Belinda Bauer

 3.5 Sterne bei 100 Bewertungen
Autor von Der Beschützer: Psychothriller, Was tot ist und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Der Tod so nah

 (4)
Neu erschienen am 15.10.2018 als Taschenbuch bei Goldmann.

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Was tot ist

Was tot ist

 (18)
Erschienen am 20.02.2017
Der Beschützer: Psychothriller

Der Beschützer: Psychothriller

 (25)
Erschienen am 19.03.2012
Totenkind

Totenkind

 (15)
Erschienen am 15.08.2016
Das Grab im Moor

Das Grab im Moor

 (15)
Erschienen am 14.09.2010
Ihr liebt sie nicht

Ihr liebt sie nicht

 (8)
Erschienen am 17.11.2014
Mädchenbeute

Mädchenbeute

 (8)
Erschienen am 23.03.2015
Der Tod so nah

Der Tod so nah

 (4)
Erschienen am 15.10.2018
Totenkind: Psychothriller

Totenkind: Psychothriller

 (1)
Erschienen am 15.08.2016

Neue Rezensionen zu Belinda Bauer

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Rezension zu "Der Tod so nah" von Belinda Bauer

Guter Thriller mit ernstem Hintergrund-Thema
NiWavor 3 Tagen

Die Reporterin Eve Singer muss für ihren True-Crime-Sender immer die Erste am Tatort sein. Denn ihr Publikum lechzt nach blutigen Details. Fernsehjournalismus ist ein hartes Geschäft und die Konkurrenz fährt ebenso die Ellbogen aus. Als ein Serienmörder Eve live zu einem Mord einlädt, kann sie daher nicht widerstehen ...

Für dieses Buch habe ich mich entschieden, weil meiner Erfahrung nach die Autorin Belinda Bauer für exzellente, fesselnde und außergewöhnliche Thriller steht. Zwar treffen diese Eigenschaften nicht komplett auf "Der Tod so nah" zu, dennoch ist es ein beispielhafter Spannungsroman, den man gut lesen kann.

Die Handlung an sich ist nicht neu und beschäftigt sich mit dem typischen Serienkiller- und Gegenpart-Spiel.

Im Mittelpunkt steht die Reporterin Eve Singer, die den Tod für ihr berufliches Überleben braucht. Sie berichtet schon mal live von Tatorten, setzt sich über Absperrungen hinweg oder steckt den Konkurrenten den Mittelfinger ins Gesicht. Obwohl sie absolut taff und selbstsicher wirkt, zeigt sich schnell, dass sie privat eine schwere Last zu tragen hat, und aus diesem Grund für ihren Job (fast) alles macht.

Eve Singer habe ich als glaubhafte, authentische Figur empfunden, die weit weg vom typischen Ermittler ist. Zwar hat sie privat mit äußerst widrigen Umständen zu kämpfen, aber diese liegen fern vom Genre-Einheitsbrei. Dadurch ergibt sich ein thematisch tiefsinniger Spannungsroman, der sich mit der Krankheit Demenz beziehungsweise Alzheimer auseinandersetzt.

Denn Eves Vater ist ein Pflegefall, weil er meistens gar nicht mehr weiß, wer sie oder er überhaupt ist. Sie sorgt sich um ihn, pflegt ihn und hat mit einer emotionalen Berg- und Talfahrt zu kämpfen, die sich auf den Zustand ihres Vaters bezieht.

Den Aspekt der Demenz-Erkrankung hat Belinda Bauer exzellent in die Thrillerhandlung eingebaut. Sie zeigt die Belastung von Angehörigen Demenzerkrankter auf, den Zwiespalt, in dem sie sich befinden, ihre zerstörten Hoffnungen, die Tiefpunkte und die schönen, liebevollen Momente, an die man sich trotz des Vergessens klammern kann.

Dazu kommt die Perspektive des Serienkillers, der Eve in sein perfides Spielchen zieht. Hier lässt sich die Autorin voll und ganz auf das übliche Thriller-Schema ein, und schildert solide den Wahn, der einen Menschen zu solchen Taten führen kann.

Von Beginn an konnte mich Belinda Bauer mit ihrem lebendigen, dichten Schreibstil begeistern. Sie hat ein Auge für's Detail und setzt eine beispielhafte 'Kameraführung' in ihren Romanen ein. Sie zoomt heran, geht in die Vogelperspektive über oder beleuchtet einen Ausschnitt, indem sie alles andere völlig ausblendet. Daraus ergibt sich ein fesselndes Leseerlebnis, das man kaum unterbrechen will.

