Bella Pollen Hunting Unicorns

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Inhaltsangabe zu „Hunting Unicorns“ von Bella Pollen

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  • Rezension zu "Hunting Unicorns" von Bella Pollen

    Hunting Unicorns
    Loxeley

    Loxeley

    23. March 2011 um 12:46

    „Meine Mutter und mein Vater tranken. Wasser, Whiskey, Wein. Es war alles für sie das gleiche. Zu jeder Zeit, an jedem Ort und zu jeder Gelegenheit. So schildert uns Daniel, selbst Alkoholiker, direkt am Anfang des Buches seine exzentrischen Eltern, das Ehepaar Bevan, Angehörige des Hochadels und eines heruntergekommenen Landsitzes. Das Verhältnis zwischen ihnen ist kompliziert, aber noch schwieriger für Rory, Daniels jüngeren Bruder. Beide Söhne sind vor den Pflichten und den verstaubten Traditionen die der zukünftige Adelstitel bringen könnte nach London geflohen. Daniel arbeitet als Journalist, muss aber wegen seiner Sucht bei Rory unterkommen. Dieser wiederum betreibt eine Agentur, die Adeligen die in Geldnot geraten sind potenzielle Kunden vermittelt, z.b für Film und Fernsehaufnahmen, den Verkauf von Titeln bis zum Inventar und Events. Es ist kein leichter Job da besonders viele ältere Kunden nicht verstehen können wie es für sie weitergehen soll- die Titel sind nichts mehr wert, die Landbesitze teuer, das Einkommen zu klein und die Umwelt nimmt sie nur noch als Relikte einer vergessenen Zeit wahr. Trotzdem geht es beiden Männern relativ gut- Rory ist so gut wie verlobt, und Daniel geht zur endlich zur Selbsthilfegruppe um seine Alkoholsucht loszuwerden- nur die Beziehung zu den Eltern bleibt weiterhin schwierig, Rory möchte mit seinen kuriosen Eltern, die mit unglaublichen Ideen wie das Gründen einer Austernzucht, den Verkauf von selbstgemachten Holztieren und ohne Heizung auskommen wollen, lieber nichts zu tun haben. Daniel hingegen hat längst erkannt hat das er seiner Herkunft nicht entfliehen kann. Dann eines Nachts, nach gutem Essen und einer leichte Auseinandersetzung mit Rory, trinkt Daniel, der seine Sucht eher sportlich nimmt , noch ein bisschen und beschließt eine Spritztour durch London per Fahrrad zu machen. Er ist unvorsichtig und auf einmal ist da ein Bus, zu schnell für Daniel, und es kommt zum crash. Daraufhin schwenkt das Buch erst mal zu Maggie, einer jungen Amerikanischen Journalistin, die Reportagen für die Fernsehsendung Newsline produziert. Maggie ist zwar nicht ganz so idealistisch wie ihre Eltern, durch und durch stolze Hippies der ersten Stunde, arbeitet aber schon seit Monaten auf eine seriöse Story über Ehrenmorde im Mittleren Osten hin- ein Projekt das von ihrem Chef aber ganz schnell auf Eis gelegt wird. Dieser möchte das Maggie eine Reportage über den dahinsiechenden Adel in England dreht, am besten so reißerisch wie möglich. Wertlose Arbeit für Maggie und ihr Team, das aus dem gutmütigen Kameramann Wolf und dem Assistenten Dwight besteht. Aber Auftrag ist Auftrag, und so landen sie letztendlich n London. Zuerst bleiben ihnen erstmal alle Türen verschlossen, denn an den Adel ranzukommen ist schwieriger als gedacht. Über kurz oder lang landen sie bei den immer noch um Daniel trauerenden Rory, der ihnen dann tatsächlich Familien zum Filmen beschafft. Leider will das Team jedoch zunächst Rorys Warnungen das die steifen Umgangsformen zum Verhängnis werden könnten nicht ernst nehmen. Das Chaos nimmt seinen Lauf, beim ersten Besuch sterben ein Pfau sowie ein Kaninchen, die jahrhundertalte Tapete wird ruiniert und Maggie lernt das die Benutzung eines Badezimmers unter Drogeneinfluss ziemlich zerstörerisch sein kann. So stößt Rory doch noch zur Truppe und auch wenn das ganze zunächst glatt läuft ergeben sich bald schon neue skurrile und dramatische Situationen als das Team per Zufall auf das Ehepaar Bevan trifft, und auf deren potentielle düstere Vergangenheit… Erzählt wird das ganze übrigens in mehreren Kapiteln abwechselnd aus Daniels, der aus dem Jenseits Rorys Leben kommentiert , und Maggies Sicht. Keine bahnbrechende Neuerung aber doch angenehm zu lesen, besonders wenn die Ereignisse anfangen sich zwangsweise zu überschneiden. Der Leser wird dabei auch eingeladen sich eine eigene Meinung zu machen, die jeweiligen Protagonisten haben am Anfang ganz unterschiedliche Ansichten zum Adel das für und wider wird ausreichend geschildert, die Autorin hat ihre Arbeit gut gemacht. Das Englisch sollte für Leute mit soliden Englischkenntnissen gut zu verstehen sein. „Hunting Unicorns“ war ein Spontankauf, ausgelöst durch das wunderschön Cover und dem sehr günstigen Preis. Irgendwie habe ich mich aber nie durchringen können es zu lesen – das Buch stand zunächst unbeachtet für ein paar Jahre im Bücherschrank. Ein großer Fehler- Denn Bella Pollens Erstling schafft es auf Anhieb alles richtig zu machen. Man merkt das sie normalerweise Drehbücher schreibt, das Buch war am Anfang übrigens als solches geplant, denn alle Elemente für eine gute Fernsehkomödie sind da. Das ungewöhnliche Hauptthema- das Verschwinden des englischen Adels und die Frage ob und welchen Rolle er noch in der heutigen Zeit einnimmt wurde schon öfters behandelt meistens jedoch eher düsterer, wie z.b in Lady Chatterleys Lover, nun aber Mal in einer Komödie, und so merkwürdig es auch klingt, es passt wunderbar. Die Tragik des ganzen wird ernst genommen aber durch die skurrilen Hauptcharaktere und Ereignisse so verdreht das kaum ein Kapitel vergeht in dem man nicht wenigstens schmunzeln muss. Besonders die Bevans, ihr Gehabe und die Gefühle und Erinnerungen von Rory und Bevans sind unheimlich charmant geschildert, der Leser hofft bis zum Ende das es noch eine Lösung für den vom Verfall geplagten Bevanschen Landsitz gibt Romantik kommt auch nicht zu kurz denn von Anfang an ist klar das Rory und Maggie irgendwie zusammen kommen werden. Im Gegensatz zu anderen Romanen dieses Genres wird hier aber zumeist auf billige Klischees und Kitsch verzichtet und lieber Humor ud feine Selbstironie aufgefahren. Alles in allem ein schönes Buch. Die vielen Verlage da draußen schmeißen jeden Sommer unendliche Mengen an „leichter“ Sommerliteratur auf den Markt die mir oft herz- oder hirnlos vorkommen. Hunting Unicorns kann beides , ist angenehm leicht ohne anspruchslos zu sein und füllt damit eine Nische die leider, leider von viel zu wenigen Autoren in Anspruch genommen wird.

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