Belinda Bauer Der Beschützer: Psychothriller

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Inhaltsangabe zu „Der Beschützer: Psychothriller“ von Belinda Bauer

Würdest du einen Mörder erkennen, wenn du ihm in die Augen siehst?
Mitten im Winter schockiert der Mord an einer hilflosen alten Frau den kleinen Ort Shipcott im englischen Somerset. Während der Schnee die Bewohner von der Außenwelt abschneidet, versucht Dorfpolizist Jonas Holly, den Killer zu finden. Doch dann reißen Beamte aus der Stadt die Untersuchung an sich, und Holly wird zu einer Statistenrolle verdammt. Daraufhin treffen immer bedrohlichere anonyme Botschaften bei ihm ein, in denen ihm vorgeworfen wird, seine Pflicht nicht zu tun. Als weitere Morde geschehen, werden aus den Vorwürfen unverhohlene Drohungen. Irgendjemand scheint Jonas die Schuld an den Ereignissen zu geben. Selbstanklagen und die Sorge um seine schwerkranke Frau bringen ihn langsam an den Rand des Zusammenbruchs. Zumal er sich fragen muss: Wer jagt hier wen? (Quelle:'Flexibler Einband/21.10.2013')
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  • Wer jagt wen?

    Der Beschützer: Psychothriller

    buchjunkie

    13. December 2016 um 20:59

    Mitten im Winter schockiert der Mord an einer hilflosen alten Frau den kleinen Ort Shipcott im englischen Somerset. Die querschnittsgelähmte Margaret Priddy wurde offenbar mit einem Kissen erstickt. Dorfpolizist Jonas Holly versucht den Killer zu finden. Doch dabei ist er nicht alleine. Verstärkung aus der Stadt ist da und damit auch ein Vorgesetzter von Jonas. Doch Detective Chief Inspector Marvel zieht Jonas Hollys Bemühungen ins Lächerliche und verdammt ihn dazu, vor dem Haus der Ermordeten Wache zu stehen, falls der Mörder zurückkommt. Doch was Jonas dabei zutiefst verstört: Hier in Shipcott wäre ein Fremder im Winter sofort aufgefallen. Der Täter muss also einer der Dorfbewohner sein. Bei Jonas treffen unterdessen immer bedrohlichere anonyme Botschaften ein, in denen ihm vorgeworfen wird, seine Pflicht nicht zu tun.Als weitere Morde in einem Seniorenheim geschehen, werden aus den Vorwürfen unverhohlene Drohungen. Irgendjemand scheint Jonas die Schuld an den Ereignissen zu geben. Selbstanklagen , die Sorge um seine schwerkranke Frau und die Unverschämtheiten von DCI Marvel bringen ihn langsam an den Rand des Zusammenbruchs. Und,er stellt sich die Frage: Würde ich den Mörder erkennen, wenn ich ihm in die Augen sehe? Was für ein großartiger Thriller! Schon nach den ersten Seiten wußte ich, dass dies ein Buch für mich ist! Der flotte Schreibstil hat mich sofort eingenommen. Schwarzer Humor und ein wenig Sarkasmus würzen das Ganze. Von der Darstellung der Personen war ich auch begeistert. Der ruhige, nette Dorfpolizist Jonas Holly, seine tapfere an MS erkrankte Frau Lucy und der griesgrämige, unbeliebte und unfreundliche DC I Marvel- sie allen lernt man gut kennen. Aber auch die Charaktere in den Nebenrollen sind ausgefeilt. Spannend und sehr gut konstruiert ist diese Geschichte. Ich hatte zwar schön früh einen Verdacht, der jedoch immer wieder zurückgedrängt wurde. Den Schluss fand ich sehr gelungen! Das war ein Thriller, den ich gerne gelesen habe und weiterempfehlen kann. Und ich werde mal nach weiteren Büchern der Autorin, die mir vorher völlig unbekannt war, Ausschau halten!

