Der stille Sammler

von Becky Masterman 
3,8 Sterne bei123 Bewertungen
Der stille Sammler
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Positiv (81):
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Nicht ganz fesselnd, aber gut.

Kritisch (10):
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Eine unglaubwürdig handelnde ehemalige FBI-Agentin die man am liebsten die ganze Zeit schütteln möchte......schade.

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Inhaltsangabe zu "Der stille Sammler"

Als Brigid Quinn an den Leichenfundort in der Wüste Arizonas gerufen wird, erkennt die ehemalige FBI-Agentin sofort die Handschrift des Route-66-Killers: Floyd Lynch, der die Polizei zu den beiden Toten geführt hat, scheint jener
Serienkiller zu sein, den Brigid viele Jahre vergeblich gejagt hat. Doch irgendetwas stimmt nicht, das spürt auch Laura Coleman, die nun die Ermittlungen im Fall Lynch leitet. Verzweifelt, weil niemand ihre Bedenken teilt, vertraut sie sich
Brigid an - und ist kurz darauf spurlos verschwunden.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404171811
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:15.01.2015
Das aktuelle Hörbuch ist am 10.04.2013 bei L�bbe Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    PettiPs avatar
    PettiPvor einem Monat
    Kurzmeinung: Nicht ganz fesselnd, aber gut.
    Der Route 66 Killer

    Route 66 Killer zu sein. Bei der Suche nach ihm wurde vor Jahren Quinns junge Kollegin getötet. Nun wendet sich FBI Agentin Laura Coleman an Brigit und bringt Brigit Quinn, ehemalige FBI Agentin wird plötzlich mit ihrem letzten großen Fall konfrontiert. Floyd Lynch wird verhaftet und gesteht, der seit langem gesuchte Zweifel an dem Geständnis Lynchs vor. Da das restliche FBI nicht an ihre Theorie glaubt, rollt Coleman mit Hilfe von Quinn den Fall wieder auf. Dieser Thriller von Becky Masterman fasziniert durch seine schonungslose Grausamkeit. Leider konnte er mich nicht 100%ig fesseln. Der Schreibstil ließ die Spannung immer wieder abfallen, in dem private Nebensächlichkeiten berichtet wurden. Mich hat die einzelne Lebensgeschichte der jeweiligen Protagonisten schon interessiert, aber bitte nicht auf Kosten der Spannung. Ab ca. dem letzten Drittel des Buches stieg dann die Spannung aber doch noch, so dass ich dann komplett in die Geschichte hineingefunden und gefesselt war. Was dann auch zu der recht guten Bewertung führte.
    Die einzelnen Charaktere wurden sehr gut dargestellt. Vor Allem Brigit Quinn, die eine nicht vom Leben verwöhnte Ex- FBI Agentin, die nur noch sich selber vertraut.
    Fazit: Ein guter Thriller, mit einer spannenden Geschichte, die aber etwas Durchhaltevermögen verlangt. Durchaus empfehlenswert. 

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    supersusis avatar
    supersusivor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein superspannender Thriller, der auch sprachlich genau meinen Geschmack trifft. Allein das Cover ist schon toll mit diesem coolen Käfer dr
    Superkrimi

    Allein das Cover ist schon toll mit diesem coolen Käfer drauf ! Und der Krimi selbst ist auch klasse. 

    Brigid Quinn, ehemalige FBI Agentin wird dazu geholt, als man mumifizierte Leichen ohne Ohren findet. Und diesmal gibt es einen Verdächtigen...

    Zum Inhalt selbst möchte ich nicht mehr viel sagen, denn man ist sofort drin in der Story und es liest sich wie von selbst. Spannung von Anfang an, die bis zum Schluß anhält. Quinn finde ich sehr sympatisch mit ihren Schwächen, Sorgen und Nöten. Auch ist die Sprache mit ihren Metaphern und dem Humor genau mein Fall. Was mir auch sehr gefallen hat, ist die ungewöhnliche und überraschende Erzählperspektive zu Anfang des Buches. Ich möchte auf jeden Fall mehr davon lesen und auch meine Kollegin, der ich das Buch danach zu lesen gab, war begeistert und meinte, dass sie sonst ca anderthalb Wochen an einem Buch liest, dies aber in 2 Tagen verschlungen hat. 

    Was den Humor angeht, so liebe ich Passagen wie diese : " Bevor ich die Gelegenheit hatte, unser Gespräch zu einem Dialog zu machen, fuhr sie auch schon fort...."  Alles in allem ein superspannender Thriller, der auch sprachlich genau meinen Geschmack trifft. 


