Benedict Wells Vom Ende der Einsamkeit

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Inhaltsangabe zu „Vom Ende der Einsamkeit“ von Benedict Wells

'Eine schwierige Kindheit ist wie ein unsichtbarer Feind: Man weiß nie, wann er zuschlagen wird.'
Jules und seine beiden Geschwister wachsen behütet auf, bis ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben kommen. Als Erwachsene glauben sie, diesen Schicksalsschlag überwunden zu haben. Doch dann holt sie die Vergangenheit wieder ein.
Ein berührender Roman über das Überwinden von Verlust und Einsamkeit und über die Frage, was in einem Menschen unveränderlich ist. Und vor allem: eine große Liebesgeschichte.

Ein schönes Buch.

— Lovely90

Ein außergewöhnlich gelungener, berührender und fesselnder Familienroman.

— Schmiesen

Dieses Buch hat mein Herz in seinen Besitz genommen. Traurig und wunderschön zugleich. Ganz großer Autor!

— Aylinilya

Ein Buch voll mit allen Arten von Gefühlen. Es ist ergreifend traurig und gerade das macht es so schön!

— my_waterdrop

Wunderschön, tiefgründig & emotional

— stellette_reads

Ein schwermütiger Roman mit einer trüben Familiengeschichte

— Callso

So berührend, emotional und tiefsinnig.

— txnx

Schönes, poetisches Buch

— MariaAlexandra

Das Unveränderliche im Leben, die Liebe und der Verlust können nicht trefflicher formuliert werden.

— Jessy1189

Berührend, tiefsinnig, ein Meisterwerk!

— sunlight

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    Vom Ende der Einsamkeit

    Aylinilya

    01. October 2017 um 20:27

    Dieses Buch hat mein Herz in seinen Besitz genommen. Traurig und wunderschön zugleich. Ganz großer Autor!

  • Berührende Familiengeschichte

    Vom Ende der Einsamkeit

    Penelope1

    28. August 2017 um 23:11

    Inhalt: Als die Eltern bei einem Unfall ums Leben kommen, bricht für die drei Kinder Jules, Marty und Liz die Welt zusammen. Obwohl sie ins gleiche Internat kommen,  entfernen sie sich als Geschwister immer mehr...  zu sehr werden sie nun beeinflusst von ihren Mitschülern, ihren Erinnerungen an "alte Zeiten" , ihren Ängsten und Hoffnungen... Jeder versucht auf seine ganz eigene Art auf Weise, mit den neuen Lebensumständen zurechtzukommen und den Verlust zu verarbeiten. Ob und wie dies ihnen gelingt, zeigt der Verlauf der Erzählung... Aus der Perspektive von Jules, dem Erzähler der Geschichte, nimmt der Leser quasi teil am Lebenslauf der Waisen. Jules Schicksal wirkt dabei zunächst am eindrucksvollsten, da wir es aus nächster Nähe miterleben - seine Internatzeit, sein Verhältnis zu Mitschülern und zu einer besonderen Mitschülerin, seine Einsamkeit, sein Sehnen und seine Zurückgezogenheit, während wir Marty und Liz eigentlich nur zeitweise und aus Jules' Sichtweise erleben - und dennoch erahnen, wie sehr ihr Lebensweg und ihr Wesen sich verändert hat. Der Schreibstil mutet  - passend zum Schicksalsschlag und zum Seelenzustand der Protagonisten  - etwas düster und nüchtern an - und gleichzeitig so flüssig, dass ich das Buch innerhalb von nur zwei Abenden beendete. Immer wieder gibt es Rückblicke, Gedanken-Einblicke, die es ermöglichen, mitzufühlen. Man möchte helfen, trösten und spürt die Hoffnung. Irgendwie gelingt es B.  Wells nämlich auch immer wieder, positive Elemente und Gedanken einzubauen, die Hoffnung machen, die Lebensmut ausstrahlen und Auswege zeigen - ob man bzw. Jules und seine Geschwister sie nutzen, erfährt man, je weiter man in die Geschichte eintaucht und daher ist es kein Wunder, dass ich das Buch in nur zwei Abenden verschlungen habe.  Fazit: Der 33-jährige Autor Benedict Wells versteht es, den Leser in seinen Bann zu ziehen und "Vom Ende der Einsamkeit" hat mich nun sehr neugierig auf seine anderen Romane gemacht...