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  • Persönlichkeitsstudien

    Der Beschützer: Psychothriller

    Arun

    10. November 2016 um 20:28

    Der Beschützer von Belinda Bauer Das Buch führt uns in den Südwesten von Großbritannien in das Gebiet Avon & Somerset. Dort tauchen wir in den Mikrokosmos der kleinen Dorfes Shipcott ein. Zur Ausgangslage: Ein Todesfall an einer alten Dame stellt sich als Mord heraus. Der Dorfpolizist Police Constable Jonas Holly ist der erste Ordnungshüter vor Ort, nicht viel später rückt ein Team des Morddezernats unter der Leitung von Detective Chief Inspektor Marvel einem ehemaligen Starermittler aus London an, welcher nun aus irgendwelchen Gründen Dienst in der Provinz verrichten muss. Dieser DCI Marvel trifft nun auf den gutmütigen, seine kranke Frau pflegende und allseits beliebten PC Holly, dabei entpuppt sich DCI Marvel als ein zynischer Kotzbrocken allererster Güte, auch die anderen Mitarbeiter sind seinen Allüren ausgesetzt.In diesem ungesunden Klima laufen die Ermittlungen an, doch anstatt dem Täter auf die Spur zu kommen gibt es neue Mordopfer. Seite 18 Marvel versucht Holly vor versammelter Mannschaft bloß zu stellen. Marvel seufzte „Wie heißen Sie?“ „PC Holly, Sir“ „Haben Sie schon mal etwas davon gehört, dass man einen Tatort kontaminieren kann, Holly?“ „Ja, Sir“ Jetzt hasste Jonas Marvel. Die Hitze der Verlegenheit wich allmählich aus Jonas und machte einem kühlen distanzierten Zorn Platz.Er fand es leicht, sich diesen Zorn nicht anmerken zu lassen, doch er wusste, dass er ihn für alle Zeit in jenem sehr kleinen, steinernen Winkel seines Herzen hegen würde, wo er alles aufbewahrte, was nicht freundlich, rücksichtsvoll und selbstlos war. Diese Passage gleich zum Auftakt fand ich klasse. Die Story hat mir gut gefallen, sie beinhaltet stellenweise sehr trockenen britischen Humor, Sarkasmus kommt auch nicht zu kurz, fast alle Akteure tragen ein kleines oder größeres Geheimnis mit sich herum. Vor allem die Auflösung und das Ende entsprechen nicht unbedingt dem Mainstream. Richtige Sympathieträger sind auch selten, meiner Meinung nach ist dies gerade eine gelungene Herangehensweise an die bitterböse Geschichte. Ein Buch nach meinem Geschmack.

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  • Der Beschützer

    Der Beschützer: Psychothriller

    mamenu

    14. February 2014 um 23:28

    Zum Buch Mitten im Winter schockiert der Mord an einer hilflosen alten Frau den kleinen Ort Shipcott im englischen Somerset. Während der Schnee die Bewohner von der Außenwelt abschneidet, versucht Dorfpolizist Jonas Holly den Killer zu finden. Doch dann reißen Beamte aus der Stadt die Untersuchung an sich, und Holly wird zu einer Statistenrolle verdammt. Daraufhin treffen immer bedrohlichere anonyme Botschaften bei ihm ein, in denen ihm vorgeworfen wird, seine Pflicht nicht zu tun. Als weitere Morde geschehen, werden aus den Vorwürfen unverhohlene Drohungen. Irgendjemand scheint Jonas die Schuld an den Ereignissen zu geben. Selbstanklagen und die Sorge um seine schwerkranke Frau bringen ihn langsam an den Rand des Zusammenbruchs. Zumal er sich fragen muss: Wer jagt hier wen? Meine Meinung Vom Klapptext her muss ich sagen, das es sich für mich sehr Spannennend angehört hat. Was bei den ersten Seiten, die ich gelesen habe, auch bestätigt wurde. Doch, ab der Hälfte der Geschichte, hat es ganz schön abgeflaut. Irgendwie fand ich es dann teilweise langweilig und Zäh.Wo ich echt schon manchmal daran gedacht habe, ob ich es noch weiterlesen soll. Doch, so schnell breche ich ein Buch nicht ab. Somit habe ich dann doch bis zum Ende durchgehalten. Wobei der Schreibstil gar nicht so schlecht ist. Für mich ist das Buch flüssig und leicht geschrieben, doch leider war hier von Spannung keine Spur, was ich echt Schade finde. Auch die Einzelenden Charakteren im Buch fand ich nicht gerade gut beschrieben. Alles wurde ein bisschen lieblos gestaltet, sodass mir keiner davon irgendwie Sympathisch oder Unsympathisch erschien. Als ich dann auch noch ab der Mitte wusste, wer der Täter ist, war für mich eigentlich das Lesevergnügen schon vorbei. Ich habe von dieses Buch etwas anderes erwartet. Eigentlich schade, denn der Klapptext hört sich echt gut an. Dieses Buch konnte mich leider nicht überzeugen.