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    Inasbuecherregals avatar
    Inasbuecherregalvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Eine unglaubwürdig handelnde ehemalige FBI-Agentin die man am liebsten die ganze Zeit schütteln möchte......schade.
    Der Stille Sammler - Becky Masterman

    Eine ehemalige FBI-Agentin befindet sich auf der Jagd nach dem Route-66-Killer, der Schuld am Mord ihres Schützlings ist. Es gibt nur ein Problem: Ihr Mann darf weder etwas von ihrer Vergangenheit wissen, geschweige von Ihren jetzigen Ermittlungen. Ihre Nachfolgerin beim FBI bittet sie um Hilfe um einige Ungereimtheiten im Geständnis der Verdächtigen zu überprüfen. Nach anfänglichem Zögern willigt Brigid Quinn ein da sie sich noch immer schuldig fühlt. Anfangs von Brigid noch von Oben herab behandelt wird Agentin Coleman schnell zur Verbündeten.

    Ein unvorhersehbares Ereignis fordert eine Entscheidung von Brigid, aber war es die richtige?

    Die Autorin schreibt manchmal sehr blumig, eine Ausdrucksweise die man eher in einem Liebesroman als in einem Thriller erwartet. Auch bedient sie sich Vorausblicken wie „….das hätte ich lassen sollen“ oder „deshalb war mir bis jetzt noch nicht der Gedanke gekommen, ich könnte in Gefahr sein“. Das stört etwas, da man in dem Moment schon genau weiss dass die momentane Handlung eine negative Auswirkung auf das zukünftige Geschehen hat.

    Die vielen Verwirrung erscheinen manchmal etwas anstrengend, ebenso sind die Entscheidungen und Handlungsweisen der Protagonistin oft unglaubwürdig. Unwahrscheinlich das eine erfahrene FBI-Agentin solche Fehlentscheidungen trifft, zumal immer wieder darauf hingewiesen wird, wie taff Brigid Quinn eigentlich ist.

    Die Auflösung kommt ziemlich am Schluß, so dass das ganze Buch über die Spannung erhalten bleibt. Das tröstet leider nicht über den Rest des Buches hinweg.


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    Buecherspiegels avatar
    Buecherspiegelvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Auch ältere Ladys sollte man nicht unterschätzen, dass sie den bösen Jungs noch einiges entgegenzusetzen haben. Davon möchte ich mehr lesen
    Wüste, Hitze, Serienkiller: Unterschätzt nie die Schlagkraft einer FBI-Agentin a. D.

