Belinda Bauer Totenkind

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Inhaltsangabe zu „Totenkind“ von Belinda Bauer

Fünf Fußspuren im Beton – das ist alles, was Anna Buck von ihrem kleinen Sohn Daniel geblieben ist. Vor ein paar Monaten stahl sich der Junge unbemerkt über den noch feuchten Zement davon, weil sein Vater die Haustür offen stehen ließ. Seitdem ist Daniel wie vom Erdboden verschluckt. Tagtäglich putzt Anna die kleinen Abdrücke, poliert den Boden unter ihren Füßen, den sie längst verloren hat. Als eines Tages ein Hellseher Hilfe verspricht, ergreift die verzweifelte Mutter ihre letzte Chance. Doch ist der Mann der, der er zu sein vorgibt? Anna lässt sich auf das angebliche Medium ein und erlebt einen Albtraum ...

der rote faden fehlt und teilweise wirr

— carlinda

Nichts ist, wie es scheint!

— SanniR

Mehr Krimi als Psychothriller, dazu eine Portion Mystery und eine Prise britischer Humor - auf jeden Fall spannend und lesenswert!

— Tichiro

Die Ereignisse überschlagen sich.

— buecherkompass

Meins war das nicht

— brauneye29

Fesselnder Psychothriller der so ganz anders ist, als man erwartet!

— Fanti2412

Ein Psychothriller, der unter die Haut geht!

— Unzertrennlich

Psychothriller nicht wirklich, aber dennoch eine runde, fesselnde Story.

— MelE

Stöbern in Krimi & Thriller

Flugangst 7A

Wieder ein sehr guter Fitzek. Spannend und undurchschaubar bis zum Schluß.

sandrar44

Untiefen

Ich hätte mir von diesem Buch mehr erhofft.

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Top! Wieder ein klasse Silva, sehr nah an der Ralität. Der Schreibstil faszinier, man kann das Buch nicht mehr weglegen

wildflower369

  • Rezensionen
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  • Spannendes Puzzlespiel

    Totenkind

    Streiflicht

    18. June 2017 um 12:52

    Dieses Buch hat mich v.a. dadurch begeistert, dass ganz viele Zusammenhänge bestehen die man als Leser erst nach und nach erkennt. Die handelnden Personen stehen in verschiedenen Beziehungen zueinander und wissen es oft selbst nicht. Neben Anna, deren fünfjähriger Sohn verschwand, ist Chief Inspector John Marvel die zweite Hauptfigur. Sie lernen sich bereits im ersten Kapitel kennen, ohne es zu merken und auch der Leser erkennt das erst später. Das fand ich sehr charmant. Die Überschneidung seiner beiden Fälle macht Marvel misstrauisch, denn er glaubt nicht an Zufälle. Das Buch ist bis zur letzten Seite voller Spannung und man liest neugierig immer weiter. Voller Hoffnung, dass die beiden Kinder wieder gesund und munter auftauchen. Marvel ist ein kautziger Mensch, Anna durch den Verlust ihres Sohnes ebenso. Beide hoffen, dass der jeweils andere helfen kann, die Kinder zu finden. Und am Ende ist doch alles ganz anders und trotz halbem Happy End auch tragisch. Ein Buch voller Spannung und toll beschriebener Details, das Lust auf mehr macht, und hoffen lässt, dass weitere Krimis mit Marvel veröffentlicht werden. Ich war und bin sehr begeistert und empfehle das Buch allen weiter, die gerne Spannung ohne viel Blut mögen.  

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  • Belinda Bauer - "Totenkind"

    Totenkind

    SanniR

    16. March 2017 um 19:21

    Dieses Buch hat mich zunächst einmal auf Grund des Covers angesprochen. Der kleine Kinderfuß, der den Buchstanben "i"  ersetzt, machte doch einen sehr geheimnisvollen und auch etwas gruseligen Eindruck.Auch den Klappentext fand ich sehr ansprechend. Da ist Anna Buck, die jeden Tag den Betonboden vor ihrem Haus peinlichst genau säubert.  Doch bei genauem Hinsehen, stellt man fest: sie schrubbt nicht einfach nur den Boden, nein, sie säubert fünf kleine Fußabdrücke. Fußabdrücke, die weg von den Häusern führen. Fußabdrücke, die ihrem kleinen Sohn Daniel gehören. Nun ist Daniel verschwunden und keiner weiß, wohin. Anders als bei vielen anderen Büchern, die erstmal noch eine (kürzere oder auch längere) Weile das Regal zieren, bevor sie gelesen werden, habe ich bei Totenkind nur wenige Tage nach Erhalt  mit dem Lesen begonnen.Von den ersten Kapiteln war ich jedoch leider etwas enttäuscht. Die Autorin hat zwar einen gut verständlichen Schreibstil, aber aus irgendeinem Grund hat es mich einfach nicht so richtig gepackt. Ich fand die Story zwar recht ansprechend, doch nicht wirklich fesselnd. Ich hatte nicht das Bedürfnis, das Buch sofort zu beenden.Die Handlung „dümpelte“ ein bisschen vor sich hin. DCI Marvel – der mir während der ganzen Geschichte nicht wirklich sympathisch wurde – ermittelte hier ein bisschen herum und fragte dort ein bisschen nach. Jedoch drehten sich seine Ermittlungen nicht in erster Linie um den verschwundenen Jungen Daniel, sondern um einen vermissten Hund. Das fand ich schon etwas befremdlich. Auch die gelegentlichen „spirituellen“ Sichtweisen im Verlauf der Geschichte, machten es nicht wirklich besser. So richtig gefesselt hat mich die Geschichte eigentlich erst im letzten Drittel des Buches. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich es auch kaum noch aus der Hand legen und wollte unbedingt wissen, ob Marvel in der Lage ist, die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Fällen zu erkennen. Ohne zuviel zu verraten, kann ich nur sagen, dass er sehr Wohl Zusammenhänge erkennt, aber dennoch ließ mich „Totenkind“ mit einigen Fragezeichen zurück. Fazit: Wer von „Totenkind“ von Belinda Bauer einen Psychothriller erwartet, der einem die Nackenhaare zu Berge stehen lässt, wird leider enttäuscht. Für mich war es doch eher ein Krimi mit Thriller-Effekten, die jedoch sehr sparsam eingesetzt wurden. Außerdem stellte mich das Ende absolut nicht zufrieden, da einfach zuviele Fragen offen bleiben.

