Ben Berkeley Judaswiege

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Inhaltsangabe zu „Judaswiege“ von Ben Berkeley

»Schau unter den Fahrersitz, Jessica.« Mit Autobomben zwingt ein Psychopath junge Frauen in abgelegene Waldgebiete und ermordet sie mit einem mittelalterlichen Folterwerkzeug, der Judaswiege. Doch schon bald ist ihm das nicht mehr genug: Er stellt Videos von seinen grausamen Taten ins Netz, getarnt als harte Pornografie. Ein schwieriger Fall für Sam Burke, Psychologe und leitender Ermittler beim FBI. Hilfe von unerwarteter Seite erhält er durch seine Expartnerin Klara »Sissi« Swell, die sich bei ihren Untersuchungen jedoch am Rande der Legalität bewegt. Können sie den brutalen Killer stoppen?

0815 Thriller die Spannung blieb aus... Und ich kann mich auch kaum an den Inhalt erinnern hat mir nicht besonders gefallen!

— Naden
Naden

Ich musste abrechen, die ersten 20 Seiten waren toll, danach nur noch 0815 Ermittler Einheitsbrei!

— Unzertrennlich
Unzertrennlich

Anfangs etwas verwirrend, im Mittelteil sehr spannend, der Schluss eher mau...leider viele Logikfehler

— tinstamp
tinstamp

Fazit: Ein sehr spannender Thriller, der weitgehendst auf blutrünstige Szenen verzichtet, mit einer recht komplexen und schlüssigen Story aufwarten kann und ein Ermittlerteam präsentiert, das überaus sympathisch dargestellt wird.

— Bellexr
Bellexr

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  • Innovative Charaktere, aber 0815-Plot

    Judaswiege
    stebec

    stebec

    24. June 2015 um 11:44

    „Jessicas Schritte patschten im flachen Wasser der Brandung.“ – Erster Satz Die Aufmachung: Das Cover eines typischen Thrillers. Schwarzer Hintergrund, eindringliche Schrift und auch ein wenig Blut. Hätte ich nicht gezielt nach diesem Buch gesucht, wäre es mir nicht aufgefallen. Der Titel "Judaswiege" bezieht sich auf ein mittelalterliches Folterinstrument, was ich aber anfangs auch nicht wusste. Das Setting: Oh. Ich muss zugeben, dass ich diesmal gar nicht so genau aufgepasst habe und deswegen leider auch nicht weiß, wo genau sich die Handlung abgespielt hat. Irgendwo in den USA. Der Plot: War nicht wirklich besonders. FBI-Agenten suchen einen Serienkiller, der Mädchen umbringt. So kann man dieses Buch grob zusammenfassen. Die Handlung war nicht übermäßig schlecht, hat mich auf der anderen Seite aber auch nicht vom Hocker gehauen. Was mich allerdings ein wenig gestört hat, war, dass mir der konkrete Bezug zu Judas und dessen Geschichte gefehlt hat. Ich dachte tatsächlich, dass sich ein religöser Fanatiker hinter dem ganzen versteckt, wurde aber leider enttäuscht. Trotzdem kann man die Handlung als durchaus spannend deklarieren. Die Hauptprotagonisten: Hier hat sich der Autor mal was neues einfallen lassen. In den meisten Thrillern, die ich bis jetzt gelesen habe, hat sich ein ausgesuchtes Team aus superschlauen FBI-Agents in einem Büro eingeschlossen und der Leser musste sich durch die ganzen Mutmaßungen und Schlussfolgerungen quälen, bis der Serienkiller seinen nächsten Schritt tat. Hier war es ein wenig anderes, denn die Hauptprotagonistin ist eine ehemalige FBI-Agentin, die auf Bewährung ist, weil sie bei ihrem Ermittlungen zu unlauteren Methoden greift. Das wirkt sich auch auf die Handlung aus. Sie sitzt nicht im Büro, sondern bricht - als Meisterdiebin die sie ist - einfach in Firmen und Häuser ein und beschafft sich die Beweismitteln. Das gibt dem ganzen Buch nochmal eine zusätzliche Prise Action und Spannung. Die Nebencharaktere: Auch die Nebencharaktere bestehen nicht aus einer Aneinanderreihung von gesichtslosen Polizisten. Auch hier hat der Autor ein wenig mehr Farbe ins Spiel gebracht. Am besten gefiel mir der gerissene Anwalt, der durch seine Beziehungen und seine Rechtsverdreherei - manchmal auf einem halblegalen Weg - zum Erfolg der Ermittlungen beitrug. Der Schreibstil und Umsetzung: Auch hier kann gibt es keine herausragenden Metaphern oder weltverändernde Formulierungen, die mich den Atem anhalten ließen. Aber das Buch war durchaus angenehm zu lesen. Fazit: Also das Buch hat durchaus seine guten Seiten, aber ich habe wieder einmal gemerkt, dass das Genre mich nicht wirklich mitreisen kann. Für eingefleischte Thriller-Fans ist es aber durchaus lohnenswert einen Blick in das Buch zu werfen.

