Ben Wallace

 3.7 Sterne bei 10 Bewertungen

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Rezension zu "MAD JERRY - der postapokalyptische umherziehende Krieger: Abenteuer, Dystopie, Endzeit, Action" von Ben Wallace

Postapokalyptische umherziehende Krieger habenʼs nicht leicht
Frank1vor 7 Monaten

Klappentext:

Mad Max meets Monty Python …

Die postapokalyptische Welt ist gar nicht so schlimm. Sicher, es gibt Mutanten. Aber für die Menschen in New Hope besteht der tägliche Überlebenskampf nicht so sehr aus der Suche nach Nahrung oder Medizin, viel schwieriger ist es, neue Spieler für ihre Kickball-Teams zu finden.

Dies macht es einem postapokalyptischen Krieger nicht einfach, Arbeit zu finden. Gott sei Dank ist da eine Armee von Mördern und Brandschatzern auf dem Weg in die friedliche Stadt, um sie dem Erdboden gleichzumachen. Nur eine Handvoll ausgebildeter postapokalyptischer umherziehender Krieger kann sie aufhalten.

Gleich zwei haben ihre Dienste angeboten. Einer von ihnen ist eingeladen, zu helfen. Der andere wird zurück in die Einöde geschickt. Doch haben die Stadtbewohner die richtige Wahl getroffen? Werden sie gerettet werden? Und was hat es eigentlich mit den SSB's, den superschlauen Bären, auf sich?

Finden Sie es heraus, in MAD JERRY, einem rasanten Action- und Abenteuerroman, der in einer erschreckenden Zukunft spielt, die man allerdings nicht zu ernst nehmen sollte.

Fans von Terry Pratchett, Douglas Adams und Monty Python werden ihren Spaß an dieser Apokalypse haben.


Rezension:

Seit dem Fall nicht näher erläuterter Bomben vor 7 Jahren ist die amerikanische Zivilisation ins vor- bis frühindustrielle Zeitalter zurückgefallen. Während die großen Städte von Menschen verlassen wurden und jetzt die Heimat mutierter Wesen sind, leben die übriggebliebenen Menschen in den ländlichen Gegenden ein Leben, das dem des alten Wilden Westens nahekommt. Und dann gibt es da noch die rastlosen postapokalyptischen umherziehenden Krieger, die diesen Kleinstädten ihre Dienste anbieten. Allerdings wollen viele der Städte die Notwendigkeit dieser Hilfe nicht einsehen, denn sie wissen nur wenig von den umherziehenden, marodierenden Söldnertrupps, die sie bedrohen. Als dann zufällig gleich 2 postapokalyptische umherziehende Krieger ihre Dienste offerieren, hofft jeder der beiden, bleiben zu dürfen.

Ben Wallaceʼ Roman wirkt bei näherer Betrachtung nicht annähernd so karikatur- und parodiehaft, wie der Klappentext vermuten lassen könnte. Eine gesunde Portion Humor ist dem dystopischen Abenteuer trotzdem keinesfalls abzusprechen. Da sich die beiden ‚postapokalyptischen umherziehenden Krieger‘, die die Hauptcharaktere des Buches darstellen, ständig gegenseitig bezichtigen, nicht wirklich im Sinne der Orte, denen sie ihre Hilfe anbieten, zu wirken, steht lange Zeit die Frage im Raum, welcher beziehungsweise ob überhaupt einer von beiden eigene Interessen verfolgt. Mit der Einnahme ständig zwischen den beiden Protagonisten sowie weiterer Personen wechselnder Beobachterpositionen gelingt es dem Autor, die Handlung für den Leser beständig interessant zu halten. Insgesamt gesehen gelingt es ihm damit, einen unterhaltsamen Genre-Mix aus Endzeit-Drama, Abenteuer und Humor zu liefern, der Genre-Freunden empfohlen werden kann.