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  • Wer jagt wen?

    Der Beschützer: Psychothriller

    buchjunkie

    Mitten im Winter schockiert der Mord an einer hilflosen alten Frau den kleinen Ort Shipcott im englischen Somerset. Die querschnittsgelähmte Margaret Priddy wurde offenbar mit einem Kissen erstickt. Dorfpolizist Jonas Holly versucht den Killer zu finden. Doch dabei ist er nicht alleine. Verstärkung aus der Stadt ist da und damit auch ein Vorgesetzter von Jonas. Doch Detective Chief Inspector Marvel zieht Jonas Hollys Bemühungen ins Lächerliche und verdammt ihn dazu, vor dem Haus der Ermordeten Wache zu stehen, falls der Mörder zurückkommt. Doch was Jonas dabei zutiefst verstört: Hier in Shipcott wäre ein Fremder im Winter sofort aufgefallen. Der Täter muss also einer der Dorfbewohner sein. Bei Jonas treffen unterdessen immer bedrohlichere anonyme Botschaften ein, in denen ihm vorgeworfen wird, seine Pflicht nicht zu tun.Als weitere Morde in einem Seniorenheim geschehen, werden aus den Vorwürfen unverhohlene Drohungen. Irgendjemand scheint Jonas die Schuld an den Ereignissen zu geben. Selbstanklagen , die Sorge um seine schwerkranke Frau und die Unverschämtheiten von DCI Marvel bringen ihn langsam an den Rand des Zusammenbruchs. Und,er stellt sich die Frage: Würde ich den Mörder erkennen, wenn ich ihm in die Augen sehe? Was für ein großartiger Thriller! Schon nach den ersten Seiten wußte ich, dass dies ein Buch für mich ist! Der flotte Schreibstil hat mich sofort eingenommen. Schwarzer Humor und ein wenig Sarkasmus würzen das Ganze. Von der Darstellung der Personen war ich auch begeistert. Der ruhige, nette Dorfpolizist Jonas Holly, seine tapfere an MS erkrankte Frau Lucy und der griesgrämige, unbeliebte und unfreundliche DC I Marvel- sie allen lernt man gut kennen. Aber auch die Charaktere in den Nebenrollen sind ausgefeilt. Spannend und sehr gut konstruiert ist diese Geschichte. Ich hatte zwar schön früh einen Verdacht, der jedoch immer wieder zurückgedrängt wurde. Den Schluss fand ich sehr gelungen! Das war ein Thriller, den ich gerne gelesen habe und weiterempfehlen kann. Und ich werde mal nach weiteren Büchern der Autorin, die mir vorher völlig unbekannt war, Ausschau halten!

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    • 9
  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