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  • Ein Thriller mit Up's and Down's

    Judaswiege
    tinstamp

    tinstamp

    19. May 2014 um 19:49

    Der Beginn war meiner Meinung sehr rasant, aber auch etwas verwirrend, denn pro Kapitel wechselte der Autor sowohl Zeit als auch die Personen. So war man kaum an die Protagonisten gewöhnt und die Spannung wurde aufgebaut, wechselte man zu einem anderen Ort, anderen Personen und oftmals auch in ein anderes Jahr. Doch nach einiger Zeit findet sich der Leser damit zurecht und kann die Personen zuordnen. Unsere Hauptprotagonisten sind FBI Ermittler und Psychologe Sam Burke, Klara Swell, genannt "Sissi", seine Ex-Partnerin, die sich oft Beweise auf illegalen Weg beschafft, der Star Anwalt Dr. Thiblaut Godfrey Stein und Pia, seine Assistentin. Etwa nach den ersten 100 Seiten, nachdem man endlich den Überblick über die wichtigsten Personen hat, baut sich der Spannungsbogen langsam, aber stetig, auf. Es geht um einen Serientäter, der seine Opfer entführt, um sie dann tagelang zu foltern und zu quälen. Er greift auf ein mittelalterliches Folterinstrument, die Judaswiege, zurück, die Frauen pfählt. Auf einer Plattform im Internet stellt er seine Gopth Tapes (Snuff Videos) ein. Doch der Chef eines angesagten SM Club's merkt, dass hier echte Morde passiert sind und geht damit über die Enthüllungsplattform Truthleaks an die Öffentlichkeit. Dies hilft den Ermittlern, allen voran Klara, die sich gemeinsam mit Pia, auf den Weg in den SM-Club macht. Wesley, der Computerspezialist des FBI, versucht inzwischen über das Internet Kontakt zum Täter zu finden...... Die Charaktere sind sehr unterschiedlich beschrieben. Einige davon waren sehr interessant und vielschichtig, während andere nur ansatzweise ausgearbeitet wurden. Manche, wie Klara oder Thibault Stein, waren mir sofort sympathisch und man konnte sich ein gutes Bild ihrer Charaktereigenschaften bilden. Sam, Pia, aber vorallem Adrian, Pia's Freund, der Witwer des ersten Mordopfers, blieben eher vage und unscharf in meinem Kopf. Obwohl sich der Thriller jetzt blutig anhört, ist er es überhaupt nicht. Es wird erklärt, wie die jungen Frauen ermordet wurden, jedoch wird nicht auf Details eingegangen. Die Ermittlungen im Fall stehen eindeutig im Vordergrund. Wie jedoch die FBI Agenten mit diesen Informationen sofort den richtigen Täter finden konnten, ist mir schleierhaft. Was ich aber gar nicht verstehen konnte, waren die inhaltlichen Fehler! Ich will hier nicht spoilern, aber es gibt nicht nur einen Logikfehler, sondern etliche! Es wird z. Bsp. einmal die Freundin des Mörders erwähnt, dann hat er auf einmal eine Ehefrau. Die Kinder sind zuerst zwei Söhne, dann plötzlich hat er Tochter und Sohn und so weiter.... Solche Fehler sollten vorallem dem Lektorat auffallen....und es sind nicht die Einzigen! Und der Schluss...naja...mehr will ich gar nicht sagen, denn ohne zu spoilern geht das nicht wirklich.....auf jeden Fall war ich eher enttäuscht davon. Cover: Das Cover mit den plastisch hervorgehobenen Pfählen finde ich nicht schlecht und beschreibt das Folterinstrument sehr gut. Fazit: "Judaswiege" ist ein  anfangs etwas verwirrender, in der Mitte jedoch durchwegs sehr spannender Thriller, ohne blutrünstige Szenen. Leider verliert er jedoch ab der Hälfte stark an Glaubwürdigkeit und Spannung. Einzelne inhaltliche Fehler und fehlende Informationen bringen einen weiteren  Stern Abzug.

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  • Überraschend.. wirklich überraschend.

