Ben Winters Der letzte Polizist

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Inhaltsangabe zu „Der letzte Polizist“ von Ben Winters

Was würdest du tun, wenn die Welt untergeht? Ein Asteroid rast auf die Erde zu. In sechs Monaten wird er einschlagen. Und nichts kann ihn aufhalten. Im Angesicht der Apokalypse tun die meisten Menschen das, was sie schon immer tun wollten, sich aber nie getraut haben. Andere wenden sich dem Glauben zu. Wieder andere begehen Selbstmord. Aber niemand tut mehr seine Pflicht – bis auf Detective Hank Palace. Als sich ein vermeintlicher Suizid als Mord entpuppt, ist Hanks Neugierde geweckt: Wer macht sich kurz vor dem Ende der Welt noch die Mühe, jemanden umzubringen?

Die Stärke des Buches ist das toll ausgearbeitete apokalyptische Szenario. Der Mordfall ist nicht besonders spektakulär, aber solide.

— Jisbon
Jisbon

Auch im Angesicht der Apokalypse gibt ein Polizist Recht und Gerechtigkeit nicht auf - Armageddon's Cop kicks asses!

— progue
progue

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  • Solider Mordfall, interessantes apokalyptisches Szenario

    Der letzte Polizist
    Jisbon

    Jisbon

    16. April 2017 um 21:55

    "Der letzte Polizist" hat ein sehr interessantes Konzept. Ein Asteroid wird in wenigen Monaten auf die Erde treffen und es gibt nichts, was den Aufprall verhindern kann. Die Gesellschaft zerbricht immer mehr, Drogen werden vermehrt genutzt, es gibt zahlreiche Kündigungen, da die Menschen ihre Träume erfüllen wollen, und viele Selbstmorde. In diesem Setting legt der Autor nun den Fokus auf eine Mordermittlung, was ich sehr interessant fand. Die Welt ist sehr schön und detailliert ausgearbeitet und die Auswirkungen, die die nahende Katastrophe auf die Gesellschaft hat, sind realistisch und doch erschreckend. Vor allem, wie abgestumpft die Polizisten mittlerweile in Bezug auf die Suizide sind, zeigt klar und deutlich, wie viele dies als einzigen Ausweg angesehen haben. In Anbetracht dessen ist es verständlich, dass ein vermeintlicher weiterer Selbstmord für sie nichts besonders ist und sie es einfach abtun.Der Protagonist, Hank Palace, ist anders. Er brennt für seinen Beruf und will ihn so gut wie möglich erledigen, ungeachtet der Tatsache, dass es für viele andere keine Rolle mehr spielt. Als Charakter ist er ziemlich durchschnittlich, ein im Großen und Ganzen netter Kerl, für den seine Arbeit über alles geht und er nicht bereit ist, einen Fall einfach beiseite zu legen. Dabei war er stellenweise fast schon obsessiv und mir hat nicht immer gefallen, dass es ihm egal war, welche Konsequenzen sein Handeln haben könnte. Er war der Überzeugung, dass der Mord aufgeklärt werden müsste, komme was wolle, und obwohl ich diese Einstellung verstehen kann und seine Beharrlichkeit durchaus mochte, fand ich nicht gut, wie er alles andere beiseite geschoben hat. Am Ende stellt sich die Frage, ob all die Folgen es wert waren, dass der Fall gelöst wurde, und darauf gibt es keine klare Antwort.Der Fall an sich ist nicht besonders spektakulär, aber die Ermittlungsarbeit war solide und mir hat vor allem gefallen, dass der Autor sie benutzt hat, um dem Leser die Welt und die Informationen über den drohenden Weltuntergang nahezubringen. Man macht sich Gedanken, was man selbst in dieser Situation tun und wie man die letzten Monate nutzen würde, die man hat und das fand ich zugegebenermaßen interessanter als den Krimi-Aspekt, obwohl der keineswegs schlecht oder langweilig war.Das Buch bekommt von mir 3,5/5 Sternen und ich bin neugierig, wie es mit dem Asteroiden und der Welt weitergehen wird, weshalb ich den zweiten Teil auf jeden Fall lesen werde.

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  • Countdown zum Weltuntergang

    Der letzte Polizist
    StefanJacobasch

    StefanJacobasch

    27. August 2014 um 15:16

    In einem halben Jahr wird die Welt untergehen. Die letzten Monate bis dahin will Detective Hank Palace mit Mordermittlungen verbringen. Aber außer ihm gibt es nicht mehr viele, die das verstehen. Und ist nicht der Mord, den er sich vornimmt, eigentlich ein Selbstmord? Wer bringt schon noch kurz vor dem Ende der Welt absichtlich einen anderen Menschen um? Autor Ben Winters wagt hier einen interessanten Genre-Mix zwischen Krimi und Endzeit-Szenario. Riskant ist daran, die jeweiligen Fans des anderen Lagers nicht zufriedenzustellen. Mir hat der eher leise Ton und die sich vergleichsweise langsam aufbauende Geschichte gefallen; die Dialoge sind glaubwürdig, die Atmosphäre stimmt. Heyne sollte auch die beiden Folgebände ins Deutsche übertragen.