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    • 3931

    kubine

    01. December 2016 um 18:13
  • Klappentext irreführend.....

    Totenkind

    Igela

    26. November 2016 um 13:37

    Der kleine Daniel ist vor 4 Monaten verschwunden. Sein Vater James Buck wollte nur schnell was besorgen, hat die Türe nicht geschlossen und weg war Daniel. Mutter Anna stürzt in eine Depression und Wahnvorstellungen, flüchtet zu einem Wahrsager. Als sie sich von einer Brücke stürzen will, lernt sie Detektiv John Marvel kennen. Doch der hat genug von verschwundenen Kindern, grübelt er doch noch immer an dem Fall der 12 jährigen Edie Evans, die vor einem Jahr verschwunden ist und den er nicht lösen konnte. So bekommt er den Fall von einem verschwundenen Hund zugeteilt,die Besitzerin sucht beim selben Wahrsager um Rat wie Anna. Ich muss gestehen, dass ich mich auf den ersten 100 Seiten sehr schwer getan habe mit der Geschichte. Ich habe erwartet,dass die Suche nach dem verschwundenen Daniel im Vordergrund steht. Doch wie meist, wenn die Erwartungen ganz anders sind als das Buch,musste ich mich zuerst wieder zurecht finden. Allerdings nahm mir die Suche nach einem verschwundenen Hund zu viel Raum, zu viele Seiten ein. Dies ist eindeutig ein Strang der gekürzt hätte werden können. Zum grossen Teil geht es im Buch nicht um die Suche von dem Kind, sondern wie seine Eltern ,speziell seine Mutter mit dem Verlust zurecht kommen. Gerade die Wahnvorstellungen und den daraus entwickelten Putzzwang von Anna sind sehr authentisch und fesselnd dar gestellt.Etwas schade habe ich das Kapitel aus der Sicht des Täters empfunden, dies war mir zu früh und hat zu viel verraten.....und schwups war ein Teil der Spannung weg. Spannung...ja, die ist zwar nicht im Übermaß vorhanden...diese Story besticht durch andere Qualitäten, wie zum Beispiel die Charakterisierung der Figuren. Der Schreibstil ist sehr detailreich und man muss beim Lesen immer wieder Relevantes von weniger Wichtigem sortieren. Das lässt leider nicht unbedingt ein flüssiges Lesen zu. Meckern muss ich noch über den Klappentext, der ist meiner Meinung nach irreführend,denn der grösste Teil der Geschichte geht nicht um Daniel.Und gestört hat mich im Taschenbuch auch das sehr kleine Schriftbild.

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  • Persönlichkeitsstudien

    Der Beschützer: Psychothriller

    Arun

    Der Beschützer von Belinda Bauer Das Buch führt uns in den Südwesten von Großbritannien in das Gebiet Avon & Somerset. Dort tauchen wir in den Mikrokosmos der kleinen Dorfes Shipcott ein. Zur Ausgangslage: Ein Todesfall an einer alten Dame stellt sich als Mord heraus. Der Dorfpolizist Police Constable Jonas Holly ist der erste Ordnungshüter vor Ort, nicht viel später rückt ein Team des Morddezernats unter der Leitung von Detective Chief Inspektor Marvel einem ehemaligen Starermittler aus London an, welcher nun aus irgendwelchen Gründen Dienst in der Provinz verrichten muss. Dieser DCI Marvel trifft nun auf den gutmütigen, seine kranke Frau pflegende und allseits beliebten PC Holly, dabei entpuppt sich DCI Marvel als ein zynischer Kotzbrocken allererster Güte, auch die anderen Mitarbeiter sind seinen Allüren ausgesetzt.In diesem ungesunden Klima laufen die Ermittlungen an, doch anstatt dem Täter auf die Spur zu kommen gibt es neue Mordopfer. Seite 18 Marvel versucht Holly vor versammelter Mannschaft bloß zu stellen. Marvel seufzte „Wie heißen Sie?“ „PC Holly, Sir“ „Haben Sie schon mal etwas davon gehört, dass man einen Tatort kontaminieren kann, Holly?“ „Ja, Sir“ Jetzt hasste Jonas Marvel. Die Hitze der Verlegenheit wich allmählich aus Jonas und machte einem kühlen distanzierten Zorn Platz.Er fand es leicht, sich diesen Zorn nicht anmerken zu lassen, doch er wusste, dass er ihn für alle Zeit in jenem sehr kleinen, steinernen Winkel seines Herzen hegen würde, wo er alles aufbewahrte, was nicht freundlich, rücksichtsvoll und selbstlos war. Diese Passage gleich zum Auftakt fand ich klasse. Die Story hat mir gut gefallen, sie beinhaltet stellenweise sehr trockenen britischen Humor, Sarkasmus kommt auch nicht zu kurz, fast alle Akteure tragen ein kleines oder größeres Geheimnis mit sich herum. Vor allem die Auflösung und das Ende entsprechen nicht unbedingt dem Mainstream. Richtige Sympathieträger sind auch selten, meiner Meinung nach ist dies gerade eine gelungene Herangehensweise an die bitterböse Geschichte. Ein Buch nach meinem Geschmack.

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    • 9
  • Totenkind. Belinda Bauer.