    Judaswiege
    Rebel_Heart

    Rebel_Heart

    18. February 2014 um 22:21

    Um dieses Buch bin ich schon eine ganze Weile lang herumschlawänzelt und als es bei meiner letzten Rebuy - Bestellung Anfang des Jahres dabei war, habe ich es mir nun endlich zur Hand genommen. Das Folterinstrument "Die Judaswiege" war mir schon im Vorfeld ein Begriff und gerade deshalb wollte ich diesen Thriller unbedingt lesen.   Jessica ist mit ihrem Mann gerade auf Hochzeitsreise auf Maui, als sie in die Hände eines Psychopaten gerät. Mittels einer - unter ihrem Fahrersitz eingebauten - Bombe lockt er sie zu sich in ein abgelegenes Waldgebiet. Dort beginnt er seine grausame Folter, welche mit Hilfe der Judaswiege - einem mittelalterlichen Folterwerkzeug - ein brutales Ende für Jessica findet und nach ihr noch weitere Frauen.Bald jedoch recht dem Täter das nicht mehr und er beginnt sich selbst dabei zu filmen und seine Taten ins Internet zu stellen, anfangs noch als harte Pornographie getarnt. Sam Burke nimmt sich diesem schwierigen Fall an. Er ist leitender Ermittler beim FBI und zudem Psychologe, auch wenn er oft genug an seine Grenzen gerät. Seine Ex - Partnerin Klara wird ihm zusätzlich an die Seite gestellt und schon bald befinden sich beide in mitten eines oerfiden Spieles eines Mörders, welcher ihnen so noch nie untergekommen ist und nicht nur das Leben von weiteren Frauen scheint in Gefahr.  Das Buch beginnt gleich mit der Entführung samt Autobombe von Jessica und man wird förmlich in den Taghergang und die Story hineingeschmissen. Der Autor beschreibt Jessicas letzte Stunden oder eher Minuten, ohne dabei richtig - ebenso wie bei den anderen morgen - ins Detail zu gehen und doch fühlt sich man teilweise, als wäre man selbst dabei.Mein Lieblingscharakter war definitiv der betuchte Anwalt Dr. Thiblaut Godfrey Stein. Seine Art und Weise, seine Verhandlungen zu führen oder  dem Ganzen irgendwie doch noch etwas positives abzugewinnen, haben die Situationen oftmals ein wenig aufgelockert. Das Verhältnis zwischen Klara und Sam ist anfangs etwas kühl und doch nähern sie sich im Laufe der Ermittlungen auch auf privater Ebene ein wenig an, was mir durchaus gefallen hat. Ihre gemeinsame Vergangenheit spielt oftmals eine große Rolle und doch versuchen beide diese hinter sich zu lassen.Ein Paar, was sich ebenso neu bildet, besteht aus Pia - der Assistentin von Dr. Stein  - und Adrian. Adrian von Bingen hat in Jessica seine Ehefrau kurz nach der Hochzeit verloren und nähert sich Pia nur langsam an. Wobei ich dort gestehen muss, dass ich die Situation, in welcher Pia ihrem Adrian ihre Liebe gesteht, doch etwas unpassend fand und auch was seine Wohnung betrifft, gab es einige Unstimmigkeiten. Ben Berkeley hat es dennoch geschafft, mich mit seinem Roman zu begeistern. Ich wusste in diesem Fall wirklich erst, wer der eigentliche Täter ist, als er dessen Namen genannt hat und vorher hat er mich oftmal auf eine falsche Fährte gebracht.Man merkt durchaus, dass sich Ben Berkeley Gedanken um sein Werk gemacht hat, dass er mit der Judaswiege und deren Durchführung auseinander gesetzt hat. 4/5 Schneeflöckchenbäume für dieses Buch, was mich trotz kleinerer Schwächen zum Miträtseln, Durchatmen und Gänsehaut kriegen gebracht hat.

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  • Spannende Jagd nach einem Serienkiller

    Judaswiege
    Blackfairy71

    Blackfairy71

    09. January 2014 um 14:06

    Das Buch lag schon fast ein Jahr auf meinem SUB und im Nachhinein ärgere ich mich fast ein bisschen, dass ich es nicht schon früher gelesen habe. Denn es ist ein wirklich spannender Thriller. Es beginnt damit, dass eine junge Frau auf Hawaii während ihrer Hochzeitsreise verschwindet. Von ihr fehlt jede Spur und schließlich wird die Suche vor Ort eingestellt. Der Ehemann Adrian gibt aber die nie die Hoffnung auf, dass man Jessica doch noch irgendwann findet. Was dann auch leider der Fall ist und es wird klar, dass sie das Opfer eines brutalen Serientäters geworden ist. Das ruft das FBI auf den Plan. Agent Sam Burke macht sich zusammen mit seinem Team auf die Jagd nach dem Killer. Mit Hilfe des gewieften Anwalts Stein, einem Freund von Adrian, kommt auch Sams Ex-Partner Klara „Sissi“ Swell wieder zur Truppe. Gewisse Umstände bei einem früheren Fall hatten ihr schwerwiegende juristische Probleme eingebracht. Als weitere junge Frauen verschwinden, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Der Täter scheint die Opfer wahllos auszusuchen, es gibt keine Gemeinsamkeiten und die Fundorte verteilen sich über mehrere Bundesstaaten. Und er hinterlässt keine Spuren und scheint perfekt organisiert. Wo sollen Sam und sein Team anfangen? Dem Autor gelingt es, die Spannungskurve immer aufrecht zu erhalten und zum Schluss hin noch zu steigern, was auch der Wechsel zwischen den Erzählperspektiven bewirkt. Mal schreibt er aus Sicht des FBI oder des Anwalts Stein, mal aus Sicht der Opfer und mal aus der des Täters. Und auch wenn die Morde blutig und brutal sind, liegt der Schwerpunkt des Romans doch mehr auf den Ermittlungen und der Jagd nach dem Täter. Man merkt, dass sich der Autor in dem Bereich auskennt. Die Taten an sich werden nie bis ins Detail geschildert, wie es oft bei anderen Thrillern ist. Trotzdem kommen die Abscheulichkeit der Taten und das Grauen gut rüber. Man kann sich vorstellen, welche Qualen die Opfer erlebt haben müssen. Von den Charakteren mochte ich Sam, Klara, den Anwalt Stein sowie seine Assistentin Pia am meisten. Einen witzigen Einfall fand ich den letzten Absatz im Buch, als es um die Gemeinsamkeiten der Opfer ging. Wer das Buch liest, weiß was ich meine. *g* Alles in allem ein spannender Thriller, der mich sehr gut unterhalten hat und den ich auf jeden Fall weiter empfehlen kann.

