Ben Brooks Lolito

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Inhaltsangabe zu „Lolito“ von Ben Brooks

Schreiend komisch, zutiefst berührend und (leider) absolut wahrhaftig: Die haarsträubende Geschichte des jungen Etgar ist zugleich das Porträt einer gebeutelten Generation, die von klein auf im Internet ihr blaues Wunder erlebt. Der 15-jährige Etgar ist mit seinem Hund Amundsen allein zu Haus. Als er über Facebook herausfindet, dass seine Freundin ihn betrogen hat, bricht es ihm das Herz. Im Internet begibt er sich auf eine Reise durch immer zweifelhaftere Chatrooms und Single-Börsen. Dort trifft er auf Macy, der er sich am Bildschirm als jungdynamischer Hypothekenmakler vorstellt. Hals über Kopf stürzen sich die beiden in eine Cyber-Affäre, und bald taumelt Etgar zwischen nackter Panik und der aufregenden Erkenntnis, dass im Internet einfach alles möglich ist. Aber dann will Macy Etgar nicht mehr nur im Internet treffen. Mit schlotternden Knien, schweißnassen Händen und Omas Erbe auf dem Konto checkt Etgar in einem Hotel ein. In der Lobby tritt ihm Macy entgegen, sie ist schön.

Irgendwie fesselnd, obwohl die Geschichte gar nicht so interessant ist

— Cattie

Brooks hat die Tragödie des Erwachsenwerdens wunderbar eingefangen und ich bin auf alle Fälle schon auf seine anderen Bücher neugierig

— Nespavanje

Ein pubertierender Jugendlicher, der keine Grenzen kennt und für den das Leben nur aus Sex, Alkohol u. unglaublich einfältigem Gerede bestet

— kassandra1010

seltsamer Sprachstil

— milchkaffee

gut und schnell zu lesen, hat mich nachdenklich gemacht

— conneling

lustiges Buch mit kaum Tiefgang, schade :/

— Nanasha

Real live, locker und witzig - nicht für jedermann- ich mag´s trotzdem

— Booky-72

Wenn man sich drauf einlässt ist dies eine gute unkonventionelle Lektüre, brutal nah an der Realität.

— SzenarioLicht

Haut mich nicht um

— Schnuck59

Lustig, mitunter skurril, dann wieder todernst und schlussendlich traurig - was will man mehr?

— DaniB83

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    Lolito

    lenar

    20. November 2015 um 13:46

    Meine Meinung:Ich war sehr neugierig auf das Buch, da der Autor Ben Brooks nur 2 Jahre älter ist als ich. Das Buch fällt durch natürlich durch sein Cover sofort auf. Das Neongelb/-grün leuchtet total und ist somit ein richtiger Hingucker. Ansonsten ist das Cover mit den beiden Laptops eher schlicht gehalten, aber sehr passend.Ich kann gar nicht genau sagen, was ich von dem erwartet habe, aber definitiv nicht das.Das Buch ist auf jeden Fall kein typisches Jugendbuch. Es ist zwar aus der Sicht von Etgar geschrieben, der 15 Jahre alt ist, aber dennoch würde ich es nicht in die Kategorie Jugendbuch einordnen. Etgar ist nicht der Vorzeige Jugendliche. Er trinkt viel Alkohl und ist viel im Internet unterwegs und lernt da eine Frau namens Macy kennen. Die beiden lernen sich kennen und haben dann auch Cybersex. Irgendwie konnte ich zu ihn überhaupt keine Beziehung aufbauen, nicht nur, weil er ein Junge ist und das für mich dann schon schwieriger ist nachzuvollziehen, sondern auch, weil die Gefühle nicht so wirklich rüber gebracht werden.Denn der Schreibstil des Autors ist auch eher abgehackt. Ich musste mich erst einmal daran gewöhnen. Nach einer Zeit kam ich besser damit klar, wobei der richtige Lesefluss immer noch nicht aufkam. Fazit:"Lolito" ist ein Buch auf das man sich wirklich einlassen sollte und nicht mit Erwartungen dran gehen sollte. Es beschreibt das Leben eines 15-Jährigen Jugen, der nicht der brave Junge von nebenan ist. Mich hat das Buch auf jeden Fall gut unterhalten.

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  • Lolito vs. Lolita oder Etgar allein zu Haus