    Totenkind

    buecherkompass

    30. October 2016 um 11:22

    Seit Monaten ist Annas Sohn verschwunden. Der einzige Beweis, dass er jemals lebte: seine Fußabdrücke im Beton. Nur sie blieben Anna Buck, nachdem ihr Mann in seiner Achtlosigkeit die Tür offen ließ und Daniel lautlos verschwand. Tag für Tag kniet Anna nun auf der Straße und säubert die Fußabdrücke ihres Kindes. Verliert dabei scheinbar den Verstand, aber nie die Hoffnung. Und nicht nur Anna leidet. In der Nachbarschaft wurde ein weiteres Kind als vermisst gemeldet. Auch Edie Evans sollte eines Tages nicht mehr nach Hause zurückkehren. Ein Fall, den Kriminalpolizist John Marvel nie lösen konnte. Und doch scheint die Lösung des Rätsels näher zu liegen als vermutet. Besteht eine Verbindung zwischen Edie Evans und Daniel Buck? Und weiß Hellseher Richard Latham mehr, als er vorgibt? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Nachdem ich den Klappentext des Buches gelesen hatte, war ich mehr als gespannt in welche Richtung sich die Geschichte von Belinda Bauer entwickeln würde. Psychothriller rufen in mir oftmals gemischte Gefühle hervor. Während ich besonders an den Werken von Sebastian Fitzek großen Gefallen finde, bin ich inzwischen auch über einige Psychothriller gestolpert, deren Lektüre bei mir einen bitteren Nachgeschmack hinterließ. Der Einstieg in das Buch gestaltete sich bei mir zunächst etwas holprig, was nicht zuletzt an dem (mir persönlich) eher unsympathischen Kriminalpolizisten John Marvel lag. So macht Marvel keinen Hehl aus seiner Abneigung gegen Menschen. Auch Anna Buck und ihr Mann gaben mir zunächst Rätsel auf. Im Verlauf der Geschichte wuchsen mir die Figuren dennoch ans Herz. Eine Charakterentwicklung der Protagonisten wird vor allem an den Figuren John Marvel und Anna Buck deutlich. Während Marvel sein Herz letztlich doch am rechten Fleck zu haben scheint, lässt auch Anna den Leser einen Blick hinter ihre Fassade werfen. Und was man dort erblickt ist alles andere als eine labile Persönlichkeit. Der Schreibstil von Belinda Bauer ist einfach gehalten, konzentriert sich auf Wesentliches und überrascht stellenweise mit seiner Direktheit. Die Geschichte gestaltet sich von der ersten Seite an ereignisreich, sodass beim Lesen keine Langeweile aufkommt. Die Auflösung der Geschichte ging zu Ende des Buches sehr schnell vonstatten, was mir bei (Psycho-)Thrillern allerdings gang und gäbe zu sein scheint. Lange war ich mir unsicher wieviele Sterne ich für das Buch vergeben möchte. Da mir die Komplexität der Geschichte letztendlich nicht ausgereift genug war, möchte ich hier sehr gute dreieinhalb Sterne vergeben. Dennoch ist das Buch absolut lesenswert. Totenkind wird sicher nicht der einzige Thriller bleiben, den ich von Belinda Bauer lese. Alle anderen möchte ich dazu ermuntern sich selbst eine Meinung zu bilden. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und so wird Totenkind sicher einige Thriller-Fans begeistern können.

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  • Einen Abdruck im Walk of Fame der Psychothriller wert

    Totenkind

    NiWa

    19. September 2016 um 12:45

    Daniel ist weg. Was bleibt sind fünf Fußspuren im Beton, die seine Mutter Anna wie wahnsinnig auf Hochglanz poliert. Seit ihr Mann versehentlich die Haustür offen gelassen hat, ist der kleine Daniel verschwunden und diese Fußabdrücke sind alles, was von ihm geblieben ist. Aber Anna gibt die Hoffnung nicht auf und wendet sich an die Kirche eines Hellsehers, wovon sie sich Hilfe verspricht.Inhaltsbeschreibung und Klappentext lassen auf einen 08/15-Thriller schließen. Ich dachte sofort an eine verzweifelte Mutter, ein Medium und einen abgerissenen Cop, die im Unterfangen Daniel zu finden, eine Gemeinsamkeit haben. Aber dieser Thriller ist so viel mehr und so ungewöhnlich, dass er mich regelrecht begeistert hat.Ja, es gibt den abgerissenen Cop. Aber so ganz verzweifelt ist er nicht. Sein Name ist Marvel und er hat mit Daniels Fall gar nichts am Hut. Eigentlich ist er auf der Suche nach einem anderen vermissten Kind. Dafür ist das ein Fall, der ihm keine Ruhe lässt, aber zu erkalten beginnt. Marvel ist neben Anna die Hauptfigur. Er ermittelt in diesem Vermisstenfall, hat den nächsten Karriereschritt im Visier und bemüht sich seiner Frau ein guter Mann zu sein, was ihm aber allesamt nicht so recht gelingen will.Anna Buck ist die Mutter des verschwundenen Daniels. Bei diesem Schicksalsschlag haben sich bei ihr wohl ein paar Rädchen zu viel gedreht und man erkennt in ihr eine hilflose Neurotikerin, die so richtig verzweifelt ist.Das Medium ist nur eine Nebenfigur, die aber sehr interessant eingeflochten ist. Man weiß bis zum Ende hin nicht, was man von ihm halten soll. Ist er ein Betrüger? Hat er es auf das Geld anderer Leute abgesehen? Oder hat er doch die Gabe, mit den Toten zu reden, und bietet einfach seine Hilfe an?Alle handelnden Charaktere sind überzeugend und realistisch ausgearbeitet. Sie geben Rätsel auf, handeln nicht immer logisch und zeigen damit umso mehr, wie menschlich sie sind.Die Handlung ist sicher nicht neu, aber sie ist wahnsinnig gut umgesetzt. Zuerst denkt man, dass man in einem Klischee versinkt, wird aber sofort eines besseren belehrt. Ich hatte zwar relativ früh einen Verdacht, wer wohl hinter den Ereignissen steckt, der sich so auch bestätigt hat, aber mit den Beweggründen hat mich Belinda Bauer schon fast schockiert und mir am Ende - trotz mancher Vermutungen - eine Überraschung beschert.Schreib- und Erzählstil der Autorin sind meiner Meinung nach bemerkenswert. Obwohl der Thriller in einem überwiegend ruhigen Ton geschrieben ist, zog mich die Autorin richtig in ihre Geschichte rein. Ich konnte das Buch einfach nicht zur Seite legen, weil ich wissen musste, wie es weitergeht. Durch geschickte Perspektivenwechsel werden mehrere Geschichten erzählt, die sich zu einer meisterlichen Gesamthandlung zusammenfügen, die einen bis zum Ende nicht zur Ruhe kommen lässt.Meiner Meinung nach ist Belinda Bauers „Totenkind“ einen Abdruck im Walk of Fame der Psychothriller wert. Mich hat das Buch gebannt, mit seinen Figuren und der meisterlichen Umsetzung der Handlung vollkommen überzeugt, sodass ich es begeistert an Thriller-Leser weiterempfehlen kann.