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  • Rezension zu "Judaswiege" von Ben Berkeley

    Judaswiege
    Desire

    Desire

    22. September 2012 um 11:34

    Ein gutes spannendes Buch, aber nichts für sensible Leute.

  • Rezension zu "Judaswiege" von Ben Berkeley

    Judaswiege
    Buecher-Wahn-Sinn

    Buecher-Wahn-Sinn

    26. August 2012 um 19:10

    Die Geschichte klang sehr vielversprechend. Allerdings war ich etwas enttäuscht. Der Schreibstil holpert phasenweise, erst dachte ich, dass dies an der Übersetzung liegen mochte. Nach ein paar Hintergrundinformationen, kann es aber durchaus sein, dass der Autor die Geschichte selbst auf Deutsch verfasst hat. Ein Folterinstrument aus dem Mittelalter wirkt sehr grausam (was es mit Sicherheit auch war) – allerdings konnte der Autor mir nicht die geeignete düstere Atmosphäre vermitteln. Für meinen Geschmack baut der Autor zu wenig Bezug zu den Opfern auf – wie fühlen sich die Frauen? Die Angst kam bei mir als Leser nicht an. Im Mittelpunkt stehen eher die Ermittler – aber auch hier fehlt mir der Tiefgang in den Charakteren. Das Buch wirkte wie ein Abklatsch einer Krimi-TV-Serie, dem „Mainstream“ folgend. Aber allein das Thema kann eine Geschichte nicht retten, wenn dem Leser nicht eine Verbindung zu den Protagonisten ermöglicht wird. Auch wenn dies das „Erstlingswerk“ des Autors ist, möchte ich durch die Kunst des Schreibens in die Geschichte gesogen werden. Dadurch, dass es ein recht dünnes Buch ist, habe ich es durchgelesen, wäre es anders gewesen, hätte ich das Buch vielleicht abgebrochen.

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  • Rezension zu "Judaswiege" von Ben Berkeley

    Judaswiege
    AggiRoll

    AggiRoll

    12. June 2012 um 09:13

    Soeben habe ich die Judaswiege aus der Hand genommen und war überaus überrascht, dass ich endlich wieder sagen kann: „hey, das war mal ein richtig guter Thriller/Krimi!“. Dieses Buch ist von Vorne bis Hinten einfach spannend, ohne Längen. Ihr findet hier viele unterschiedliche Charaktere wie Adrian, Sissi, Pia, Sam, Stein und natürlich den Psychopathen, die allesamt realistisch und authentisch skizziert sind und euch auf ein fesselndes Abenteuer mitnehmen. Ich schreibe hier Abenteuer, da ihr viele Elemente findet: kreative und gewitzte Gerichtsverhandlungen, athletische Einbruch- und rasante Verfolgungsszenen, Computerprofis und das düstere Leben im „world wide web“, einen Psychopathen der eure Phantasie spielen lässt und auch das gewisse „Kribbeln im Bauch“ bleibt nicht aus! Also, nichts wie auf, die Judaswiege erwartet euch!

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  • Rezension zu "Judaswiege" von Ben Berkeley

    Judaswiege
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    23. April 2012 um 07:36

    2004 verschwindet Jessica von Bingen spurlos während ihrer Hochzeitsreise auf Maui. Gefunden wird nur ihr Auto, das mit einer Bombe in die Luft gesprengt wurde. 2011 findet der Computerspezialist Wesley vom FBI verstörende Fotos im Internet von 3 Frauen, die diese in brutalen Szenen zeigen. Es wird offensichtlich, dass die Fotos nicht in Einverständnis gemacht wurden, sondern reale Folterszenen mit der Judaswiege gezeigt werden, die bis zum Tod gehen. Eines dieser Opfer ist Jessica von Bingen. Es wird eine Mordkommission unter der Leitung von Sam Burke, Psychologe und Ermittler, gebildet. Mit dabei ist auch seine ehemalige Mitarbeiterin und Geliebte Klara Swell. Aufgrund unlauterer und nicht legaler Ermittlungsmethoden sitzt sie momentan zwar nicht im Gefängnis, ist aber mit einer Fußfessel versehen. Dem cleveren Anwalt Thibault Godfrey Stein und seiner Assistentin Pia Lindt gelingt es, sie davon freizubekommen und verpflichten sie, an diesem brisanten Fall mitzuarbeiten. Die Ermittlungen nach der Aufklärung der 3 Todesfälle läuft auf Hochtouren, da entdeckt Wesley, wer das nächste Opfer sein wird. Werden sie es schaffen, die Entführung zu verhindern oder kommen sie zu spät? ... Der Autor Ben Berkeley selbst hat Psychologie studiert und ist Berater beim FBI, er weiß also um die Psyche von kranken Tätern Bescheid. Sein Roman packt den Leser von Beginn an. Das Spannungslevel hält sich fast das ganze Buch über als Gerade, wird zum Ende jedoch noch einmal richtig angezogen. Der letzte Absatz jedoch ist der Knaller. Auch wenn er in der Zeit ein wenig hin- und herhoppst, so dass man anfänglich aufpassen muss, in welcher Zeit man sich gerade befindet, sind die Ermittlungen der Mordkommission logisch aufgebaut und gut nachvollziehbar. Der Autor ist nicht bestrebt, dem Leser das Grauen der einzelnen Morde mitzuteilen, das gefällt mir gut, die eigene Fantasie reicht völlig. Die einzelnen Protagonisten, von denen es reichlich gibt, erscheinen in der Regel sympathisch. All zuviel erfährt man leider nicht von ihnen, aber das wäre wahrscheinlich auch bei der Vielzahl buchsprengend gewesen, obwohl ich schon ganz gern etwas mehr von dem ein oder anderen erfahren hätte. Das Buch hat Potenzial und könnte gut und gern als 1. Teil einer Serie um die Ermittler Sam und Klara sowie die Anwälte Thibault und Pia sein. Ich würde mich zumindest über ein Wiedersehen der 4 freuen.