Fazit:

Diesem humorvollen Endzeit-Abenteuer gelingt es, Spannung mit Slapstick-Einlagen zu kombinieren.


- Blick ins Buch -

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Yoyomauss avatar

Rezension zu "Mad Jerry - Das Dilemma: Kurzgeschichte zum Roman" von Ben Wallace

Kann man schon einmal lesen, aber muss man nicht unbedingt. Nicht unbedingt aussagefähig.
Yoyomausvor 3 Jahren

Jerry lebt in einer postapokalyptischen Welt, wie man sie aus den "Mad Max-Filmen" kennt. Die Ordnung ist zusammen gebrochen, jeder kümmert sich um sich selbst, es gilt das Gesetz der Masse und des Stärkeren. Ehre und Ehrlichkeit kennen die Menschen nicht mehr, jeder ist sich selbst der Nächste. Die Menschen leiden Hunger, sie sind aggressiv, sie lechzen nach Showkämpfen. Jerry findet sich mitten in einem Tiefkühlraum wieder, aus dem es kein entrinnen zu geben scheint. Er ist angekettet un ihm gegenüber sitzt sein Mitgefangener. Für Jerry steht fest, dass er diesen Mann wohl oder übel umbringen muss, wenn er überleben möchte, auch wenn ihm das ganz und gar nicht gefällt. Doch je mehr er sich mit seinem Zellengenossen unterhält, desto mehr stellt er fest, dass der arme Junge auch kein Interesse am Töten hat, sondern lediglich mit heiler Haut davon kommen möchte. Jerry schlägt ihm vor, dass sie sich gegen einen Kampf wehren könnten, doch wird sich sein Mitinsasse an die Absprache halten oder flunkert er ihm nur etwas vor und auch sein Mitinsassen scheinen die gleichen Gedanken zu quälen. Was ist, wenn Jerry lügt? Definitiv befinden sich die beiden in einem Dilemma.


Da ich Mad Max mag und die Filme regelrecht gefressen habe, weil sie so schön absurd und abgedreht sind, war ich richtig begeistert, als ich diese Kurzgeschichte im kostenlos Tolino gefunden habe. Natürlich habe ich sie mir gleich herunter geladen und gelesen. Die Beschreibungen sind wirklich klasse und die eine oder andere Ansicht der beiden Insassen hätte ich so gar nicht erwartet. Auch die Atmosphäre war gut spürbar. Trotzdem hat mich das nichts aussagende Ende wirklich enttäuscht und lässt mich etwas ratlos zurück, weil sich für mich nun nicht erschließt, ob es sich lohnt diesen Roman zu kaufen oder eben nicht. Als Appetizer kann man diese Geschichte leider nicht ansehen - ich zumindest nicht, da hätte ich dann doch ein bisschen mehr erwartet, außer die Person gegenüber abschätzen und Moralpredigten halten. Ein wenig Action hätte durchaus noch aufkommen können. Aber das ist wie gesagt meine Ansicht, einem anderen gefällt diese Geschichte vielleicht sehr gut. Für Zwischendurch kann man die Geschichte durchaus lesen, man darf eben nicht so viel erwarten. Auch die Parodie hat mir leider sehr gefehlt. Zwar waren alle doch nicht so cool, wie sie hätten sein müssen, aber mir hat der gewisse Grad an Humor gefehlt. Deswegen nur drei von fünf Sternen.

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JanaOltersdorffs avatar

Rezension zu "MAD JERRY - der postapokalyptische umherziehende Krieger: Abenteuer, Dystopie, Endzeit, Action" von Ben Wallace

