Becky Chambers

 4,3 Sterne bei 373 Bewertungen
Autorenbild von Becky Chambers (©CC BY-SA 4.0 by Colibrette44)

Lebenslauf von Becky Chambers

Über das Weltall zum ganz großen Erfolg: Becky Chambers wurde in Kalifornien geboren und wuchs in einer Familie auf, in der der Weltraum immer eine große Rolle spielte. Sie lebte zwischenzeitlich in Schottland und Irland, inzwischen aber wieder in ihrer Heimat. Ihren ersten Roman, „Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten“ finanzierte sie über Kickstarter. Das Buch erschien zunächst 2014 im Eigenverlag, 2015 schon bei großen Verlagen in Großbritannien und den USA und 2016 in Deutschland. Der SciFi-Roman stellt den ersten Teil der Wayfarer-Reihe dar. Neben dem Schreiben beschäftigt sich Chambers mit dem Schauspielen, der Haltung von Bienen und dem Herumwandern in Wäldern.

Alle Bücher von Becky Chambers

Cover des Buches Zwischen zwei Sternen (ISBN: 9783596035694)

Zwischen zwei Sternen

 (89)
Erschienen am 25.01.2018
Cover des Buches Unter uns die Nacht (ISBN: 9783596702626)

Unter uns die Nacht

 (32)
Erschienen am 27.03.2019
Cover des Buches The Long Way to a Small, Angry Planet (ISBN: 9781473619814)

The Long Way to a Small, Angry Planet

 (33)
Erschienen am 31.12.2015
Cover des Buches A Closed and Common Orbit (ISBN: 9781473621459)

A Closed and Common Orbit

 (11)
Erschienen am 20.10.2016
Cover des Buches Record of a Spaceborn Few (ISBN: 9781473647619)

Record of a Spaceborn Few

 (9)
Erschienen am 24.07.2018

Neue Rezensionen zu Becky Chambers

Cover des Buches Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten (ISBN: 9783596035687)SternchenBlaus avatar

Rezension zu "Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten" von Becky Chambers

Space Opera voller Diversität
SternchenBlauvor 20 Tagen

Was ist ein kleiner, zorniger Planet? Der Titel hat bei diesem ScienceFiction-Roman zuerst neugierig gemacht. Und dann die (wenn z.T. auch durchwachsenen) Rezensionen. Aber irgendwie habe ich gar nicht abgespeichert, was für ein Vielzahl an diversen und wundervollen Charakteren mich erwarten wird, die an Bord des Raumschiffes Wayfarer Wurmlöcher ins All bohren.

Zunächst bin ich nämlich etwas gebremst gestartet. Chambers hat sich zwar ihren Weltenbau sehr genau überlegt und viele spannende und utopische Aspekte eingeflochten, die mir total gut gefallen. In dieser Welt ist längst nicht alles in Ordnung, aber wir bekommen ein Gefühl dafür, wie Respekt und friedliches Zusammenleben der Völker gelingen könnte und eine Überwindung von Rassismus, Sexismus, Ableismus und anderen -ismen machbar wäre. Die Zusammenhänge sind leider, gerade, aber nicht nur, am Anfang, sehr im Erklärduktus ausgebreitet und nicht so eher über Handlungen und die Charaktere. Und so dachte ich mir oft: komm mal zu spotte. Dabei hat mich – zum Glück – das Ensemble, das Chambers sehr ausgewogen schildert, früh „gekriegt“. Zum Glück, weil sonst hätte ich vielleicht abgebrochen. Fürs Durchhalten der Erklärpassagen wurde ich mit wundervollen Charakteren belohnt, für deren Diversität Chambers tolle Entsprechungen in der ScienceFiction findet. Der Wayfarer-Crew bin ich von Herzen gerne gefolgt und ich finde schön, wie die Freundschaft zum Ende hin sogar noch mehr gewachsen ist. Das große Showdown wurde mir dann leider wieder etwas zu schnell abgehandelt. Der Titelgebende Planet - und damit auch meine Ausgangsfrage - wurde zudem auch nicht wirklich behandelt. Vielleicht war ich auch enttäuscht, dass sich die positiven Aspekte von klein und zornig, die der Titel bei mir auslöste, dann doch nur ein Trugbild waren.