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  • Rezension zu "Judaswiege" von Ben Berkeley

    Judaswiege
    gurke

    gurke

    04. April 2012 um 21:14

    Weißt du was eine Judaswiege ist? Ja? Na dann bist du klüger als ich. Denn ich wusste es bis zu diesem Thriller noch nicht. Die Judaswiege ist ein furchtbares Folterinstrument und hat seinen Ursprung im Mittelalter. Man hat es dazu benutzt um Menschen zu pfählen! Grausame Vorstellung. Und genau so eine Judaswiege ist auch das Lieblingsspielzeug in dem gleichnamigen Thriller. Am liebsten spielt der Mörder allerdings erstmal mit seinen Opfern. Mithilfe einer Autobombe werden Frauen in ein abgelegenes Waldstück gelockt. Dort beginnt dann erst einmal ein Katz und Maus Spiel. Wenn die Frauen schier wahnsinnig vor Angst und Schmerz sind, werden sie gefoltert und ermordet. Er ergötzt sich an ihrerer Angst, sucht aber immer wieder nach dem neuen Kick. Diesmal stellt er seine Videos ins Netz. Angeblich sind das erstmal nur geschmacklose Hardcorepornos für Kenner. Doch schnell wird bemerkt, dass diese grausigen Szenen die ekelerregende Wahrheit ist und nicht von Schauspielern produziert. Und nun hat sich der Killer ein neues Opfer geschnappt und die Zeit läuft. Kann "Sissi" den Psychopathen stoppen, bevor die Frau auch tot aufgefunden wird? Und wie soll sie das schaffen, wenn die Polizei sie immer auf dem Kicker hat, nur weil sie sich etwas am Rande der Legalität bewegt bei ihren Ermittlungen? Bereits der Prolog hat es wirklich in sich. Für einen Erstling legt Ben Berkeley ganz schön los. Der Leser erlebt eine grausame Tat des Mörders mit und bekommt so eine ganz schön harte Vorstellung von der Vorgehensweise des Killers. Danach ist man natürlich neugierig und gespannt wie es weitergeht und gefangen von der Geschichte. Durch den flüssigen Schreibstil hat man den Thriller auch in windeseile durchgelesen. Die Protagonisten sind sehr lebendig und sympathisch beschrieben. Man fühlt mit ihnen mit und ich mochte vor allem Klara sehr gern. Mir hat das "Judaswiege" wirklich richtig gut gefallen. Ich fand es klasse, dass die Taten zwar sehr grausam waren, aber das Buch selbst gar nicht so blutrünstig war. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und dennoch ist der Autor gerade an den blutigen Stellen nicht zu sehr ins Detail gegangen, was den Thriller für Leser mit schwachen Nerven gleich interessanter gestaltet. Der Verlauf der Geschichte war für mich sehr spannend gestaltet. Mir fehlte es einfach an nichts beim lesen und ich möchte "Judaswiege" sehr gerne weiterempfehlen.

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  • Rezension zu "Judaswiege" von Ben Berkeley

    Judaswiege
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. March 2012 um 11:49

