Der Schatten des Golem

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Anke_Ackermanns avatar

Eine äußerst gelungene Umsetzung dieses Stoffes, nicht zuletzt durch die Illustrationen von Lacombe. Für jeden!

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Egal wie oft man sich die Bilder anschaut, man entdeckt immer wieder ein neues Detail. Es ist jedesmal ein Erlebnis.

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Inhaltsangabe zu "Der Schatten des Golem"

In den dunklen Zeiten der Judenverfolgung des 18. Jahrhunderts erschafft der gelehrte Prager Rabbi Löw ein Wesen, das die Juden der Stadt verteidigen soll. Das Mädchen Zelmira kann aus ihrem Versteck die seltsame Zeremonie beobachten, bei der eine Kreatur erschaffen wird, die ihrem Schöpfer gehorcht – der Golem. Doch unter Zelmiras Einfluss beginnt der Golem sein Verhalten zu ändern und scheint unkontrollierbar zu werden … Die fantasievoll-düsteren Illustrationen von Benjamin Lacombe erwecken die alte Erzählung auf einzigartige Weise zum Leben.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783957280466
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:184 Seiten
Verlag:Knesebeck
Erscheinungsdatum:30.06.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    linasues avatar
    linasuevor einem Monat
    Ein wunderbares Graphic Novel

    ★★★★★ (5 von 5 Sterne)

    „Ich heiße Zelmira“, sagte ich zu ihm.
    Er antwortete nicht.
    „Und du, du heißt Joseph, nicht wahr?“
    Er dreht sich zu mir und sah , mich an, ohne etwas zu sagen. Sein Gesicht war ausdruckslos.


    Inhalt:

    Das kleine Mädchen Zelmira ist mit ihrem Vater unterwegs. Als dieser in die Taverne ging, spielt Zelmira vor der Tür. Doch als sie Rabbi Löw und ein paar Männer die Taverne verlassen, schleicht Zelmira hinterher. Sie macht eine unglaubliche Entdeckung, denn Rabbi Löw erweckt eine große Gestalt zum Leben. Doch wozu braucht Rabbi Löw solch einen großen Golem ?
    Der Golem wurde geschaffen, um die jüdische Gemeinde zu beschützen. Doch eines Tages läuft alles aus dem Ruder und der Golem fängt an auf eigene Faust zu handeln.
    Ist der Golem nun Freund oder Feind ? Kann Rabbi Löw seine Gemeinde wirklich beschützen ?



    Meinung:

    Ich bin vor einer Weile auf die Werke von Benjamin Lacombe aufmerksam geworden. Seine Zeichnungen haben mich sehr fasziniert und die Neugier, eine Geschichte von ihm zu lesen, war sehr groß. Als ich dieses Graphic Novel sah, war ich schon verliebt, bevor ich es gelesen hatte. Und mein Gefühl hat sich nicht getäuscht.


    Titel & Cover:

    Ich liebe dieses Cover. Die kleine blonde Zelmira ist wunderschön gezeichnet und der Titel in Gold, macht das Cover zu etwas ganz besonderem.



    Die Geschichte:

    Die Geschichte ist wirklich toll geschrieben. Magie, Emotionen und Gefühle zu den passenden Bildern.



    Die Charaktere:

    Sie haben etwas eigenartige Namen, woran man sich aber schnell gewöhnt. Zelmira und den Golem habe ich besonders in mein Herz geschlossen.



    Grafiken und Text:

    Benjamin Lacombe, zeichnet seine Bilder mit einem gewissen Stil. Sie haben Wiedererkennungswert, weshalb sie wirklich besonders sind. Auch in dieser Geschichte verweilte ich gern länger auf den Seiten mit den Bildern, da mich auch die Details sehr beieindruckten.
    Der Schreibstil ist sehr gut und leicht zu lesen. Zum Ende des Buches werden nochmal einige Wörter oder Personen beschrieben, wodurch man wirklich alles gut versteht.


    Fazit:

    Ein wirklich schönes Graphic Novel, mit einer spannenden Geschichte und wunderschönen Bildern.
    Wer Graphic Novels liebt, sollte an diesem besonderen Buch nicht vorbei gehen. Ich kann es wirklich empfehlen, denn man kann es nur lieben.