Insgesamt ist „Der Tod so nah“ ein guter Thriller mit ernstem Hintergrundthema, der aber Belinda Bauers Originalität vermissen lässt. Für Leser, die sich vor laufender Kamera auf ein Spiel mit dem Tod einlassen wollen, ist dieser Spannungsroman trotzdem absolut empfehlenswert.

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Unzertrennlichs avatar

Rezension zu "Der Tod so nah" von Belinda Bauer

Der Killer und die Reporterin
Unzertrennlichvor einem Monat

Schreibstil

Im letzten Jahr hat mich "Totenkind", mein allererstes Buch von Belinda Bauer, angenehm überrascht. Ich mochte besonders die einfühlsame Herangehensweise und die tiefgründigen Einblicke in die Gefühlswelt der Protagonistin. Auf das neueste Werk der Autorin war ich daher sehr gespannt, muss aber hier gleich sagen, dass ich doch etwas über den doch recht klischeehaften Aufbau enttäuscht war. "Der Tod so nah" ist hierbei ein typischer Thriller, der vom Ablauf keinerlei Überraschungen bietet.

Leider habe ich den tiefgründigen Stil, den ich bei "Totenkind" so sehr geliebt habe, in diesem Buch vermisst. "Der Tod so nah" ist doch eine recht distanzierte Geschichte über einen recht typischen Serienkiller, der, was auch nicht besonders neu ist, eine Reporterin mit ins Boot holt. Leider muss ich sagen, dass der Thriller mir vom Schreibstil und Aufbau viel zu einfach war. Es geschah nichts, das ich nicht erwartet hätte ...

Charaktere

Eve Singer

Leider ist Eve auch alles andere als eine sympathische Protagonistin. Sie arbeitet für ein Sendung, in der es um Mord geht, der natürlich stets ausgeschlachtet und optimal vermarktet wird. Je schonungsloser desto besser. Schnell wird zwar klar, dass Eve der Job schon lange über den Kopf gewachsen ist, doch dennoch klammert sie sich fest und will immer die beste Story abliefern - ganz gleich wie hoch der Preis dafür ist.

Natürlich hat unsere Protagonistin auch noch eigene Probleme: Sie muss sich nämlich um ihren Vater kümmern, der an Demenz leidet. Diese privaten Sorgen ziehen sich durchs ganze Buch, waren für mich aber leider wieder einmal nur Lückenfüller.
Serienmörder

Dann haben wir auf der anderen Seite natürlich noch den Serienmörder, der für mich aber wenig bedrohlich daherkam. Aus seinen Abschnitten setzt sich nach und nach ein Bild zusammen, warum er sich denn scheinbar wahllos Opfer aussucht. Teilweise konnte ich ihn verstehen, teilweise war mir das Bild, das die Autorin von ihm geschaffen hat, zu blass, was leider auch dazu geführt hat, dass wir keine näheren Einblicke in seine Hintergründe und vor allem auch seine Motivation bekommen.
Meine Meinung

Ich habe schon seit einigen Wochen das Gefühl, dass gerade die aktuellen Thriller kaum etwas Neues bieten. So war "Der Tod so nah" von Belinda Bauer eigentlich ein Buch, auf das ich mich gefreut hatte, denn "Todeskind" hatte mich im letzten Jahr wirklich begeistert. Es war ein Buch, das keinerlei Klischees besaß und zu überraschen wusste, doch ihr neuestes Werk ist das komplette Gegenteil davon ...

Wir haben hier eine Reporterin, die plötzlich von einem Serienkiller kontaktiert und eingeladen wird, am Tatort live bei den Morden dabei zu sein. Allerdings besitzen die Morde, besonders durch ihre Willkür, keine Dynamik. Es läuft alles recht schnell ab und im Anschluss geht es um pure Ermittlungsarbeit von unserer Reporterin Eve, die hier durch die Kontaktaufnahme des Killers plötzlich auch persönlich involviert ist.

Vom Gefühl her war dieses Buch auch mehr Krimi als Thriller. Zwar gewährt uns die Autorin, genau wie Chris Carter in seinen Thrillern, einen Blick auf die Opfer unmittelbar vor der Tat.. Der Mord selbst wird aber nur flott erzählt und besitzt dabei auch nichts Bedrohliches. Allein vom Stil her hätten gerade diese Abschnitte spannend sein müssen, aber da der Killer nicht näher beleuchtet wird, bleibt es einfach nur eine Tat von einen Fremden an einen Fremden.