    Kurzbeschreibung: "Schau unter den Fahrersitz, Jessica." Mit Autobomben zwingt ein Psychopath junge Frauen in abgelegene Waldgebiete und ermordet sie mit einem mittelalterlichen Folterwerkzeug, der Judaswiege. Doch schon bald ist ihm das nicht mehr genug: Er stellt Videos von seinen grausamen Taten ins Netz, getarnt als harte Pornografie. Ein schwieriger Fall für Sam Burke, Psychologe und leitender Ermittler beim FBI. Hilfe von unerwarteter Seite erhält er durch seine Ex-Partnerin Klara "Sissi" Swell, die sich bei ihren Untersuchungen jedoch am Rande der Legalität bewegt. Können sie den brutalen Killer stoppen? Zum Autor: Ben Berkeley, Jahrgang 1975, wurde als Sohn deutscher Einwanderer in Palo Alto geboren und wuchs in der Bay Area auf. Nach einem Psychologiestudium wurde er Berater des FBI und ist einer der führenden Experten für Medien- und Täterpsychologie. Ben lebt in Santa Barbara, Kalifornien und Tel Aviv, Israel. "Judaswiege" ist sein erstes Buch. Rezension: Im Juni 2004 gerät die frisch verheiratete Jessica von Bingen in die Hände eines mysteriösen Mannes und verschwindet spurlos von der Bildfläche. Auch eine großangelegte Suchaktion bringt kein Ergebnis. Im Jahr 2011 hält ein Psychopath das FBI in Atem: Er entführt scheinbar wahllos junge Frauen mittels einer Autobombe, die er in deren Autos platziert und foltert sie mit der Judaswiege, einem mittelalterlichen Gerät, das die Frauen langsam und qualvoll umbringt. Sam Burke vom FBI ermittelt in diesem schwierigen Fall zusammen mit seiner Ex-Partnerin Klara Swell, die ihm als Beraterin zur Seite steht. Auch der gerissene Anwalt Thibault Godfrey Stein wird in den Fall miteinbezogen, denn Adrian von Bingen hat das Verschwinden seiner Frau nie richtig verwunden und Stein soll den Fall nochmals neu aufrollen. Dann tauchen auf einmal verschiedene Videofetzen im Internet auf, die auch Jessica in der Gewalt des Psychopathen zeigen... Geht man vom Klappentext von "Judaswiege" aus, denkt man, einen hartgesottenen Psychothriller vor sich zu haben. Doch zu meiner (positiven) Überraschung behält sich Ben Berkeley vor, nicht in blutrünstige Details der Folterungen zu gehen, sondern das Augenmerk vielmehr auf die Ermittlungen von FBI und Anwalt Stein zu legen. Erzählt wird die Geschichte zwar aus der neutralen Sicht des Beobachters, jedoch aus verschiedenen Perspektiven, sodass der Leser hierbei auch die Denk- und Handlungsweise des Täters kennenlernt, ebenso wie die von Sam Burke und anderen Charakteren wie Anwalt Stein und seiner Assistentin Pia Lindt. Auch vom Privatleben der Akteure erfährt man einiges, was aber nicht zu sehr in den Mittelpunkt gerückt wird. Durch die wechselnden Perspektiven bleibt der Spannungsbogen von Anfang bis Ende in einem hohen Maß erhalten. Die Charaktere, allen voran Klara Swell und Thibault Stein, sind allesamt interessant geschildert. Klara arbeitet mit recht unkonventionellen Methoden, um mehr über den Täter herauszufinden und Thibault Stein ist ein Mann alter Schule, der aber im Gerichtssaal und außerhalb sehr gewitzt daherkommt und für jede Überraschung gut ist. Insgesamt konnte mich Ben Berkeleys Debüt "Judaswiege" durchweg überzeugen und ich würde mich sehr freuen, mehr über die Ermittler und eventuell auch Anwalt Stein zu lesen. Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover des Taschenbuchs zeigt mehrere blutdurchtränkte hölzerne Pfähle, deren Konturen erhaben herausgearbeitet wurden, sodass sie beim Darüberstreichen fühlbar sind. Der Buchtitel wurde in Spotlackoptik hervorgehoben. Fazit: "Judaswiege" ist ein durchweg spannender Thriller, der auf blutrünstige Szenen verzichtet und vielmehr das Augenmerk auf die Ermittlungsarbeit und die Psyche der Charaktere legt. Empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Judaswiege" von Ben Berkeley

    Judaswiege
    Lupus

    Lupus

    13. February 2012 um 13:58

    Ein planvoll agierender perverser Mörder treibt sein Unwesen in den USA. Angst übt auf ihn eine erotische Anziehungskraft aus. Er entführt seine weiblichen Opfer, quält sie über Wochen, um sie letztendlich brutal zu ermorden. Niemals schlägt der Täter zwei Mal in einem Bundesstaat zu. Doch ein gewiefter Anwalt, die FBI-Einbruchskönigin von New York und ihr Kollege sind ihm dicht auf den Fersen. Denn trotz seines Perfektionismusses hinterlässt er feine Spuren. Ein blutiger Thriller, gut konstruiert, rasant geschrieben mit dem Schwerpunkt auf der Ermittlungstätigkeit des FBI. Der Autor verliert sich nicht in Detaills in Bezug auf Tatort und Tathergang. Insofern auch für zart Besaitete geeignet!

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  • Rezension zu "Judaswiege" von Ben Berkeley