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    Flatters avatar
    Flattervor einem Jahr
    Ein Buchschatz

    Über die Autoren:

    Benjamin Lacombe wurde 1982 in Paris geboren und studierte dort Grafische Künste. Mit 19 Jahren zeichnete er seine erste Graphic Novel und wurde einer der bekanntesten modernen Illustratoren. Er illustrierte bereits über 30 Werke, darunter Lisbeth, die kleine Hexe und Im Garten der Pusteblumen.


    Eliette Abécassis ist die Tochter von Armand Abécassis, einem bekannten Judaistik-Professor. Sie hat der der École Normale Supérieure, einer französischen Elite-Universität, Philospohie studiert und der Universität von Caen Philosophie unterrichtet. Sie hat zahlreiche Essays und Romane veröffentlicht, von denen auch einige verfilmt wurden. (Quelle: Verlag)


    Zum Inhalt: Klappentext

    In den dunklen Zeiten der Judenverfolgung des 18. Jahrhunderts erschafft der gelehrte Prager Rabbi Löw ein Wesen, das die Juden der Stadt verteidigen soll. Das Mädchen Zelmira kann aus ihrem Versteck die seltsame Zeremonie beobachten, bei der eine Kreatur erschaffen wird, die ihrem Schöpfer gehorcht - der Golem. Doch unter Zelmiras Einfluss beginnt der Golem sein Verhalten zu ändern und sein unkontrollierbar zu werden... Die fantasievoll-düsteren Illustrationen von Benjamin Lacombe erwecken die alte Erzählung auf einzigartige Weise zum Leben.


    Meine Meinung:

    Schwere Zeiten für die Juden des 18. Jahrhunderts und um sich und seine Landsleute zu schützen erschafft der gelehrte Prager Rabbi Löw das Wesen Golem. Die Autoren erzählen hier eine Legend in etwas modernem Licht. Zelmira ist mir von der ersten Seite an ans Herz gewachsen. Sie ist ein mutiges, aufgewecktes und sehr liebes Mädchen. Sie hat in meinen Augen egoistische und grausame Eltern und ich kann verstehen, warum sie sich nicht gerne zu Hause aufhält. Durch ihre aufgeweckte Art sieht sie viele Dinge, die anderen verborgen bleiben. Rabbi Löw war für mich anfangs sehr geheiminsvoll. Die Charaktere sind alle wunderbar und authentisch dargestellt und sie wirken alle sehr echt und lebendig. Zelmira hat früh im Leben gelernt, Dinge lieber für sich zu behalten. Ich finde sie kann mit ihren jungen Jahren, Menschen sehr gut einschätzen. Sie weiß, wem sie ihr Vertrauen schenken kann und wem nicht. Dem Golem als Symbol der Hoffnung für die Menschen und der Erschaffung künstlicher Intelligenz kann man skeptisch gegenüberstehen. Ich finde, dass dieses Symbol großartig gewählt wurde, da man eine bildliche Vorstellung davon bekommt. Dass man es, so wie mit allem, nicht übertreiben sollte, kommt hier wunderbar rüber. Die Geschichte wird natürlich durch die großartigen Zeichnungen, des genialen Benjamin Lacombe erst richtig lebendig. Durch seine Bilder haucht er den Charakteren Leben ein. Der Schreibstil ist fesselnd und düster und hat vollends gefangen genommen.


    Cover:

    Das Cover ist wunder wunderschön und man erkennt natürlich sofort Lacombe´s Handschrift. Ein absoluter Eyechatcher der die Hauptprotagonistin Zelmira perfekt ins Szene setzt.


    Fazit:

    Ein anspruchsvolles Kinderbuch sowie ein kleiner Buchschatz für Erwachsene. Ein Buch, das Benjamin Lacombe sehr am Herzen liegt und er über eine Verfilmung nachdenkt, wie er mir auf der Buchmesse erzählt hat. Ich drücke die Daumen, dass das auch klappt.

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    LESETANTE_CAROs avatar
    LESETANTE_CAROvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Egal wie oft man sich die Bilder anschaut, man entdeckt immer wieder ein neues Detail. Es ist jedesmal ein Erlebnis.
    Eine Legende, die wunderbar neu erzählt und von wunderschönen Illustrationen begleitet wird

    Ich bin ein Fan des französischen Zeichners und Autors Benjamin Lacombe, seit mich meine Freundin Ina auf ihn aufmerksam gemacht hat. Daher freute es mich besonders, dass ich dieses Buch lesen durfte. Die Werke von Lacombe sind immer was besonderes. Gemeinsam mit der Autorin Éliette Abécassis wurde nun diese wunderbare Geschichte geschaffen, die einer alten Legende entspricht. Aber lest selbst...