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  • Rezension zu "Der Beschützer" von Belinda Bauer

    Der Beschützer: Psychothriller

    len_i

    07. March 2013 um 15:56

    Mitten im Winter schockiert der Mord an einer hilflosen alten Frau den kleinen Ort Shipcott im englischen Somerset. Während der Schnee die Bewohner von der Außenwelt abschneidet, versucht Dorfpolizist Jonas Holly den Killer zu finden. Doch dann reißen Beamte aus der Stadt die Untersuchung an sich, und Holly wird zu einer Statistenrolle verdammt. Daraufhin treffen immer bedrohlichere anonyme Botschaften bei ihm ein, in denen ihm vorgeworfen wird, seine Pflicht nicht zu tun. Meine Meinung: Der sich flüssig zu lesende Schreibstil ist so ziemlich alles was mich durch das Buch gebracht hat. Die Story ist flach, zäh, gespickt von ewig uninteressanten Passagen und auch mit dem Protagonisten Jonas Holly wurde ich einfach nicht warm. Auch sonst sucht man vergebens symphatische Figuren. Die Auflösung ist einerseits ungewöhnlich aber irgendwie doch vorhersehbar. Immerhin habe ich es geschafft es durchzulesen aber weiterempfehlen würde ich es nicht. Fazit: Hält längst nicht was der Klappentext verspricht!

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  • Rezension zu "Der Beschützer" von Belinda Bauer

    Der Beschützer: Psychothriller

    samea

    18. December 2012 um 15:11

    Im Dorf von Polizist Jonas Holly geschehen Morde an Senioren. Er versucht sie aufzuklären, was ihm nicht leicht fällt, da Experten aus der Stadt angereist sind. Der Schreibstil der Autorin lässt sich leicht und flüssig lesen. Doch das Buch ist extrem ruhig, zu ruhig um wirklich spannend zu sein. Gleichzeitig aber auch zu interessant um es abzubrechen. Die Auflösung fand ich nicht sehr glaubhaft und enttäuschend. Sie erklärt aber den Aufbau des Buches.

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  • Rezension zu "Der Beschützer" von Belinda Bauer

    Der Beschützer: Psychothriller

    LEXI

    18. August 2012 um 23:45

    Die Morde im kleinen englischen Ort Shipcott versetzen im Psychothriller „Der Beschützer“ die Einwohner in Angst und Schrecken. Die Untersuchungen werden aufgrund ihrer Brisanz dem Dorfpolizisten Jonas aus den Händen genommen. Das Team des Morddezernats unter der Leitung des arroganten Detective Chief Inspector Marvel verbittet sich jegliche Einmischung und beansprucht die Tatorte für sich. Jonas Holly ermittelt jedoch auf eigene Faust weiter – und erhält schließlich selber Drohbotschaften. ******** Was Klappentext und Kurzbeschreibung verheißen, wird in diesem Buch für meine Person leider nicht gehalten. Ich kann den lobenden Worten Val McDermids und der Sunday Times keineswegs beipflichten. Die Lektüre dieses Romans gestaltete sich trotz flüssigem Schreibstil als zäh und langwierig, der niedrige Spannungsbogen und die Tatsache, dass ich bereits vor der Hälfte des Buches über die Identität des Mörders Bescheid wusste, vergällte mir das Lesevergnügen zusätzlich. Die Protagonisten erscheinen mir flach und unpersönlich, der Unterschied „Guter Bulle, böser Bulle“ ist meines Erachtens stark überzeichnet. Keine der handelnden Personen vermochte es, meine Sympathie zu wecken und ich musste mich dazu zwingen, dieses Buch zu Ende zu lesen. Von mir daher nur zwei Sterne und diesmal keine Leseempfehlung.

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  • Rezension zu "Der Beschützer" von Belinda Bauer

    Der Beschützer: Psychothriller

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. May 2012 um 07:53

    Selten, dass mir ein Buch begegnet ist, welches auf dem Cover so hoch gelobt wurde und welches an Langatmigkeit und Langeweile kaum zu überbieten ist. Es sollte ein Thriller werden, kommt aber auch nach 70 Seiten nicht zur Sache. Ewig abschweifende Beschreibungen, die eher einer Erzählung anmuten, nur dafür reicht die Sprache weiß Gott nicht.