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    • 8
  • Das war nicht meins

    Totenkind

    brauneye29

    17. September 2016 um 15:09

    Zum Inhalt:Fünf Fußspuren im Beton – das ist alles, was Anna Buck von ihrem kleinen Sohn Daniel geblieben ist. Vor ein paar Monaten stahl sich der Junge unbemerkt über den noch feuchten Zement davon, weil sein Vater die Haustür offen stehen ließ. Seitdem ist Daniel wie vom Erdboden verschluckt. Tagtäglich putzt Anna die kleinen Abdrücke, poliert den Boden unter ihren Füßen, den sie längst verloren hat. Als eines Tages ein Hellseher Hilfe verspricht, ergreift die verzweifelte Mutter ihre letzte Chance. Doch ist der Mann der, der er zu sein vorgibt?Meine Meinung:Das Buch zieht sich wie Gummi. Die Protagonisten bleiben blass und so richtig kommt auch keine Spannung auf. Dieses Buch eine Psychothriller zu nennen, finde ich schon fast frech. Fazit:Muss man nicht lesen!

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    • 2
  • Totenkind

    Totenkind

    Fanti2412

    04. September 2016 um 17:21

    Zum Inhalt: Fünf Fußspuren im Beton – das ist alles, was Anna Buck von ihrem kleinen Sohn Daniel geblieben ist. Vor ein paar Monaten stahl sich der Junge unbemerkt über den noch feuchten Zement davon, weil sein Vater die Haustür offen stehen ließ. Seitdem ist Daniel wie vom Erdboden verschluckt. Tagtäglich putzt Anna die kleinen Abdrücke, poliert den Boden unter ihren Füßen, den sie längst verloren hat. Als eines Tages ein Hellseher Hilfe verspricht, ergreift die verzweifelte Mutter ihre letzte Chance. Doch ist der Mann der, der er zu sein vorgibt? Anna lässt sich auf das angebliche Medium ein und erlebt einen Albtraum ... (Kurzbeschreibung gem. Goldmann Verlag) Leseprobe Die Autorin: Belinda Bauer wuchs in England und Südafrika auf. Sie arbeitete als Journalistin und Drehbuchautorin und wurde mit dem renommierten Bafta Award for Young British Screenwriters ausgezeichnet. Ihr Romandebüt legte sie mit dem von Kritikern wie Lesern gefeierten Werk "Das Grab im Moor“ vor, das als bester Spannungsroman des Jahres mit dem Gold Dagger ausgezeichnet wurde. Auch mit ihren weiteren Romanen wurde Belinda Bauer ihrem Ruf als Ausnahmetalent immer wieder aufs Neue gerecht. Die Autorin lebt in Wales. (Quelle: Goldmann Verlag) Webseite der Autorin Meine Meinung: „Totenkind“ war mein erstes Buch der Autorin, das ich zufällig in der Verlagsvorschau entdeckt hatte. Der Klappentext lässt vermuten, dass es sich hauptsächlich um die Fragen dreht, was mit dem kleinen Daniel geschah und was hat es mit dem angeblichen Hellseher auf sich? Kann er Daniel finden?Aber die Story hält mehr bereit. Eigentlich wird sie in zwei Handlungssträngen erzählt, deren Hauptfiguren einerseits Daniels Mutter Anna und andererseits der Polizist Marvel sind.Mit Anna konnte ich gut mitfühlen und habe auch sehr mit ihr gelitten. Was gibt es für eine Mutter schlimmeres als ihr Kind zu verlieren?In diesem Fall kommt noch die Wut auf ihren Mann, Daniels Vater, dazu, der die Haustür offen ließ, so dass Daniel hinaus laufen konnte.Anna gibt die Hoffnung nicht auf, dass Daniel gefunden wird und sie ihn wohlbehalten zurückbekommt.Allerdings hat sie sich in der Zwischenzeit durch ihr Leid sehr verändert. So putzt sie nicht nur täglich die kleinen Fußspuren, die Daniel im frischen Zement hinterließ, sondern hat auch ganz allgemein einen Putz- und Hygienewahn entwickelt. Man kann sagen, sie ist psychisch am Ende, die Ehe ist eigentlich keine mehr und sie klammert sich an jeden kleinsten Funken Hoffnung. So war es für mich auch nachvollziehbar, dass sie sich dann irgendwann an den Hellseher wendet, der vorgibt ein Medium zu sein.Ich persönlich kann mit derartigen Dingen überhaupt nichts anfangen und halte sie für unglaubwürdig. Und diese Thematik hat auch nicht so ganz meinen Geschmack getroffen. Aber in dieser Story spielt sie fast eine Schlüsselrolle, passt gut hinein und wurde von der Autorin auch gut umgesetzt.Im zweiten Handlungsstrang erleben wir den Polizisten Marvel, der so ganz anders ist, als man Polizisten sonst in Krimis oder Thrillern erlebt. Er ist nicht der korrekte Polizeibeamte der akribische Polizeiarbeit betreibt. Er ist völlig gefangen von dem Fall der ebenfalls vermissten Edie Evans. Er konnte diesen Fall bisher nicht lösen, glaubt aber auch nicht, dass Edie tot ist. Er ist wie besessen davon, Edies Schicksal aufzuklären, obwohl sein Vorgesetzter ihm genau das praktisch verboten hat und ihm stattdessen