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  • Jahreshighlight

    Vom Ende der Einsamkeit

    AnnetteH

    20. August 2017 um 22:38

    »Vom Ende der Einsamkeit«von Benedict Wells Nach diesem Buch weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Es war unbeschreiblich schön, der Schreibstil ist atemberaubend. Die komplette Geschichte hat mich nicht mehr losgelassen. Es ist bemerkenswert, dass ein so junger Autor sich dermaßen wortgewandt ausdrücken kann. Das Auf und Ab der Gefühle ist bemerkenswert, die Protagonisten sind authentisch, und man kann sich sehr gut in ihr Leben hineinversetzen. Das Herz wird einem schwer beim Lesen, immerzu musste ich den hin und wieder aufkommenden Kloß im Hals runterschlucken. Ich werde diesmal nicht auf den Inhalt eingehen, jeder sollte für sich entscheiden, ob er es lesen möchte. Ich habe auch lange gebraucht, aber diejenigen, die es lesen werden, werden es nicht bereuen.Von mir5/5 Sterne

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  • Schade, wenn man mit den Personen nicht richtig warm wird...

    Vom Ende der Einsamkeit

    Callso

    14. August 2017 um 08:48

    Oh, dieses Buch hat mich sehr überrascht. Benedict Wells ist ein so erfolgreicher Autor, der zuletzt so starke Bücher veröffentlicht hat, umso mehr überraschte mich "Vom Ende der Einsamkeit". Mich hat der Roman weniger überzeugt. In diesem Familienroman geht es um zahlreiche Schicksalsschläge. Leider haben mich die Personen weniger gepackt, waren für mich wenig greifbar, beziehungsweise hatten so diffuse Charaktere, dass ich mich immer wieder gewundert habe.Gerade der Ich-Erzähler Jules ist eine Person, wo die Sympathiepunkte nicht so ausgeprägt waren. Er lässt sich nach dem frühen Tod der Eltern ziellos treiben. Beruflich unglücklich, privat zumeist ungebunden und verzweifelt auf der Suche, in Harmonie mit den Geschwistern auszukommen. Ein hohes Maß an Selbstmitleid, Trübsinn, Pessimismus. Und dann wird es doch noch ein Liebesroman - aber das Glück hält nicht lange an...Ein schwermütiger Roman - leider ein Buch, das mir nur bedingt gefallen hat

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  • Schönes, poetisches Buch

    Vom Ende der Einsamkeit

    MariaAlexandra

    03. August 2017 um 21:51

    Poetisch und tragisch mit glaubwürdigen Charakteren, die allesamt eine erstaunlich menschliche Entwicklung erfahren. Eine wirklich schöne Lektüre, die gut zu lesen ist. So richtig vom Hocker gehauen hat es mich dennoch nicht - vielleicht lags am Thema oder an der immens hohen Erwartung, die ich durch die ganzen Schwärmereien der Rezensenten hatte. Sowas triggert einen ja auch ... Trotzdem sehr zu empfehlen.

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  • Buchverlosung zu "Briefe an die grüne Fee" von Salih Jamal

