Benedikta zu Stolberg

 4.6 Sterne bei 7 Bewertungen

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Nach der Schafskälte

Nach der Schafskälte

 (7)
Erschienen am 02.10.2015

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Rezension zu "Nach der Schafskälte" von Benedikta zu Stolberg

Nach der Schafskälte
Booky-72vor 3 Jahren

Frauke Meyer, die Hauptprotagonistin des Romans beschließt an einem Tiefpunkt ihres Lebens, nach dem sie den Unfalltod ihres Mannes verkraften muss, ein freiwilliges soziales Jahr zu absolvieren. In Nordfriesland will sie für den Tierschutz arbeiten.

Keine leichte Aufgabe, gibt es doch in diesem Bereich viele schwarze Schafe, die die Gesetze nicht so ganz achten, wie es sein sollte.

Sehr viel Wahrheit wird hier aufgezeigt, auch mal ein bisschen zu sehr mit dem erhobenen Zeigefinger gegen den normalen Fleischverbraucher, aber vieles, was in dem Bereich der Massentierhaltung so abläuft, ist schon extrem.

Gut hat die Autorin die Spannung in der Geschichte durch einen Todesfall reingebracht, wodurch die verbissene Tierschützerin Frauke in Verdacht gerät.

Durch die Hauptaussage der Geschichte und die gute Spannung hat der Roman von mir 4 Sterne verdient.

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Rezension zu "Nach der Schafskälte" von Benedikta zu Stolberg

Massentierhaltung und ihre Folgen
mabuerelevor 3 Jahren

„...Das Meer spiegelte die Mittagssonne, unzählige Glanzlichter fügten sich auf seiner Oberfläche zu einem funkelnden Teppich...“

Frauke, 43 Jahre alt, ist seit einem Jahr Witwe. Ihr Mann Niko starb bei einem Autounfall. Seitdem lebt Frauke wie hinter einer Nebelwand. Ihr einziger Begleiter ist Leo, ihren Labrador. Die Kinder sind aus dem Haus und haben eigene Wege gefunden, um mit der Trauer umzugehen. Ihre Schwiegermutter Erika möchte sie aus ihrer Lethargie reißen und empfiehlt ihr, sich für den Bundesfreiwilligendienst zu melden. Frauke entscheidet sich, nach Nordfriesland zu gehen. Die Arbeit im Naturschutzgebiet könnte sie auf andere Gedanken bringen. Doch sie findet nicht die heile Welt, von der sie träumt.

Die Autorin hat anhand einer persönlichen Geschichte die Frage nach dem richtigen Umgang mit Tieren in den Mittelpunkt ihres Buches gestellt. Die gegensätzlichen Meinungen der Protagonisten regen zum Nachdenken an und fordert dazu auf, sich einen eigenen Standpunkt zu erarbeiten.

Die Protagonisten wurden gut charakterisiert. Über Frauke habe ich oben das Wichtigste gesagt. Ihr Betreuer in Husum ist der Ranger Hannes. Er lebt auf dem Hof seiner Frau. Doch die einzige Gemeinsamkeit, die sie noch haben, ist Sina, die Tochter der beiden. Aus Angst, von dem Kind getrennt zu werden, beugt sich Hannes den Launen seiner Frau. Das hat nicht nur für ihn ungeahnte Folgen.

Der Schriftstil des Buches lässt sich gut lesen. Für die Beschreibung von Land und Leuten findet die Autorin treffende Metapher, wie das obige Zitat zeigt. Ausführliche wird der Lehrgang dargestellt, den Frauke belegen muss. Es warten anspruchsvolle Aufgaben auf sie. Je mehr Frauke aber die Schattenseiten der idyllischen Gegend kennenlernt, die sich vor allem in der industriellen Landwirtschaft zeigen, um so mehr steigt ihre Verbitterung. Gut gefallen haben mir die Hhinweise und Verbindungen zu Storms „Schimmelreiter“. Fraukes innere Zerrissenheit, ihre Einsamkeit und Trauer werden sprachlich gekonnt wiedergegeben. Ein Stilmittel dazu sind die Dialoge mit Hannes. Nach und nach steigert sie sich in einen Absolutismus, der keine Kompromisse kennt. Bei der Beschreibung der Tierhaltung nimmt die Autorin kein Blatt vor den Mund. Deutlich und ohne Beschönigung werden die Zustände und Missstände angeprangert.

Besondere Stellen im Handlungsablauf sind die Rückblenden. Ein einschneidendes Erlebnis in Fraukes Kindheit sollte Folgen für ihr ganzes Leben haben. In der Ehe aber findet sie Halt und Erfüllung. Nun fühlt sie sich zu Hannes hingezogen.