Vergesst Mad Max - jetzt kommt Mad Jerry!
JanaOltersdorffvor 4 Jahren

Bei "Mad Jerry" von Ben Wallace handelt es sich um ein besonderes Leckerli für all jene, die am liebsten von Endzeit, Weltuntergang und Ende der Menschheit lesen. Der Roman setzt genau da an, wo die Apokalypse quasi schon gelaufen ist: Vor sieben Jahren kam das Ende der Menschheit durch Bomben, chemische und biologische Waffen und manch weiteres Wunderwerk der Vernichtungstechnik, im Rahmen eines nicht näher beschriebenen, dafür weltweit wütenden und alles verheerenden Krieges über den Planeten.
Die wenigen Überlebenden versuchen seither, sich in Gruppen zusammenzutun, um gemeinsam zu überleben. Und weil sie nun einmal immer noch an die meisten der alten Werte glauben, gründen sie neue Gesellschaften und bauen neue Gemeinden, die irgendwie fast immer "New Hope" oder "Point Hope" heißen, auf jeden Fall immer gern was mit Hoffnung im Namen.
Aber da gibt es auch jene, die meinen, jetzt vollkommen auf Moral und Ehre verzichten zu dürfen. Die schmeißen sich in endzeitmäßige Outfits aus Reifenteilen und selbstgeklöppelten Kettenhemden, ziehen marodierend durchs Ödland, überfallen am liebsten ebenjene mühsam aufgebauten Siedlungen und nehmen sich, was sie brauchen, ohne vorher zu fragen. Da lassen sie lieber ihre Waffen sprechen.
Und dann gibt es noch solche wie Jerry. Fragt man ihn nach seiner Berufsbezeichnung, gibt er stets an: Postapokalyptischer umherziehender Krieger. Dumm nur, dass ihn in den Siedlungen, denen er seine Hilfe anbietet, niemand ernst nimmt und auch nicht braucht. Und so zieht "Mad Jerry" mit einer Hundedame namens Chewy in seinem hochgerüsteten Wohnmobil durchs Land und sucht nach seiner Bestimmung. Doch Jerry hat nicht umsonst alles über die Apokalypse und wie man sie überlebt, studiert. Als er im völlig zerstörten Ort Vita Nova auf die letzte Überlebende des Massakers trifft, weiß er, was zu tun ist.
Im Laufe der Handlung bekommt er es mit engstirnigen Endzeit-Bürokraten, tödlichem Eisenregen, Mutanten und - am allerschlimmsten - superschlauen Bären zu tun. Wird Jerry all diese Herausforderungen meistern? Wird er als strahlender Held in den Sonnenuntergang hinein oder von ihm weg reiten ... äh ... fahren? Kriegt er am Ende das Mädchen und wenn ja, welches? Oder fressen ihn vorher die superschlauen Bären? Und wann öffnet endlich wieder die McDonalds-Filiale?
Ihr merkt schon: In "Mad Jerry" geht es zwar äußerst rasant, aber nicht unbedingt immer bierernst zur Sache. Schon die legendäre Motivationsrede des postapokalyptischen umherziehenden Kriegers vor den Bewohnern von Eternal Hope (kurz vor dem Massaker von Eternal Hope) im Prolog zeigt, in welche Richtung sich die Geschichte bewegt. Keine Parodie im klassischen Sinne, aber dennoch ein aberwitziger, augenzwinkernder Schmöker mit jeder Menge schräger Figuren und alberner Szenen, die selbst aus der Apokalypse einen großen Spaß machen. Dabei nimmt der Autor seine Romanfiguren, allen voran den aufrichtigen Helden Jerry, stets ernst und lässt sie glaubhaft und liebenswürdig agieren. Und ebenfalls wichtig für Liebhaber des Genres: Weder Action noch Endzeithorror kommen zu kurz. Einige Szenen im Buch stehen den wilden Verfolgungsjagden aus "Mad Max" in nichts nach!

„Kaum jemand sieht das Gute in der Apokalypse.“
Dem kann ich nur zustimmen. Denn schließlich bietet so ein Weltuntergang jede Menge Möglichkeiten! Und Spaß.
"Mad Jerry" von Ben Wallace bekommt von mir fünf von fünf Punkten, überreicht vom einzig wahren postapokalyptischen umherziehenden Krieger.

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