Bela B Felsenheimer

 3,7 Sterne bei 191 Bewertungen
Autor von Scharnow, Fun und weiteren Büchern.
Autorenbild von Bela B Felsenheimer (©Konstanze Habermann)

Lebenslauf

Musiker, Schauspieler und Schriftsteller: Bela B Felsenheimer, geboren 1962 in West-Berlin, ist vor allem als Mitglied der Band Die Ärzte bekannt, in den letzten Jahren hat er sich aber auch einen Namen als Schauspieler und Synchronsprecher gemacht. Ursprünglich machte Felsenheimer eine Ausbildung zum Polizisten, die er jedoch abbrach. Bevor er mit der Musik erfolgreich wurde, arbeitete er als Schaufensterdekorateur und in einem Bekleidungsgeschäft. Felsenheimer war Inhaber eines Comicverlags, den er jedoch 2006 aufgab. Seinen eigenen Debütroman „Scharnow“ veröffentlichte er 2019. Ein skurriles Stück Literatur, in das viel der Kreativität und Phantasie des Punk-Musikers einfließt.

Neue Bücher

Cover des Buches Fun (ISBN: 9783453444089)

Fun

(43)
Neu erschienen am 12.08.2026 als Taschenbuch bei Heyne.

Alle Bücher von Bela B Felsenheimer

Cover des Buches Scharnow (ISBN: 9783453677302)

Scharnow

(127)
Erschienen am 13.04.2020
Cover des Buches Fun (ISBN: 9783453444089)

Fun

(43)
Erschienen am 12.08.2026
Cover des Buches Scharnow (ISBN: 9783837151176)

Scharnow

(13)
Erschienen am 13.04.2020
Cover des Buches Fun (ISBN: 9783837169157)

Fun

(8)
Erschienen am 27.01.2025

Neue Rezensionen zu Bela B Felsenheimer

Cover des Buches Fun (ISBN: 9783453275133)
Linker_Mopss avatar

Rezension zu "Fun" von Bela B Felsenheimer

Linker_Mops
Männer sind Schweine, traue ihnen nicht mein Kind

Jaja, wir wissen es: Not all men, but always men. Bela B taucht in seinen zweiten Buch in die Niederungen der toxischen Männlichkeit ein. Und wo kann man das besser als in Rockgruppen, siehe bspw. Rammstein. Und der Einblick in die Welt des Tourlebens und der Differenzen innerhalb der Gruppe war schon interessant. Und Bela B hat das Thema sexueller Missbrauch sowie Machtmissbrauch gut, authentisch und einfühlsam rübergebracht.

Aber dennoch fand ich die Geschichte ziemlich zäh. Das lag zum einen an der Vielzahl der handelnden Personen. Eigentlich bräuchte das Buch ein Personenregister, damit man nicht durcheinander kommt. Zum anderen gab es einfach Handlungsstränge, die es nicht gebräucht hätte. Bspw. die Müritzfahrt von Liane oder die Story rund um Guido. Ja, auch hier wird gut das Patriarchat und der damit einhergehende Machtmissbrauch erzählt. Aber das war für mich ein Zusatz, den es halt nicht gebraucht hätte. Hat die Story nur aufgebläht, ohne großen Mehrwert.

Mein Fazit: Kein schlechtes Buch zum Thema, aber auch nicht das Beste. 

Cover des Buches Fun (ISBN: 9783453444089)
LittleMs avatar

Rezension zu "Fun" von Bela B Felsenheimer

LittleM
Ist es wirklich immer so spaßig?

Es ist das Ereignis in Sasenhaim. Die Band nbl/nbl spielen ihr drei großen Konzerte bevor es in der Tour weitergeht nach Paris, Süddeutschland und die Schweiz. Zurück zu ihren Ursprügen, hierhin, wo alles angefangen hat. Ob das immer so gut ist? Doch die drei großen Konzerte und der Fun werden überschattet von einem Shitstorm. Die fünf Musiker haben gerade während ihrer Aftershowpartys immer Fun, doch ist dies auch für Ljilja so? Für sie ist der Konzertabend in Köln ein einziger Alptraum. Wie werden die Abende in Sasenhaim enden? Wer zahlt hier den Preis, das andere grenzenlosen Spaß erleben dürfen.

