Ben Riffko

 3,9 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor von Grünes Öl.

Lebenslauf von Ben Riffko

Ben Riffko ist das Pseudonym eines deutschen Juristen und Beraters mit Schwerpunkt grüne Technologien. Seine Begegnung mit einem ehemaligen Waffenhändler, der in die Produktion von Öl aus Algen investiert hatte, inspirierte ihn zu seinem ersten Thriller.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Ben Riffko

Cover des Buches Grünes Öl (ISBN: 9783453440043)

Grünes Öl

 (8)
Erschienen am 12.10.2020

Neue Rezensionen zu Ben Riffko

Cover des Buches Grünes Öl (ISBN: 9783453440043)dunkelbuchs avatar

Rezension zu "Grünes Öl" von Ben Riffko

Packender Ressourcen Thriller
dunkelbuchvor 3 Monaten

In diesem ökologischen Wirtschafts- und Politthriller geht es um moderne Umwelttechnologien, das weltweite Ölgeschäft, internationalen Waffenhandel, Terrorismus, Flüchtlinge, Geheimdienste.

Kommentieren0
Teilen
Cover des Buches Grünes Öl (ISBN: 9783453440043)michaelkothes avatar

Rezension zu "Grünes Öl" von Ben Riffko

Fesselnde, realitätsnahe Fiktion
michaelkothevor 4 Monaten

Als Mensch, der selbst schreibt, liest man Bücher anders, kritischer. Nicht mäkelnd, aber mit einem zusätzlichen Blick aufs Handwerkliche, insbesondere, wenn es sich um einen Debütroman handelt. Um es vorwegzunehmen: »Grünes Öl« ist so, wie man mir beigebracht hat, gute Bücher zu schreiben.

 

Für Eilige:

Ben Riffko zeichnet eine drohende Umweltkatastrophe, die ohne die schwedische Gallionsfigur der Umweltkonzerne und ohne Klischees auskommt. Wassermangel und Machtkämpfe um Öl sind die Grundlagen für einen Thriller, in dem private Unternehmen und die CIA versuchen, durch wegweisende Technologie einen Zusammenbruch zu verhindern, der ein Drittel der Menschheit mit dem Dürretod bedrohen und eine Völkerwanderung nach Europa und in die USA in Gang setzen würde. Die Jagd auf eine Terrorgruppe sorgt für weitere Spannung. Zwei gegensätzliche Ansätze zur Veränderung der Weltordnung treffen in diesem Buch aufeinander.

 

Gesamteindruck:

Der Prolog war mir bis zum Ende unklar: Ich-Perspektive, Gegenwartserzählung. Erst der Epilog erlaubte mir, die Verhör- und Folterszene dem Roman zuzuordnen. Dieser Rahmen machte mich betroffen, zeichnet er doch ein verlogenes Gesicht der Politik und ihrer Handlanger. Der Roman ist insofern eine Rückblende. Anders als Dan Brown steigt Ben Riffko nicht hektisch ein, sondern gibt Zeit, sich mit den Figuren vertraut zu machen. Während einem Thriller oftmals ein Merkmal abgeht, nämlich die Charakterentwicklung einer Schlüsselfigur, zeigt schon das erste Kapitel, dass mindestens eine sich wandeln wird. Als Leser darf man gespannt sein, auf wessen Seite sie sich schlägt. Auch die Handlung fesselt. Von weltweit verstreuten Schauplätzen verdichtet sie sich auf zwei südeuropäische Metropolen. Hier treffen Weltverbesserung und Terrorismus aufeinander.