    Lolito

    Nespavanje

    Etgar ist zu Haus und mit dem Hund Amudsen auf sich alleine gestellt. Seine Eltern sind in Russland, zur Hochzeit von Etgars Onkel. Seine Freundin weilt in Antigua, allerdings ist er gerade nicht sehr gut auf sie zu sprechen. Nachdem er herausgefunden hat, dass sie fremdgeküsst hat, betrinkt er sich und loggt sich in einem Adultchat ein und gibt sich dort als erwachsener Hypothekenmakler aus.   Im Klappentext zu Ben Brooks zweiten auf Deutsch erschienen Roman heißt es, dass dieser schreiend komisch, zutiefst berührend und (leider) absolut wahrhaftig sei. Ich kann da dem Klappentextschreiberling leider nur sehr wenig beipflichten. Für mich war Lolito weder schreiend komisch, noch zutiefst berührend, auch wenn mir die Geschichte eigentlich sehr gut gefallen hat. Aber das ist ja schließlich Geschmackssache und meine persönliche Meinung. Vielmehr ist es ein zutiefst schockierender Coming of Age Roman, indem Ben Brooks kein Blatt vor dem Mund nimmt und die Dinge beim Namen nennt. Wobei der skandalträchtige Aufschrei möglicherweise einiges an Publicity mit sich bringt. Realitätsnah geschrieben wird es wohl sein, denn der Schriftsteller, dem ich unterstelle sein Metier sehr gut zu verstehen, ist selber der Pubertät kaum entwachsen. Ich für meinen Teil, ohne meine eigene Jugend glorifizieren zu wollen, kann behaupten, dass ich noch zu einer für mich besseren Zeit erwachsen worden bin. Und entgegen anderer Meinung, finde ich sehr wohl, dass dieser Roman auch von Jugendlichen gelesen werden sollte. Schließlich widmet er sich ja genau deren Probleme, ohne jedoch darüber zu jammern oder zu sehr mit dem Zeigefinger zu wedeln. Er beschreibt mit klaren Worten das Elend der Pubertät und den oft viel zu einfachen Zugang zu Drogen, Alkohol und Pornographie.   Lolito hat mich von der einfach gestrickten Erzählweise und dem Inhalt sehr wohl an Ben Brooks deutschen Debütroman erinnert, wenngleich ich dieses Buch ein wenig runder und abgestimmter finde. Es ist ein starker Roman, der leicht zu lesen ist. Eines kann allerdings der Romancier nicht lassen: Mit dem Titel Lolito, bezieht sich Ben Brooks mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auch auf das weltbekannte Werk von Nabokov, und der geneigte Leser wird es damit auch in Verbindung bringen. In Nachts werden wir erwachsen, hat er ja bereits seinen Hauptprotagonisten Jasper, sich selbst mit Holden Caufield (=der Fänger im Roggen) vergleichen lassen. Und wie schon in der Rezension seines Debütromans angemerkt, finde ich das ein wenig Hochmütig und zeugt zumindest von einem hohen Selbstbewusstsein des Schriftstellers, auch wenn er sich selbst für kein Wunderkind hält. Zumindest hat er es in einem Interview behauptet. „Definitiv kein Salinger“, hab ich zudem in dieser Rezension getönt. Lolita steht auf meiner Wunschleseliste ganz weit oben und ob nun, der vom Titel indizierte Vergleich hinkt, oder eigentlich sehr passabel ist, kann ich nun (noch) nicht beurteilen. Allerdings ist der Wunsch Lolita zu lesen, stärker denn je.   Der in Berlin lebende Schriftsteller hat die Tragödie des Erwachsenwerdens wunderbar eingefangen und ich bin auf alle Fälle schon sehr neugierig, was uns literarisch von diesem Ausnahmekünstler noch erwartet. Wer seinen ersten auf Deutsch erschienen Roman noch nicht gelesen hat, sollte das nun schleunigst nachholen.

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  • Leserunde zu "Lolito" von Ben Brooks

    Lolito

    katja78

    Lolito - Schreiend komisch, zutiefst berührend und (leider) absolut wahrhaftig: Die haarsträubende Geschichte des jungen Etgar ist zugleich das Porträt einer gebeutelten Generation, die von klein auf im Internet ihr blaues Wunder erlebt. Wollt ihr zum Erscheinungstag das Buch gemeinsam lesen? Dann bewerbt euch gleich für eines von 20 Rezensionsexemplaren zur Leserunde. Wir freuen uns auf eure Meinungen zu Buch! Der 15-jährige Etgar ist mit seinem Hund Amundsen allein zu Haus. Als er über Facebook herausfindet, dass seine Freundin ihn betrogen hat, bricht es ihm das Herz. Im Internet begibt er sich auf eine Reise durch immer zweifelhaftere Chatrooms und Single-Börsen. Dort trifft er auf Macy, der er sich am Bildschirm als jungdynamischer Hypothekenmakler vorstellt. Hals über Kopf stürzen sich die beiden in eine Cyber-Affäre, und bald taumelt Etgar zwischen nackter Panik und der aufregenden Erkenntnis, dass im Internet einfach alles möglich ist. Aber dann will Macy Etgar nicht mehr nur im Internet treffen. Mit schlotternden Knien, schweißnassen Händen und Omas Erbe auf dem Konto checkt Etgar in einem Hotel ein. In der Lobby tritt ihm Macy entgegen, sie ist schön, sie ist sexy – und sie entpuppt sich als 46-jährige Schulleiterin. Zur Leseprobe (unten auf der Verlagsseite) Zum Autor Ben Brooks, 1992 in Gloucester geboren, ist Autor von sechs Büchern; auf Deutsch erschien bisher sein Roman Nachts werden wir erwachsen (2012). Ben Brooks stand auf der Longlist des Dylan-Thomas-Preises und war für den Pushcart Preis nominiert. 2014 erhielt er den Jerwood Fiction Uncovered Prize. Er lebt in Berlin. Wir suchen nun 20 Leser,  die gerne das Buch gemeinsam in der Leserunde lesen möchten, Blogger dürfen sich gerne mit Blogadresse bewerben! Bewerbungsfrage: Uns interessiert euer Eindruck zur Leseprobe! Schaut auch gerne im aktuellen  Frühjahrsprogramm vom Atrium Verlag rein, vielleicht haben wir noch weitere schöne Lesehäppchen für euch! Wir freuen uns auf eure Bewerbungen!           Katja von Ka-Sas Buchfinder   *** Wichtig *** Ihr solltet Minimum 2-3 Rezension in eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie ihr eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind. Es werden nur Bewerber mit aussagekräftigen Rezensionen berücksichtigt, erwiesene Nichtleser werden nicht ausgewählt

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    • 189
  • Der Horror jeder Eltern!