    Ein etwas älteres Werk, von 2013, ist der Thriller von Becky Masterman „Der stille Sammler“, bei der eine schon ältere Ermittlerin a. D. die Hauptrolle spielt. Brigid Qinn ist bereits 59 Jahre alt und endlich mit dem Mann ihrer Träume verheiratet, als sie ihre Vergangenheit einholt. Sie ist bereits mehrere Jahre in Pension und hat vorher beim FBI gearbeitet. In jungen Jahren Undercover unterwegs, musste sie nach einem Unfall ihren aktiven Dienst aufgeben, hat aber noch einiges auf Lager; ihre Fitness ist bewundernswert.
    Sie kommt einem so wunderbar normal vor, diese Brigid Quinn, endlich mal eine ältere Frau, die ihre Qualen mit dem Alter und ihrer Arbeit hat, die sie ja doch nie so richtig los gelassen hat. Die Autorin selbst lebt und arbeitet in Arizona, deshalb wirkt auch ihre Protagonistin dort. Es ist heiß, Wüsten spielen genauso eine Rolle wie höher gelegene Obstplantagen. Handwerklich gut geschrieben wird ein Spannungsbogen aufgebaut, bei der auch die noch junge Liebe von Brigid auf eine harte Probe gestellt wird.
    Wie ich schon oft in anderen Roman und auch in Filmen entnehmen konnte, werden Menschen außerhalb eines Militärumfeldes oder einer Polizeistation oder des, wie hier spielenden, FBI, als Zivilisten bezeichnet. Als gebe es außerhalb dieses Dunstkreises keine Menschen, die ebenfalls gewisse Kenntnisse und Fähigkeiten besitzen würden, die dort ausgebildet werden. Meist kommt das abwertend herüber, genauso ist es auch hier. Brigid sagt ihrem Mann nicht die Wahrheit über das, was sie in ihrem Job geleistet, getan hat. Sie unterschätzt ihren Mann darin, dass er selbst so einiges erlebt und auch ertragen kann. Zum Beispiel hat sie einen unbewaffneten Menschen getötet. Darin ist sie gut, darin ist sie ausgebildet. Als sie selbst nicht mehr Undercover arbeiten konnte, bildete sie eine jüngere Kollegin aus, die ihren Job übernehmen musste. Doch es kam zu einer fatalen Kette von Missverständnissen und die junge Kollegin, Jessica, wurde vom sogenannten Rout-66-Killer entführt, Brigid und ihre Kollegen mussten davon ausgehen, dass sie tot ist. Bald darauf ging sie in Pension.
    Brigid wird reaktiviert, als ein Serientäter gesteht, dieser Route-66-Killer zu sein, der sie und ihre Nachfolgerin, Laura Coleman, nach Jahren der Suche zur Leiche von Jessica führt. Ihr ehemaliges Team holt sie ab, Max, der Ermittler, David Weiss, der Profiler. Schnell findet sie heraus, dass der Killer mitnichten der ist, der er vorgibt zu sein. Und auch Laura ist alles andere als überzeugt. Doch ihre Vorgesetzten wollen nichts davon wissen, sie lassen die Frauen ins Leere laufen. Selbst, als Laura entführt wird, wie es scheint, und Brigid von einem anderen Mörder angegriffen wird, ändert sich nichts. Nicht aber für Brigid. Sie kann den Angriff abwehren, doch tötet sie aus versehen den Mistkerl. Nun begeht sie den großen Fehler, der sie durch die gesamte Geschichte wie ein roter Faden begleiten wird. Sie vertuscht den Mord, erklärt sich ihrem Mann gegenüber ebenfalls nicht und geht nun alleine auf die Jagd nach dem Entführer von Laura und dem Route-66-Killer.
    Es kommen die üblichen Kehrtwendungen, Überraschungen, das gesamt Paket, was einen guten Thriller ausmacht. Die Autorin profitiert davon, dass sie seit vielen Jahren in einem amerikanischen Verlag, der auf forensische Fachliteratur spezialisiert ist, als Lektorin arbeitet. Hier hat sie die besten Experten auf diesem Gebiet gleich in Reichweite, bei denen sie sich so manchen Rat holen konnte, und das merkt man dem Thriller auch an. Der nachfolgende Band mit Brigid Quinn als Ermittlerin a. D. ist bereits erhältlich unter dem Titel „Bis du tot bist“, ebenfalls beim Lübbe Verlag erschienen.

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    scherf-thrillers avatar
    scherf-thrillervor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Roman, der die Selbstzweifel einer alternden FBI-Ermittlerin über die Taten des Killers stellt.
    Großes Erzählkino, das starke Bilder produziert

    Brigid Quinn, eine pensionierte FBI-Agentin, deren Lebenseinstellung durch Undercoverarbeit aus den Fugen geriet, wird in einem Fall des Route 66-Killers um Mithilfe gebeten. Ein Fall, der nicht nur alte Narben aufreißt, sondern auch ihr Leben bedroht.


    Die Autorin beweist in diesem spannend geschriebenen Roman, über welche Wortgewalt sie verfügt und dass sie mit dieser Waffe des geschriebenen Wortes sehr gut umzugehen weiß. Der Leser erhält klare Bilder über Charaktere und Landschaften, spürt die Nähe der Gefahren und den Selbstzweifel der Protagonistin. Nicht der Mörder oder die Tat selbst wird in den Vordergrund gerückt, sondern der innere Trümmerhaufen, mit dem Brigid Quinn schon seit Jahren leben muss. Erst die Ermittlungsergebnisse einer jüngeren FBI-Kollegin, die in dem Fall des Killers ermittelt, liefern der bereits ergrauten Agentin Hinweise auf den wahren Täter.

    Ein Buch, dem ein hervorragender Schreibstil den so wichtigen Lesereiz verleiht.

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    Kerrys avatar
    Kerryvor 3 Jahren
    1. Band der Brigid-Quinn-Reihe

    Die 59-jährige Brigid Quinn ist schon seit einigen Jahren im Ruhestand, doch zur Ruhe kommt sie nicht wirklich. Die ehemalige FBI-Agentin konnte bis heute nicht verwinden, dass bei einem ihrer Einsätze alles schief ging, was nur schief gehen konnte und sogar eine Kollegin einem Serienkiller (Route 66 Killer) in die Hände fiel. Ihre Leiche wurde bisher noch nicht gefunden.