Schwächen im Plot wurmen mich leider immer sehr. Ich rate allerdings allen, die diverse Literatur und liebevoll ausgestaltete Charakter schätzen, die Durststrecken durchzustehen. Ich habe diesen Roman wirklich sehr gerne gelesen und habe mich nur sehr ungern von der Wayfarer-Crew verabschiedet. Da ich von einem Stand-Alone ausgegangen war, war ich umso erfreuter, dass es noch drei weitere Bände gibt (zwei davon bislang auf deutsch erschienen, der vierte Teil der Reihe nun 2021 auf englisch). So freue ich mich schon jetzt, wenn ich zur Wayfarer Crew zurückkehren kann. 4 von 5 Sternen.

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Cover des Buches Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten (ISBN: 9783596035687)J

Rezension zu "Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten" von Becky Chambers

Zu Herzen gehende Völkerverständigung der außerirdischen Art – bunt, unvorhersehbar, mit Tiefgang
Julia_Kathrin_Matosvor 2 Monaten

Dies ist ein utopischer Gegenentwurf zu „Krieg der Klone“ von John Scalzi. Viele außerirdische Spezies sind aufeinandergetroffen und entgegen der allermeisten Science-Fiction-Werke herrscht überwiegend Frieden, Wohlstand und freies Reisen. Immer mehr Völker schließen sich zur Galaktischen Union zusammen. Zwischen Menschen, Aliens und künstlichen Intelligenzen werden berufliche und freundschaftliche Beziehungen geflochten. Ein Hoch auf Diversität – angenehm unaufdringlich.
Der Roman beleuchtet überwiegend den Alltag an Bord der Wayfarer, eines kleinen Raumschiffs, das kurze Wegerouten im All generiert. Es gibt keine eindeutige Hauptfigur. Die Erzählperspektive wechselt. Zur Crew gehören: Captain Ashby Santoso, Rosemary Harper, Sissix, Kizzy, Mister Jenks, Mister Corbin, Dr. Koch, Ohan und die KI Lovey.
Ein übergeordneter Spannungsbogen zeichnet sich erst am Ende des Romans ab. Zu Beginn eines Kapitels hat man oft keine Idee, was passieren wird. Man lässt sich einfach überraschen, an die Hand nehmen, erlebt episodenhaft die Erlebnisse mit.
Ich brauchte ein paar Seiten, um hineinzufinden. Die X-Ray-Funktion beim eBook hat geholfen, die Teammitglieder, berufliche Qualifikation, Aussehen usw. richtig zuzuordnen. Umso besser ich die Charaktere kennenlernte, desto mehr habe ich es genossen. Ich war betrübt, als der Roman ausgelesen war. Es wirkt liebevoll, farbenfroh, lustig und traurig. Streckenweise kommen auch richtig Spannung und Dramatik auf. Faszinierend sind die Details zu unterschiedlichen Kulturen und Familienstrukturen und zu technischen Möglichkeiten. Religion scheint interessanterweise keine Rolle zu spielen. Enthalten sind Rückblicke auf die Geschichte der Erde sowie reizvolle philosophische Fragen, z. B. was Familie ausmacht und wie es sich anfühlt, wenn man zu den Letzten seiner Art gehört.
Meine Lieblingscharaktere sind Dr. Koch (Tiefgang) und Sissix (Humor, Offenherzigkeit, Andersartigkeit). Großartig sind die lebhaften Einblicke in die Kultur der Aandrisk. Zu meinen Lieblingskapiteln gehören „Port Coriol“, „Zirp“ (Begegnung mit Bär, Nib und Ember), „Der letzte Krieg“ und „Nest, Feder, Haus“. Ich habe mich von der Gefühlsachterbahn liebend gern mitnehmen lassen. Eine Verfilmung wäre sooo schön.
Das tolle Space-Opera-Erstlingswerk endet abgeschlossen. Traurig habe ich festgestellt, dass Band 2 der Reihe im gleichen Universum spielt, aber mit völlig anderen Figuren. Denen gebe ich natürlich auch bald eine Chance, mein Herz zu erobern.

