Ben Miller ANYBODY OUT THERE?

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Inhaltsangabe zu „ANYBODY OUT THERE?“ von Ben Miller

Eines ist gewiss: Die Aliens werden kommen! Die Frage ist nur, wann? Und wie werden sie aussehen? Ben Miller, britischer Komiker und promovierter Physiker, nimmt uns in "ANYBODY OUT THERE?" mit auf die hoch spannende Suche nach außerirdischem Leben. Auf unterhaltsame und zugleich wissenschaftlich-fundierte Weise zeigt er uns, welche Anstrengungen die Menschen unternehmen, um auf die Ankunft der Aliens vorbereitet zu sein und mit ihnen Kontakt aufzunehmen. Ein Wissenschaftsbuch, das großen Spaß macht - und ohne das wir in naher Zukunft nicht mehr auskommen werden.

Eine unglaubliche Reise für jeden, der Lust auf Wissenschaft und genügend Vorstellungskraft hat.

— DisasterRecovery
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  • Unsere stetige Suche nach außerirdischem Leben

    ANYBODY OUT THERE?
    DisasterRecovery

    DisasterRecovery

    11. September 2017 um 10:23

    Zu Beginn nimmt uns der Autor mit auf eine persönliche Reise in die Vergangenheit. Als Jahrgang 1966 hat er selbst einige Raumfahrtereignisse miterlebt. So kommen viele bahnbrechende Ereignisse wie die Mondlandung, Personen wie Armstrong, Carl Sargan und auch Science Fiction Filme wie Contact zur Sprache.Das Ganze erzählt Ben Miller sehr unterhaltsam und mit viel Humor. Wissenschaftliche Fakten verstrickt er so geschickt in seine Geschichte, dass ich gar nicht gemerkt habe, dass ich dabei sogar noch etwas lerne."In den 1950ern hatten wir von wütend kämpfenden Marsmännchen geträumt und davon, in einem tropischen Paradies von blonden Venusbewohnerinnen verführt zu werden. Ende der 1980er war uns schmerzlich bewusst, dass wir nach der Party allein nach Hause gehen würden." (S. 25)Im Buch begegneten mir viele Personen aus Wissenschaft und Forschung. Ein paar der Namen kannte ich bereits, doch viele andere waren mir vollkommen neu. Der hohe Stellenwert der Mikrobiologie war mir vorher gar nicht bewusst. Denn neben UFO-Sichtungen an bekannten Orten wie Roswell, sind es vor allem die Kleinst-Lebewesen, die einen wirklich zum Staunen bringen.Wenn wir an außerirdisches Leben denken, dann fallen uns, naja zumindest mir, kleine grüne Männchen ein oder die Biester aus Independence Day, Contact oder Falling Skies. Was das angeht, hat mir der Autor die Augen geöffnet. Die kleinsten Bakterien auf einem anderen Planeten bedeuten außerirdisches Leben. So klein, dass man sie mit bloßem Auge gar nicht sieht."Wenn man einfach einen Mikrobiologen für einen Tag zum Mars schicken könnte, würde der uns schnell sagen, ob es dort Leben gibt oder nicht." (S. 173)Fazit:Um Spaß an diesem Buch zu haben, müsst ihr drei Dinge mitbringen: Interesse am Universum, der Wissenschaft und jede Menge Vorstellungskraft. Wenn ihr euch darauf einlasst, führt euch der Autor auf eine unglaubliche Reise. Ben Miller zeigt echtes Herzblut für sein Thema und obwohl das Buch einen großen Unterhaltungswert hat, fiel es mir manchmal nicht ganz leicht seinen Gedankengängen zu folgen. Seine Schilderungen sind wissenschaftlich sehr kompakt. Wahrscheinlich habe ich deshalb auch ein bisschen länger für das Buch gebraucht. Wem es die Mühe wert ist, der wird nicht enttäuscht werden!

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  • Spannende Suche nach außerirdischem Leben für Fortgeschrittene