    Briefe an die grüne Fee

    diewortklauberin

    Auf den Schwingen der grünen Fee Wie auch die einst berühmten Absinth-Trinker wie Ernest Hemingway, Edgar Allan Poe oder Oscar Wilde begibt sich der Ich-Erzähler in "Briefe an die grüne Fee" auf Sinnsuche und verhandelt die großen Fragen des Lebens, die die Menschen umtreiben: Liebe, Leidenschaft, Freiheit, Glück und Vergänglichkeit. Salih Jamal legt mit "Briefe an die grüne Fee" ein überzeugendes Debüt vor, das das Genre des Briefromans neu erfindet. Wir verlosen 25 Exemplare des Buches!Mehr über das BuchHoch über den Dächern der Stadt sitzt der Ich-Erzähler, bereit zum Sprung. In seiner Tasche: eine alte Pistole und Briefe an eine geheimnisvolle, devote Flamenco-Tänzerin, die er im Internet über ein Dating-Portal kennengelernt hat. In zwei zusammenlaufenden Handlungssträngen erzählt er von seiner Affäre und von den Menschen, die ihm begegneten. Er schildert seinen Blick auf die Welt, seinem Weg aus Leichtigkeit und Unbekümmertheit in die Fesseln der Verantwortung und dem Versuch, dieser Gewissenhaftigkeit zu entfliehen. Dabei sucht er melancholisch, wütend und fragend das Wesen der Liebe, um an den Kern der menschlichen Seele vorzudringen. In seinen Gedanken dealt er deshalb mit dem Teufel. Eine Geschichte aus lustigen, tragischen und unverschämten Anekdoten, erzählt in einer flapsigen und teilweise vulgären Sprache, und tiefgründigen, poetischen Gedanken über die Welt, in der Männer wie vergessene Turnbeutel in der Tinnef-Abteilung bei IKEA darauf warten abgeholt zu werden, oder in der versucht wird die Zeugen Jehovas an der Haustüre zu einem Dreier zu überreden."Ein Briefroman. Ein neuer Werther in einer neuen Zeit. Poetisch und vulgär." >> Hier geht's zur Leseprobe!Mehr zum AutorIch wurde weit entfernt von dort geboren, wo ich hingehörte. So suchte ich zeitlebens meinen Weg nach Hause und gleichzeitig hinfort. Ein langer, ungewisser und wohl unmöglicher Weg, der mich zu Jobs im Fast-Food-Restaurant, in die Herrenabteilung eines Modehauses auf der piekfeinen Düsseldorfer Königsallee, als Rosenverkäufer in Bordellen oder als Kurierfahrer, der das Kanzleramt belieferte, geführt hat. Neugierig geworden? Dann macht mit beim Gewinnspiel und sichert euch die Chance auf eines von 25 Exemplaren von "Briefe an die grüne Fee" von Salih Jamal! Klickt auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage:Welches Buch hat dich in diesem Jahr am meisten berührt?Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen.Viel Glück!Nicht verpassen!Unter allen Lesern, die bis zu 28.08. eine Rezension schreiben, werden zusätzlich 5 Tassen zu "Briefe an die grüne Fee" verlost!

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  • Ein einfühlsamer, absolut unkitschiger Roman

    Vom Ende der Einsamkeit

    BellaBender

    13. July 2017 um 15:24

    Benedict Wells' "Vom Ende der Einsamkeit" zu lesen, ist ungefähr so, wie wenn man mit einem guten Freund bei einem Glas Wein über das Leben redet: emotional, melancholisch, aber auch tröstend und hoffnungsspendend. Als Leser sieht man die Hauptfigur Jules nach dem Tod seiner Eltern einsam aufwachsen, als junger Erwachsener scheitern, sein Glück finden – und auch darum kämpfen, als er es zu verlieren droht. 

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  • Dieses Buch ist groß!

    Vom Ende der Einsamkeit

    Chiara92

    04. July 2017 um 20:01

    Benedict Wells erzählt ein ganzes Leben, von der Kindheit bis zum Erwachsen sein mit allem schönen, schlimmen, traurigen, dramatischem und alltäglichen was dazwischen liegt. Ich wollte alles wissen, jedes Detail. Bendict Wells hat eine Gabe. Zu erzählen, mehr wie ein Freund als ein großer Schriftsteller. Ich liebe dieses Buch.