damit beauftragt, den verschwundenen Hund seiner Ehefrau zu suchen. Anfangs haben mich die vielen kleinen Geschichten etwas verwirrt, weil sie augenscheinlich in keinem Zusammenhang stehen. Aber da hatte ich mich getäuscht. Ganz langsam zeigt die Autorin Verknüpfungspunkte auf und lässt dem Leser dabei genug Spielraum für eigene Spekulationen. Viele kleine Überraschungen werfen immer wieder neue Fakten oder auch Fragen auf und so bleibt die Spannung durchgängig hoch, wozu auch häufige Perspektivwechsel beitragen. Zu keinem Zeitpunkt war für mich vorhersehbar, wie sich das Ganze aufklären könnte. Und erst zum Ende gibt es Klarheit über alle Zusammenhänge und die Autorin führt alle Fäden zusammen. Für mich war die Auflösung absolut überraschend. Dieser Psychothriller bietet mehr als nur eine Story über ein vermisstes Kind. Ein komplexer Plot und gut charakterisierte Protagonisten sorgen für ein fesselndes Leseerlebnis! Fazit: 4 von 5 Sternen © Fanti2412

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  • Totenkind

    Totenkind

    Kleine8310

    03. September 2016 um 01:46

    "Totenkind" ist ein Psychothriller der Autorin Belinda Bauer. Für mich war es das erste Werk der Autorin, aber ich kann hiermit versprechen, dass ich auf jeden Fall noch mehr von ihr lesen werde.  Die Geschichte in "Totenkind" beginnt in mehreren verschiedenen Handlungssträngen. Zum einen lernt der Leser/die Leserin die Protagonistin Anna Buck kennen. Anna sitzt täglich vor einer Werkstatt und poliert fünf kleine Fussabdrücke im Beton. Sie sind das Einzige was ihr von ihrem kleinen Sohn Daniel geblieben ist. Daniel ist eines Tages verschwunden, als sein Vater versehentlich die Haustür offenliess und seitdem fehlt jede Spur von ihm.  Zudem lernt man den Ermittler Marvel kennen. Er ist ein hartgesottener Detective bei der Mordkommission, aber selbst er hat einen Fall der seine Seele berührt. Die junge Edie Evans ist eines Tages als sie mit dem Fahrrad unterwegs war angefahren worden und ab diesem Zeitpunkt verliert sich ihre Spur im nichts. Alle gauben, dass Edie tot sein muss, aber Marvel will diese Option nicht wahrhaben und ermittelt auf eigene Faust weiter ... Schon nach kurzer Zeit werden die verschiedenen Erzählstränge miteinander verknüpft und es kommen auch noch ein zwei neue hinzu. Allzu viel mag ich hier auch gar nicht mehr erzählen, denn sonst würde ich euch einfach zuviel vorwegnehmen. Auf diesen Thriller war ich schon sehr gespannt, da mich die Inhaltsbeschreibung neugierig gemacht hat, aber ich muss sagen, dass die Geschichte meine Erwartungen sogar noch übertroffen hat! Der Schreibstil von Belinda Bauer hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin schreibt nicht nur flüssig und fesselnd, sondern sie schafft es auch den grundverschiedenen Charakteren Facetten zu verleihen, die sie absolut authentisch wirken lassen.  Die Handlung ist vielschichtig und wirklich raffiniert ausgearbeitet. Die Themen sind weit gefächert und es finden sich nicht nur Einblicke in die Familiendynamik der Buck's nach Daniel's Verschwinden, faszinierende und realistische psychologische Elemente, sondern auch ein sarkastischer Ermittler, der mich dennoch mitten ins Herz treffen konnte. Zudem gibt es auch ein wenig übernatürliches, beziehungsweise mystisches.   Marvel war für mich hier fast ein Anti Held. So hat er vieles ansich wo ich den Kopf geschüttelt habe, aber nach und nach nicht nur lachen musste, sondern auch eine große Sympathie für diesen Charakter entwickelt habe. Ich hoffe nochmal von ihm zu lesen. Aber auch die anderen Charaktere konnten mich komplett überzeugen. Haupt - sowie Nebencharaktere der Geschichte haben mich berühren können und zusammen ergaben sie ein stimmiges Bild, welches mich absolut gefesselt hat.  Die Emotionen sind in dieser Geschichte toll zu spüren, ohne dass es zu seicht wird. Das Leid der Buck's und auch Momente um Edie Evans haben mir oftmals mehr als nur einen dicken Kloss im Hals beschert. Die Auflösung hat mich komplett überrascht, denn auf dieses Szenario wäre ich selber niemals gekommen! Chapeau Frau Bauer! Das hat mich echt verblüfft und überzeugt!    Positiv:   * großartige Charaktere, die mich komplett überzeugt haben * eine vielschichtige, spannende Handlung * Humor und Abwechslung * geniale Auflösung * raffiniert ausgearbeitete Entwicklung in der Handlung  Negativ: * tatsächlich nichts!    "Totenkind" ist ein Thriller der mich gefesselt und berührt hat! Ich kann dieses Buch nur empfehlen!

