Inhalt:
Nach wiederholten gefährlichen Gewalttaten gegenüber seinen Mitschülern erhält Cole die Möglichkeit, anstatt ins Jugendgefängnis zu gehen, einige Wochen auf einer abgeschiedenen Insel vor Alaska zu verbringen und dort sein Leben zu überdenken und in den Griff zu kriegen. Cole täuscht Reue vor, da er auf keinen Fall ins Gefängnis will, und erlebt den tristen, anstrengenden Alltag allein auf der Insel. Außer Langeweile und Frust spürt er jedoch nichts. Bis ihm ein legendärer "spirit bear" begegnet, von dem ihm sein indianischer Betreuer erzählt hat ...
Meine Meinung:
Selten hat mich ein Buch so aufgewühlt wie dieses. Aggressive, gewaltbereite Jugendliche sind in der heutigen Zeit ja keine Seltenheit - Cole ist ein Paradebeispiel dafür. Dass er einfach so "davon kommt", machte mich stinksauer! Zum Glück hat er einen Betreuer, der einmal die Woche auf der Insel nach dem Rechten schaut. Der ist indianischer Abstammung und versucht mit Ruhe, indianischen Weisheiten und tiefgründigen, sonderbaren Ritualen, Cole aus dessen "Opferrolle" zu locken. Seine Worte, Aufgaben und Vergleiche haben mich sehr beeindruckt. Und die Sache mit dem Bären? Lest selbst und staunt ...
Fazit: Ben Mikaelsen hat ein ganz ganz großes Sozialdrama vor atemberaubender Kulisse geschrieben, ein coming-of-age Roman der Extraklasse. Wieso das Buch noch nicht verfilmt wurde, ist mir ein Rätsel. Von mir gibt es 6 Sterne!
6 Sterne für diese tief bewegende coming-of-age Geschichte!