  • Leider nicht mein Buch

    Vom Ende der Einsamkeit

    Lilli33

    30. June 2017 um 14:00

    Gebundene Ausgabe: 368 SeitenVerlag: Diogenes; Auflage: 10 (24. Februar 2016)Sprache: DeutschISBN-13: 978-3257069587Preis: 22,00€auch als Hörbuch erhältlichLeider nicht mein BuchNachdem „Vom Ende der Einsamkeit“ hoch gelobt wurde und ich auch bereits „Spinner“ und „Fast genial“ von Benedict Wells mit Genuss gelesen habe, dachte ich, ich könnte mit diesem Buch gar nichts falsch machen. Doch leider ist dem nicht so. Mit dem Anfang konnte der Autor mich noch für sein Werk interessieren. Hier lernen wir die deutsch-französische Familie Moreau kennen, die Eltern und die drei Kinder Marty, Liz und Jules. Als der Jüngste, Jules, aus dessen Perspektive erzählt wird, gerade einmal zehn Jahre alt ist, kommen die Eltern bei einem Autounfall ums Leben. Die drei Kinder müssen ins Internat, zwar in dasselbe, aber trotzdem verlieren sie sich dort vollkommen aus den Augen. Jeder ist auf sich allein gestellt und versucht auf seine ganz eigene Weise, mit dem Verlust und der Einsamkeit zurechtzukommen. Da Jules in der 1. Person erzählt, kommt man eigentlich nur ihm wirklich nahe. Die anderen Charaktere werden nur immer wieder am Rand gestreift. Das gefiel mir nicht so gut. Zuweilen wirkten speziell Marty und Liz ziemlich stereotyp. Zwar war mir Jules recht sympathisch, aber ich konnte vieles doch nicht nachvollziehen, was er machte. Er irrt durchs Leben, verliert seine Jugendfreundin, die ihm als Einzige Halt geben konnte und hadert immer wieder mit seinem Schicksal, bis ihm gegen Ende die Erleuchtung kommt:Noch stärker als meine Geschwister habe ich mich gefragt, wie sehr mich Ereignisse aus meiner Kindheit und Jugend bestimmt haben, und erst spät habe ich verstanden, dass in Wahrheit nur ich selbst der Architekt meiner Existenz bin. (S. 337)Die letzten ca. fünfzig Seiten konnten mich wirklich begeistern, doch die Stecke zwischen Anfang und Ende war anstrengend. Mit den vielen Zeitsprüngen (die Handlung deckt ca. dreißig Jahre ab) kam ich nicht gut klar. Zwar gibt es immer wieder Rückblicke auf das, was in den Lücken geschah, aber für mich war das zum Teil ein ziemliches Durcheinander und auch nicht immer spannend. Vieles ist vorhersehbar, vieles wird wiederholt, und so ziehen sich die Seiten unnötig. ★★★☆☆

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  • Über das Leben

    Vom Ende der Einsamkeit

    SandraR83

    27. May 2017 um 18:10

    Ein wunderbarer Roman voller Poesie und Weisheit. Benedict Wells zeigt auf, was Einsamkeit, Trauer und Glück für uns Menschen ausmachen. Unbedingt Taschentücher griffbereit haben!

  • Geniale Geschichte

    Vom Ende der Einsamkeit

    HEIDIZ

    28. April 2017 um 19:59

    Jules und seine beiden Geschwister Marty und Liz erleben eine wohlbehütete Kindheit, bis ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben kommen. Eigentlich sind die drei total verschieden. Als sie erwachsen sind, nach dem Unfalltod gehen die drei ihre eigenen Wege und verlieren sich aus den Augen, meinen sie, diesen Schicksalsschlag ihrer Kindheit überwunden zu haben. Jules ist zum Träumer geworden - er ist mit Alva befreundet, die allerdings recht geheimnisvoll dargestellt wird. Was verschweigt sie? Die Vergangenheit allerdings bringt alles wieder ins Wanken. Die Geschichte ist sehr emotional und berührend geschrieben und erzählt vom Überwinden von Verlusten, von Einsamkeit und stellt die Frage Frage, was in einem Menschen unveränderlich ist. Außerdem ist eine großartige Liebesgeschichte in die nachdenkliche Thematik eingebunden, alles ist perfekt miteinander verwoben, glanzvoll !!!!   Leseprobe: ========   "Bist zu glücklich?", fragte ich sie. Irritiert setzte sie den Kopfhörer ab. "Was?" "Ob du glücklich bist?" Alva schien erst ausweichen zu wollen ,und ich befürchtete schon, dass die Frage zu direkt war. Dann zuckte sie nur die Schultern ...   Dieses Buch des Autors ist das erste, welches ich von ihm gelesen habe. Es hat mich von der Art und Weise, wie Wells schreibt beeindruckt. Er versteht es, den Leser zu fesseln, auf ganz unnachahmliche Art und Weise. Hat mir echt gut gefallen. Ich fand die Handlung dicht und spannend, authentisch und lebendig vermittelt der Autor dem Leser ein Bild, welches glaubwürdig die Charaktere und Szenen schildert. Die Charaktere werden im Lauf der Handlung sehr gut innerhalb ihrer Entwicklung dargestellt. Auch die Szenen sind detailverliebt dargestellt - aber nur, wo man es sich als Leser wegen des besseren Verständnisses wünscht, ansonsten bringt Wells auf den Punkt, sodass keine langatmigen Passagen vorhanden sind, die dem Leser nicht gefallen könnte.   Man spürt, dass Wells sich mit der Hintergrundthematik seiner Geschichte beschäftigt und seine Charaktere verinnerlicht hat, das macht das Buch rundherum lesen- und glaubenswert !!!   Alles prima - vollste Leseempfehlung.