    Seit ihrem Ausscheiden aus dem FBI-Dienst hat Brigid geheiratet und verbringt ihre Zeit hauptsächlich damit, den Haushalt zu führen bzw. ihren Hobbys nachzugehen. So sammelt sie mit großer Leidenschaft Steine für ihren heimischen Garten und wird bei einem ihrer Ausflüge überfallen. Es gelingt ihr, den Täter zu überwältigen und schlussendlich zu töten, doch sie ahnt, dass ihr auf Grund ihrer Vergangenheit kaum jemand eine Notwehr-Aussage abnehmen wird, deswegen schweigt sie über diesen Vorfall.

    Als kurz darauf Floyd Lynch die Taten des Route-66-Killers gesteht, scheint für die Ermittler alles geklärt zu sein, doch Brigid selbst schleichen Zweifel, denn es scheint auf einmal "zu perfekt", den Täter präsentiert zu bekommen. Tatsächlich entdeckt Brigid im Laufe ihrer eigenen Nachforschungen Ungereimtheiten und begibt sich selbst in große Gefahr, um dieses Rätsel, das sie bereits seit Jahren quält, zu lösen ...


    Der 1. Band der Brigid-Quinn-Reihe! Der Plot wurde realistisch erarbeitet, jedoch fehlt es ihm in meinen Augen an Spannung, denn teilweise hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte nur noch auf der Stelle steht und sich gar nicht wirklich entwickelt und zu einem Finale hin bewegt. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, wobei ich sagen muss, dass eine 59-jährige jetzt nicht unbedingt meine Traum-Protagonistin für einen Thriller ist, ich fand die Figur alles in allem sehr durchschnittlich. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, jedoch konnte dieser das mittelmäßige Buch jetzt nicht sonderlich pushen.

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    Virginys avatar
    Virginyvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Endlich mal ein Thriller, mit einer knackigen Rentnerin, die sich trotzdem zu wehren weiß...
    Der stille Sammler

    Brigid Quinn ist 59 und hat vor 4 Jahren ihren Dienst beim FBI quittiert, so ganz losgelassen hat sie das Ganze jedoch noch nicht, denn auch sie hat einen Fall, den sie nicht abgeschlossen hat, der des  Route-66-Killers.
    Doch nicht nur der Mörder läuft noch frei herum, sie hat auch eine junge Agentin für den Undercovereinsatz ausgebildet und die ist zum letzten Opfer des Killers geworden, ihre Leichen blieb allerdings verschwunden.
    Inzwischen lebt Brigid mit einem ehemaligen Priester zusammen, der nicht viel über ihre Vergangenheit weiß.
    Als man bei ihr um die Ecke Floyd Lynch verhaftet, der gesteht, der Route-66-Killer zu sein, wird Quinn von der nun ermittelnden FBI Agentin hinzugezogen, denn sie denkt, dass Lynch nicht der Mörder ist, auch wenn er viele Details weiß, die der Öffentlichkeit vorenthalten wurden.
    Bald ist auch Brigid davon überzeugt, dass er jemanden anders deckt.
    Sie will den Fall unbedingt lösen und wird damit selbst zur Zielscheibe, auf einem ihrer Spaziergänge will sie ein Fremder entführen, aber sie ist vorbereitet, vielleicht zu gut, denn der Mann überlebt das Zusammentreffen nicht.
    Und da ihr Mann nichts erfahren soll, muß Brigid ihn verschwinden lassen, dabei entdeckt sie bei ihm Bilder von sich, sie war also kein Zufallsopfer.
    Hatte er vielleicht gar etwas mit dem Route-66-Killer zu tun?

    Becky Mastermans Heldin ist mal nicht die wunderschöne Agentin, nein, sie ist fast 60 und schon aus dem Dienst ausgeschieden, trotzdem ist sie eine clevere alte Lady, mit der nicht zu spaßen ist.
    Auch wenn Brigid manchmal erst handelt und dann erst nachdenkt, war sie mir doch sehr sympatisch, eben gerade, weil sie nicht perfekt ist.
    Dafür gibts von mir 4 von 5 Sternen und ich hoffe auf eine Fortsetzung.


