Benjamin Faerber Totenglocke: Horrorthriller

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Inhaltsangabe zu „Totenglocke: Horrorthriller“ von Benjamin Faerber

Gut zu lesende Feierabendlektüre aber ohne Gänsehauteffekt

— bs1958
bs1958
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    Totenglocke: Horrorthriller
    bs1958

    bs1958

    02. November 2013 um 00:20

    Im Prolog begleiten wir Ted, der aufgeregt seine Freundin in Glendale sucht, nachdem er den dunklen Glockenschlag gehört hat. Wie nicht anders zu erwarten in einem Horrorthriller, findet er sie bestialisch verstümmelt in der Scheune, die für die Liebenden der heimliche Treffpunkt war. Von Ted lesen wir dann sehr lange nichts mehr. Jetzt kommt unser Hauptprotagonist ins Spiel. Der fast mittellose freie Journalist Joshua Rider macht sich auf den Weg in das kleine Nest Glendale in Nebraska. Seine Recherchen haben ergeben, dass in diesem Ort immer wieder Menschen im Monat Oktober verschwinden. Nicht nur Einzelpersonen, sondern auch ganze Familien. Dieser Sache will er auf den Grund gehen und erhofft sich dann natürlich den Pulitzerpreis dafür. Er checkt für seine geheimen "Enthüllungsarbeiten" im einzigen "Hotel" in Glendale ein, dem Rosie's Inn. Doch leider hat er weder dort noch im ganzen Ort eine Verbindung zur Außenwelt, Glendale samt Umgebung steckt in einem riesigen Funkloch. Wir lernen den alten Jonathan Salomon, einen Witwer, kennen. Jener versucht in einer gut vorbereiteten "Nacht-und-Nebel-Aktion" aus Glendale zu verschwinden. Durch den nächtlichen Glockenton den angeblich nur er gehört hat, macht er sich auf die Suche nach dem Ursprung dieses einzelnen Tones. Er findet ein total zerstörtes Kloster zu dem ein Brunnen gehört, der fast bis oben mit Sand und Steinen gefüllt ist. Aus diesem strömte Joshua eine eisige Kälte entgegen. Na ja, so richtig gruselig finde ich das jetzt noch nicht. Bei seiner Rückkehr in den Ort beobachtet er eine Beerdigung, als er später seinen Rundgang auf eben diesem macht stellen wir fest, dass er genau einen Tag nach dem Tod von Ted's Freundin angereist ist. Seine weiteren Nachforschungen lassen ihn auf mehrere von Nebel umwogte, wirklich schaurige Gestalten treffen. Er traut seinen Augen kaum, doch bevor ihn diese Gestalten erreichen erklingt wieder die Glocke und der ganze Spuk ist vorbei. Sein Glück ist nur von kurzer Dauer, er wird von den Dorfbewohnern gefangen genommen im Keller des Rosie's Inn eingesperrt. Welche Rolle spielt wohl Rosie in dieser Geschichte? Was hat es mit der makaberen Liste auf sich, die in Glendale geführt wird? Warum ist der Brunnen vom Kloster ein Massengrab? Dann gibt es sogar noch ein ominöses Buch mit goldenem Einband und einer Verzierung aus Edelsteinen was hat es damit auf sich? Das alles verrate ich Euch selbstverständlich nicht. Ich wünsche aber viel Spaß beim Herausfinden. Dies ist eine kleine, nette "Horrorgeschichte", die man leicht an einem Abend durchlesen kann, so wie ich es bei der großen Halloween-Lesenacht 2013 bei LovelyBooks gemacht habe. Die Geschichte ist stimmig, seine Beschreibungen der Orte und Personen sind gut und ausreichend, sie unterbrechen den Lesefluss in keinster Weise. Eine gewisse Spannung hat das Buch, aber meiner ganz persönlichen Meinung nach, erreicht es das Thriller-Niveau nicht. Der Horroreffekt, wie Gänsehaut, aufgestellte Nackenhaare, Atem anhalten etc., hat sich zu meinem Bedauern nicht eingestellt. Mein Fazit: Eine unterhaltsame Feierabendlektüre. Benjamin Faerber ist auf einem guten Weg, muss aber noch einiges dazulernen um den Aufstieg zu schaffen.

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