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Cover des Buches Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten (ISBN: 9783596035687)Lisa_Papyruss avatar

Rezension zu "Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten" von Becky Chambers

Langer Titel mit super Story
Lisa_Papyrusvor 7 Monaten

Die Handlung lässt sich in ein paar Sätzen zusammenfassen, ohne zu viel von der Geschichte, die erzählt wird, zu verraten.
Die Geschichte dreht sich um Rosemary Harper die ihre Vergangenheit auf ihrem Heimatplaneten hinter dich lässt und einen Job auf einem Tunnlerschiff namens Wayfarer annimmt. Rasch freundet sie sich mit der Crew an. Die Crew ist eine gemischte Crew, besteht also aus verschiedene Alienrassen, die der Leser zusammen mit Rosemary kennen und lieben lernt.
Das Buch habe ich an einem Wochenende durchgelesen, was bei den 539 Seiten und einem eigentlich voll geplanten Wochenende, gar nicht so leicht war. Trotzdem hat der Roman mich von der ersten Seite angefesselt. Hier sind vier Gründe, warum ich den Roman liebe und ihr ihn unbedingt lesen solltet.
Grund 1: die Detailverliebtheit in den einzelnen Szenen
Damit ihr euch mehr darunter vorstellen könnt, gebe ich euch ein Beispiel, aber keine Sorge, ich werde euch die große Rahmenhandlung nicht spoilern. Die Crew der Wayfarer macht eine Besorgungstrip auf einen Markt auf eine für Rosemary fremden Planeten. Wie sehen den Markt durch Rosemarys Augen und ich hatte das Gefühl mit auf dem Trip gewesen zu sein. Die Begegnungen mit den Händlern des Markts sind einfach nur schön und die Vielzahl der Kulturen und Sprachen ist atemberaubend. Diese und weitere kleine Szenen haben den kleinen Wunsch in mir geweckt neue Welten und Kluturen und Menschen kennen zu lernen, zu erleben.
Grund 2: der Weg ist das Ziel
den namengebenden „kleinen, zoringen Planeten“ sehen wir erst ziemlich zum Schluss, der Großteil der Handlung ist der Weg dorthin, mit all seinen Wendungen und manchmal auch Irrungen. Aber das Großeganze wird nie aus den Augen gelassen.
Grund 3: die Charaktere
Nach nur wenigen Seiten habe ich so ziemlich alle Hauptcharaktere, also die Besatzung der Wayfarer, ins Herz geschlossen. Na ja, fast alle, bei zwei Besatzungsmitgliedern hat es eine Weile gedauert, aber nur bis man sie beser kennenlernt, ihre Hintergrundgeschichten und ihre Kulturen. Ab diesem Moment habe ich wirklich verstanden, warum sie so sind wie sie sind und sie ins Herz geschlossen. Am liebsten würde ich sie alle auf ihrer nächsten Tunnlermission begleiten.
Grund 4: die schiere Unendlichkeit der Welten und Völker und Kulturen
zu diesem Punkt muss ich eigentlich nicht mehr viel sagen, ich bin ja schon ein Stückweit in ersten Grund daraufeingegangen. Jedes uns neu vorgestellte Volk verfügt über die oben genannten letzten zwei Punkte. Sie alle sind interessant und haben mich auch ein bisschen zum Nachdenken angeregt. Insbesondere wie auf unserem Planeten mit den indigenen Völkern umgegangen wird, aber darüber soll es nicht gehen. Aber damit nicht alles so wage und unbestimmt bleibt, hier ein Beispiel. Nehmen wir zum Beispiel Sissix, sie ist eine Aandriskfrau, eine Reptilienspezis. Sie arbeitet auf der Wayfarer als Pilotin. Schon als Rosemary Sissix kennenlernt, erfahren wir direkt einige, der Punkte in denen sich die Lebensweise der Aandrisk von der, der Menschen unterschiedet. Sie haben ganz andere Familienstrukturen, später erfahren wir, dass Sissix zwei Familien hat, eine Nestfamilie und eine Federfamilie. Auch das Liebesleben der Aandrisk ist ganz anders, sie bilden keine Paare, sondern leben promiskuitiv in Familienverbänden zusammen. Um nur grob einen Einblick in ein anders Volk zu geben. Ich könnte noch eine Weile so weitermachen und euch noch so viel mehr zu Sissix und den Aandrisk erzählen. Aber nicht nur zu ihr, sondern auch zu den anderen Crewmitgliedern, die nicht zur menschlichen Spezies gehören.
Hier nochmal mein finales Fazit: lest den Roman und lasst euch mit reißen in eine neue unbekannte Welt voller kleiner Abenteuer.