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    Guaggis avatar
    Guaggivor 3 Jahren
    Konnte mich leider nicht ganz überzeugen

    Diesen Thriller hatte ich im Buchregal eines Geschäftes erblickt und wurde sofort von dem Cover angezogen.
    Ich scheine eine Schwäche für Insekten zu entwickeln, die sich auf Buchcovern tummeln.
    Ich fand die Kurzbeschreibung recht interessant und griff zu.
    Was mich dann jedoch gleich zu Anfang etwas irritierte war, das sich der Prolog anscheinend nicht nur in der Zukunft abspielte, sondern auch noch aus einer anderen Perspektive erzählt wurde, wie der Rest der Geschichte.
    So wurde der Kernteil aus der Ich-Perspektive der Hauptprotagonistin wiedergegeben und dieser Umstand gefiel mir recht gut. Ich lernte die ehemalige FBI-Agentin ziemlich gut kennen und konnte dadurch ihre Handlungsweise und ihre Beweggründe um einiges besser verstehen, dennoch ging ihr Verhalten mir so manches Mal auf die Nerven. Stur, uneinsichtig und selbstgängerisch sind nur einige Adjektive, die mir spontan zu Brigid Quinn einfielen.
    Der Verlauf der Handlung war direkt von der Hauptprotagonistin abhängig und ich erfuhr nur so viel über den Fall, wie sie selbst noch wusste oder mitgeteilt bekam. So konnte ich Brigid förmlich beim Recherchieren begleiten und alles aus ihrem Blickwinkel betrachten.
    Keine Informationen aus der Sichtweise des Täters oder anderer Protagonisten zu erhalten, war für mich anfangs ziemlich ungewohnt und ich konnte mich auch nur schwer darauf einlassen. Die Identität des Täters überraschte mich ungemein und ich fragte mich andauernd, ob ich sie mit mehr Hintergrundinformationen wohl hätte erahnen können.

    Der stille Sammler ist eigentlich ein recht durchdachter Thriller, der auch mit einigen Wendungen aufwarten kann, die seinen Leser überraschen werden. Dennoch war ich nicht zu hundert Prozent überzeugt.

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    pardens avatar
    pardenvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Starke Ermittlerin, spannender Fall, schwarzer Humor - für mich ein tolles Thriller-Debüt!
    Alter schützt vor gar nichts...

    ALTER SCHÜTZT VOR GAR NICHTS...

    Das nenne ich mal einen ungewöhnlichen Thriller. Keine typische Ermittlerin hält hier das Zepter in der Hand, sondern eine ausgemusterte FBI-Agentin, die sich mit ihrem Ehemann, einem ehemaligen Priester, an den Rand der Wüste Arizonas zurückgezogen hat. Mit ihren 59 Jahren und leichten Hüftproblemen zieht Brigid Quinn gerne los und sammelt außergewöhnliche Steine. Der Prolog beginnt entsprechend und fast idyllisch, nur dass sie beim Steinesammeln beobachtet wird - von einem Mann, der auf ältere Frauen steht und von dem nichts Gutes zu erwarten ist. Dass er sich diesmal womöglich die falsche Frau ausgesucht hat, wird er später im Laufe der Geschichte noch erleben.
    Doch eigentlich geht es hier um einen ganz anderen Fall. Obwohl Quinn schon lange nicht mehr für das FBI arbeitet, wird sie plötzlich zu einem Leichenfundort gerufen. Der einzig ungelöste Fall ihrer Karriere, der Route-66-Killer, kommt wieder auf den Tisch. Brigid hat jahrelang versucht, diesem Serienkiller auf die Spur zu kommen, denn immerhin hat der auch eine junge FBI-Kollegin, die als Lockvogel agiert hatte, auf dem Gewissen. Nun endlich steht die 59Jährige vor der mumifizierten Leiche der Vermissten, und der Fall scheint abgeschlossen, denn Floyd Lynch hat die Polizei zum Fundort geführt und scheint der Gesuchte zu sein. Aber Brigid Quinn ahnt, dass es so einfach nicht ist - irgendetwas stimmt da nicht. Der Meinung ist auch die FBI-Ermittlerin Laura Coleman, die die Ermittlungen im Fall Lynch leitet. Doch die beiden Frauen stoßen überall auf taube Ohren. Und schließlich verschwindet auch Laura Coleman...

    Eine gegen alle - darauf läuft das ganze schließlich hinaus. Brigid Quinn ist eine toughe Frau, die sich die Butter nicht vom Brot nehmen lässt und sich notfalls mit allen anlegt. Ein sperriger Charakter, durchaus mit Prinzipien - die aber nicht unbedingt konform gehen müssen mit irgendwelchen Vorschriften oder Gesetzen. Als Coleman spurlos verschwindet und weder bei der Polizei noch beim FBI jemand einen Handlungsbedarf sieht, erwacht Quinns Jagdinstinkt und ihre Wut. Körperlich vielleicht nicht mehr die Fitteste, verhelfen ihr Berufserfahrung und Instinkt doch zu dem notwendigen Rüstzeug - auch wenn es manchesmal ganz schön haarig wird.