Leider hat mir auch die Darstellung des Killers nicht zugesagt. Da wir ihn als Leser früh kennen lernen und auch seine "Beweggründe" aufgetischt bekommen, hat er nichts Mysteriöses an sich. Irgendwie wirkte er auf mich sehr schwach und daher auch nicht wirklich gefährlich. Das führt leider dazu, das von ihm keine Bedrohung ausging und ich sein wahres Motiv auch nicht so recht zusammensetzen konnte.

Auch die privaten Problemchen von Eve hätte ich nicht gebraucht. Immer wieder wird ihr Vater thematisiert, was für mich nur von der Haupthandlung abgelenkt hat. Klar, auch Eves Vater wird noch eine "größere" Rolle spielen, aber da ich Eve eh sehr unsympathisch fand, war mir dieser Handlungsstrang zu eintönig.

Der große Showdown am Ende könnte dann aus einem Handbuch für den "perfekten Thriller" stammen. Hier kommt dann erst mal unpassende Action dazu, die einfach nicht zu dem Bild passen will, das die Autorin von dem Killer geschaffen wird. Besonders lächerlich und enttäuschend fand ich dann auch die allerletzten Seiten, die diesen 0815-Thriller ungewollt lächerlich erscheinen lassen!

Fazit

"Der Tod so nah" von Belinda Bauer hat mich leider über mehrere hundert Seiten gelangweilt. Der Killer bleibt blass, die Protagonistin unsympathisch und die Hintergründe zu den Morden werden nur kurz angeschnitten. Miträseln ist hier auch nicht möglich, da der Killer sich schon früh offenbart ... Für mich einer der schwächsten "Thriller" der letzten Monate und nicht mit Belinda Bauers "Totenkind" vergleichbar!

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ThePassionOfBookss avatar

Rezension zu "Der Tod so nah" von Belinda Bauer

Der Tod so nah
ThePassionOfBooksvor einem Monat

Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Zum einen begleitet man als Leser Eve, eine junge Reporterin, die mit ihrem Job nicht immer ganz glücklich ist. Für mich hat sich immer wieder die Frage gestellt, warum Eve Tatort-Reporterin wird, wenn sie doch kein Blut sehen kann und regelmäßig zur Toilette rennen muss. Das hat für mich keinen Sinn ergeben. Privat hat die Hauptfigur es auch nicht ganz leicht, da sie sich ganz alleine um ihren dementen Vater kümmern muss. Hier erhält man tiefe Einblicke in das Privatleben von Eve und für mich hätte es auch etwas weniger sein dürfen. Zusammengenommen empfand ich Eve durchaus als sympathisch, aber anstatt auf eine toughe, starke Persönlichkeit zu treffen, steht man eher einem weinerlichen und oftmals überforderten Charakter gegenüber. 

Die zweite Perspektive zeigt einige Abschnitte aus der Sicht des Mörders. Hier weiß man zunächst nicht um wen es sich handelt, aber man bekommt einen guten Einblick in die Gedankenwelt des Täters. Ich konnte so seine Taten besser verstehen, bzw. viel es mir leichter nachzuvollziehen, wieso er auf diese Weise handelt. Aber auch bei dieser Sichtweise gibt es für meinen Geschmack zu viele private Elemente, die zwar an einigen Stellen durchaus interessant sind, die Spannung allerdings jedes Mal abflauen lassen. 
Sehr gut gefallen hat mir die Figur des Ermittlers, der auch eine bedeutende Rolle einnimmt. 

Eve lässt sich auf ein waghalsiges Spiel mit dem Serienkiller ein und da war ich wirklich zwiegespalten. Hier gab es immer wieder einige überraschende Momente, da sich einige angekündigte Ereignisse, dann doch anders entwickelt haben, als man es als Leser zunächst vermuten würde. 
Gegen Ende steigert sich die Spannung noch einmal recht gut und es wird wirklich aufregend. Der Schluss selbst passt zwar durchaus zur Geschichte, war leider jedoch nicht der erhoffte Höhepunkt auf den ich die ganze Zeit gewartet habe. 

Ich hatte bislang noch keinen Thriller dieser Thematik und für mich war es wirklich spannend, mal einen bisschen mehr über die Arbeit eines Reporters zu erfahren. Der Job ist bei weitem nicht so einfach wie ich es vermutet hätte und zehrt wirklich sehr an den Nerven, für mich wäre dieser Dauerstress nichts. Außerdem würde ich nicht ständige über Tote, Verletzte und unglückliche Schicksalsschläge berichten wollen. 

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