Ein gesellschaftliches und kritisches Buch, von einem Musiker einer der bekanntesten Deutschen Bands, mit Einblicken, die sonst wahrscheinlich die wenigsten Leute haben. Bela B Felsenheimer schreibt das Buch in einem sehr angenehmen Stil. Lediglich über die Namen bin ich das ein oder andere Mal gestolpert. Die Auflockerungen durch Nachrichten und KI-Recherchen.
Durch die knapp gehaltenen Kapitel, den Sprung zwischen den einzelnen Protagonisten (wir haben nicht nur die Sicht der einzelnen Mädchen und der Band, sondern auch die der Managerin oder auch des Securitychefs) und die Einteilung in die einzelnen Wochentage kommt man zügig durch das Buch und hat das Gefühl, dass doch ein Kapitel doch durchaus noch machbar ist. Auch die kleinen Anspielungen auf uns bekannte Bands wie die Die Ärzte und die Toten Hosen lockern das doch sehr schwere Thema auf.
Bela zeigt aber nicht nur das Macht, Geld und Positionen in der Rockszene ausschlaggebend sind, sondern auch in anderen sozialen Schichten. Ein Sprung in die Apothekenlobby oder die LARP-Szene ist da doch mal etwas anderes.

Für mich ein sehr gelungenes Buch mit einem leider zu schnellen Ende. Gerne mehr davon. Ein sehr gutes Buch, welches ich jedem nur ans Herz legen kann.

Cover des Buches Fun (ISBN: 9783453275133)
manu_hoellingers avatar

Rezension zu "Fun" von Bela B Felsenheimer

manu_hoellinger
Beklemmend-packendes Thema am Puls der Zeit

Schonungslos, ungeschönt und aktuell – so lässt sich "Fun" von Bela B Felsenheimer beschreiben. Der Roman setzt sich intensiv mit dem Machtmissbrauch von Männern gegenüber Frauen auseinander, einem Thema, das leider auch heute nichts von seiner Brisanz verloren hat. Seien es Popstars, Chefs oder toxische Boyfriends, Felsenheimer erzählt keine distanzierte Geschichten, sondern konfrontiert Leser*innen direkt mit der Ohnmacht, die Frauen in solchen Situationen empfinden, und lässt dabei die Verletzlichkeit und Verzweiflung deutlich spürbar werden.

Die Atmosphäre ist oftmals beklemmend und packend zugleich. Gerade diese Enge, dieses Unbehagen, zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch und sorgt dafür, dass man auch scheinbar harmlose Situationen mit einem Kloß im Hals liest. Der Stil ist schnörkellos und direkt, manchmal rau, aber immer auf den Punkt gebracht – und passt damit hervorragend zum ernsten und unbequemen Thema.

Trotz der Schwere der Thematik entwickelt der Roman eine Sogwirkung, die es schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen. Felsenheimer versteht es, Leser*innen emotional einzubinden, ohne auf Effekthascherei zurückzugreifen. Die Figuren sind vielschichtig, ihre Handlungen nachvollziehbar, und die Dialoge erschreckend lebensnah.

Das Ende wirkt plausibel und rundet die Geschichte ab, wenn es auch etwas überhastet erscheint. Vielleicht hätte ein paar Seiten mehr dem Buch gutgetan, um den Figuren und ihren Entwicklungen noch mehr Raum zu geben. Dennoch bleibt "Fun" ein starkes Werk, das lange nachhallt und zum Nachdenken anregt – über Macht, ihre Strukturen und das, was sich in den Zwischentönen menschlicher Beziehungen abspielt.

Ein unbequemes, aber wichtiges Buch, das den Finger in die Wunde legt und die Leser*innen dazu zwingt, hinzuschauen – auch wenn es weh tut.

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Zusätzliche Informationen

Bela B Felsenheimer wurde am 14. Dezember 1962 in West-Berlin (Deutschland) geboren.

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