 

Stil:

Wie schreibt man ein gutes Buch? Riffko fängt damit beim Titel an. Markant und plakativ fasst er den Hauptkonflikt in zwei Worte. Treffender geht es nicht. Strukturiert ist der Roman als Protokoll: Datum, Uhrzeit, Ort. jeder Eintrag baut vor unseren Augen eine Szene auf, in der Menschen leben mit Gefühlen, Erwartungen und Plänen. Oder er zeigt Handlungen, die sich zu Handlungssträngen verdichten. So ist »grünes Öl« komplex, aber der Leser behält dank der sich logisch steigernden Dramatik und mancher Cliffhänger den Überblick. Riffkos Sprache ist flüssig, lebendig und verführt zum Weiterlesen – neben der Spannung, die sich umso mehr erhöht, je stärker sich die Handlungsfäden einander annähern. Die Dialoge sind lebensnah, ihre Sprache ist authentisch – einschließlich der Kraftausdrücke da, wo sie hingehören. In Szenen, die andere Autoren eher im Stil einer Zeitungsmeldung präsentieren, pulsiert das Leben, wenn es auch gleich darauf zigfach ausgelöscht werden mag. Wie es sich für ein gutes Buch gehört, beanspruchen die Figuren reichlich Raum mit ihren Schwächen, Liebschaften und Träumen. So sind weder die Finanzierungsbemühungen der Firmengründer Jaques Devilliers und  Louis Guigou noch die Jagd auf den kurdischen Terroristen Farqîn Birhat durch die CIA-Agenten John Lewellen und Peter Miller und den Briten Sir Henry McAllister reine Ablaufschilderungen. Vielmehr lassen sie alle uns aus ihrer Sicht am Erlebten teilnehmen. In Echtzeit, wofür die Protokollstruktur sorgt.

 

Fazit:

 

Ein realistisch anmutender Hintergrund, eine packende Story mit markanten, authentisch wirkenden Figuren und ein lebendiger, solider Schreibstil fesseln den Leser aufs Beste. Im Gegensatz zu manch anderem Thriller gönnt »Grünes Öl« ihm Verschnaufpausen, die ihn noch tiefer eintauchen lassen. Wo das heute Machbare aufhört und die Fiktion beginnt, vermochte ich nicht immer festzustellen. An den Stellen, wo ich es überprüft habe, bescheinige ich dem Autor eine solide Recherche, deren Ergebnisse er den Erfordernissen des Romans gekonnt anpasst. Ben Riffko hat mit seinem Debütroman den Bann gebrochen, der uns glauben machen will, die besten Thriller kämen von amerikanischen Autoren.

Kommentieren0
Teilen
Cover des Buches Grünes Öl (ISBN: 9783453440043)S

Rezension zu "Grünes Öl" von Ben Riffko

Leider zu viele Ideen für zu wenig Geschichte
Sementhenvor 6 Monaten

Die Grundiedee des Buches fand und finde ich auch immer noch, sehr faszinierend. Öl aus Algen um damit eine umweltfreundliche und billige Alternative zu Erdöl zu haben. Und auch die Verknöpfung zum Thriller hat Potential.
Aber es sind leider viel zu viele Charaktere und Sichtweisen aus denen das Buch geschrieben wird, sodass viele hohl bleiben und man sie gar nicht richtig kennenlernen kann oder ihr Handlungsstrang die benötigte Zeit hat sich voll zu entfalten. Und manche Figuren tauchen durch "Zufall" immer wieder auf, meinem Gefühl nach nur um wiederkehrende Figuren zu haben und nicht noch mehr Figuren einzuführen. Mir erschien das teilweise unpassend und unglaubwürdig.

Leider lag der Hauptfokus auch weniger auf den Startup-Gründern sondern mehr auf der terroristischen Bedrohung. Auch spannend aber nicht das was ich nach dem Klappentext erwartet hatte. Daher war ich etwas enttäuscht.

Auch das Ende kam sehr schnell und die "Große Auflösung" ist einem als Leser recht schnell klar und aber die Figuren verhalten zum Teil unglaublich naiv und landen so in vermeidbaren Situationen.

Ich bin immer noch der Meinung dass das Buch eine großartige Idee ist, aber leider war sie etwas überfrachtet.

Kommentieren0
Teilen

Gespräche aus der Community

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 19 Bibliotheken

von 5 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks