Ausgewiesen

von Bei Ling 
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Ausgewiesen
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Inhaltsangabe zu "Ausgewiesen"

Im Westen hoch angesehen, im eigenen Land unerwünscht: Bei Ling – Verleger, Autor und Freund der Dissidenten Liu Xiaobo und Ai Weiwei – gibt in diesem autobiographischen Sachbuch Einblicke in die Mechanismen der chinesischen Staatsmacht, insbesondere der Zensur. Durch seine Arbeit als Verleger und Autor gerät er immer wieder ins Visier der Partei, 2000 wurde er von den chinesischen Sicherheitsbehörden verhaftet, weil er die regimekritische Literaturzeitschrift Tendenzen herausgegeben hatte; Susan Sontag und Günter Grass setzten sich erfolgreich für seine Freilassung ein.
Nicht nur im eigenen Land will man ihm den Mund verbieten – von der Frankfurter Buchmesse wurde der Exilchinese 2009 als Podiumsgast zunächst ein-, dann auf Druck der offiziellen chinesischen Delegation wieder ausgeladen. In 'Ausgewiesen' gibt Bei Ling Einblicke in den chinesischen literarischen Untergrund, erzählt von seiner Zeit in Gefangenschaft und davon, wie es ist, keinen heimatlichen Boden betreten zu dürfen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783518423004
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:194 Seiten
Verlag:Suhrkamp
Erscheinungsdatum:12.03.2012

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    Duffys avatar
    Duffyvor einem Jahr
    Der Kampf der Literaten in China

    Die Geschichte des im Westen hoch angesehenen Autors und  Verlegers ist untrennbar mit der Geschichte seiner schreibenden Exil-Kollegen verbunden. Bei Ling erzählt, wie er im Jahr 2000 von den chinesischen Sicherheitsbehörden verhaftet und ausgewiesen wurde, mit welchen Widrigkeiten er im Exil in den USA zu kämpfen hatte und wie er einen unabhängigen Zweig des chinesischen P.E.N.-Clubs gründete. In erster Linie ist das aber die Geschichte der unabhängigen Literaturschaffenden in China, die ständig Repressalien ausgesetzt sind und nicht selten das Schicksal Lings teilen müssen und ins Exil gehen.
    Nun gibt es sicher Menschen, die für ihre Überzeugungen härtere und längere Gefängnis- oder Lageraufenthalte auf sich nehmen mussten, aber darum geht es nicht. Es geht um die Freiheit, um das Denken ohne Repressalien, die Unabhängigkeit des Wortes, einfach um die Grundwerte des Menschen, egal, in welchem Land oder unter welchem Regime  er lebt. Dass sich so ein großes Land wie China mit der Demokratie und den Grundrechten schwer tut, ist nicht ganz so überraschend. Machtpolitische Überlegungen gerade in großen Ländern führten schon immer zu rigorosen Regelungen, doch wenn ein Land seine Bürger mit dem MIttel der Erpressung gängelt, dann werden die Menschenrechte mit Füßen getreten. Genau das macht den Kampf von Menschen wie Ling aus, den sie bis zur Erschöpfung und moralischen Schmerzgrenzen führen.
    Es ist ein Buch, das Bewunderung für den Autor und Aktivisten Ling hervorruft, denn man benötigt jede Menge Standfestigkeit und Glauben an "höhere" Werte, um den Kampf gegen ein Regime wie China aufzunehmen. Was dann emtional aus diesen Kämpfern wird, lässt sich hier sehr gut nachvollziehen.

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