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  • Fünf Fußabdrücke im Beton ...

    Totenkind

    Unzertrennlich

    19. August 2016 um 08:53

    Schreibstil Belinda Bauer gilt in England längst als Ausnahmetalent und das kann ich nach der Lektüre ihres neuen Buches "Totenkind" hier ganz klar bestätigen. Ihr Schreibstil ist einmalig, tiefgründig, speziell und die Leidenschaft hinter jeden einzelnen Wort ist zu spüren. Belinda Bauer hat mit "Totenkind" einen echten Psychothriller geschaffen, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte und der mich auch zwischen dem Lesen begleitet hat. Die Dialoge in "Totenkind" sind witzig und perfekt in Szene gesetzt. Es gibt sehr viele heitere und ironische Momente, doch dann gibt es auch Momente, die mir als Leser die Luft zum Atmen geraubt haben, da sie so intensiv waren. Die zahlreichen kleinen Wendungen und Überraschungen machen das Buch zu einem echten Genuss und die Charakterisierung ist ihr überaus gut gelungen. Es gibt keine Person ohne Seele in diesem Buch! Die einzelnen Kapitel sind recht kurz gehalten und doch ist jedes einzelne Wort gut gewählt. Es gibt keinerlei Längen und auch keinerlei Klischees. "Totenkind" ist ein Buch, dass sich nicht vorhersehen lässt und das eine Geschichte beinhaltet, die anhand des Klappentextes nicht zu erahnen ist! Charaktere - Marvel - Uhhh, wieder ein Ermittler? Ja, wer mich kennt, der weiß, dass ich Ermittler sterbenslangweilig finde, aber Belinda Bauer beweißt hier, dass es auch anders geht. Hier gibt es keine langweilige Polizeiarbeit, eigentlich auch keine echten Ermittlungen, nur einen Detective, der einen Fall innerlich nicht abschließen kann. Und nein, es geht nicht um den vermissten Jungen aus dem Klappentext. Die Geschichte hat tatsächlich mehrere Stränge. Marvel hatte einen Fall um ein vermisstes Mädchen nicht lösen können und das bringt ihn um den Verstand. Er kann und will nicht glauben, dass Edie Evans tot ist und gibt nicht auf. Wie er zu Anna und dem Medium kommt? Und vor allem wie der Vermisstenfall des Mädchens zum verschwundenen Daniel passt, wird hier nicht verraten, aber ich fand die ganzen kleinen Verbindungen der Personen sehr gut inszeniert. Und um das Buch frei zu zitieren: "Das Leben besteht aus Kreisen, die sich berühren und manchmal überschneiden sich diese!" - Anna - Anna ist die Mutter des vermissten Daniel. Obwohl der Klappentext vermuten lässt, dass sie die Hauptperson ist, sind doch auch die anderen "Kreise" wichtig, die ihre Geschichte berühren. Zum einen ist da das Medium, das behauptet, Verbindung mit Toten aufnehmen zu können. Kann er auch Daniel finden? Dann ist da die Beziehung zu ihrem Mann, die seit dem Verschwinden Daniels gelitten hat und ein vermisster Hund, der auch ein Teil der "Kreise" ist. Wie das alles zusammenpasst, möchte ich hier nicht verraten, aber ich kann sagen, dass ich die Personenkonstellationen sehr gelungen und glaubhaft fand! Meine Meinung Ja, der Klappentext klingt ein wenig klischeehaft nach einer typischen Geschichte über ein vermisstes Kind und das Leben der Eltern nach diesem Verlust. Aber in "Totenkind" steckt viel mehr. Es ist eine Geschichte, die aus mehreren Teilen besteht und die verschiedensten Sichten beleuchtet. So treffen wir zum einen zwar auf Anna, die nach all der Zeit immer noch um ihren Sohn trauert, doch sie steht nicht im Zentrum der Geschichte. Eigentlich steht niemand im Zentrum, denn jede Geschichte besteht doch aus mehreren Teilen und diese werden hier geschickt zusammengesetzt. Ich möchte auch gar nicht so viel von der Handlung hier niederschreiben, denn "Totenkind" ist ein Buch, das man meiner Meinung nach erleben muss. Es bietet Platz zum Mitfühlen, zum lachen, zum weinen und zum selbst interpretieren. So fand ich besonders die Geschichte des Medium genial. Diese gibt Spielraum zu entscheiden, ob Geister nun tatsächlich existieren oder das alles nur Betrug ist. Das Ende des Buches hat mich tatsächlich von den Socken gehauen. Ich habe bereits unzählige Psychothriller gelesen, aber hier hätte ich die ganzen Fäden niemals so geschickt zusammenfügen können. Es wird vielleicht nicht alles aufgeklärt, aber ich habe das Buch doch mit einer gewissen Genugtuung zusammenklappen können. "Totenkind" wird definitiv nicht mein letztes Buch der Autorin gewesen sein! Fazit Obwohl der Klappentext eine recht typische "Kinder-Vermissten-Story" vermuten lässt, versteckt sich im Inneren dieses Buch doch einer besten und spannendsten Psychothriller, die ich jemals gelesen habe. Die unzähligen Wendungen und Überraschungen und die Charaktertiefe haben das Buch für mich zu einem wahren Genuss gemacht! Fans von echten Psychothrillern sollten unbedingt einen Blick riskieren!

