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Ruhland_Verlag

vor 2 Jahren

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Hallo Ihr Lieben und alle Fans von Beile Ratut,

heute möchten wir euch zu einer neuen Leserunde einladen, zum neuen Buch von Beile Ratut, einem Band mit Erzählungen, der am 01. Oktober 2015 erscheint: WELT UNTER SECHS.

Der Debütroman von Beile Ratut, „Das schwarze Buch der Gier“, landete auf Anhieb 2014 als Kandidat auf der Hotlist der unabhängigen Verlage. Nun legt Ratut mit „Welt unter Sechs“ einen Erzählband vor. Das „Verschwinden des Maskulinen“ beschäftigte Ratut schon in einem Essay für die „Tagespost“ (http://www.kath.net/news/50740). Das Thema ist nach wie vor aktuell in einer Zeit, in der Geschlechterrollen auseinanderbrechen und damit auch Identitäten verloren gehen. In den drei Erzählungen – Das Schandmal, Heilige Nacht, Flut – schreibt Ratut über den Mann auf der Suche nach seiner Bestimmung als Mann, Vater, Liebender – und von seinem Gebrochensein. Sie erzählen von der Unfähigkeit, sich zu spüren, und einem möglichen Weg hin zu seiner Identität, erzählen von Gewalt, Kälte, Übergriffen – und der Kraft der Liebe. Sie erzählen von der Macht des Mannes und wie er diese missbrauchen kann. 

Zitat: „Manchmal will er innehalten, im Trotz des treulosen Mannes die Weisheit freien.“ So steht der Mann in der Welt. Unbehaust und verirrt. Hartherzig und tändelnd. Wie kann er heil werden? Wie kann er entdecken, wer er wirklich ist?

Klappentext:

Drei Erzählungen von Beile Ratut: von Männern, die fehlgehen, zerbrechen und sich auf die Suche machen nach ihrer Bestimmung als Mann, als Liebender, als Vater. In bestechender Sprache, poetisch und eindringlich erzählt Ratut von zerstörerischen Irrtümern und der Weigerung, dem sanften Ruf zu folgen, von Anmaßung, Zorn und Ausflüchten, aber auch vom Wiederfinden des Paradieses, von Versöhnung, Überwindung und Gnade. Ein zeitloser Band über die herausragende Rolle des Mannes in dieser Welt.

Noch ein Zitat: „Mannsein, das war seine Formel der Unterwerfung, das war die Aufforderung zur Täuschung. Mannsein, das war das Missgönnen des Empfindens, das war irregeleitete Gier und vergoldete Verächtlichkeit. Mannsein, das war etwas, das man erringen musste, doch er hatte nur eine Täuschung errungen.“

Ihr kennt die Regeln. Bewerbungen bitte nur, wenn ihr mitlesen und mitdiskutieren wollt und anschließend eure Rezis auf lovelybooks und die üblichen Portale stellt. Ansonsten drohen Haftstrafen von mindestens dreieinhalb Jahren sowie Schokoladenentzug, meine Lieben ...

Wir freuen uns auf euch und eure Bewerbung und all eure Gedanken!

Euer Nikodemus

PS. Wer mitlesen wird, entscheidet dieses Mal das Los. 

Autor: Beile Ratut
Buch: Welt unter Sechs
1 Foto

angel1843

vor 2 Jahren

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Das Buch klingt gut! Ich würde es gerne lesen!
*räusper* Nun zum Schokoladenentzug! Das ist ist ja echt hart, aber für mich kein Problem! Ich kann mir meinen Stoff auch woanders besorgen! ;D Zur Haftstrafe! Wenn's soweit kommen sollte, hoffe ich auch ein mildes Urteil! Denn ich lese einfach gern und viel!

Yogine

vor 2 Jahren

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Wow, die Sprache der Zitate nimmt mich sofort gefangen. Ich habe bisher noch nichts von Beile Ratut gehört und gelesen, aber wenn das Buch im gleichen Stil wie die Zitate geschrieben ist, bzw das restliche Buch diesen hohen Level beibehält - Respekt.
Da mich auch das Thema ungemein interessiert, möchte ich mich jetzt schon total hibbelig um ein Leseexemplar bewerben 💖
Mit ganz lieben Grüßen

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Yogine

vor 1 Jahr

Heilige Nacht
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@mabuerele

Oder die Mutter ist unfähig zu handeln, weil sie das nur ihrem Mann überlassen hat.

Yogine

vor 1 Jahr

Heilige Nacht
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@Archimedes

Das geht mir auch so. Ich muss auch öfters überlegen, was Beile Ratut sagen möchte, vieles erschließt sich nicht im ersten Augenblick.

Yogine

vor 1 Jahr

Flut
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Diese Geschichte gefällt mir bisher am besten, weil die Sprache am eingängigsten ist.

