Jaja, wir wissen es: Not all men, but always men. Bela B taucht in seinen zweiten Buch in die Niederungen der toxischen Männlichkeit ein. Und wo kann man das besser als in Rockgruppen, siehe bspw. Rammstein. Und der Einblick in die Welt des Tourlebens und der Differenzen innerhalb der Gruppe war schon interessant. Und Bela B hat das Thema sexueller Missbrauch sowie Machtmissbrauch gut, authentisch und einfühlsam rübergebracht.
Aber dennoch fand ich die Geschichte ziemlich zäh. Das lag zum einen an der Vielzahl der handelnden Personen. Eigentlich bräuchte das Buch ein Personenregister, damit man nicht durcheinander kommt. Zum anderen gab es einfach Handlungsstränge, die es nicht gebräucht hätte. Bspw. die Müritzfahrt von Liane oder die Story rund um Guido. Ja, auch hier wird gut das Patriarchat und der damit einhergehende Machtmissbrauch erzählt. Aber das war für mich ein Zusatz, den es halt nicht gebraucht hätte. Hat die Story nur aufgebläht, ohne großen Mehrwert.
Mein Fazit: Kein schlechtes Buch zum Thema, aber auch nicht das Beste.