    Lolito

    kassandra1010

    30. March 2015 um 19:20

    Etgar ist ein pubertierender fünfzehnjähriger Engländer, der den ganzen Tag nur über Sex redet, Sex hat sich betrinkt und von der wirklichen Welt scheinbar nichts versteht.   Aus Einsamkeit, als seine Eltern übers Wochenende verreist sind, nimmt er im Internet Kontakt zu einer älteren Frau auf und beide verabreden sich in einem Hotel in London. Die Sparbüchse muss her und getrieben aus Frust und Eifersucht auf seine Exfreundin reist Etgar tatsächlich zu dem Treffen.   Macy scheint nicht überrascht, das Etgar noch ein Jugendlicher ist und eins führt zum anderen….   Ein Jugendroman, bei dem einem die Ausdrucksweise mal mehr und mal weniger die Sprache verschlägt und ich hoffe wirklich inständig, dass das nicht die normale Beschreibung eines heutigen Fünfzehnjährigen darstellen soll….  

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  • Amüsant, anders und einfach lesenswert!

    Lolito

    Line1984

    28. March 2015 um 08:20

    Klappentext: Schreiend komisch, zutiefst berührend und (leider) absolut wahrhaftig: Die haarsträubende Geschichte des jungen Etgar ist zugleich das Porträt einer gebeutelten Generation, die von klein auf im Internet ihr blaues Wunder erlebt. Der 15-jährige Etgar ist mit seinem Hund Amundsen allein zu Haus. Als er über Facebook herausfindet, dass seine Freundin ihn betrogen hat, bricht es ihm das Herz. Im Internet begibt er sich auf eine Reise durch immer zweifelhaftere Chatrooms und Single-Börsen. Dort trifft er auf Macy, der er sich am Bildschirm als jungdynamischer Hypothekenmakler vorstellt. Hals über Kopf stürzen sich die beiden in eine Cyber-Affäre, und bald taumelt Etgar zwischen nackter Panik und der aufregenden Erkenntnis, dass im Internet einfach alles möglich ist. Aber dann will Macy Etgar nicht mehr nur im Internet treffen. Mit schlotternden Knien, schweißnassen Händen und Omas Erbe auf dem Konto checkt Etgar in einem Hotel ein. In der Lobby tritt ihm Macy entgegen, sie ist schön. Der erste Satz: Wir sind fünfzehn und trinken warmen Cider unter den Kiefern im Kathedralengarten. Meine Meinung: Ich muss sagen ich habe mich wirklich auf dieses Buch gefreut. Wenn man sich die Rezensionen ansieht merkt man schnell das diese doch ein wenig durchwachsen sind. Viele haben auf ein tiefgründiges Buch gehofft, da stellt sich mir aber die Frage wie soll ein fünfzehn jähriger bitteschön tiefgründig sein? Ich bin völlig offen an das Buch heran gegangen und das war auch gut so. Man beginnt mit dem lesen und ist schon bald mitten im Geschehen. Eines kann ich euch schon jetzt sagen dieses Buch ist anders, aber GUT anders. Wirklich es dauerte nicht lange und ich musste zu ersten mal lachen. So ging das immer weiter bis ich wirklich Muskelkater hatte vom Lachen. Einfach herrlich. Ich denke wenn man dieses Buch liest muss man denken wie ein fünfzehn jähriger, dann geht nichts mehr schief ;-) Der Schreibstil des Autoren ist locker, flüssig und direkt dadurch lässt er sich sehr angenehm lesen. Ich bin förmlich durch das Buch geflogen. Die Protagonisten sind authentisch und liebevoll beschrieben. Als Leser kann man nicht anders als sie in sein Herz zu schließen. Die Handlung ist amüsant und mitreißend. Ich habe mich selten besser unterhalten gefühlt. Kurz gesagt ein Buch welches vielleicht nicht jeden Geschmack trifft aber wenn man sich darauf einlässt, dann steht dem Lesevergnügen nichts im Weg. Natürlich empfehle ich dieses Buch, wer sich allerdings unsicher ist sollte vorher die Leseprobe lesen und sich dann entscheiden ob dieses Buch etwas für ihn ist. Das Cover: Das Cover fällt sofort auf, denn die Farbgestaltung sticht sofort heraus. Mir gefällt es richtig gut! Fazit: Mit Lolito ist dem Autoren ein authentisches und amüsantes aber auch berührendes Buch gelungen welches mich vor allen durch seine Handlung und seine Protagonisten überzeugen konnte. Von mir bekommt Lolito 5 Sterne!

