Benjamin Kunkel Unentschlossen

(66)

Lovelybooks Bewertung

  • 92 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 3 Leser
  • 6 Rezensionen
(6)
(23)
(23)
(12)
(2)

Inhaltsangabe zu „Unentschlossen“ von Benjamin Kunkel

Unentschlossen ist der 28-jährige Dwight, und zwar chronisch, dabei stehen eine Menge Entscheidungen an: Er hat seinen Job beim Pharmakonzern Pfizer verloren, ob das mit Vaneetha etwas Ernstes ist, weiß er nicht, und selbst an der Kasse des Supermarktes wird er vor die Wahl gestellt zwischen Plastik- und Papiertüten. Laut Dwights Lieblingsphilosophen Otto Knittel ist Hinauszögern der Ersatz für Unsterblichkeit. Doch bald schlägt sein Mitbewohner Dan vor, Dwight solle sich als Proband für 'Abulinix' zur Verfügung stellen, ein neues Mittel gegen Unentschlossenheit und womöglich die Lösung aller Probleme.

Witzig und pointiert, sprachlich ein Genuß.

— rallus
rallus

Bisweilen steile Bilderund konstvolle Formulierungen, das schon. Aber Abulinix ist ein erzählerischer Witz ohne Pointe; der Potagonist nervt

— Beust
Beust

Das Ende ist doch eher ernüchternd ...

— M1rco
M1rco

Stöbern in Romane

In einem anderen Licht

Wie viel gutes muss man tun, um Vergangenes wieder gut zu machen? - Eine bewegende Geschichte über Verrat und Trauer

lillylena

Töte mich

skurriles, humorvolles und literarisches Meisterwerk, ich kann es nur weiterempfehlen.

claudi-1963

Das saphirblaue Zimmer

Ein weiteres Jahreshighlight: spannend, geheimnisvoll und verwirrend - eine sehr komplexe Familiengeschichte. Für alle Fans von Teresa Simon

hasirasi2

Macadam oder Das Mädchen von Nr. 12

Macadam ist ein eine Sammlung von 11 berührenden Geschichten. Jede Geschichte handelt von einem anderen menschlichen Schicksal.

Die_Zeilenfluesterin

Acht Berge

Tolles Buch mit wunderschönen Worten geschrieben.

carathis

QualityLand

Kurzweilige Zukunftssatire

dowi333

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Die Freude keine Entscheidung zu tätigen

    Unentschlossen
    rallus

    rallus

    18. October 2016 um 16:30

    "Ich schätze, sein oder nicht sein ist die Frage. Damit hatte keiner gerechnet. Aber offenbar ist für manche Leute die Entscheidung, alles zu beenden, die erste wichtige Entscheidung ihres Lebens. Natürlich auch die letzte."Dwight ist Ende 20 und furchtbar unentschlössen. Als Student der Philosophie hat er sicher eine Erklärung. "Unentschlossen zu sein, ist der Ersatz für die eigene Unsterblichkeit.", So ein bekannter Philosoph.Dwight ist beliebt und organisiert die nächste Abschluß-Collgeparty. Nachdem die Collegeschönheit und Exfreundin Natasha ihm antwortet, dass sie kommt - oder nicht, erkennt er darin eine Geistesgemeinschaft und möchte sofort zu ihr nach Ecuador reisen.Dort angekommen trifft er Natasha und Brigid, verliert Natasha sofort wieder und macht sich mit Brigid durch den Dschungel um mit ihr über die Konsumgesellschaft und die allgemeine Unentschlossenheit der Menschheit zu diskutieren."Überleg dir wie du dich in einer Konsumgesellschaft fühlst, in der man dich ständig um kleine Mengen von Wünschen bittet und sie vergeudet, so dass du nie genug Leidenschaft für eine einzige Sache aufsparen kannst."Dwight hat vor der Reise eine Medizin gegen seine Unentschlossenheit bekommen. Abulinix soll ihn heilen. Im Dschungel spürt er schon die ersten Resultate!"Als wir in der Abenddämmerung in Banos ankamen, stürmte ich in die Hombres Toilette an der Bushaltestelle und pinkelte mit mächtigem Strahl in das stinkende Pissoir. Es tat unheimlich gut, den leidenden Inhalt meiner Blase freizulassen. Dann wich meine Qual einem halben Glücksgefühl, und ich überlegte, wie gern ich doch pinkelte, und eigentlich auch nieste, schiss, Ohrenschmalz aus den Ohren oder Rotz aus der Nase popelte, ejakulierte oder spuckte, und wie gern ich mich sogar übergab, wenn mir schlecht war - all diese Dinge. Vielleicht wurde ich nie ein kluger und entschiedener Mensch, aber wenigstens lag ein ganzes Leben des Ausscheidens und anderweitigen Entsorgens vor mir, und wie konnte ich mit der Aussicht auf diesen kostenlosen , moralisch wertfreien und im Übermaß vorhandenen Genuss mein widerliches Leben auf Erden jemals bedauern? Ich bin das Gift in mir, dachte ich, und es ist herrlich, es loszuwerden."Unentschlossen war im Jahre 2007 DER Debütroman aus Amerika. Unentschlossen ist sicher witzig, in manchen Situationen auf den Punkt gebracht und sprachlich rasant. Was der Roman nicht ist, ist eine Gesellschaftskritik. Zu unscharf sind die Kritiken und zu sehr ironisiert in die Witzwatte verpackt, als dass man sie greifen oder ernst nehmen kann.Wenn man sich davon befreit mehr in diesem Buch zu sehen, erlebt man ein herrliches Leseerlebnis, mit sehr schönen pointierten Seitenhieben auf die amerikanische Gesellschaft. Einfach ein Buch was durch seine Sprache Lust aufs Lesen macht.

