Belinda Bauer Mädchenbeute

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Inhaltsangabe zu „Mädchenbeute“ von Belinda Bauer

Die Lange Erde: eine unendliche Abfolge von Welten, der unseren ähnlich und von Menschen unbewohnt. Bis eine geniale Erfindung es der Menschheit ermöglichte, sie zu betreten. Wo einst der erste Pionier Joshua eine unbekannte Welt nach der anderen erforschte, sind nun zahlreiche neue Siedlungen entstanden. Verbunden werden sie durch eine gewaltige Flotte von Luftschiffen, die Handel und Kultur befördern, sowie eine politische Struktur. Doch Unruhen deuten sich an: Millionen »Schritte« von der alten Erde entfernt ist ein neues Amerika entstanden, das nach Unabhängigkeit verlangt. Und auch die alten Wesen der Langen Erde begehren auf gegen die menschliche Dominanz. Kann der als Retter herbeigerufene Joshua den Frieden bewahren? Oder kommt es zum Krieg der Welten – einem Krieg, wie ihn noch nie jemand gesehen hat …

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    Mädchenbeute
    Thrillerkiste

    Thrillerkiste

    28. June 2017 um 19:40

    Belinda Bauer hat mir vor Mädchenbeute nicht viel als Autorin gesagt. Das Buch habe ich von meinen Eltern zum Geburtstag bekommen. Der Klappentext (s.o.) klang für mich wirklich vielversprechend und spannend. Mädchenbeute beginnt mit einer wirklich rührenden Beziehung zwischen Vater und Tochter und hat mich die Geschichte flüssig lesen lassen. Ruby ist etwas übergwichtig, gerade am Anfang der Pubertät und möchte nichts lieber als Cowboy werden. Ruby wird sehr sympathisch beschrieben, sie ist ein richtiges "Papakind" und möchte dieses auch für immer bleiben. Im Laufe der Handlung immer mal wieder einige Wendungen, welche mich allerdings nicht überrasschten. Tolle Charaktere, super Schreibstil und wirklich orginell, leider für mich zu wenig Spannung. Das Ende war zwar nicht vorhersehbar, jedoch auch nicht außergewöhnlich. Mädchenbeute von Belinda Bauer bekommt von mir 4 von 5 Punkten.

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  • Doch langatmig in Teilen

    Mädchenbeute
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    07. April 2015 um 14:45

    Doch langatmig in Teilen Ausziehen, die Mutter anrufen und dieser am Telefon mitteilen, dass man als Tochter getötet wird. Jetzt. Und das Telefon dabei eingeschaltet lassen. Grausam ist dieses Erleben für Tochter und Mutter. Grausam auch schon der Moment der Erkenntnis bei den jungen Frauen, die natürlich ab einem gewissen Zeitpunkt über die Medien informiert sind und dennoch diesen einen, entscheidenden Fehler begangen haben. Und mitten in dieser eher kargen, von Arbeitslosigkeit gebeutelten Landschaft direkt am Meer, im Dorf, das bei Hochwasser zumindest feuchte Hausmauern erlebt, wenn nicht noch Schlimmeres, lebt Ruby mit ihren Eltern. Leicht übergewichtig, rothaarig, ein Fest für jene in der Schule, die sich gerne einen Spaß auf Kosten anderer machen. Ihr Vater John, ihr Verbündeter, immer mit einem Augenzwinkern, hat es auch nicht leicht. Arbeitslos seit Jahren, missachtet von seinen Schwiegereltern. Während Rubys Mutter für den Unterhalt mehr schlecht als recht sorgt und ebenso dafür, die Kekse von ihrer Tochter fernzuhalten. Als die Ereignisse sich verdichten, beschließt der Cowboy Club Johns, eine Bürgerwache einzurichten. Und Ruby darf mit ihrem Vater „auf Streife“ gehen. Ausschau halten, junge Frauen sicher nach Hause fahren, sich endlich wichtig, nützlich und, ein stückweit, erwachsen fühlen. Seine Stärken hat dieser Thriller vor allem in der genauen und tiefen Auslotung der Figuren, der Beschreibung der inneren Stärken und Schwächen, der Entwicklung, die stattfindet. Sei es der erste Anflug von Liebe für die junge Ruby, sei es das Mobbing durch Mitschüler, die verschmutzten weißen Strumpfhosen, die unbändige Lust auf Kekse. Wie auch ihre Lehrerin, ihr Vater, ihre Mutter manchmal nur mit wenigen Begriffen in ihrer Person getroffen werden, beim Großvater reicht da die einfache Beschreibung dessen, was er in der Küche mit seinen Händen macht, um dem Leser ein emotional klares Bild zu vermitteln. Die Geschichte, der „Fall“ selber allerdings wirkt doch in Teilen konstruiert und vorhersehbar. So verwundert es nicht, dass Bauer bereits lange vor dem Ende den Fall auflöst und in ein langgezogenes Finale übergeht, das den Leser in den einzelnen Gefahrenmomenten dann aber nicht mehr so zu fesseln versteht, wie es bei der sehr flüssigen Entfaltung der Protagonisten der Fall war. Flüssig verfasst, mit Längen zum Ende hin, bietet „Mädchenbeute“ eine weitgehend anregende Unterhaltung, wird aber zum Ende hin zu offensichtlich auf „Gefahr gebürstet“ und zu vorhersehbar in den Abläufen.

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