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  • Ungewöhnliches Portrait der Digital-Natives Generation

    Lolito

    kleinfriedelchen

    24. March 2015 um 17:34

    "Ich schließe meine Zimmertür, krieche ins Bett und ziehe mir die Decke über den Kopf. Amundsen kratzt an der Tür. Ich beschließe rauszufinden, ob es Chatrooms noch gibt. Erwachsenensexchatrooms. Die, in denen ich in Informatik unterwegs war, als es sonst nichts zu tun gab. Chatrooms voller Leute, die sich bei der Arbeit langweilen oder zu Hause oder mit dem Alleinsein. Wo Leute nicht wirklich was sagen, sie tippen nur, weil, was sonst." (S. 40) Nachdem er übers Internet erfahren muss, dass ihn seine langjährige Freundin auf einer Party betrogen hat, fällt der fünfzehnjährige Etgar in ein tiefes Loch. Weder seine Freunde noch die unendliche Unterhaltungsflut im Netz kann ihn aufheitern. Bis sich Etgar eines Tages in einem Erwachsenenchatroom als vierzigjähriger Mann ausgibt und dort Macy kennenlernt. Sie scheint ihn besser zu verstehen als jeder andere und sehr schnell wird aus der Online-Affäre mehr. Doch als Macy ihn auch in Echt treffen will, muss Etgar sich doch fragen, ob er wirklich bereit ist für den Schritt in die Realität? Und wie soll das mit ihnen beiden überhaupt funktionieren, bei dem riesigen Altersunterschied? Während meiner Teeniezeit war das Internet gerade erst im Kommen, alles war noch total neu und ungewohnt. Schaut man sich jedoch die Teenager heutzutage an, dann ist das, was für mich noch so wundersam war, für sie vollkommen normaler Alltag. Sich über Facebook auszutauschen, chatten, sich die irrsten Videos im Netz angucken, online shoppen - alles selbstverständlich. Zu eben dieser Generation gehört Etgar, der Hauptcharakter von Lolito. An seiner Seite erhalten wir einen Einblick in das Alltagsleben eines fünfzehnjährigen Jungen, der uns zeigt, welche Erfahrungen Jugendliche heutzutage mit dem Wunder Internet machen und wie es ihr Leben bestimmt. Auch wenn es von der Aufmachung und dem Klappentext her vielleicht so wirkt, ist Lolito doch kein Jugendbuch und mit dieser falschen Haltung sollte man an dieses Buch meiner Meinung nach auch nicht herangehen, sonst könnte man enttäuscht werden. Und das würde dem ungewöhnlichen Buch nicht gerecht werden. Etgars Geschichte ist ziemlich ruhig und bedächtig und besteht aus vielen kleinen Alltagseinblicken. So erleben wir, wie er sich auf einer Party prügelt, in den Ferien zuhause rumhängt und sich Filme oder abgefahrene Videos im Netz anschaut. Alles, um nur nicht an seine Exfreundin denken zu müssen. Ablenkung findet er auch im Chat mit Macy. Die ist eine erwachsene Frau mit Kindern, die Etgar ebenfalls für einen erwachsenen Mann hält. Was mit harmlosen Unterhaltungen beginnt, entwickelt sich bald schon zum Cybersex und mehr. Etgar entwickelt echte Gefühle, aber kann das gutgehen? Die Online-Affäre mit Macy bildet zwar die Rahmenhandlung des Buches, die Geschichte setzt sich aber eher aus Kleinigkeiten zusammen. Eigentlich passiert gar nicht viel, aber trotzdem hat es sich irgendwie flüssig und interessant weggelesen. Lolito zeichnet nämlich ein unterhaltsames Portrait der sogenannten Digital Native-Generation. Es ist eine Geschichte über das Erwachsenwerden im Internetzeitalter, bei der ich mich doch öfter gefragt habe, ob pubertierende Jungs wirklich so sind? :-D Ben Brooks Stil ist etwas eigen, denn Etgars Erzählweise wirkt eher distanziert, er erzählt sachlich und trocken, aber auch sehr unverblümt von seinem Alltag. Über Masturbation und den Cybersex mit Macy wird hier genauso offen gesprochen wie über den Spaziergang mit dem Hund oder darüber, sich einen Tee aufzusetzen. Gerade deshalb wirkt die Geschichte aber auch so ehrlich und nicht reißerisch, als könnte sie tatsächlich genau so gerade irgendwo passieren. Dieser sachliche Stil hat aber auch dafür gesorgt, dass ich keine wirkliche emotionale Verbindung zu Etgar herstellen konnte, weshalb das Buch insgesamt keine großen Emotionen in mir ausgelöst hat. Das ist schade, denn die Charaktere sind eigentlich ziemlich vielschichtig; besonders Macy, deren komplexe Hintergrundgeschichte nur durch sehr wenige Sätze kurz angerissen wird. Obwohl die Thematik des minderjährigen Teenagers, der etwas mit einer älteren Frau anfängt, natürlich brisant ist, werden Fragen nach Moral hier nicht lang und breit diskutiert. Kein Wunder, immerhin wird die Geschichte von Etgar erzählt, und dem ist der moralische Aspekt ziemlich schnurz :-) Etwas enttäuscht war ich, dass das Ende recht schnell abgehandelt wird, denn die Geschichte baut sich eigentlich ziemlich langsam auf, endet nach dem Höhepunkt aber sehr abrupt. So bekommt man eher nur einen kurzen Einblick in Etgars Leben, der aber genau so schnell wieder vorbei ist. Trotz der Kritik war Etgars Geschichte für mich ein interessantes Leseerlebnis. Lolito ist sicherlich kein Buch für jedermann, denn es ist einfach anders, aber gerade das hat mir daran gut gefallen. 

