Ben Rawlence

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Alle Bücher von Ben Rawlence

Ben RawlenceStadt der Verlorenen
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Stadt der Verlorenen
Stadt der Verlorenen
 (1)
Erschienen am 14.03.2016
Ben RawlenceRadio Congo
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Radio Congo
Radio Congo
 (0)
Erschienen am 07.02.2013

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Rezension zu "Stadt der Verlorenen" von Ben Rawlence

Wie lebt es sich im größten Flüchtlingslager der Welt?
Chiaramausvor 2 Jahren


Mitten in der Wüste, hunderte Kilometer von der nächsten Siedlung entfernt, liegt Dadaab. Es wurde vor vielen Jahren als Provisorium erbaut, heute ist es ein riesiger Lagerkomplex, eine immer noch notdürftige Stadt voller Flüchtlinge. Sie sind geflohen vor den grausamen Schabab-Milizen, vor dem Hunger, vor dem Bürgerkrieg, aus dem Tschad, aus Sudan, die meisten aus Somalia. Kenia möchte das Lager längst auflösen, aber wohin mit den Menschen? Sie stecken hier fest und haben sich eigene Regeln erschaffen, Läden geöffnet, sie betreiben Schmuggel- und Transportrouten, die nirgends verzeichnet sind. Westler werden, wenn sie sich hineingetrauen, gern entführt – ein einträgliches Geschäft. Ben Rawlence begleitet die Menschen auf ihren Wegen in die Tiefe der Stadt. Er erzählt von ihrer Herkunft, ihren Träumen, ihren Strategien. Es ist ein atemberaubender Bericht – und paradoxerweise ein Zeugnis von großer Lebenskraft. 
Dieses Buch zeigt mal wieder sehr deutlich, wie ungerecht die Welt doch ist und wie sehr das unsere Schuld ist, dass sich daran nichts ändert. Wie kann es sein, dass wir hier den ganzen Tag essen, Bücher lesen und in unseren Betten herumliegen, während in Dadaab Leute verhungern – zusammengepfercht wie eine Horde Tiere? Sehr eindrucksvoll schildert Ben Rawlence das Leben der Menschen im größten Flüchtlingslager der Welt. Er erzählt ihr Leben – den schwierigen Weg nach Dadaab, oft begleitet von traurigen Geschichten über unterwegs gestorbene Verwandte, ihre Ankunft und den Versuch der UNO, etwas für die Menschen zu tun. Aber es muss auch gesagt werden: Auch bei der UNO gibt es Scheinheilige, nicht alle Spenden kommen bei den Menschen an…Das Buch hat mich fasziniert und berührt: Wir alle müssen etwas dafür tun, dass die Schneide zwischen arm und reich auf unserer Welt nicht mehr so groß ist. Ein überaus lesenswertes Buch, das einem die Augen öffnet auf das, wovor wir unsere Augen gerne verschließen. 

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