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  • Im Angesicht der Apokalypse

    Der letzte Polizist
    progue

    progue

    Ein Mordsbuch! Und das ist durchaus positiv gemeint, falls die fünf Sterne noch kein ausreichender Indikator gewesen sein sollten. Falls uns mal wirklich irgendwann der Himmel auf den Kopf stürzen sollte, werde ich mir dieses Buch noch einmal vornehmen und lesen und dabei hoffen, dass ich genauso stoisch und unerbittlich handeln und denken werde wie Henry Palace, die Hauptperson dieses Romans. Und wer ist Henry? Er ist Polizist - nicht gerade der letzte auf der Welt, wie der Titel versichert, aber durchaus einer der wenigen, die ihren Job noch ernst nehmen. Oder vielleicht tatsächlich der Letzte, der diesen Job noch ernst nimmt. Die meisten anderen Menschen sind nämlich eher damit beschäftigt zu resignieren oder ihre Löffelliste abzuhaken. Wie jetzt, ihr wisst nicht, was eine Löffelliste ist? Ich finde, jeder sollte sich eine erstellen, könnte ja jederzeit vorkommen, dass bekannt wird, dass innerhalb der nächsten sechs Monate ein Asteroid auf der Erde einschlägt und ziemlich viel Leben auslöscht. Jedenfalls ist die Löffelliste eine Liste der Dinge, die man noch zu tun gedenkt, bevor man nach dem Löffel greift. Einer dachte wohl, er könnte noch ein paar Leute umbringen und damit einen Punkt auf seiner Löffelliste streichen. Und sogar damit durchkommen. Doch nicht, solange Henry Palace noch Polizist ist. Denn Henry, der große, schlaksige Henry, genannt "Stretch", gerade 27 Jahre als und kaum anderthalb Jahre bei der Mordermittlung, kann einen zweifelhaften Selbstmord nicht ruhen lassen. Da können noch so viele Kollegen abwinken und sagen "Lass es sein", sich Staatsanwälte drüber lustig machen, er Ärger mit Gerichtsmedizinerinnen bekommen; da können sich Zeugen weigern, mit ihm zu sprechen, ihn an der Nase herumführen, versuchen, ihn umzubringen. Da kann ein Asteroid drohen, die Menschheit auszulöschen. Was er nicht auslöschen kann, ist Henrys Menschlichkeit, und die verlangt von ihm, dass er seinen Job macht, und dass er ihn verdammt noch einmal gut macht und dem Opfer Gerechtigkeit verschafft. Seit langer Zeit hat mich ein Buch nicht mehr so fesseln und mitnehmen können. Es liegt nicht allein an der originellen Grundidee - auch die auftauchenden Protagonisten wissen zu überzeugen. Dass Ben Winters es problemlos schafft, nicht nur Henry wie einen Ochsen immer wieder an der Nase herumzuführen - und dass trotz eines ausgezeichneten Gespürs und einer beneidenswerten Beobachtungsgabe -, sondern auch den Leser, schadet dabei überhaupt nicht, ganz im Gegenteil. Ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt. Und was ist dieses Buch jetzt? Ein Krimi? Eine Dystopie? Ach, ganz egal: Es ist lesenswert!

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    lord-byron

    lord-byron

    25. April 2014 um 22:11
  • Bodenständiger Pre-Endzeit Roman

    Der letzte Polizist
    reading-books

    reading-books

    03. December 2013 um 19:46

    Ein bisschen Endzeit und ein paar Gefühle. Ben Winters Roman ist eine gelungene Mischung aus dem Dystopie-Feeling der heutigen Zeit und den großen Gefühlen, wie wir sie aus Romanen kennen. Diese Mischung klingt im ersten Moment ungewöhnlich, doch sie funktioniert. Die Welt ist hart geworden aufgrund der bevorstehenden Apokalypse. Jeder denkt jetzt an sich, sein Leben und alles was er vielleicht noch erreichen wollte. Gleichzeitig gibt es aber auch viele Lügen, Betrügereien und andere Verbrechen. Ben Winters hat die mögliche Realität eines bevorstehenden Asteroideneinschlags und die Reaktion der Menschheit darauf erschreckend realistisch beschrieben. Er zeigt dabei vor allem die negativen Seiten, aber auch die Möglichkeit gerade in der schweren Zeit zu seinen Idealen zu stehen. Ich hatte mir einiges von diesem Buch erwartet und ich muss sagen ich bin nicht enttäuscht werden. Die Bodenständigkeit der Erzählung, der deutliche Hang zur Realität machen "Der letzte Polizist" zu einem gelungen Werk, dass ich jedem nur empfehlen kann.

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