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  • Vertrieben aus dem Paradies

    Vom Ende der Einsamkeit

    Daphne1962

    25. April 2017 um 16:12

    „Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.“ (Jean Paul)Bei der Autorenlesung vor ein paar Monaten hat Benedict Wells aus seinem letzten Roman gelesen. Das fand ich allerdings etwas langweilig, hatte mich auch vorher nicht so wirklich mit seinen bereits veröffentlichten Büchern befasst. Nun habe ich das 3. Buch zur Hand genommen und bin einfach rein gezogen worden und komplett abgetaucht. Neben mir stand mein Tee und wurde kalt. 300 Seiten habe ich einfach mal eben so verschlungen. Ich hoffe, er schreibt gerade an einem neuen Buch.Jules und seine beiden Geschwister Liz und Marty verbringen eine behütete Kindheit in München. Die Sommerferien verbringen sie bei der Großmutter in Frankreich. Als ihre Eltern tödlich verunglücken kommen die Geschwister in ein Heim, jedoch werden sie in getrennten Gebäuden untergebracht. Sie haben schwer zu kämpfen mit dem Verlust, jeder auf seine Art und Weise. Immer weiter entfremden sie sich. Der stille Jules schließt langsam Freundschaft mit dem Mädchen Alva, die nur im Heim zur Schule geht. Liz fängt an zu rebellieren und Marty wird ein Computerfreak, der nur mit seinem Freund Toni abhängt. Erst als sie älter werden finden die 3 wieder zusammen und stützen sich gegenseitig. In der Zwischenzeit haben sie zahlreiche Lebenserfahrungen gemacht, gute wie schlechte und sie versuchen daraus zu reifen.Jules und Alva verlieren sich aus den Augen und treffen erst 15 Jahre später wieder aufeinander. Werden sie wieder zueinander finden? Die Geschichte um den russischen Autoren war sehr authentisch und bewegend. Gedächtnisverlust ist die Angst eines jeden Menschen.Poetisch und malerisch versteht es Benedict Wells zu erzählen. Seine Ideen scheinen in seinem Kopf nur so überzusprudeln und es war sicherlich nicht leicht, die richtigen Szenen herauszufiltern. Aber, was Einsamkeit und Verlust und Trauer bedeutet, kann mal als Leser hautnah miterleben. Ich möchte dieses Buch wärmstens empfehlen. Es ist in keiner Weise kitschig, sondern man hat das Gefühl, der Autor beschreibt selbst Erlebtes nieder. Was er aber selbst vehement abstreitet. Jetzt kann ich den hype um seine Bücher bestens verstehen. 

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  • Leserunde zu "Museum der Erinnerung" von Anna Stothard

    Museum der Erinnerung

    aba

    Manchmal können Erinnerungen gefährlich werden... Die Britin Cathy arbeitet in einem Museum, in dem sie ihre eigene Vergangenheit in einem Kabinett sorgfältig verwahrt hält. Eines Tages findet sie auf ihrem Schreibtisch ein mysteriöses Päckchen, dessen Inhalt ihre Existenz zu zerstören droht.Mit "Museum der Erinnerung" hat Anna Stothard einen feinen und hochspannenden Roman geschrieben, der an einem außergewöhnlichen Ort spielt: dem Museum für Naturkunde in Berlin. Bewerbt euch für diese besondere Leserunde, lasst euch von Cathy das Museum zeigen und vielleicht kommt ihr auch hinter ihr gut gehütetes Geheimnis...Zum InhaltCathy ist neun, als sie Jack kennenlernt. Sie verbringen einen unbeschwerten Sommer an der englischen Küste miteinander. Cathy ist einundzwanzig, als sie aus ihrem Zuhause und vor einem Mann flieht, der Rache mit Liebe verwechselt. Cathy ist fast dreißig, als dieser Mann sie findet und ihre sorgsam aufbewahrten Erinnerungen für immer zu zerstören droht.Zur AutorinAnna Stothard, geboren 1983 in London, wuchs in Washington, Peking und New York auf. Nach dem Abschluss in Englischer Literatur in Oxford bekam sie ein Stipendium des American Film Institute in Los Angeles, wo sie zwei Jahre Drehbuch studierte. Anna Stothard lebt zurzeit in London.Möchtet ihr mehr über den Inhalt des Päckchens erfahren? Was versteckt Cathy in diesem Kabinett im Museum?Wenn ihr neugierig geworden seid, solltet ihr euch für eins der 25 Exemplare von "Museum der Erinnerung", die wir zusammen mit Diogenes verlosen.Möchtet ihr euch über diesen besonderen Roman im Rahmen einer Leserunde austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben? Dann antwortet auf die Bewerbungsfrage über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* bis zum 23.04., um Testleser zu werden:Cathy findet ein mysteriöses Päckchen auf ihrem Schreibtisch.Und das passiert euch auch! Mit welchem Inhalt kann euch das Päckchen einen richtigen Schrecken einjagen?Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück! * Bitte beachtet vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.