    Zelmira wächst in den Straßen von Prag auf. Als sie ein heimliches Ritual des Rabbi Löw beobachtet und sieht wie ein Golem erschaffen wird, ist sie neugierig. Der Golem soll die jüdische Gemeinde im Ghetto von Prag beschützen. Zelmira ist ganz angetan von dem Wesen und versucht sich ihm anzunähern. Sie ahnt nicht, dass dies kein gutes Ende haben wird. Die Geschichte der kleinen Zelmira wurde in einer mystischen und auch sehr spannenden Weise erzählt. Das Mädchen wächst in einer Alchimistenfamilie auf. Dort wird nicht besonders liebevoll mit ihr umgegangen, weshalb sie irgendwann viel mehr Zeit beim Rabbi und seiner Frau verbringt. Der Golem fasziniert das kleine Mädchen von Beginn an, weshalb sie auch immer wieder versucht, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Ihre kindliche Neugierde ist es, was dieses Buch durchweg erhellt.

    Das der Rabbi Löw im 16. Jahrhundert in Prag den Golem erschuf, entspringt einer alten Legende, die von der Autorin Éliette Abécassis wunderschön wiedergegeben wird. Obwohl der König Maximillian II. und später auch sein Sohn Rudolf einen "Schutz auf ewige Zeiten" für die Juden aussprach, werden diese trotzdem verfolgt. Auch die katholische Kirche beteiligt sich daran. Aus dieser Not heraus und weil immer mehr Juden gejagt oder gar getötet werden, schuf der Rabbi Löw den Golem.

    Dieses künstliche Wesen lässt im Leser die Frage aufkommen, was es wohl heißen mag, wenn ein solches in der Welt umherwandelt. Denn es ist Fluch und Segen zugleich. Gerade als der Golem ein Bewusstsein erlangt, zeigt sich, wie gefährlich diese Form der "Schöpfung" sein kann. Daher kann man diese Parabel auch als Kritik an den Menschen sehen, der vielleicht aus einem gutem Grunde heraus, seine Macht zur Erschaffung neuer Wesen nutzt. Aber irgendwann muss er machtlos zusehen, weil sich diese Wesen nicht mehr lenken lassen und eine Gefahr für Schöpfer und andere sind. Vielleicht etwas weit hergeholt, aber durchaus plausibel.

    Ich würde "Der Schatten des Golem" nicht als Kinderbuch per se einordnen. Es ist auch kein Buch nur für Erwachsene. Es ist ein Buch für alle Altersstufen und jeder sollte sich das aus der Geschichte herausziehen, was ihm wichtig ist. Mir lag sehr viel an den Illustrationen von Benjamin Lacombe, welche die Handlung auf einzigartige Weise unterstreichen. Die "Handschrift" des Zeichners ist unverkennbar und immer wieder eine Augenweide. Egal wie oft man sich die Bilder anschaut, man entdeckt immer wieder ein neues Detail. Es ist jedesmal ein Erlebnis. Von daher kann ich den Fans und den Neuentdeckern gleichermaßen, dieses Buch ans Herz legen.

    Fazit

    "Der Schatten des Golem" besticht durch herrliche Illustrationen des Benjamin Lacombe, welche die alte jüdische Legende unterstreichen. Die Autorin Éliette Abécassis hat dieser Legende auf wunderschöner Art und Weise neues Leben eingehaucht. Es ist kein Buch nur für Kinder, aber auch nicht nur für Erwachsene. Es ist ein Werk für alle Altersklassen und sollte auch so betrachtet werden. Ich werde diesen Schatz öfters in die Hand nehmen, denn mit jedem neuen Blick entdeckt man neue Fein- und Schönheiten an der Geschichte und ihren Zeichnungen.

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    R_Mantheyvor einem Jahr
    Eine zeitlose Parabel jüdischer Tradition

    Im Jahre 1567 sicherte Kaiser Maximilian II. den Prager Juden „auf ewige Zeiten Schutz vor Vertreibung und Bedrängung zu“. Ein Vierteljahrhundert später erneuerte Maximilians Sohn, inzwischen Kaiser Rudolf II., diese Versicherung. Doch genützt hat sie wenig, denn die Prager Juden wurden dennoch verfolgt und bedrängt, woran sich auch Vertreter der katholischen Kirche beteiligten. In dieser Zeit, so sagt die Legende, schuf der berühmte Rabbi Löw den Golem, der die Prager Juden beschützen sollte.