  • Rezension zu "Der Beschützer" von Belinda Bauer

    Der Beschützer: Psychothriller

    VeroNefas

    19. April 2012 um 07:22

    *Inhalt:* In dem kleinen Dorf Shipcott im englischen Somerset wird eine querschnittgelähmte alte Frau ermordet. Der Dorfpolizist Jonas Holly muss die Ermittlungen an Beamte aus der Stadt abgeben und wird in eine Statistenrolle gedrängt. Bald darauf wird eine zweite, ebenfalls schwer kranke Frau ermordet aufgefunden. Hat es der Mörder auf Pflegefälle abgesehen, die eine Last für die Familien sind? Jonas erhält zudem Drohbriefe, die ihn und seine Arbeit zu verhöhnen scheinen. Er gibt sich selbst die Schuld daran, dass er die Todesfälle nicht verhindern konnte und versucht auf eigene Faust zu ermitteln, gegen den Willen von DCI Mavel. Zu allem Überfluss muss er sich auch noch Sorgen machen, um seine Frau, die ebenfalls stark pflegebedürftig ist. *Kritik:* Der Roman spielt in England, im beschaulichen, aber langweiligen Exmoor. Nur ein Dorfbobby ist für ein riesiges Gebiet zuständig: Jonas Holly. Er kümmert sich liebevoll um seine an MS erkrankte Frau. Ihr zuliebe hat er sogar auf seine Karriere verzichtet und fristet jetzt sein Dasein als unterforderter Dorfpolizist. Holly wirkt eigentlich nett und sympathisch, trotzdem möchte man ihn manchmal aus dem Buch reißen, am Kragen packen und kräftig schütteln. Irgendwas hat er an sich, das einfach fürchterlich nervt. Auch die Abgeordneten der städtischen Polizei sind alles andere als Sympathieträger: Allen voran der arrogante, aggressive DCI Marvel, der keine Möglichkeit auslässt seine Umgebung zu schikanieren, gefolgt von seinen unterwürfigen, zum Teil recht dämlichen Untergebenen. Wie dieses Truppe Mordfälle aufklären soll mir ein Rätsel … „Der Beschützer“, beginnt spannend und interessant. Zudem scheint die Autorin einen sehr angenehmen, typisch englischen Sinn für Humor zu besitzen. Dieser kommt auch des öfteren im Buch zum Ausdruck, so dass man immer wieder schmunzeln muss, obwohl die Story eigentlich recht tragisch ist. Leider ist das Buch teilweise relativ langatmig und die meiste Zeit ärgert man sich über die handelnden Figuren – egal ob Protagonist oder Nebencharakter. Es nerven einfach alle – jeder auf seine eigene Art und Weise. Trotzdem muss man weiterlesen und will herausfinden was nun passiert ist, warum die Frauen sterben mussten, wer denn eigentlich in einem solch überschaubaren Dörfchen sein Unwesen treiben kann und wie in aller Welt die Chaostruppe der Ermittler diesem Täter auf die Spur kommen will. Die nervenzehrenden Charaktere passen dann auch zum ironisch-sarkastischen Tenor des Buches, der sich durch die gesamte Handlung zieht. Hilfreich ist auch die angenehme Sprache der Autorin – bildhaft beschreibend und gut zu lesen. Das Ende passt zum Rest des Buches: Nicht einzuordnen – irgendwo zwischen brillant und völlig abwegig (und leider auch vorhersehbar). *Fazit:* „Der Beschützer“ lässt mich mit einem sehr zwiespältigen Gefühl zurück: lästig und gut, langweilig und spannend, fesselnd und abschreckend. Viele Längen, aber irgendwie doch interessant. Die Story kann nicht völlig überzeugen, ist aber auch nicht gänzlich schlecht. Die Sprache der Autorin und der englische Humor machen durchaus Spaß und so schwankt man beständig zwischen – weglegen und weiterlesen. Letztendlich habe ich mich fürs weiterlesen entschieden. Wenn man das Buch anfängt zu lesen, dann will man doch wissen wie es ausgeht. Aber man hat auch nichts verpasst, wenn man es nicht gelesen hat.