    Judaswiege
    marion_gallus

    marion_gallus

    11. January 2012 um 21:17

    Adrian von Bingen verbringt im Jahre 2004 die Flitterwochen mit seiner jungen Frau Jessica auf Maui, Hawaii. Von einem Schwimmausflug kehrt sie nicht zurück. Jessica ist spurlos verschwunden, lediglich ihr Geländewagen wird gefunden. Explodiert durch eine Autobombe. Ihre Leiche jedoch bleibt verschwunden. Im Jahre 2011 tauchen plötzlich Fotos von Jessica im Internet auf. Sie zeigen unter anderem eine gefolterte aber noch lebende Jessica und dann die tote Frau. Adrian von Bingens Anwalt, Thibault Godfrey Stein, ein fast siebzigjähriger Haudegen und der beste seines Fachs, nimmt sich des Falls an und will den Mörder Jessicas finden. Dazu braucht er eine wichtige Person zur Hilfe. Die ehemalige FBI Agentin Klara „Sissi“ Swell. Sie ist vom Dienst suspendiert und arbeitet derzeit als Kellnerin in einem Diner. An ihrem Fuss befindet sich eine Fußfessel mit GPS Sender, da sie auf Bewährung frei ist. Klara Swell war berühmt-berüchtigt für ihre eigenwillige Art und Weise an Hinweise und Spuren für das FBI zu gelangen. Leider nicht auf legale Weise. Und letztendlich wurde sie verurteilt und auch ihr Ex-Partner in privater und geschäftlicher Hinsicht, der FBI Ermittler und Psychologe Sam Burke konnte ihre Haut nicht mehr retten. Sam fühlt sich schuldig und schreibt nach wie vor täglich Briefe an Klara, doch sie ist stinksauer auf ihn und will nichts mehr von ihm wissen. Der Anwalt Stein schafft es Klara Swell für seine Dienste zu gewinnen und die Bewährungsstrafe auszusetzen. Durch die aufgetauchten Fotos ermittelt auch das FBI wieder an dem Fall „Jessica von Bingen“ und als dann weitere Morde geschehen und Filme darüber – als Pornographie getarnt – in gewissen Internetforen auftauchen ist es unvermeidlich, dass sich Sam und Klara über den Weg laufen. Können die beiden sich arrangieren? Werden sie es gemeinsam schaffen den Serienmörder zu stellen? Den Killer, der über Jahre hinweg Frauen aus den verschiedensten Staaten Amerikas entführt und sie mit einer mittelalterlichen Methode foltert: der Judaswiege … Weiterlesen: http://buchwelten.wordpress.com/2012/01/11/judaswiege-von-ben-berkeley-55/ © Buchwelten 11.01.2012

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  • Rezension zu "Judaswiege" von Ben Berkeley

    Judaswiege
    Malibu

    Malibu

    20. December 2011 um 19:50

    Jessica von Bingen wird in Maui von einem Täter übermannt. Zwei Jahre später stößt die Polizei auf vermeintliche SM-Pornografie im Internet, die keine zu sein scheint und hier fängt das Heften auf die Fersen des Täters an - der scheinbar auch Jessicas Mörder ist! Eine Jagd mit dem FBI, einem alten aber gewitzten Anwalt und seiner Assistentin nimmt seinen Lauf und es wird immer kritischer, denn der Mörder macht keinen Halt... Das Buch wird langsam aufgebaut und nimmt an rasantem Tempo zu, der Leser kann kaum noch seine Augen hiervon weghalten. Mittendrin ist man im Geschehen und hat die Personen darin auch schon liebgewonnen und fiebert mit ihnen mit. Hier wird viel auf blutiges Gemetzel verzichtet, hier sind die Taktiken und Vorgehensweisen viel interessanter und das Aufspüren des Täters. Gegen Ende möchte man die Seiten nur noch schnell umblättern, damit man weiß, wie es denn nun endet. Ich hoffe, der Autor bringt noch mehr solche Meisterwerke zu Blatte.

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  • Rezension zu "Judaswiege" von Ben Berkeley

    Judaswiege
    Natalie77

    Natalie77

    18. December 2011 um 17:29

    Inhalt: Jessica möchte vom Strand in Maui zurück zur Ferienwohnung und ihrem frischgebackenem Mann Adrian. Er wartet bestimmt schon mit dem Essen und sie ist auch nach 6 Jahren Beziehung verliebt wie am ersten Tag. Sie steigt ins Auto und bekommt einen Anruf und wird aufgefordert unter den Sitz zu schauen...dort liegt eine Bombe, die hoch geht sobald sie einfach aus dem Auto aussteigt. Sie macht das Spiel mit, aber sie kann gar nicht gewinnen. Jahre später bestellt Rechtsanwalt Stein Adrian zu sich, er kennt ihn schon Ewigkeiten und muss ihm eine unangenehme Nachricht überbringen. Seine Frau wurde gefunden. Nun beginnt die Suche nach dem Psychopathen, der Jagd auf junge Frauen macht... Meine Meinung: Puh was für harter Tobak. Das Buch habe ich nun beendet und es war stellenweise wirklich heftig. Gleich zu Anfang wird man in die Geschichte geschmissen und wird mit dem ersten Mord konfrontiert, dann wechseln ein wenig die Zeiten zwischen vor 6 Jahren und Neuzeit, aber nur Anfangs, hinterher ist man nur noch im Jetzt und verfolgt die Jagd auf den Täter. Von Spannung ist dieses Buch kaum zu übertreffen und obwohl ich, wegen der Arbeit, nur langsam voran kam, kam ich nie raus aus der Geschichte. Die Morde an sich werden nicht sehr detailliert beschrieben, aber immerhin genau genug um einem Gänsehaut zu verursachen, vor Grausamkeit und auch vor Schrecken. Ben Berkeley hat eine sehr grausame Fantasie und ich mag mir gar nicht vorstellen das es die Judaswiege schon im Mittelalter gab. Wie schrecklich!!! Die Geschehnisse werden aus verschiedenen Sichten geschrieben. mal aus der vom Mörder, mal aus der von Sam dem FBI Agenten, oder Klara oder auch Pia. So ist man immer zugegen und kann sich noch besser rein finden. Für mich war dieser Thriller schon sehr heftig und ist bestimmt nichts für die Thriller-Leser die das grausame nur in bedingtem Maß mögen. Hierfür braucht man starke Nerven.