    Dabei ist der Thriller abgesehen von einzelnen Szenen eher einer der ruhigen Art. Im Mittelpunkt steht die 59jährige ehemalige FBI-Agentin, und durch die Ich-Perspektive erlebt der Leser hautnah mit, was Quinn tut, denkt und fühlt. Spröde, drahtig, verschlossen, dabei immer einen passenden Spruch auf den Lippen - und gleichzeitig voller Furcht, ihr Mann könne hinter ihre Fassade schauen und ihr wahres Ich sehen. Trotz ihrer ruppigen Art mochte ich die Ermittlerin von Seite zu Seite mehr, erlebte mit, wie sie sich mit jedem Zug weiter in die Sch... ritt und vertraute letztlich doch darauf, dass  sie sich am eigenen Schopf wieder aus dem Sumpf zieht. Wie auch immer.


    Die unverblümte Konfrontation mit einem liebenden Mann ist furchterregend. Sogar für mich...


    Der flotte Schreibstil, der schwarze Humor, der sperrige Charakter der 'ollen Fregatte' und letztlich auch der eigentliche Fall - all das konnte mich für diesen Thriller einnehmen, der damit für mich ein gelungenes Debüt darstellt und mich neugierig werden lässt auf den zweiten Band der Reihe...



    © Parden

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    SalanderLisbeths avatar
    SalanderLisbethvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Mainstream-Thriller mit sperriger FBI-Agentin.
    Best Ager auf Verbrecherjagd


    In Becky Mastermans Debut geht es um die pensionierte 59-jährige FBI-Agentin Brigid Quinn, die zurückgezogen in einer neuen Beziehung in der Wüste Arizona lebt. Die kleine, grauhaarige Frau mit Hüftproblemen leidet oft unter Alpträumen aufgrund ihrer mitunter gewalttätigen Vergangenheit. Es belastet sie immer noch, dass sie ihren letzten Fall, den Route-66-Serienkiller nicht fassen konnte. Auch fühlt sie sich am Tod einer jungen, ihr anvertrauten Kollegin schuldig, die damals zum Opfer und nie gefunden wurde. Diese Abgründe hält sie vor ihrem Mann, einem liebenswerten Professor geheim, um ihr spätes Glück nicht zu gefährden.
     
    Als jetzt ein geständiger Verdächtiger zu dem Fundort der Leiche führen will, wird sie als ehemalige Ermittlerin hinzugezogen. Doch Brigid, unser Golden Girl zweifelt das Geständnis an und hat immer noch genug Wut im Bauch (siehe Originaltitel ‚Rage against the dying) um auf eigene Faust zu ermitteln. Weil sie auch hier weder ihren Mann noch das FBI informiert, verstrickt sie sich ohne Not immer mehr in Lügen.
     
    Die ungewöhnliche Protagonistin war der Grund für mein Interesse an dem Roman. Und ich mochte die spröde, drahtige, verschlossene Frau, zum einen immer einen coolen Spruch auf den Lippen, zum anderen aber unfähig sich jemandem anzuvertrauen. Brigid Quinn erzählt in der Ich-Form und daher ist man ihr und ihren Gedanken immer sehr nahe. Trotzdem sind ihre Handlungen nicht immer schlüssig oder nachvollziehbar. 
     
    Nach einem vielversprechendem spannenden Prolog, in dem unsere Heldin von einem Serienmörder (noch einer?) als vermeintlich leichtes Opfer angegriffen wird, fällt die Spannung trotz hohem Tempo in den nachfolgenden Kapitel leider ab.
    Auch fand ich den eigentlichen Fall des Route-66-Killers nicht besonders originell und zu nah an Altbekannten. Als Brigid letztendlich fast zufällig dem Täter auf die Spur kommt, stellt man verwundert fest, dass noch ca. 55 Seiten zu lesen sind und man hofft vergeblich noch auf die ein oder andere Wendung.
     
    Nach dem zu erwartenden Showdown am Schluss war auch das Motiv des Killers für mich nicht besonders ersichtlich.
     
    Den Mainstream –Thriller, bei dem die Autorin mit fundiertem Wissen in Forensik glänzt, kann man lesen, muss man aber nicht.

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