Ben Marcus Flammenalphabet

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Inhaltsangabe zu „Flammenalphabet“ von Ben Marcus

"Am Anfang war das Wort - und das Wort tötete": Ein literarisches Epos über eine Welt, in der die Sprache der Kinder ihre Eltern umbringt.
Zuerst sind es nur die Juden, bald schon trifft es jeden: Die Sprache der Kinder wird für Erwachsene unerträglich, sie macht krank und tötet. Claire, Sams Frau, ist bereits schwer erkrankt und erträgt die Nähe ihrer Tochter Esther nicht mehr, die sie über alles liebt. Unaufhaltsam breitet sich die Epidemie aus, Panik greift um sich, und die letzten Radiosendungen verkünden, dass die Menschen ihre Kinder und Häuser verlassen, um in die Wildnis zu fliehen. Als Claire kurz vor dem Zusammenbruch steht, scheint auch ihnen kein anderer Ausweg zu bleiben, aber am Vorabend ihres Aufbruchs verschwindet Claire, und Sam macht sich auf den Weg, um ein Heilmittel zu finden. Dabei gerät er in eine gefährliche Schattenwelt.
Ben Marcus erzählt ebenso brillant wie literarisch funkelnd von der Macht der Familie, zu lieben und zu
zerstören.

"Ben Marcus hat ungeheures Talent, dies ist ein traumwandlerischer, eindrucksvoller Roman."
New York Times

"Ben Marcus gehört zu der außergewöhnlichsten Art von Schriftstellern: Nämlich ein absolut notwendiger. Es ist nicht mehr möglich, sich die literarische Welt und damit die Welt selbst ohne seine mutigen Bücher vorzustellen."
Jonathan Safran Foer

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  • Rezension zu "Flammenalphabet" von Ben Marcus

    Flammenalphabet

    Zwischen-den-Zeilen

    22. September 2012 um 16:58

    Flammenalphabet ist eine Dystopie, mit der man nicht richtig warm wird. Anders als bei vielen anderen Romanen dieses Genres ist es mit äußert schwer gefallen, mit dem Protagonisten Samuel mitzufiebern. Anstatt zu verzweifeln, dass die Anwesenheit seiner Tochter Gift für ihn ist er deshalb fliehen muss, nimmt er die gesamten Geschehnisse um ihn herum scheinbar stoisch in Kauf. Kann man ja eh nicht ändern. Er packt also sein Auto voll und flieht in die Richtung, die ihm genannt wird. Dass er dabei sein Heim möglicherweise für immer verlassen muss, dass seine Frau auf der Flucht verloren geht und dass ein Mann mit mehreren Identitäten viele seiner tiefsten Geheimnisse kennt, scheint ihn kaum zum Grübeln zu bringen. Die Figuren in Flammenalphabet wirken beim Lesen allesamt emotional unterentwickelt, wo man eigentlich Verwirrung, Verzweiflung oder andere tiefe Gefühle angesichts der Bedrohung durch die Sprache in all ihren Formen zu erwarten wären. Deshalb ging der Roman beim Lesen ziemlich an mir vorbei und konnte mich nicht fesseln. Auch der Grund, weshalb die Sprache die Menschen um Gesundheit, Verstand und schließlich um ihr Leben bringt, bleibt die ganze Zeit ungeklärt. Man fragt sich immer wieder, wie es dazu kommen konnte, warum zuerst nur die Sprache von Kindern tödlich wirkt und irgendwann scheinbar jegliches Geräusch und jede Art von Geste, doch der Autor lässt uns im Dunkeln. Ebenso verwirrend ist die Auflösung des Romans. Es wird schließlich ein Gegenmittel gefunden, aber wie dieses funktioniert wird nie erklärt, und warum dieses nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird ebenfalls nicht. Fazit: Nach Beenden des Buches hat man das Gefühl, rein gar nichts mitgenommen zu haben. Man fühlt sich emotional fast genauso abgestumpft wie der Protagonist der Geschichte. Und steht vor einem Haufen Fragen, die wohl nie geklärt werden. Die ersten paar Kapitel sind das Spannendste an dem Buch, je länger man liest, desto mehr muss man sich quälen, um doch noch irgendwie bis zum Schluss durchzuhalten in der Hoffnung, dass etwas passiert. Diese Hoffnung bestätigt sich nicht. Daher kann ich hier nur 1 Stern vergeben.

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