    Mehr
  • Rezension zu "unentschlossen" von Benjamin Kunkel

    Unentschlossen
    Holden

    Holden

    Mitreißendes Buch, das poltisch eindeutig Stellung bezieht. Warum hört man eigentlich nichts mehr von Kunkel?

    • 2
  • Rezension zu "unentschlossen" von Benjamin Kunkel

    Unentschlossen
    Marcus_Krug

    Marcus_Krug

    22. May 2012 um 09:57

    Ich denke, dass das vorliegende Buch so ca. vier Jahre im Regal stand, bis ich es nun endlich gelesen habe. Ich war, wie der Titel des Buches von Benjamin Kunkel , unentschlossen. Was hatte ich von einem Buch zu erwarten, was einen solchen Titel trägt? Und warum war es wieder eines dieser Shootingstarbücher. Der Geheimtipp aus New York, las ich da des öfteren im Netz, um mich so ein bisschen für das Buch zu erwärmen. Im Buch geht es um Dwight Bell Wilmerding, der, wie der Titel unschwer vermuten läßt, an Unentschlossenheit bzw. Entscheidungsunfähigkeit leidet. Er dümpelt also im New York um die Zeit vor und nach 9/11 herum und verliert seinen Job. Trotz seiner Unfähigkeit Entscheidungen zu treffen, nimmt er eine Einladung einer Freundin an und besucht diese in Ecuador. So kommt die schwerfällige und hanebüchene Geschichte mehr oder weniger in Gang. Dwight verliert währenddessen seine - des öfteren als äußerst üppig beschriebene - Körperbehaarung, lernt eine argentinische Belgierin kennen, derentwegen er zum Sozialisten wird, einem demokratischen Sozialisten versteht sich, alles andere wäre ja unzeitgemäß. Und dann auch noch ein verschwurbeltes Happyend, auch äußerst kontemporär und dem Titel des Buches verpflichtet. Die auf dem Schutzumschlag abgedruckten und dem Buch zugeschriebenen Eigenschaften möchte ich keineswegs in Frage stellen. So war das Buch sehr bemüht intelligent, raffiniert und nicht selten komisch zu sein. Doch was die Glaubwürdigkeit angeht, krankt es ein wenig. Die Verbindung der einzelnen Passagen gelingt nur bedingt und wirkt an den Haaren herbeigezogen. Auch die philosophischen Exkurse, die eigentlich selten unintelligent sind, werden durch verwirrende Schachtelsätze getrübt, denen der Eindruck anhaftet, dass selbst der Autor bisweilen den Faden verloren zu haben schien. Trotz der netten Unterhaltung, die das Buch zweifelsohne bietet, hat man permanent das Gefühl etwas unfertiges (in einer sumpfigen Ebene Boliviens hastig zusammengeschustertes) zu lesen. Nur bedingt zu empfehlen.