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Gespräche aus der Community

Hallo liebe Leute,

Die Bücher von Becky Chambers haben mich so sehr berührt wie schon lange nichts mehr. Die Mischung aus Sci-Fi Setting und sehr menschlichen Themen kenne ich sonst nicht. Kann mir jemand etwas ähnliches empfehlen, auch gerne aus anderen Genres? Liebe Grüße, Philipp

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Zum Thema
Science Fiction Fans aufgepasst!
Mit "Zwischen zwei Sternen" erscheint nun endlich das zweite Buch von Becky Chambers auf Deutsch, nachdem sie bereits in "Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten" mit ihrem Wayfarer-Universum begeistern konnte. Ihr dürft euch auf eine grandiose Space Opera mit Tiefgang freuen!

Mehr zum Inhalt:

Früher hatte Lovelace ihre Augen und Ohren überall. Als KI-System der Wayfarer bekam sie alles mit, was auf ihrem Raumschiff passierte, und sie sorgte für das Wohlbefinden der Crew, für die Lovelace immer mehr eine Freundin war als nur ein System.
Dann kam der totale Systemausfall. Ihre Crew sah nur eine Möglichkeit, Lovelace zu retten: ein Reboot all ihrer Systeme. Als sie aufwacht, ist sie in einem Bodykit gefangen, eingeschränkt auf modifizierte menschliche Körperfunktionen – in einer Gesellschaft, in der eine solche Umwandlung verboten ist.
Doch Lovelace ist nicht allein: Pepper, eine chaotische Technikerin, die ihr Leben riskiert hat, um die Künstliche Intelligenz zu retten, hilft Lovelace, ihren Platz in der Welt zu finden. Denn Pepper weiß selbst nur zu genau, wie es ist, ganz auf sich allein gestellt zu sein und das Universum neu kennenzulernen …


>> Leseprobe

Begebt euch in dieser Leserunde gemeinsam auf eine aufregende Reise zu fernen Planeten, die mit High-Tech-Städten, künstlichen Lebewesen und jeder Menge großartigen Ideen auf euch wartet. 25 Testleser erhalten von uns ein Exemplar des Buches. Beantwortet für diese Chance ganz einfach folgende Frage:

Stellt euch vor, ihr würdet überraschend in einer anderen Gestalt als eurer bisherigen menschlichen aufwachen. Welche könnte das sein und wie würdet ihr damit umgehen?


Bitte beachtet für eure Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunden!
714 BeiträgeVerlosung beendet
Hallo liebe Sci-Fi-Fans!

Ich verlose ein nagelneues, ungelesenes Exemplar von "Zwischen zwei Sternen", da ich das Buch doppelt habe. Es ist der zweite Teil der Wayfarer-Reihe und aktuell läuft die Leserunde dazu. 

Es würde mich sehr freuen, wenn der/die Gewinner/in dort noch teilnehmen würde. Ihr solltet also sofort mit dem Lesen beginnen können.

Ich kann schon verraten: Es lohnt sich. Der zweite Teil ist mindestens genauso gut wie Teil 1. Ihr müsst "Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten" übrigens nicht gelesen haben, um den zweiten Teil zu verstehen. Die Geschichten können auch unabhängig voneinander gelesen werden.

Viel Glück!
32 BeiträgeVerlosung beendet

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