Benet Brandreth

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Benet BrandrethThe Assassin of Verona (William Shakespeare Thriller 2)
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The Assassin of Verona (William Shakespeare Thriller 2)

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walli007s avatar

Im Geheimen lebt William Shakespeare in Venedig. Im Jahr 1586 tritt er dort als Assistent der englischen Botschaft auf. Er und zwei Freunde sind allerdings in großer Gefahr, denn sie kennen die Namen vieler katholischer Spione in England. Deshalb trachtet der Papst ihnen nach dem Leben. Shakespeare und seinen Freunden bleibt nichts anderes übrig als zu fliehen. In Verona lebt Aemelia, die Tochter des Herzogs. Sie ist eine freiheitsliebende Persönlichkeit, die es absolut nicht ausstehen kann, bevormundet zu werden. Und so ist die von ihrem Vater arrangierte Ehe mit Count Claudio überhaupt nicht nach ihrem Geschmack. Viel lieber mag sie ihren Cousin Valentine.


Bei „The Assassin of Verona“ handelt es sich um den Nachfolgeband zu „The Spy of Venice“. Zu Beginn des vorliegenden Bandes merkt man auch, dass es sich nicht um einen ersten Band handelt. Das Geschehen beginnt irgendwie mittendrin und so bedarf es einer ganzen Weile und einiger eigener Ermittlungen hinsichtlich des Lebens des großen Autors und des geschichtlichen Kontexts, um verstehen zu können, an welchem Punkt ungefähr die Story einsetzt. Zur kurzen Erläuterung: die Handlung ist angesiedelt in den sogenannten verlorenen Jahren Shakespeares, über die kaum etwas bekannt ist. In dieser Zeit der Herrschaft Elisabeth I versuchten die Katholiken die Herrschaft in England zurückzuerlangen. Im Original gelesen, kommt die shakespearische Sprache hinzu, die die Lektüre nicht unbedingt einfach macht, selbst wenn man seinen Shakespeare kennt. 


Erst nach und nach erschließt sich der Charme der Geschichte. Die tragische Liebe Shakespeares zu Isabella, die ihm sicherlich mehr als nur ein Gedicht oder Sonnet eingehaucht hat, Anklänge an Stücke, die man einmal gelesen hat, Namen, die Erinnerungen wecken. Selbst wenn einem Shakespeare mit englischen Original nicht so geläufig ist, lässt sich doch einiges wieder erkennen. Uns so verfolgt man Shakespeares Erlebnisse mit immer größerem Verständnis und ist schließlich gefesselt sowohl von der Geschichte als auch von dem fein ziselierten Gebrauch der Sprache. Der Autor kennt und versteht seinen Shakespeare und mit seinem Werk erfüllt er diese vorher erwähnten verlorenen Jahres wahrhaftig mit Leben, mit Inspiration für den späteren Stückeschreiber.


Eine tolle Romanidee, im Original für einen Nichtmuttersprachler allerdings nicht ganz einfach zu lesen. Sollte man auf der Suche nach einem größeren Publikum sein, bedürfte es sicherlich einer präzisen und kenntnisreichen Übersetzung.


3,5 Sterne

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Jashrins avatar

Rezension zu "The Assassin of Verona (William Shakespeare Thriller 2)" von Benet Brandreth

Shaekespeare auf gefährlicher Mission in Italien
Jashrinvor 9 Monaten

William Shakespeare und seine Freunde Oldcastle und Hemminges müssen 1586 aus Venedig fliehen, wenn ihnen ihr Leben lieb ist. Die Queen soll gestürzt werden und die drei hüten ein tödliches Geheimnis: die Namen der katholischen Verschwörer. Sie finden Zuflucht in Verona, doch auch dort ist die Gefahr nicht weit. Besonders Father Thornhill, ein Gesandter des neuen Papstes ist mit Vorsicht zu genießen. Mit allen Mitteln versucht er die strengen Ansichten und Regeln des Papstes durchzusetzen.

Die drei Engländer sind ihm ein Dorn im Auge, ebenso hat er es auf Aemelia, die Tochter des Herzogs abgesehen. Diese versucht mit allen Kräften ihre Affäre mit ihrem Cousin, einem mittellosen Dichter zu verheimlichen. Als Hemminges, Oldcastle und Shakespeare auf Aemelia treffen, verweben sich die ursprünglich einzelnen Handlungsstränge immer mehr.