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  • Rezension zu "Der Beschützer" von Belinda Bauer

    Der Beschützer: Psychothriller

    michael_lehmann-pape

    14. March 2012 um 13:42

    Dunkle Morde im Dorf Jonas Holly ist ein zugewandter, verantwortungsbewusster Mann. Ein Polizist, der sich kümmert. Der seine Pflicht ernst nimmt. Eine Pflicht, die ihn bis in das kleine Dorf Shipcott in England geführt hat. Der „Bobby vor Ort“, der Dorfpolizist ist er. Nicht ganz freiwillig, im übrigen, denn von seinen Möglichkeiten her wäre durchaus mehr, Höheres möglich gewesen. Doch seine geliebte Frau ist an MS erkrankt und ist sich ihres Körpers nicht mehr sicher. Schübe treten auf, mehr und mehr verliert sie an schlechten Tagen die Kontrolle. So hat es sich ergeben, dass Holly in das kleine Haus seiner Eltern in diesen kleinen, überschaubaren Ort zurückgekehrt ist, eben um sich bestmöglich kümmern zu können. Und nun wird Jonas Hollys „Kümmern“ hochgradig gefordert. Ein verzweifelter Versuch, sich zu kümmern, wohlgemerkt, denn gegen die Morde, die nach und nach im Dorf stattfinden, in dieser einfachen, klaren, überschaubaren Umgebung, in der tatsächlich jeder jeden kennt, in der allerdings auch eine ganze Reihe an Marotten, Fehden und Distanzen zu finden sind, gegen diese Morde scheint Holly völlig machtlos zu sein. Vorgeführt und degradiert zudem von der hinzutretenden „Großstadtpolizei“, gelingt es Holly trotz höchsten Einsatzes nicht, dem Mörder wirklich auf die Spur zu kommen. Obwohl dieser nah ist. Näher, als so mancher vermuten könnte. Zum verrückt werden für Jonas Holly, da es vor allem als Opfer jene trifft, die seine Beschützerinstinkte am meisten hervorrufen. Hilflose Menschen. Menschen mit Gebrechen, Aussetzern, Menschen, die der Zuwendung durch andere dringend bedürfen. So richten sich die ersten Verdachtsmomente auch umgehend in Richtung der Verwandten oder der Pflegepersonen. Das Motiv könnte doch gut sein, dass der ein oder andere dieses ständige „sich kümmern“ nicht mehr erträgt. Das das eigene Leben so angebunden ist an die Pflege eines anderen, zeitlich und / oder finanziell. Intensiv und mittels vieler Dialoge zieht Belinda Bauer den Leser mit hinein in diese dörfliche, kleine, wohl aber auch grausame Welt und lässt sich dabei Zeit, ihre Figuren und Personen umfassend darzustellen. Kleine Angewohnheiten, innere Verzweiflungen, alte Fehden, Böswilligkeiten unter Kollegen und die Suche nach der eigenen Person, dem eigenen Platz im Leben unter teils erschwerten Bedingungen (vor allem an der Ehefrau des Dorfpolizisten abzulesen) sind jene Themen, die eine durchaus dichte Atmosphäre im Buch hervorrufen. Ebenso, wie die Bedrängung in Jonas Holly selbst spürbar zu Papier gebracht wurde. Die ständige Angst um seine Frau, die durchaus bereits versucht hat, diesem Leben des „immer weniger Werdens“ durch eigene Hand zu entfliehen. Doch auch Jonas selbst, das wird immer deutlicher von Seite zu Seite, trägt ein Geheimnis in sich. Etwas, das so sehr nicht bekannt werden soll, dass es ihm selber kaum im Bewusstsein ist, er selber diesen in sich tragenden Kampf nicht wirklich zu fassen bekommt. Ein Kampf, der allerdings durchaus seine Bedeutung haben wird für die Auflösung des Falles. Das aber entblättert Belinda Bauer erst im Lauf der Zeit in Ahnungen und Rückblicke in das Leben des Jonas Holly. Schwächen zeigt das Buch allerdings ein stückweit hier und da in einer Langatmigkeit. Zu breit ist so manches geschildert, zu sehr im Kleinen und Alltäglichen verheddert sich die ein oder andere Figur des Buches. Dem erfahrenen Leser erschließt sich zudem etwa ab er Mitte des Buches, in welche Richtung die Auflösung des Falles zu vermuten wäre, was ein wenig die Spannung aus diesen merkwürdigen Mordfällen herausnimmt. Dennoch aber gelingen Bauer überraschende Wendungen, auch in Nebenfiguren und ebenso überraschende Gefahrenmomente und Morde, wo der Leser dies kaum vermutet hätte. Eine andere Form des Thrillers mit einer interessanten, wenn auch nicht völlig neuen, Grundidee der Auflösung, der seine Stärken in der ruhigen Erzählweise und den intensiv geschilderten Figuren und dann Zwanghaftigkeiten der Abläufe findet. Durchaus lesenwert.

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