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  • Rezension zu "Judaswiege" von Ben Berkeley

    Judaswiege
    Bellexr

    Bellexr

    13. December 2011 um 10:37

    Die Triple-Identity . Im Jahr 2004 verschwindet die junge Jessica von Bingen spurlos auf Hawaii. Nur ihr Auto wird gefunden, die Ermittlungen verlaufen im Sande. Rund 7 Jahre später erscheinen kurze Bildsequenzen im Netz, auf denen auch Jessica in reell wirkenden Folterszenen zu sehen ist. Dies ruft das FBI auf den Plan. Der Profiler Sam Burke übernimmt den Fall und zieht seine ehemalige Kollegin Klara „Sissi“ Swell als Beraterin hinzu. Während Sam und Klara mit ihren Ermittlungen beginnen, wird bereits eine erste Frauenleiche gefunden, die ganz eindeutige Folterspuren aufweist. Die junge Frau wurde mit einer sogenannten Judaswiege gepfählt. Und der Serienmörder, der seine Opfer mithilfe einer Autobombe zu abgelegenen Plätzen lockt, um ihnen so habhaft zu werden, hat bereits sein nächstes Opfer ins Visier genommen. . Sam Burke und Klara Swell erhalten unerwartete Unterstützung von dem versierten Rechtsanwalt Thibault Stein, der im Auftrag von Jessicas Ehemann ebenfalls in dem Fall aktiv ist. Und obwohl die Ermittlungen von allen Seiten auf Hochtouren laufen, lässt sich einfach keine Gemeinsamkeit zwischen den Opfern herstellen, der Täter scheint planlos über das ganze Land hinweg zu morden und anschließend Bildsequenzen seiner Folterungen ins Netz zu stellen. . Die Story an sich ist jetzt nicht unbedingt neu, irgendwie hat man alles schon einmal gelesen, aber die Umsetzung ist Ben Berkeley dennoch gut gelungen. Hinzu kommt, dass er sein Fachwissen als Experte für Medien- und Täterpsychologie mit einfließen lässt und dadurch gerade die reine Ermittlungsarbeit durchaus realistisch und überzeugend wirkt. . Ohne großes Vorgeplänkel steigt Ben Berkeley bei seinem Erstlingswerk in die Story ein und so ist man zu Beginn gleich bei der Entführung von Jessica dabei und bekommt schon eine kleine Ahnung davon, wie der Täter agiert. Den temporeichen Erzählstil hält der Autor bei und so entwickelt sich der Thriller bis zum Schluss äußerst spannend und fesselnd. . Die Story erzählt Ben Berkeley aus verschiedenen Perspektiven und lässt hierbei auch den Serienmörder nicht außen vor, ohne hierbei jedoch in irgendeiner Form auf dessen Identität einzugehen. Sein Motiv kristallisiert sich im Verlauf des Thrillers zwar heraus, nach welcher Methodik er jedoch seine Opfer auswählt, dies verrät einem der Autor erst auf der letzten Seite. Und diese Idee fand ich wirklich gelungen. Zudem hat mir gefallen, dass Ben Berkeley nicht zu blutrünstig schreibt. Zwar erklärt er schon, wie die jungen Frauen ermordet wurden, geht hierbei aber nicht sehr auf Details ein. Eher legt er bei dem aktuellen Entführungsfall mehr den Fokus auf die Angst und Verzweiflung des Opfers, was einem beim Lesen stellenweise schon nahe geht. . Vordergründig ist man aber natürlich bei den Ermittlungen und somit beim Team von Profiler Sam Burke dabei. Hierbei stellt man auch ziemlich schnell fest, dass das Verhältnis zwischen Klara und Sam durch ein Ereignis aus der Vergangenheit vorbelastet ist, die Beiden aber doch soweit Profis sind, um dies nicht in ihre Arbeit mit einfließen zu lassen. Zusätzlich wird man auch ständig über die Aktivitäten des Anwalts Stein und seiner Assistentin Pia Lindt auf dem Laufenden gehalten. Zudem gewährt der Autor einem als Leser auch ein wenig Einblick in das Privatleben der einzelnen Mitwirkenden, ohne dies jedoch zu sehr in den Fokus zu rücken. Zudem sind die Wechsel der Erzählstränge recht häufig und zumeist sehr gut gelegt, wodurch die Spannung konstant auf hohem Niveau gehalten wird. . Seine Charaktere sind ziemlich unterschiedliche Typen. Das ist einmal die sympathische, resolute und sture Klara Swell, die für Ermittlungen auch gerne einmal ziemlich unkonventionelle Wege einschlägt. Ihr Pendant ist der Psychiater und FBI-Profiler Sam Burke. Dieser stringent arbeitende, immer korrekt angezogene und eher konservativ eingestellte Ermittler ist zwar nicht immer mit Klaras Aktivitäten einverstanden, deckt sie aber gewissenhaft gegenüber ihren Vorgesetzten. Tja, und dann gibt es noch den älteren Herrn, Rechtsanwalt Thibault Stein. Dieser ist wahrhaft ein Gentleman alter Schule, gewitzt, integer und wirklich mit allen Wassern gewaschen. Und auch er schreckt nicht vor unlauteren Mitteln zurück, wenn diese dem Fall nutzen können. . Fazit: Ein sehr spannender Thriller, der weitgehendst auf blutrünstige Szenen verzichtet, mit einer recht komplexen und schlüssigen Story aufwarten kann und ein Ermittlerteam präsentiert, das überaus sympathisch dargestellt wird.

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