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  • Geschmackssache

    Lolito

    milchkaffee

    21. March 2015 um 08:34

    Dieses Buch läßt mich etwas ratlos zurück.  Die Idee und der Klappentext fand ich sehr gut. Daie Umsetzung hat mir leider weniger gefallen. Ich fand es wurde alles sehr überzogen, wenig relitätsnh dargestellt. Auch der kurzen, teils heftigen Sprache konnte ich nichts abgewinnen. Schade, ich hätte mir mehr von diesem Buch versprochen. Allerdings regt es mich doch zum Nachdenken an.

  • Man muss sich drauf einlassen, um Gefallen daran zu finden

    Lolito

    SzenarioLicht

    20. March 2015 um 16:38

    Klapptext: Schreiend komisch, zutiefst berührend und (leider) absolut wahrhaftig: Die haarsträubende Geschichte des jungen Etgar ist zugleich das Porträt einer gebeutelten Generation, die von klein auf im Internet ihr blaues Wunder erlebt. Der 15-jährige Etgar ist mit seinem Hund Amundsen allein zu Haus. Als er über Facebook herausfindet, dass seine Freundin ihn betrogen hat, bricht es ihm das Herz. Im Internet begibt er sich auf eine Reise durch immer zweifelhaftere Chatrooms und Single-Börsen. Dort trifft er auf Macy, der er sich am Bildschirm als jungdynamischer Hypothekenmakler vorstellt. Hals über Kopf stürzen sich die beiden in eine Cyber-Affäre, und bald taumelt Etgar zwischen nackter Panik und der aufregenden Erkenntnis, dass im Internet einfach alles möglich ist. Aber dann will Macy Etgar nicht mehr nur im Internet treffen. Mit schlotternden Knien, schweißnassen Händen und Omas Erbe auf dem Konto checkt Etgar in einem Hotel ein. In der Lobby tritt ihm Macy entgegen, sie ist schön Mein Leseeindruck: Ein ungewöhnlicher Schreibstil der nichts verschönt sondern im wahrsten Sinne des Wortes die Dinge so ausspricht, oder auf das Papier bringt, wie sie sind. Auch wenn dies nicht dem Idealbild treusorgender Eltern entspricht, sind die Gegebenheiten um Etgar doch im heutigen Jungendalter an der Tagesordnung.  Wenn man sich auf dieses Buch und auf den Sprachgebrauch Brooks einlässt, kann man hier nur Gewinnen. An Einsicht, an Erkentnis und auch an einer jugendlichen Sichtweise. Kritisch muss ich hier allerdings auch sein, denn an einigen Stellen wird man als Leser durch die massive Sprachgestaltung schon dazu bewegt, sich zu fragen ob der Autor hier sinnige Zusammenhänge erstellt hat. Ein zweites Lesen dieser Bereiche ist hier ratsam, um den Hintergrund zu ergründen und sich weiterführend in die Situationen hinein zu denken. Dies ist ein Manko, das sicherlich den einen oder anderen Leser zum Straucheln bringen kann. Aufgelockert wird das Gefühlschaos in dem sich der 15-jährige befindet, durch gut gesetzte Schmunzler, die man sich als Leser an der einen oder anderen Stelle nicht verkneifen kann. Es mangelt nicht an detailierten Beschreibungen, so das man mit den Charakteren in die Welt zwischen Liebe, Liebeskummer, Internet und Hochprozentigem eintauchen kann. Mein Fazit: Ein Buch das es erfordert sich zu öffnen um gefallen daran zu finden. Es ist nicht die Ideallektüre für Jedermann, aber wenn man sich darauf einlässt ein unkoventioneller Spiegel der heutigen Jugend. Von mir gibt es hier 3 Sterne.

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  • Realität?