    Mehr
  • Rezension zu "Unentschlossen" von Benjamin Kunkel

    Unentschlossen
    Saari

    Saari

    24. March 2012 um 08:54

    Unentschlossen, Benjamin Kunkels erster Roman, ist sehr intelligent geschrieben. Dahingehend wird der Leser auch ziemlich gut unterhalten, fühlt sich gefordert. Es macht viel Spaß, den innereren Gedankengängen des Hauptprotagonisten Dwight zu folgen und ihn erst durch New York, dann durch Ecuador zu begleiten. Dieses Buch ist ein hervorragendes Debut und auch die Tatsache, dass Kunkel beim Schreiben erst 24 war, ist erstaunlich. Leider bin ich nicht restlos überzeugt. Mir war die ganze Geschichte an vielen Stellen viel zu undurchsichtig und verwirrend. Das dämmte das Lesevergnügen doch stark ein und ich kann keine uneingeschränkte Leseempfehlung geben.

    Mehr
  • Rezension zu "unentschlossen" von Benjamin Kunkel

    Unentschlossen
    Clari

    Clari

    17. June 2010 um 18:35

    Benjamin Kunkel gilt als neuer Shootingstar der New Yorker Literaturszene. Erst 28 Jahre alt, hat er im vergangenen Jahr seinen ersten Roman vorgelegt, der ihm sogleich die Begeisterung und Zustimmung seiner LeserInnen einbrachte. In einer unglaublich witzigen, teils komischen, immer aber sprühend vor Ideen und Geistesblitzen erleuchteten Darstellung, erzählt er uns die Geschichte von Dwight Wilmerding. Dwight ist gleichaltrig mit dem Autor. Er wohnt in New York in einer WG, arbeitet bei einem Pharmaunternehmen und steht kurz vor der Entlassung. Ursprünglich hatte er Philosophie studiert. Er ist ein Looser - oder Hangertyp, einer, der vor sich hintrödelnd seinen philosophischen Gedanken über das Leben, insbesondere das eigene, nachhängt. In Anlehnung an den Philosophen Heidegger hat er einen Gedankenspender, Otto Knittel, bei dem er über den Gebrauch der Freiheit zu seinen Nachdenklichkeiten gelangt. Daneben entdeckt er den Begriff für die Krankheit Indecision, einen mit dem Ausdruck Unentschlossen nicht ausreichend gekennzeichneten Begriff für Entscheidungsunfähigkeit. Ein Freund bringt ihn auf die Idee, sich als Proband für das Mittel Abulinix zur Verfügung zu stellen, ein Mittel gegen eben jene Unentschlossenheit. Er entschließt sich, vor einem geplanten Klassentreffen nach Ecuador zu fliegen, um seine Klassenkameradin Natascha zu treffen, die er sehr mochte. Schließlich landet er mit einer Freundin von Natascha im Dschungel von Ecuador und beginnt eine abenteuerliche Selbstfindungsreise. Es sind eine Menge Verwicklungen, denen er sich ausgesetzt sieht. Z.T. macht er seine Erfahrungen unter Drogen. Eine inzestuöse und schwierige Liebe zu seiner Schwester, eine eher kumpelhafte zum Vater und zu der ausgeflippten Mutter runden das Durcheinander seines Lebens und das Bild seiner Herkunft ab. In einem unentwegten Gedankenstrom beobachtet er sich und die Mitwelt. Seine Beobachtungen sind höchst amüsant und geistreich. Der philosophische Höhepunkt der Einsichten gipfelt schließlich in der Erkenntnis, sich der eigenen Mittelmäßigkeit zu stellen. Es gibt nach allerhand Abenteuern sogar ein fröhliches Happyend. Zwar ist dieser Dwight ein Neurotiker. Die Erzählung aber ist leicht und unbeschwert. Beruf, Reisen, Wohnungs -und Geldprobleme: für alles gibt es Dank der Jugend von Dwight eine Lösung. Diese Leichtigkeit und dieses In – den - Tag –hinein - Agieren neben den tiefsinnigen Gedanken über das Leben, die Eltern, die Schwester und viele andere machen das Buch äußerst liebens - und lesenswert. Mich hat die Gedankenfülle und der Sprachreichtum begeistert. Ich kann das Buch nur jedem jungen und jung gebliebenen Leser empfehlen!

    Mehr
  • Rezension zu "unentschlossen" von Benjamin Kunkel

    Unentschlossen
    Tsuki

    Tsuki

    26. May 2008 um 13:48

    Allerdings nur den Anfang... Ich konnte mich einfach nicht motivieren, weiterzulesen. Obs einfach im Moment nicht passt, oder echt so langweilig ist weiß ich nicht :)