Inhalt:
Vor Jahrtausenden tobte der Krieg der Götter auf der Welt. Seitdem gelten sie bei den meisten Menschen als tot, doch in Wahrheit sterben sie noch immer und Bruchteile ihrer Macht leben in neuen Unsterblichen weiter, die sich zum Teil zu neuen Göttern erklärt haben oder erklären wollen. Doch unter der trügerischen Oberfläche des Friedens brodelt es.
In Mireea, auf dem Rücken des einstigen Gottes Ger, muss die junge Kartenmacherin Ayae, dass auch sie von einer übernatürlichen Macht, der Macht des Feuers, verflucht wurde. Zusammen mit dem mysteriösen unsterblichen Zaifyr wird sie in einem Glaubenskrieg gezogen und die Fanatiker schrecken vor nichts zurück, um an die Macht des vergrabenen sterbenden Gottes zu gelangen.
Meine Meinung:
"Verflucht" fing gut an. Doch mein Leseempfinden erhielt den ersten Dämpfer nach dem Prolog, als die erste Identifikationsfigur starb. Ich wünschte mir, es wäre der einzige Dämpfer gewesen, doch leider gab es immer wieder Momente, die bei mir für Irritationen sorgten.
Ich empfand die Erzählweise als schwierig. Ständig unterbrachen Rückblenden die Haupthandlung, jedoch auf solche Weise, dass man nicht immer sofort erkannte, dass man sich jetzt in einer Rückblende befindet. Auch fand ich, dass Ben Peek dieses Stilmittel übermäßig oft eingesetzt hat. Einige der Rückblenden empfand ich notwendig, andere Erkenntnisse und Informationen hätte ich gerne in der Haupthandlung untergebracht gesehen, damit die Rückblenden mich nicht immer wieder aus dem Lesefluss rissen. Denn leider hatte ich häufiger das Gefühl, als gäbe es Lücken in der Haupthandlung, Sprünge, Puzzlestücke, die fehlten. Trafen diese Lücken dann auch noch auf eine Rückblende, fiel es mir noch schwerer, zur Haupthandlung zurückzukehren.
Diese Verwirrung wurde dadurch verstärkt, dass wir mit Zaifyr eine Hauptfigur haben, die schwer zu durchschauen ist, die mal als wahnsinnig und dann als geheilt und verändert galt, in den Rückblenden daher ein anderer Zaifyr als in der Haupthandlung präsentiert wurden. Zwei weitere Unsterbliche und Götter mischen mit, deren Motive noch schwerer zu durchschauen sind, weil wir Leser sie nur von außen erleben.
Insgesamt muss ich sagen, dass mich die Geschichte zu häufig verwirrt hat, als dass sie mir gefallen hat, was hauptsächlich an der gewählten Erzählweise lag. Die Fortsetzung werde ich daher nicht mehr lesen, dafür ist es mir leider nicht wichtig genug zu erfahren, wie es Ayae und Zaifyr weitergeht.









