Ben Tewaag

 3.3 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von 313, 313 und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Ben Tewaag

Ben Tewaag, geboren am 27.04.1976 in München, ist ein deutscher Moderator, Schauspieler, Filmproduzent und ehemaliger Sänger der Band Eschenbach. 2012 veröffentlicht er überdies seinen ersten Roman. Ben ist das älteste der drei Kinder von Schauspielerin Uschi Glas und Bernd Tewaag. Auf MTV war er unter anderem in den Sendungen „MTV Mission“ und „MTV Freakshow“ zu sehen. Vom 16. Februar 2009 bis zum 13. Juli 2010 saß er wegen verschiedener Delikte im Gefängnis. „313” ist sein erster Roman. Der Romantitel stammt von seiner Zellennummer und in seinem schriftstellerischen Debüt setzt sich Ben Tewaag mit seiner Zeit im Gefängnis auseinander.

Alle Bücher von Ben Tewaag

Cover des Buches 313 (ISBN: 9783442830046)

313

 (4)
Erschienen am 23.01.2012
Cover des Buches 313 (ISBN: 9783837108200)

313

 (0)
Erschienen am 20.01.2012
Cover des Buches 313 (ISBN: 9783837112030)

313

 (0)
Erschienen am 20.01.2012

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Ben Tewaag

Neu

Rezension zu "313" von Ben Tewaag

Rezension zu "313"
Zsadistavor einem Monat

Nun ist es soweit. Oli fährt ein. In den Knast ein. Nun fängt ein neues Leben an. Hinter Gittern, ohne Vorzüge und erst einmal ohne Freunde. Und draußen wartet seine Freundin auf ihn. Das muss man erst einmal verkraften.

 

„313“ ist ein Roman aus der Feder des Autors Ben Tewaag.

 

Tja, in der Inhaltsangabe steht: „Eine schonungslos realistische Reise durch das komplette Gefühlsspektrum aus selbstzerstörerischem Exzess, Enttäuschung, Sex, Gewalt, Drogen, Spass, Versagen. Schwere Kost. Schonungslos und hautnah erzählt. Alles. Nur nicht einfach…“

 

Es kann jetzt sein, dass der Umschlag nicht zu dem Inhalt gehörte, den ich gelesen habe. Würde mich jetzt überhaupt nicht wundern. Ich hab mir weiß Gott etwas unter dem Buch vorgestellt, Brutalität unter den Häftlingen, Drogenkonsum, erzwungener Sex, Schlägereien und sonst noch was, aber nicht so eine weiche Sülze, wie es der Inhalt dann schlussendlich hergab. 

 

Wenn es wirklich so im Knast zugeht, dann ist das Leben dort besser, wie es ein Obdachloser hat. Also, was hat man zu verlieren, stellt was an, dann kommt ihr in den Supi Dupi Knast. Essen, warmes Zimmer, auf Antrag alles Mögliche was man haben möchte. Ja, und wenn man wie Oli, im offenen Vollzug ist, dann kann man nach einer gewissen Zeit auch raus. Was will man mehr? Freunde, Humor und ein bisschen was arbeiten. Alles Null Problemo!

 

Das härteste was Oli durchgemacht hat ist, dass ihm beim Anmelden im Knast der DVD Player und die Playstation abgenommen wurden. Mega krass, kann ich dazu sagen. Härter kann es doch einem nicht mehr treffen. Und härter traf es Oli ehrlich gesagt auch nicht. 

 

Freundliche Insassen, freundliche Beamte, super Arbeit. Und als er dann in den geschlossenen Vollzug musste... Was soll ich sagen, er durfte sich sogar aussuchen, in welches Haus er sollte oder eher wollte. Er bekam vor Mitleid sogar vom Big Boss sein Handy um mit seiner Freundin zu telefonieren. Da kommen einem doch glatt die Tränen, wie süß von dem Cheffe, so ein netter Bursche. 

 

Gut, Sex gab es mal kurz auf der Toilette mit seiner Freundin. Ansonsten kann ich von den oben angeführten Punkten nicht einen bestätigen. Naja, obwohl. Oli ist, war und wird immer ein Versager bleiben. Dumm rein, dumm drin, dumm raus. Macht aber auch nicht, weil er laut Autor trotzdem ein Held ist. Hat er doch diesen knallharten Knast überlebt. 

 

Sorry, ich finde das Buch ist kompletter Blödsinn. Ich finde es toll, wenn es im Knast so harmonisch abgeht und alle nett zueinander sind. Nur schätze ich, lebt der Autor an der Realität vorbei. Keine Ahnung, wie er auf so eine Story kommt. Vor allen Dingen, so einer Inhaltsangabe nach. Hier ist definitiv etwas falsch an der Sache, entweder der Inhalt oder die Inhaltsangabe. 

 

Kommentieren0
0
Teilen

Rezension zu "313" von Ben Tewaag

das Knastleben wie es ist
KyraCadevor 3 Jahren

Oli Stein war erfolgreich und stand mitten im Leben, doch dann kamen der Alkohol, die Drogen und die Gewalt, die ihn auf eine schiefe Bahn drängen. Letztendlich landet er im Gefängnis und wird herabgestuft zu einer Nummer, die auf sich allein gestellt ist …

Mit viel Einfühlungsvermögen erzählt Ben Tewaag eine schonungslose Geschichte. Die Worte sind einfach, die Sätze kurz, die Gefühle real. Der Leser verfolgt den Protagonisten auf seinen Weg in die JVA, durchlebt alle Gefühle hautnah, die Oli Stein empfindet. Da sind Hoffnung und Verzweiflung dicht beieinander. Die innere Mahnung, vorsichtig zu sein und genau darauf zu achten, mit wem man sich einlässt. Und bald schon bemerkt er, dass er sich vielleicht doch auf die falschen neuen Freunde eingelassen hat. Natürlich hat auch die Presse ein Interesse an Stein und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Journalisten einen Freigänger gefunden haben, der scheinbar aus dem Nähkästchen plaudert. Da noch ein Urteil aussteht, freut sich Stein zunächst zwischen schlechtem Essen und engen Zellen, dass er nur eine kurze Haftstrafe absitzen muss und nicht bei den ganz schweren Jungs sitzt. Doch alles kommt anders und ihm wird der genehmigte Ausgang verweigert. Durch das Urteil wird er mit sofortiger Wirkung verlegt und landet schließlich doch dort, wo er nicht hinkommen wollte. Innerlich quälen ihn Gedanken, Gefühle und Erinnerungen. Er macht aus dem Gefängnis heraus Schluss mit seiner Lebensgefährtin und muss sich diesem Schmerz stellen, da es hinter den verschlossenen Türen kaum Möglichkeiten zur Ablenkung gibt. Natürlich gibt es sie, die Gruppenbildung, die Gewalt und die Einsamkeit, die einen erdrückt, das schlechte Essen – und manchmal lernt man auch, wie gut ein einfacher Apfel schmecken kann.

Ben Tewaag hat mit 313 einen fesselnden Roman geschrieben und eigene Erfahrungen verarbeitet. Wenn man das Hörbuch vorzieht, kann man den Autor selbst sein Buch vorlesen lassen. Manchmal hört man das Lachen in der Stimme, manchmal auch eine dunkle Erinnerung. Mit dem Vorlesestil muss man klarkommen, das sei dazu gesagt. Wer auf wahre Stories steht, kann an diesem Buch nicht vorbei.

Kommentieren0
1
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Ben Tewaag wurde am 27. April 1976 in München (Deutschland) geboren.

Community-Statistik

in 10 Bibliotheken

Worüber schreibt Ben Tewaag?

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks