizenWeasel

vor 2 Jahren

Kapitel 19 - 24 ; Seite 150 - 202
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Bumm: Simon ist öffentlich geoutet, ist wütend und hat Angst und ist in Panik. Die Palette der Reaktionen ist erwartungsgemäß weit: von kompletten Idioten über Akzeptanz und Begeisterung bis Unterstützung von Fremden ist alles dabei. Alle Möglichkeiten sind offen, auch, dass Positives aus dem Ganzen erwächst: Simon jedenfalls beginnt sich immer mehr, nach potentiellen Freunden umzuschauen. Nichts desto Trotz: was Martin getan hat, ist unverzeihlich, und Simon sagt das ihm gegenüber auch ""This is a big fucking thing (...) - this is mine,"

Bei Blue habe ich manchmal das Gefühl, er versucht auf subtile Art und Weise, Simon anzustubsen, sich zu outen. Er weiß mehr als Simon, kennt ihn, hält sich aber zurück; wieso er so sehr darauf pocht, anonym zu bleiben, ist mir noch nicht ganz klar.

P.S. Simons Familie = <3. Nicht alles ist eitel Sonnenschein, aber wo ist es das schon. Simon verändert sich, und das ist neu und anders, vom Kaffee-Trinken bis zur sexuellen Identität. Allen ungeschickten Kommentaren seines Vaters zum Trotz: ich bin zuversichtlich: die kommen schon klar.

P.S.S: "We're scavengers hunting on Facebook" - das FB-Gesellschaftsspiel ist ja genial! Positiv besetze soziale Medien in einem Jugendbuch - dass ich das noch mal erleben darf!

CitizenWeasel

vor 2 Jahren

Daniliesing schreibt:
Ich komme aktuell nicht so wirklich voran. Fieber und schwanger gleichzeitig ist irgendwie keine so entspannte Situation zum Lesen. Aber ich bin guter Hoffnung, dass ich bald wieder ganz fit bin und besser lesen kann.

Zu zweiterem: herzlichen Glückwunsch!!!!!! Ich kenn dich nur aus der Ferne, aber virtuell mitfiebern find ich schön :)!

Zu ersterem: gute und vor allem schnelle Verbesserung! Krank und schwanger ist echt doof, und wenn nicht mal mehr lesen hilft, ist das ja doppelt blöd *KamillenTeerüberschieb*

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