    Eliette Abecassis erzählt diese Legende hier in einem etwas moderneren Lichte neu. Mit den zugehörigen Illustrationen von Benjamin Lacombe entstand so ein wunderbares Buch zu dieser uralten Erzählung über den wohl ersten Androiden der Geschichte. Welche Folgen es haben könnte, wenn eine solche Maschine ein Bewusstsein erlangen würde, reißt die Geschichte am Ende nur an. Ähnlich wie in dieser neu erzählten Geschichte kann man die Erschaffung künstlicher Intelligenz durchaus skeptisch sehen. Damit spannt sich ein Bogen zwischen einer alten Hoffnung, die sich mit dem Golem verband, bis hin zu einer neuen, modernen Bedrohung.

    So wunderbar sich das Buch liest und so herrlich die Illustrationen sind, so bleibt doch die Frage, für wen es eigentlich verfasst wurde. Eine alte Geschichte, die aus der Zeit gefallen zu sein scheint, es aber modern betrachtet nicht ist. Vielleicht ein anspruchsvolles Kinderbuch. Oder ein Kleinod für Erwachsene? Schön ist es für jedes Alter.

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    Buchraettins avatar
    Buchraettinvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Fantasievoll- spannende Geschichte mit wirklichen Kunstwerken als Zeichnungen.
    Fantasievoll- spannende Geschichte mit wirklichen Kunstwerken als Zeichnungen.

    Prag im Winter. Durch Zufall macht ein kleines Mädchen eine Beobachtung. Ein Rabbiner, der auf einem Friedhof verstorbene Kinder zu einer Art Leben erweckt und sie spielen lässt, einen Augenblick des Lebens, das in sie zurückkehrt. Das Mädchen ist die Tochter einer Alchemisten Familie. Sie beobachtet wie das jüdische Viertel der Stadt verwüstet wird. Rabbi Löw will seine Gemeinde schützen und er erweckt einen Golem zum Leben.
    Im Prolog begegnet der Leser der Erzählerin. Sie scheint schon alt zu sein und spricht hier direkt seine Enkel an. Sie ist Alchemistin und erinnert sich an die Nacht damals, als es passierte.
    Das Buch unterteilt sich nun in Kapitel- übrigens findet man hinten im Buch auch ein Inhaltsverzeichnis.
    Der Text der Geschichte ist wie eine Art Block mittig auf der Seite angegliedert. Immer wieder tauchen nun großflächige ganzseitige oder auch doppelseitige Zeichnungen auf. Manchmal schwarz-weiß- manchmal bunt. Erzählt wird die Geschichte wie im Prolog begonnen aus der Ich- Sicht. Für mich immer ein Merkmal, das ich hautnah am Geschehen sein kann.
    Die Zeichnungen ergänzen den Text wundervoll. Die bunten Zeichnungen sind für mich kleine Kunstwerke. Es gibt nicht so viele Details und ich finde der Schwerpunkt liegt auf den Figuren. Die Farben sind etwas gedeckt, nicht zu bunt, sondern wie eine Art Gemälde zu betrachten. Manchmal hatte ich beim Anschauen das Gefühl, ich schaue durch ein Schlüsselloch auf das Geschehen- die Zeichnung wurde so dargestellt, das war sehr realistisch.
    Den Erzählstil empfand ich als spannend. Detailliert, aber nicht ausschweifend. Ein klein wenig gruselig, aber nicht wirklich unheimlich. Mir hat es wirklich sehr gut gefallen.
    Abgerundet wird das Buch durch den Epilog und daran an schließt sich ein Glossar, in dem einige Begriffe aus dem Text erklärt werden. Es folgen historische Daten und noch die Biographien der Autorin und des Illustrators.
    Fantasievoll- spannende Geschichte mit wirklichen Kunstwerken als Zeichnungen.

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    Anke_Ackermanns avatar
    Anke_Ackermannvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Eine äußerst gelungene Umsetzung dieses Stoffes, nicht zuletzt durch die Illustrationen von Lacombe. Für jeden!
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    billîs avatar
    billîvor 8 Monaten

    Gespräche aus der Community zum Buch

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