    Lolito

    conneling

    18. March 2015 um 21:52

    Inhaltsangabe: Schreiend komisch, zutiefst berührend und (leider) absolut wahrhaftig: Die haarsträubende Geschichte des jungen Etgar ist zugleich das Porträt einer gebeutelten Generation, die von klein auf im Internet ihr blaues Wunder erlebt. Der 15-jährige Etgar ist mit seinem Hund Amundsen allein zu Haus. Als er über Facebook herausfindet, dass seine Freundin ihn betrogen hat, bricht es ihm das Herz. Im Internet begibt er sich auf eine Reise durch immer zweifelhaftere Chatrooms und Single-Börsen. Dort trifft er auf Macy, der er sich am Bildschirm als jungdynamischer Hypothekenmakler vorstellt. Hals über Kopf stürzen sich die beiden in eine Cyber-Affäre, und bald taumelt Etgar zwischen nackter Panik und der aufregenden Erkenntnis, dass im Internet einfach alles möglich ist. Aber dann will Macy Etgar nicht mehr nur im Internet treffen. Mit schlotternden Knien, schweißnassen Händen und Omas Erbe auf dem Konto checkt Etgar in einem Hotel ein. In der Lobby tritt ihm Macy entgegen, sie ist schön. Über Etgar zu lesen war einfach, denn der Stil von Ben Brooks lässt sich leicht und flüssig lesen, aber hat mich immer wieder nachdenklich gemacht. Der Autor beschreibt in seinem Buch "Lolito" das tägliche Leben von Edgar, welches sich manchmal komisch lesen lässt, denn man fragt sich schon, ob das so sein kann. Es scheint der Realität sehr nahe zu kommen, man darf aber natürlich auch nicht vergessen, dass es sich um ein Buch handelt. Mir hat die Lektüre Spass gemacht, musste aber immer wieder daran denken, dass ja wohl noch einiges auf mich zukommt, zum Glück dauert es noch ein bisschen, bis der Junior in dieses Alter kommt.

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  • Real live - wirklich?

    Lolito

    Booky-72

    10. March 2015 um 16:13

    Der 15-jährige Etgar, ein besonders extremes Beispiel für die Fernseh- und Internet-beeinflusste bzw. -geschädigte Generation ist verliebt, wurde betrogen und kommt damit gar nicht klar. Seine Eltern sind verreist und er soll sich um Haus und Hund kümmern. Doch das ist nicht so einfach, wenn man vom ersten Liebeskummer heimgesucht wird. Er geht nicht zur Schule, betrinkt sich nicht nur mit Bier, sondern auch mit Hochprozentigem, was in diesem Alter ja nun gar nicht zu vertreten ist und hängt rum. In "Der Welt da Draußen" kommt er so gar nicht zurecht und flüchtet sich ins Netz. In einem Chatroom lernt er die viel ältere Macy kennen, die auch grade einsam und verzweifelt vom Leben ist. Er gibt sich als älter aus und sie verbringen fürs Erste viel Zeit mit chatten und Cyber-Sex. Dann wollen sie sich in einem Hotel treffen, doch das hat Folgen... für beide. Erschreckend, wenn man bedenkt, dass es ja um uns herum diese Generation gibt, die in Fernseh- und Internetwelt lebt und die Realität ignoriert. Gut, dass meine Töchter doch bedeutend anders und wohl auch besser geraten sind. Der Schreibstil ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber durchaus passend und flüssig. Kurze Kapitel, gute Einteilung, auch locker zu lesen. Besonders ist das neongelbe Cover, das den interessierten Leser sofort ins Auge sticht. Ich fühlte mich insgesamt recht gut unterhalten und vergebe hierfür 3 Sterne.

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  • Mäßiges Lesevergnügen

    Lolito

    Nanasha

    10. March 2015 um 12:02

    Lolito - ein Buch, das mich mehr als zwiegespalten zurücklässt. Auch wenn man nicht vermutet hätte, dieses Buch auf unserem Blog anzutreffen, so fand ich den Klappentext doch ansprechend. Ich hatte ein tiefgründiges Buch erwartet, dass mich in Etgars Welt entführt und die innere Zerrissenheit eines Jugendlichen, der nach Bestätigung lechzt thematisiert. Meine Erwartungen waren also dementsprechend hoch. Leider konnte das Buch diese letztendlich nicht erfüllen. Angefangen mit meinen Schwierigkeiten hat es schon auf den ersten Seiten. Von Wort zu Wort hat sich mir mehr und mehr der Verdacht aufgedrängt, dass jeder einzelne aus Etgars Clique geistig nicht ganz auf der Höhe ist. Es ist nahezu unmöglich dem Gespräch zu folgen, da häufig nur unwillkürlich einzelne Worte zwischengeworfen werden. Wer spricht ist schon gar nicht erwähnt, sodass man nicht mal hier einen Anhaltspunkt hat. Die Art und Weise wie gesprochen wird hat mir auch nicht zugesagt. Der Autor hat hier definitiv versucht mit jugendlichem Charme zu überzeugen, doch die Rechnung ging leider nicht auf. Stattdessen haben wir gestelzte Pseudo-Jugendsprache, die ich so noch nie gehört habe. Schade, denn wäre ich von dem gezwungenen Versuch jugendlich und frisch gewesen nicht dermaßen genervt gewesen, wäre es mir eventuell leichter gefallen mich in der Geschichte zu versinken.. Die Geschichte selbst dreht sich fast ausschließlich um pre-pubertäre Gelüste, und die Befriedigung derer. Vor allem in der Handlungsebene hätte ich mir ein wenig mehr Tiefe gewünscht. Sicher ist die Geschichte witzig, aber real? Das kann ich kaum behaupten. Die Geschichte hat alles in allem gut auf die rund 270 Seiten gepasst, länger hätte sie auch nicht sein dürfen. Wer ein lustiges Buch mit wenig Tiefgang für zwischendurch sucht, der ist hiermit vollauf bedient. Doch tiefgründiges Verhalten oder anspruchsvolle Handlungsstränge sucht man in Lolito leider vergebens. Leider kann ich nur zwei Kleckse vergeben, allerdings sind es zwei sehr lieb gemeinte Kleckse mit einem kleinen Sympathiepunkt :)