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    • 1014
  • Eine der schönsten Liebesgeschichten, tiefgründig, in einer wunderbaren Sprache

    Vom Ende der Einsamkeit

    Federfee

    08. April 2017 um 09:36

    Ich bin immer vorsichtig mit Superlativen, aber ich darf ich wohl behaupten: es ist eine der schönsten Liebesgeschichten der neueren Literatur, auch eine über Geschwisterliebe und Zusammenhalt in der Familie. Es ist eine melancholische, traurige Geschichte mit tiefgründigen Gedanken über das Leben, Einsamkeit und Gemeinsamkeit und das alles in einer wunderbaren Sprache, leicht zu lesen, aber mit Gedanken, bei denen es sich lohnt, ihnen nachzuspüren."Ja, aber das Gegengift zu Einsamkeit ist nicht das wahllose Zusammensein mit irgendwelchen Leuten. Das Gegengift zu Einsamkeit ist Geborgenheit." S. 171Mir gefällt schon das am Anfang stehende Zitat von Fitzgerald, das den Leser einlädt, mit bis an den Rand des Abgrunds zu gehen, um einen Blick auf eine Geschichte zu werfen. So mag es mit vielen Büchern sein und so ist es auch mit dieser Geschichte:Drei sehr unterschiedliche Geschwister verlieren allzu früh ihre Eltern durch einen Unfall und müssen von da ab im Internat leben, zwar im gleichen, aber doch getrennt, nicht nur räumlich, sondern auch in ihrer Beziehung zueinander. Zu groß sind die Unterschiede in den Charakteren, die eine unterschiedliche Trauerbewältigung bedingen.Auch wenn es traurige Vorkommnisse gibt und über dem ganzen Buch ein Schleier der Melancholie zu liegen scheint, so hinterlässt das Ende doch einen versöhnlichen Nachgeschmack.Es ist ein Buch, das man gerne liest, auch wenn es manche vielleicht zu Tränen rühren wird. Es ist ein Buch mit Mehrwert, eines, über das man sich auch gerne nach dem Lesen noch Gedanken macht, die man mit eigenen Erfahrungen abgleichen kann.In meiner Chronologie sind noch einige Zitate nachzulesen, die mich beeindruckt haben: https://www.lovelybooks.de/bibliothek/Federfee/lesestatus/1445953518/

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    • 3
  • Nicht ganz so gut wie erwartet

    Vom Ende der Einsamkeit

    Superpapagei

    30. March 2017 um 17:21

    Ehrlich gesagt, ich bin schon etwas überrascht, wie dieses Buch gefeiert wird. (Oder ist es mehr ein Hype um den Autor?)Also, ich finde es nicht schlecht - aber ich finde es bei Weitem auch nicht so überragend wie viele andere Leser.Benedict Wells kann schreiben, ohne Frage. Und trotzdem hat mich dieses Buch kaum berührt. Ich habe keine Beziehung zu den Charakteren aufbauen können, sie bleiben seltsam leer und fremd, und ja, irgendwie deswegen auch langweilig. Ich würde das Buch grundsätzlich weiterempfehlen - es ist, wie gesagt, gut geschrieben, es liest sich leicht. Wenn es mich auch sprachlich nicht so begeistert hat wie andere Bücher.Allen, die Familien- und Entwicklungsromane mögen, kann ich das Buch empfehlen.Beschreiben würde ich das Buch in aller Kürze so: nett, gut geschrieben, schöne Geschichte, aber eben auch nicht mehr.

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