Das Cover mit den Schaf auf der Wiese passt zum Thema.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein Buch, dass nicht nur für einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren tierischen Mitbewohnern auffordert, sondern auch für mehr Mitmenschlichkeit und Empathie wirbt. Die Worte von Fraukes Tochter, sie möge über den Tieren nicht die Menschen vergessen, zeigen, dass einseitiges Handeln nicht ohne Konsequenten für das persönliche Umfeld bleiben.

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Rezension zu "Nach der Schafskälte" von Benedikta zu Stolberg

Ein etwas anderer Regionalroman über Massentierhaltung und deren Folgen
Diana182vor 3 Jahren

Das Cover zeigt das gezeichnete Bild eines Schafes. Dieses Bild ist passend gewählt und macht zusammen mit dem Titel sehr neugierig. Auch der Klappentext verspricht hier eine etwas andere Geschichte und lädt zum Lesen ein


Aber erst einmal kurz zum Inhalt – die Buchbeschreibung:
Frauke Meyer kommt nach dem Tod ihres Mannes nach Nordfriesland, um ehrenamtlich im Naturschutz zu arbeiten und neue Pläne für ihr weiteres Leben zu entwerfen. Doch die Idylle trügt. Der zauberhaften Landschaft steht die Zerstörung durch den Raubbau des Menschen gegenüber. Frauke sieht den Leiden der Tiere in der industrialisierten Landwirtschaft nicht länger tatenlos zu und beginnt einen leidenschaftlichen Kampf gegen die Massentierhaltung und für die Rechte der Tiere. Doch der Versuch, den Landwirt Frerk Petersen zur Abkehr von seinen Stallerweiterungsplänen zu bewegen, eskaliert, der skrupellose Tierhalter verunglückt tödlich. Frauke fürchtet, für den Tod des Bauern zur Rechenschaft gezogen zu werden. Nachdem auch die begonnene Liebesbeziehung zu dem Ranger Hannes Persson zerbricht, verliert sie den Boden unter den Füßen und begibt sich auf eine Reise über das Meer - mit ungewissem Ausgang.

Nun zu Meinung:
Sie lesen gerne Regionalgeschichten, in denen ein erstzunehmendes Thema angesprochen wird, welches aber gekonnt in einer fiktiven Geschichte verpackt wird? Dann wird Ihnen dieses Buch gefallen!


Das Buch handelt von nichts anderem, als den Auswirkungen der heutigen Massentierhaltung und den damit verbundenen Problemen. Die Autorin schafft es aber gekonnt, den Leser hier an die Hand zu nehmen und ihm dieses Thema näher zu bringen, ohne direkt abzuschrecken.


Zusätzlich erzählt sie eine interessante, spannende Geschichte, die direkt bannt und ans Buch fesselt. So war diese Story in wenigen Tagen gelesen und ich konnte viele neue Erkenntnisse daraus gewinnen. Denn fast nebenbei lernt man auch noch etwas dazu und erfährt erschreckende Details der Tierzucht.


Was mir hier aber besonders gefallen hat, waren die wunderschönen, anschaulichen Darstellungen der Landschaft  Ostfrieslands. Ich hatte seht schnell eigene Bilder im Kopf und das Gefühl, direkt mit vor Ort zu sein und den Geschehnissen beizuwohnen.


Das Ende ist dann so gar nicht wie erwartet, aber in meinen Augen sehr passend gewählt. Ich mag es sehr, wenn Bücher und Geschichten nicht vorhersehbar sind und das trifft hier eindeutig zu.


Mein Fazit:
Ein etwas anderer Regionalroman mit einem ernsten Hintergrund.


Mir hat die Geschichte sehr gefallen und ich habe sie gerne verfolgt. Der flüssige und sehr schön detaillierte Schreibstil sorgen für ein spannendes Lesevergnügen, welches ich Interessierten dieser Thematik nur empfehlen kann.

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Frauke Meyer kommt nach dem Tod ihres Mannes als Ehrenamtlerin nach Nordfriesland, um im Naturschutz zu arbeiten und neue Pläne für ihr weiteres Leben zu machen. Doch die Idylle trügt. Der wunderschönen Landschaft steht die Zerstörung durch den Raubbau des Menschen gegenüber. Frauke kann den Leiden der Tiere in der industrialisierten Landwirtschaft nicht länger tatenlos zusehen und beginnt einen leidenschaftlichen Kampf gegen die Massentierhaltung und für die Rechte der Tiere. Der Versuch, den Landwirt Frerk Petersen zur Abkehr von seinen Stallerweiterungsplänen zu bewegen, eskaliert, der skrupellose Tierhalter verunglückt tödlich. Frauke fürchtet, für den Tod des Bauern zur Rechenschaft gezogen zu werden. Nachdem auch die gerade begonnene Liebesbeziehung zu dem Ranger Hannes Persson zerbricht, verliert sie den Boden unter den Füßen und begibt sich auf eine Reise über das Meer - mit ungewissem Ausgang.

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