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  • glaubwürdig, authentisch, ab und an aber unlogisch

    Lolito

    Binchen84

    06. March 2015 um 09:27

    Inhalt: Schreiend komisch, zutiefst berührend und (leider) absolut wahrhaftig: Die haarsträubende Geschichte des jungen Etgar ist zugleich das Porträt einer gebeutelten Generation, die von klein auf im Internet ihr blaues Wunder erlebt. Der 15-jährige Etgar ist mit seinem Hund Amundsen allein zu Haus. Als er über Facebook herausfindet, dass seine Freundin ihn betrogen hat, bricht es ihm das Herz. Im Internet begibt er sich auf eine Reise durch immer zweifelhaftere Chatrooms und Single-Börsen. Dort trifft er auf Macy, der er sich am Bildschirm als jungdynamischer Hypothekenmakler vorstellt. Hals über Kopf stürzen sich die beiden in eine Cyber-Affäre, und bald taumelt Etgar zwischen nackter Panik und der aufregenden Erkenntnis, dass im Internet einfach alles möglich ist. Aber dann will Macy Etgar nicht mehr nur im Internet treffen. Mit schlotternden Knien, schweißnassen Händen und Omas Erbe auf dem Konto checkt Etgar in einem Hotel ein. In der Lobby tritt ihm Macy entgegen, sie ist schön, sie ist sexy - und sie entpuppt sich als 46-jährige Schulleiterin. Über den Autor: Ben Brooks, Jahrgang 1992, wurde in Gloucester. Er ist Autor von sechs Büchern; auf Deutsch erschien bisher sein Roman 'Nachts werden wir erwachsen' (Berlin Verlag, 2012). Ben Brooks stand auf der Longlist des Dylan-Thomas-Preises und war für den Pushcart Preis nominiert. 2014 erhielt er den Jerwood Fiction Uncovered Prize. Er lebt in Berlin. Meine Meinung: "Lolito" ist das erste Buch das ich von Ben Brooks gelesen habe. Der Schreibstil von Ben Brooks ist bei diesem Buch sehr jugendlich, locker und leger und passt somit gut in die Handlung. Abgehackte Sätze, verwirrende und schnelle Gedankenwechsel lassen keinen flüssigen Lesefluss zu, bringen aber dafür die Gefühls- und Gedankenwelt von Etgar gut rüber. Der Einstieg in die Geschichte ist mir trotzdem sehr gut gelungen und ich war gespannt auf was für Abenteuer Etgar mich so mitnehmen wird. Das Buch ist in 47 Kapitel untergliedert, welche allerdings ziemlich kurz gehalten sind und dadurch kommt man in der Handlung schnell vorwärts.  Zwischen den 5 Teilen des Buches findet man "Gedichte", die schätzungsweise Etgar geschrieben hat. Sie ergeben zwar keinen großen Sinn, spiegeln aber das Verwirrtsein und eine gewisse Hilflosigkeit wider. Die pubertären Themen wie das erste Verliebtsein, der erste Liebeskummer und das Gefühlschaos kommen gut an und das eine oder andere kommt einem selber bekannt vor. Man merkt beim Lesen, wie schwierig es für Etgar ist herauszufinden was richtig und was falsch ist und wie er mit seinem Liebeskummer umgehen soll. Dass er sich dabei fast dauerhaft betrinkt fand ich zu heftig dargestellt.  Ein weiteres Thema des Buches ist die Sexualität mit der sich die Jugendlichen auseinandersetzten und erste Erfahrungen machen und zeigt allzu deutlich was in ihren Köpfen vorgeht.  Aber man kann auch ab und an über die Handlungen von Etgar schmunzeln und Lachen. Auch sein Freund Aslam, der manche Sätze falsch interpretiert bringt den Leser zum Lachen. Dadurch wird die Handlung aufgelockert und es ist nicht alles mit bitterem Ernst zu betrachten.  Am Ende des Buches muss Etgar sich für sein Handeln verantwortlich zeigen und mit den Konsequenzen umgehen. Das seine Eltern ihn dabei so positiv unterstützen finde ich gut, hat mich andererseits aber auch etwas überrascht, da ich doch etwas mehr Strenge erwartet hätte. Etgar und seine Freunde sind gut vorstellbar und detailreich beschrieben. Man kann sich gut in sie hineinversetzten und die meisten Handlungen von ihnen auch nachvollziehen.  Das Cover sticht durch seine auffällige neongelbe Farbe direkt ins Auge und ist sehr schlicht gehalten. Titel, Autor und Verlag lassen sich gut lesen. Ein kleines Chatbild rundet das Cover ab.  Fazit: Viele Emotionen werden in kurzer Zeit gut rübergebracht und das pubertäre Chaos greifen fast schon auf den Leser über und man wird dadurch angeregt, sich selbst mal Gedanken zu machen und nicht die Augen vor der Wirklichkeit zu verschließen. Denn das Buch spiegelt das aktuelle Geschehen der Teenager glaubwürdig wider. Einige Punkte fand ich unlogisch und nicht ganz zu Ende gedacht, deshalb leider einen Schmetterling weniger.