Mit „The Assassin of Verona“ bringt Benet Brandreth bereits die zweite fiktive Erzählung rund um William Shakespeare. Spannend und gut durchdacht erzählt er eine Geschichte voller Intrigen und Machtgier, Liebe und purem Hass. Auch wenn es sich um eine frei erfundene Geschichte handelt, so hat sich der Autor nicht nur sehr gründlich dem großen Dichter auseinandergesetzt, auch die Zeit, in der das Geschehen seinen Lauf nimmt, und die Handlungsorte sind gut recherchiert.

Es hat mich sehr gefreut, dass William Shakespeare nicht einfach nur die Hauptfigur ist, gekonnt schafft es der Autor Anspielungen und Hinweise auf diverse Stücke von Shakespeare einzuflechten, unter anderem die Verkleidung einer Frau als Mann oder den Hinweis auf Sonett Nummer 18 im Epilog.

Auch der Aufbau des Buches gleicht einem Werk von Shakespeare. Zwar handelt es sich eine Prosaerzählung, dennoch ist das Buch in die klassischen fünf Akte aufgeteilt und eine Übersicht aller auftretenden Personen ist der Geschichte vorangestellt.

Der Schreibstil ist flüssig und hat mich nach einer gewissen Zeit gefesselt. Den Einstieg fand ich allerdings etwas mühsam. Nach dem Wettschwimmen zu Beginn des Buches, kam mir das weitere Geschehen erst einmal zäh und wenig interessant vor. So auch die erste Szene mit Aemilia und Valentine. Zum Glück hielt dieser Eindruck nicht allzu lange an und ich habe das restliche Buch genossen.

Mein Fazit: Für mich war dies das erste Buch aus der Feder von Benet Brandreth, doch ich bin sicher, dass es nicht das letzte bleibt. Ich weiß nicht, ob und wann nochmal ein neuer Shakespeare-Roman erscheint, doch es gibt ja mit „The Spy of Venice“ ja immer noch den ersten Teil :-)

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Geliss avatar

Rezension zu "The Assassin of Verona (William Shakespeare Thriller 2)" von Benet Brandreth

Shakespeare - im geheimen Auftrag in Italien
Gelisvor einem Jahr

Spannende, erfundene Geschichte um William Shakespeare, der sich hier in den Jahren 1585-86 unter falschem Namen in Italien aufhält, zuerst in Venedig, von wo er gar nicht mehr weg möchte, weil er sich in die schöne Kurtisane Isabella verliebt hat. Aber die Zeiten sind gefährlich, die Schergen des neuen Papstes sind unterwegs und wollen alles ausmerzen, was auch nur ansatzweise häretisch ist. Das sieht man auch im zweiten Erzählstrang, der in Verona spielt. Der päpstliche Scherge, der dort sein Unwesen treibt, macht unter anderem Aemilia, Tochter des Herzogs Leonardo, das Leben schwer, da sie in ihren mittellosen, dichtenden Cousin Valentine verliebt ist.

Shakespeare war zusammen mit John Hemminges und Nicholas Oldcastle nach Venedig gekommen, um dort die Namen derer auszuspionieren, die in England die Pläne des Papstes verfolgen. Oldcastle übernimmt dabei die Rolle des englischen Botschafters Sir Henry - der echte Sir Henry ist  auf der Reise umgekommen. Ein riskantes Unternehmen.

Später werden die beiden Handlungsstränge gekonnt miteinander verwoben und es gibt so manche Verwicklung und Intrige am Hof von Herzog Leonardo.

Mit dem Buch kann man in die Zeit von William Shakespeare eintauchen. Es ist, als wäre man inmitten eines seiner Stücke, mit dem Unterschied, dass sich die Sprache leichter lesen lässt - schließlich ist es eine Erzählung in Prosa und kein Theaterstück. Die Geschichte, die Figuren, die Lebensumstände sind sehr lebendig und authentisch beschrieben. Die spannenden Verwicklungen, die Liebesgeschichten, die Verkleidung einer Dame als Herr, die Intrigen, der Narr - alles typische Elemente aus Shakespeares Werken - finden sich in dieser Erzählung wieder. Außerdem bekommt William Shakespeare in dieser erfundenen Episode seines Lebens einige Anregungen, z.B. für sein Stück "Viel Lärm um nichts" oder für seine Sonette. Der Bezug zu Shakespeare war für mich ein besonderes Lesevergnügen.

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