    ANYBODY OUT THERE?
    Laecheln86

    Laecheln86

    11. August 2017 um 07:29

    Anybody Out There ist ein Sachbuch des britischen Schauspielers und promovierten Physikers Ben Miller. In seinen Serienrollen in Primeval und Doctor Who begab sich Ben Miller bereits auf die Suche nach extremen und außerirdischen Lebensformen. In seinem neuen Sachbuch führt er diese Suche nun rein wissenschaftlich fort. Denn: „Die Aliens werden kommen! Die Frage ist nur: Wann?“ Was passiert?  Die Erde ist voller Leben. Es wimmelt von Organismen, die wir erst in den letzten Jahren an undenkbar lebensfeindlichen Orten nachweisen konnten. Extremophile Bakterien bewohnen Vulkane oder Kernreaktoren, und verpacken dabei weit mehr Strahlung als für diese Nische nötig wäre. Alle paar Jahre weisen Forscher neues Leben in fremdartigen Habitaten nach. Das, was wir noch vor zehn Jahren für unmöglich hielten, ist heut längst wahr: Auch die Erde birgt fremde Lebensformen. Vielleicht sollten wir mit der Suche nach außerirdischem Leben hier anfangen.   Worum geht´s?  “Wenn wir wissen, wonach wir suchen müssen, können wir außerirdisches Leben womöglich auch aus der Ferne entdecken. Unsere nächsten Nachbarn haben vielleicht das Licht ausgemacht und die Vorhänge zugezogen, trotzdem können uns Apparate wie das James Webb sagen, ob sie zu Hause sind oder nicht.” - S. 107 Ben Millers Suche nach außerirdischem Leben beginnt auf der Erde und entwickelt sich rasch zu einem Schnelldurchlauf durch die Wissenschaftshistorie der Alienforschung. Dass Ben Miller selbst sich nichts sehnlicher wünscht, als Aliens zu entdecken, daraus macht er keinen Hehl. Doch betont er zugleich, kein Freund von Verschwörungstheorien zu sein. Er steht auf der Seite der SETI, der Search for Extraterrestrial Intelligence, dessen Vorreiter Carl Sagan einst war. Anybody out there? schildert die Entwicklung der SETI-Forschung vom Empfang der ersten unbekannten Signale aus dem Weltall (und deren Entschlüsselung) und streut dabei allerhand interessante Themen aus Wissenschaft, Technik und Weltall ein. Fairerweise muss man beachten, dass die Suche nach außerirdischem Leben nicht zu den Glanzpunkten der Wissenschaft gehört. Die Menschheit hat allerhand sinnfreie und -lose Missionen gestartet, um unseren eventuellen Nachbarn dort draußen mal an die Tür zu klopfen, doch bisher hat einfach niemand aufgemacht. Gerade deswegen schweift Ben Miller in Anybody Out There? oft weit vom Thema ab. Mit Sicherheit gibt es sowas wie einen roten Faden im Buch, doch der ist gummiartig dehnbar: Über die Entstehung des Lebens auf der Erde, dem Big Bang (im Detail) und Extremophilen führt der indirekte Weg über die „vier Hauptsätze der Thermodynamik“ bis ins alte Ägypten und ins Reich der Delfine. Alles klar?   Ihr seht, Anybody out there? liefert einen bunten Wissensmix aus früher Forschung, Historie und Linguistik. Teilweise erhält das Buch unbeabsichtigte Aktualität, bspw. werden hier die 2016 erstmals nachgewiesenen Gravitationswellen wirklich gut erklärt. Nebenbei stellt Ben Miller allerhand interessante Fragen: Ist die Entwicklung von Leben nicht mehr als ein Zufall? Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir auf Eigeninitiative hin eine fremde Zivilisation einer intelligenten Alien-Rasse treffen? Und was wäre nötig, um eine Kommunikation zu ermöglichen? Gibt es sowas wie einen „offiziellen Empfangsplan“, sollte heute ein Raumschiff auf der Erde landen? Wer wäre dafür laut Gesetz zuständig und befugt, die Erde bei Erstkontakt zu vertreten?  Wie war´s?   Anybody out there? eignet sich für Dich, wenn Du Dich für Wissenschaft und die Fragen „Wie funktioniert das Universum?“ und „Wie entstand das Universum, unsere Erde und ihr Leben?“ interessierst. Es eignet sich nicht, um auf den neusten Stand bezüglich laufender Missionen in Sachen „Suche nach außerirdischem Leben“ zu kommen, da es ganz vorn (beim Urknall) anfängt und über die Entstehung und Entwicklung des Lebens berichtet. - Und hier liegt auch der Schwerpunkt des Buchs. Titel und Klappentext legen etwas anderes Nahe: „… zeigt uns, welche Experimente die Menschen vornehmen, um auf die Ankunft der Aliens vorbereitet zu sein und mit ihnen in Kontakt zu treten“, steht dort. Doch es geht eher darum, was bisher (in den 1970er bis 1990er Jahren) getan wurde.  Zudem solltest Du ein bisschen Vorwissen mitbringen, ob durch Podcasts, Alltagsphysikbücher oder Schulstoff. Das Buch erklärt zwar vieles, aber das meiste recht kurz. Durch die Vielfalt der Themen müsste man sonst ständig googlen; mehr als einmal war ich richtig dankbar über aufkeimende Erinnerungsfetzen aus meinem Bio-LK. Denn Ben Millers Suche nach außerirdischem Leben ist anspruchsvoller als die populärwissenschaftlichen Bücher, die ich bisher gelesen habe. (Die Übersicht findet ihr auf meinem Blog.) Dafür bekommt Ihr aber die volle Dosis Information und ein gutes Gefühl nach der Lektüre: Ich habe wirklich viel dazugelernt.  Solltest Du nur gelegentlich zum Lesen kommen, besteht die Gefahr, dass du mit der Zeit den roten Faden völlig verlierst. (Was hatte die Entropie in der Thermodynamik noch gleich mit Aliens zu tun?) Dann wäre es gut, wenn Dich die Wissenschaft auch ganz generell und in eigenständigen Kapiteln interessiert.  Fazit: Das Buch ist voller Leben. Es liefert zwar keinerlei neue Erkenntnisse über darüber, wie nah wir Menschen mit unserer unermüdlichen Forschung an die Entdeckung außerirdischen Lebens herangerückt sind, doch unterhaltsam und lehrreich im Bezug auf das Leben, das Universum und den ganzen Rest ist es allemal. Für mich eine spannende Herausforderung. 

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