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  • Ein Bild über unsere heutige Jugend, realitätsnah und realistisch erzählt.

    Lolito

    Johannisbeerchen

    05. March 2015 um 14:02

    Meinung: Ein Buch, welches mich direkt ansprach, aber von dem ich irgendwie etwas anderes erwartet hatte. Etgar findet heraus, das seine Freundin Alice ihn betrogen hat. Für ihn stürzt eine Welt zusammen und er vergräbt sich mit seinen 15 Jahren in Alkohol und Cybersex. Zum Glück sind seine Eltern gerade nicht da und so hat die Chance seine Ferien ungestört zu genießen. Im Netz trifft er dann irgendwann auf Macy, mit der er ein paar vergnügliche Stunden verbringt. Sie macht ihm den Vorschlag, sich in London zu treffen ... Die Jugend von heute ist einfach nicht mehr das, was sie mal war. Eine andere Leserin regte sich extrem darüber aus, wie verkorkst Etgar ist, aber ganz ehrlich. Etgar ist noch harmlos. Ich bin selbst noch nicht so alt und kann versichern, das Alkohol, Sex und Drogen zum Wochenende dazgehören wie Pornos, Handys und Eltern, die von nichts eine Ahnung haben. Daher konnte ich mich gut in Etgar hineinversetzen und seine Handlung nachvollziehen, auch wenn ich sie nicht gutheiße. Der Schreibstil des Autors, der übrigens in genau in meinem Alter ist, ist sehr flüssig und schnell zu lesen. Anfangs fand ich ihn etwas abgehackt, da die Sätze sehr kurz sind. Man gewöhnt sich allerdings mit der Zeit daran. Alice Gedichte dagegen waren für mich nichtssagend und unnötig. Fazit: Ein Bild über unsere heutige Jugend, realitätsnah und realistisch erzählt.

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  • Ein etwas anderes Buch

    Lolito

    Simi159

    04. March 2015 um 19:28

    Etgar ist allein zu Hause, seine Eltern sind zu einer Hochzeit gefahren. Er ist 15 Jahre alt, muss sich um seinen Hund Amundsen kümmern und hat riesigen Liebeskummer wegen seiner (Ex)Freundin Alice. Seinen Liebeskummer und seine Langeweile stillt er im Internet, mit Facebook, YouTube, Chatrooms und Single-Börsen. Dort lernt er Macy kennen, der er sich dynamischer Hypothekenmakler vorstellt. Eine zarte Liebe entsteht…denn Macy ist ebenso einsam wie Etgar…Als beide sich im wahren Leben treffen wird es interessant…. Fazit: Dieses Buch ist eigen…sehr eigen..ich wusste manchmal bei Lesen nicht, ob ich aufhören oder weiter machen soll. Denn Etgar, sein Leben und auch seine Freunde sind so skurril und eigen, dass man nicht so recht weiß ist das Schund oder große Kunst. Der Autor Ben Brooks stellt die Geschichte , das Leben, um Etgar in so direkten dar, dass einem manchmal die Luft wegbleibt wegen der Gefühle, wegen der Einsamkeit und vor allem wegen der Hilflosigkeit seines Protagonisten. Klar Etgar ist in der Pubertät, doch irgendwie ist er gefangen, in seinem Körper, mit seinen Gefühlen und in seiner Welt, in der niemand da zu sein scheint, der mit ihm redet und hin versteht. Einzig Macy scheint ihm nahe zukommen, dies nicht nur körperlich, da sie auch ihr Päckchen zu tragen hat…. Alles in allem eine etwas anderes sehr eigenwilliges Buch, mit einer rührenden, wenn auch Tränen freien Geschichte um einen pubertierenden Jungen…. Von mir gibt es dafür 3 STERNE.  

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  • Haarsträubende Geschichte - leider nichts für mich

    Lolito

    Schnuck59

    04. March 2015 um 15:40

    Ben Brooks schreibt in Lolito von Edgar, einem fünfzehnjährigen Teenager, der mit den Einflüssen des 21. Jahrhunderts groß geworden ist. Computer, Internet, Facebook, Chatrooms, You Tube und Handy mit SMS haben ihn geprägt. In einem Chatroom lernt er die wesentlich ältere Macy kennen, mit der er sich auch trifft. Hier ist wohl der Bezug zum Titel. Sowohl Inhalt, Schreibstil und auch Wortwahl gefallen mir bei diesem Buch nicht. Mir wird die Aussage des Autors nicht klar. Die Titel der 5 Teile im Buch kann ich teilweise nicht mit dem Inhalt in Verbindung bringen. Der Schreibstil ist abgehackt, ähnelt eher einer SMS. Kinderficker, Nippel und ähnliches zählen nicht zu meinem aktiven Wortschatz. Schreiend komisch trifft für mich überhaupt nicht zu. Es gibt einige wenige Stellen, die etwas in diese Richtung gehen. Zutiefst berührt hat mich nichts. Absolut wahrhaftig kann ich nicht beurteilen. In meiner Umgebung wächst kein Jugendlicher so auf. Klar spielen Internet und Handy eine Rolle, aber es gibt noch eine andere Umgebung. 

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