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  • Spuren im Beton

    Totenkind

    MelE

    12. August 2016 um 08:00

    "Totenkind" ist wirklich herzzerreißend, da es brühwarm von der Psychose einer Mutter erzählt, deren Kind verschwunden ist und die immer noch die Hoffnung hegt, ihr Kind eines Tages wieder in den Armen zu halten. Eine zerrüttete Ehe aufgrund dessen, da eine offene Haustür dafür sorgte, dass das Kind das haus verlassen konnte. Unausgesprochene Schuldzuweisungen und ein Putzwahn, der dafür sorgen soll das Gleichgewicht zu halten. Ich fand es sehr schmerzhaft und konnte die Trauer regelrecht spüren, denn für Eltern ist der Verlust eines Kindes grausam und die innerliche und äußere Veränderung von Anna Buch wurde absolut authentisch wiedergespiegelt. Sie klammert sich an jeden Strohhalm der Hoffnung und wird regelrecht in paranormale Stimmungen hineingezogen.Parallel wird von einer Entführung erzählt, die bisher nicht aufgeklärt wurde und auch dort wurde ein Hellseher einbezogen. Man kann an Mediums glauben oder es lassen, das bleibt jedem selbst überlassen, aber in dieser Story verwoben, passt es hervorragend.Mich konnte die erzeugte Spannung komplett überzeugen, obwohl mir ein klein wenig der Thrill fehlte. Die Story ist rund und emotional absolut genial wiedergegeben. Die 354 Seiten sind viel zu schnell gelesen, da es endlich zu einer Auflösung kommen muss, um Anna Bucks Gemütszustand in die ursprüngliche Form zu bringen, denn sie erscheint absolut verwirrt, wenn nicht sogar komplett verrückt.Im Anhang befindet sich ein kurzes Statement der Autorin, welches ein klein wenig auf chinesische Gepflogenheiten eingeht, denn auch dieses nimmt Raum im Buch ein, wobei ich mir im Nachhinein dazu etwas mehr gewünscht hätte. Es wirkte etwas aufgesetzt und dennoch auch sehr beängstigend, denn auch diese kurzen Einblicke haben Auswirkungen auf den Fall Daniel, obwohl es erst zum Ende Klarheiten gibt.Letztendlich bietet "Totenkind" seinen Lesern eine gelungene, runde Story, die nicht überladend wirkt, sondern seinen Ursprung in dem Verschwinden von Daniel hat und den Spuren im gegossenen Beton, die täglich von der Mutter gereinigt werden, da es alles ist, was ihr geblieben ist. Als sich Anna Buck selbst zum Medium entwickelt, empfand ich dieses als sehr verstörend, Trotzdem konnte ich mich einem gewissen Sog der Spannung nicht entziehen.Gerne spreche ich eine Leseempfehlung aus, da "Totenkind" im Nachhinein absolut rund war und auch die Protagonisten des Thrillers sehr authentisch dargestellt waren. Hier und da war ich zwar ein klein wenig unzufrieden, aber das Ende haut noch einmal alles raus und lässt mich zu einer Bewertung von ★★★★ kommen.

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