Benjamin Constable

 3.6 Sterne bei 118 Bewertungen

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Die drei Leben der Tomomi Ishikawa

Die drei Leben der Tomomi Ishikawa

 (117)
Erschienen am 16.09.2013
Three Lives of Tomomi Ishikawa

Three Lives of Tomomi Ishikawa

 (1)
Erschienen am 01.07.2011

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Rezension zu "Die drei Leben der Tomomi Ishikawa" von Benjamin Constable

Rätselhaft, aber irgendwie gut
Teewurstvor 4 Monaten

"Die drei Leben der Tomomi Ishikawa" hinterlassen mich etwas konfus. Eins kann ich aber sagen: So ein Buch habe ich noch nie gelesen. Ben Constable ist Autor, kommt aber nicht recht voran. "Ich würde gern ein Buch schreiben, in dem du und ich die Hauptfiguren sind. (...) Unsere Realität ist spannender als jeder Roman", sagt er zu seiner Freundin Tomomi Ishikawa, auch Butterfly genannt. Dann bekommt Ben einen Brief von Tomomi. Sie werde sich umgebracht haben, teilt sie ihm wortreich mit. Und hinterlässt ihrem Freund ein Abenteuer in Form einer Schnitzeljagd, die den Engländer Ben durch Paris und New York, aber vor allem in Tomomis Vergangenheit führt. Die ist zwielichtig, denn die junge Japanerin outet sich in Notizbuchform als Mörderin. Außerdem schreibt sie Ben E-Mails. 

E-Mails von einer Toten? Darüber wundert sich auch die sympathische Hauptfigur, die übrigens genauso heißt wie der Autor des Buches.

Schockierend, verwirrend, witzig, spannend – gemeinsam mit Ben fragt man sich als Leser, ob die Geständnisse nicht nur Tomomis Fantasie entsprungen sind. Und auch Ben ist nicht unbedingt zu trauen – immerhin begleitet ihn eine imaginäre Katze. Und er kann sich keine Gesichter merken. Das Buch spielt mit Erwartungen, bricht mit Bewährtem, birgt immer wieder Überraschungen. Nicht zuletzt weil der Schreibstil sehr angenehm, manchmal gar poetisch ist, (auch wenn mich Tomomis erzählerische Ausschweifungen dann und wann etwas genervt haben), habe ich dieses ungewöhnliche Leseabenteuer gemocht. Das Ende ist rätselhaft und hallt nach – ich komme wohl nicht umhin, dieses Buch noch einmal zu lesen. Irgendwann, wenn ich wieder bereit für diese verwirrende, aber unterhaltsame und spannende Geschichte in der Geschichte in der Geschichte bin.

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Rezension zu "Die drei Leben der Tomomi Ishikawa" von Benjamin Constable

Eine Reise
Buchgespenstvor 2 Jahren

Als Ben die Nachricht seiner Freundin Tomomi bekommt, ist sie bereits tot. Sie hat sich umgebracht und er zweifelt daran, ob er sie je kannte. Sie hat ihren Tod gut vorbereitet und schickt ihn auf eine Reise durch ihr Leben. Briefe und Notizbücher weisen ihn quer durch ihr Leben. Von Paris bis New York führt ihn der Weg – immer bemüht zu verstehen, immer mehr im Zweifel was Fiktion und was Realität ist bis er sogar den Tod selbst in Frage stellt.

Das Buch hat mich nicht ansprechen können. Obwohl es gut geschrieben ist, konnte ich keine Sympathie für die Charaktere aufbringen. Je weiter die Geschichte voranschreitet desto verwirrender und unsympathischer wurde sie mir. Sie hat dazu keinerlei Aussage, keinen Sinn und das konnte nicht einmal das Ende irgendwie retten. Sehr schade, ich habe mir mehr erhofft.

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A

Rezension zu "Die drei Leben der Tomomi Ishikawa" von Benjamin Constable

Die etwas andere Schnitzeljagd um eine besondere Freundschaft
AKRDvor 3 Jahren

Ich habe mich – wie schon beim Lesen der Leseprobe – das Buch hindurch immer wieder mal gefragt, wie ich in bestimmten Situationen reagiert hätte oder reagieren würde, wenn ich an Ben Constable´s Stelle wäre; also habe ich das Buch aus der männlichen Sicht heraus gelesen. Das fällt bei diesem Buch ja nun auch leicht, zugegeben, weil aus Ben´s Sicht erzählt wird. Was ich damit sagen wollte, ist, dass ich mich in Ben gut hineinversetzen konnte und fast das Gefühl hatte, ich bin unterwegs und nicht er.

Die Verwirrung der Leseprobe setzte sich mit dem Buch fort. Allein die imaginäre Katze ist herrlich geschrieben, aber eben „strange“ und auch die Geschichte an sich ist nichts für Leser, die vollends über alles aufgeklärt werden möchten, denn es bleibt doch etwas offen am Ende.

Das Buch ist spannend, erzählt von einer tollen Freundschaft und sehr interessanten Charakteren, so dass es Liebhaber der verschiedensten Genres ansprechen dürfte. Es lässt sich meiner Meinung nach auch in kein Genre komplett und alleinig einordnen, wie das ja oft bei ganz besonderen Büchern der Fall ist.

Der Schreibstil ist sehr ausgefeilt und schön, so dass man sich regelrecht darin verlieren kann, wenn man sich einmal daran gewöhnt hat. Mir hat das gut gefallen, auch wenn ich hier mehr Zeit und Ruhe zum Lesen brauchte, aber das ist bei besonderen Büchern immer so: die bestimmen ihr eigenes Tempo und alles, was man tun kann, ist sich zu fügen. Das habe ich hier umso lieber getan, da das Buch wirklich ein Highlight in 2013 war und ich hoffe, dass es noch viele neugierige Leser erleben wird ! Ich bin jedenfalls sehr dankbar, dass ich dieses tolle Buch vorablesen durfte !

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