Yogine

vor 1 Jahr

Flut
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Die Beschreibung der heutigen Zeit finde ich unglaublich schön, Seite 138:
"Aber wir glauben, wir könnten die Wahrheit hingeben, sie aufgeben für einen schnell abblätternden Erfolg, für bald schon verwitterte Besitztümer, für irgendein menschengemachtes Abkommen."

Yogine

vor 1 Jahr

Flut
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Guuna schreibt:
Ich finde aber gerade Flut irgendwie ruhig und heilsam zu lesen und war überrascht (auch ich hatte die anderen beiden Bücher der Autorin gelesen. Ich finde, sie schreibt über Männer, wie viele wirklich sind, wenn man mal genau hinschaut und die Dinge beim Namen nennt, Und sie bleibt nicht dabei, sondern zeigt, dass Männer darüber hinauswachsen können.

Diese Meinung teile ich. "Flut" gefällt mir am besten von den drei Geschichten. Sie hat mich sprachlich mehr erreicht als bei den anderen Geschichten. Für mich ist diese Geschichte mehr aus dem Leben erzählt.
Die anderen Bücher der Autorin kenne ich leider nicht, deshalb kann ich nicht beurteilen, ob diese Geschichten härter sind oder nicht.

Yogine

vor 1 Jahr

Was meinst du zur Rolle des Mannes? Im Leben der Frau? Im Leben seiner Kinder?
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Floh schreibt:
Ich habe solche krassen Leiden glücklicherweise noch nicht wahrgenommen in meinem Umfeld. Vielleicht habe ich aber auch nicht so genau geschaut?!? Ich finde die Situationen sehr erschreckend, und hoffe dass es eher seltene Fallbeispiele sind.

Aus meiner Erfahrung ist es so, dass viele Menschen das Leid anderer nicht sehen wollen. Oft auch, weil sie mit "solchen" Dingen nicht gut umgehen können, sie lieber totschweigen wollen, genauso wie ihre eigenen Probleme in ihren Beziehungen.

Ich finde auch, dass wir nicht gut auf ein lebbares Miteinander vorbereitet werden. In meinem Umfeld ist es nicht üblich, Konflikte offen anzusprechen und somit überhaupt erst den Weg für Lösungen zu bereiten.
Wer pflegt denn positive und wertschätzende Kommunikation?
Ich habe mir schon vor Jahren angewöhnt, positive Dinge im Alltag hervorzuheben. Ich bin immer wieder überrascht, wie überrascht und erstaunt die Menschen sind und wie freudig sie dies aufnehmen und annehmen.

Yogine

vor 1 Jahr

Was meinst du zur Rolle des Mannes? Im Leben der Frau? Im Leben seiner Kinder?
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Beile schreibt:
Ich weiß nicht, inwieweit diese Geschichten überspitzt sind. Meistens bleiben Menschen in ihren Lebenslügen. Dass diese drei Männer daraus hervorbrechen, das halte ich für ein Wunder. Alle drei finden ihre Erlösung. Daher mag ich diese Geschichten. Ich persönlich höre, wenn ich mit Menschen spreche, sehr sehr viel von Leid, Schuld, Zerbruch. Bei Männern anders als bei Frauen, weil Männer eine ganz andere Rolle in dieser Welt haben und dazu anders ausgestattet sind. Wenn ich mir die Bücher ansehe, die viel gelesen werden, dann dient das Leiden dort Dekorationszwecken. Dass das Leiden der Menschen um uns her aber unerträglich wird, wenn man hinschaut, das ist sicher so. Wir müssen aber auch hinschauen. Das meiste Leid wird dadurch ja vervielfacht, dass man davon nichts wissen will.

Dem stimme ich voll und ganz zu.
Ich habe in meinem Leben extrem viel Leid erlebt, das noch dadurch verstärkt wurde, dass andere sich abgewandt haben, desinteressiert waren, hilflos und stumm.
Positiv ausgedrückt habe ich (sehr zu meiner Überraschung) erlebt, wie unglaublich heilsam und unterstützend simples Mitgefühl ist!

Ich sehe auch Tag für Tag, wie stark Menschen in ihren Lebenslügen verharren und in ihren Unfähigkeiten und sich lieber damit "ablenken", bei anderen hinzusehen.

Ich frage mich, warum ist es so schwer, ein lebenswertes Umfeld zu erschaffen? In einem aktuellen Hit kommt die Textzeile vor "8 Milliarden Menschen, doch die Menschlichkeit fehlt..." Wo und wie ist uns die Menschlichkeit abhanden gekommen?

Und es ist ja auch das fehlende gelingende Miteinander, das in den Geschichten zum Ausdruck kommt. Von der Unfähigkeit, sich nicht einlassen zu können auf seinen Partner, seine Fehler und Fehlbarkeiten nicht anschauen zu können.

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