Benjamin Lacombe , Éliette Abécassis Der Schatten des Golem

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Inhaltsangabe zu „Der Schatten des Golem“ von Benjamin Lacombe

In den dunklen Zeiten der Judenverfolgung des 18. Jahrhunderts erschafft der gelehrte Prager Rabbi Löw ein Wesen, das die Juden der Stadt verteidigen soll. Das Mädchen Zelmira kann aus ihrem Versteck die seltsame Zeremonie beobachten, bei der eine Kreatur erschaffen wird, die ihrem Schöpfer gehorcht – der Golem. Doch unter Zelmiras Einfluss beginnt der Golem sein Verhalten zu ändern und scheint unkontrollierbar zu werden … Die fantasievoll-düsteren Illustrationen von Benjamin Lacombe erwecken die alte Erzählung auf einzigartige Weise zum Leben.

Egal wie oft man sich die Bilder anschaut, man entdeckt immer wieder ein neues Detail. Es ist jedesmal ein Erlebnis.

— LESETANTE_CARO
LESETANTE_CARO

Fantasievoll- spannende Geschichte mit wirklichen Kunstwerken als Zeichnungen.

— Buchraettin
Buchraettin

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  • Eine Legende, die wunderbar neu erzählt und von wunderschönen Illustrationen begleitet wird

    Der Schatten des Golem
    LESETANTE_CARO

    LESETANTE_CARO

    26. July 2017 um 09:28

    Ich bin ein Fan des französischen Zeichners und Autors Benjamin Lacombe, seit mich meine Freundin Ina auf ihn aufmerksam gemacht hat. Daher freute es mich besonders, dass ich dieses Buch lesen durfte. Die Werke von Lacombe sind immer was besonderes. Gemeinsam mit der Autorin Éliette Abécassis wurde nun diese wunderbare Geschichte geschaffen, die einer alten Legende entspricht. Aber lest selbst... Zelmira wächst in den Straßen von Prag auf. Als sie ein heimliches Ritual des Rabbi Löw beobachtet und sieht wie ein Golem erschaffen wird, ist sie neugierig. Der Golem soll die jüdische Gemeinde im Ghetto von Prag beschützen. Zelmira ist ganz angetan von dem Wesen und versucht sich ihm anzunähern. Sie ahnt nicht, dass dies kein gutes Ende haben wird. Die Geschichte der kleinen Zelmira wurde in einer mystischen und auch sehr spannenden Weise erzählt. Das Mädchen wächst in einer Alchimistenfamilie auf. Dort wird nicht besonders liebevoll mit ihr umgegangen, weshalb sie irgendwann viel mehr Zeit beim Rabbi und seiner Frau verbringt. Der Golem fasziniert das kleine Mädchen von Beginn an, weshalb sie auch immer wieder versucht, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Ihre kindliche Neugierde ist es, was dieses Buch durchweg erhellt. Das der Rabbi Löw im 16. Jahrhundert in Prag den Golem erschuf, entspringt einer alten Legende, die von der Autorin Éliette Abécassis wunderschön wiedergegeben wird. Obwohl der König Maximillian II. und später auch sein Sohn Rudolf einen "Schutz auf ewige Zeiten" für die Juden aussprach, werden diese trotzdem verfolgt. Auch die katholische Kirche beteiligt sich daran. Aus dieser Not heraus und weil immer mehr Juden gejagt oder gar getötet werden, schuf der Rabbi Löw den Golem. Dieses künstliche Wesen lässt im Leser die Frage aufkommen, was es wohl heißen mag, wenn ein solches in der Welt umherwandelt. Denn es ist Fluch und Segen zugleich. Gerade als der Golem ein Bewusstsein erlangt, zeigt sich, wie gefährlich diese Form der "Schöpfung" sein kann. Daher kann man diese Parabel auch als Kritik an den Menschen sehen, der vielleicht aus einem gutem Grunde heraus, seine Macht zur Erschaffung neuer Wesen nutzt. Aber irgendwann muss er machtlos zusehen, weil sich diese Wesen nicht mehr lenken lassen und eine Gefahr für Schöpfer und andere sind. Vielleicht etwas weit hergeholt, aber durchaus plausibel. Ich würde "Der Schatten des Golem" nicht als Kinderbuch per se einordnen. Es ist auch kein Buch nur für Erwachsene. Es ist ein Buch für alle Altersstufen und jeder sollte sich das aus der Geschichte herausziehen, was ihm wichtig ist. Mir lag sehr viel an den Illustrationen von Benjamin Lacombe, welche die Handlung auf einzigartige Weise unterstreichen. Die "Handschrift" des Zeichners ist unverkennbar und immer wieder eine Augenweide. Egal wie oft man sich die Bilder anschaut, man entdeckt immer wieder ein neues Detail. Es ist jedesmal ein Erlebnis. Von daher kann ich den Fans und den Neuentdeckern gleichermaßen, dieses Buch ans Herz legen. Fazit "Der Schatten des Golem" besticht durch herrliche Illustrationen des Benjamin Lacombe, welche die alte jüdische Legende unterstreichen. Die Autorin Éliette Abécassis hat dieser Legende auf wunderschöner Art und Weise neues Leben eingehaucht. Es ist kein Buch nur für Kinder, aber auch nicht nur für Erwachsene. Es ist ein Werk für alle Altersklassen und sollte auch so betrachtet werden. Ich werde diesen Schatz öfters in die Hand nehmen, denn mit jedem neuen Blick entdeckt man neue Fein- und Schönheiten an der Geschichte und ihren Zeichnungen.

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  • Eine zeitlose Parabel jüdischer Tradition

    Der Schatten des Golem
    R_Manthey

    R_Manthey

    07. July 2017 um 11:33

    Im Jahre 1567 sicherte Kaiser Maximilian II. den Prager Juden „auf ewige Zeiten Schutz vor Vertreibung und Bedrängung zu“. Ein Vierteljahrhundert später erneuerte Maximilians Sohn, inzwischen Kaiser Rudolf II., diese Versicherung. Doch genützt hat sie wenig, denn die Prager Juden wurden dennoch verfolgt und bedrängt, woran sich auch Vertreter der katholischen Kirche beteiligten. In dieser Zeit, so sagt die Legende, schuf der berühmte Rabbi Löw den Golem, der die Prager Juden beschützen sollte.Eliette Abecassis erzählt diese Legende hier in einem etwas moderneren Lichte neu. Mit den zugehörigen Illustrationen von Benjamin Lacombe entstand so ein wunderbares Buch zu dieser uralten Erzählung über den wohl ersten Androiden der Geschichte. Welche Folgen es haben könnte, wenn eine solche Maschine ein Bewusstsein erlangen würde, reißt die Geschichte am Ende nur an. Ähnlich wie in dieser neu erzählten Geschichte kann man die Erschaffung künstlicher Intelligenz durchaus skeptisch sehen. Damit spannt sich ein Bogen zwischen einer alten Hoffnung, die sich mit dem Golem verband, bis hin zu einer neuen, modernen Bedrohung.So wunderbar sich das Buch liest und so herrlich die Illustrationen sind, so bleibt doch die Frage, für wen es eigentlich verfasst wurde. Eine alte Geschichte, die aus der Zeit gefallen zu sein scheint, es aber modern betrachtet nicht ist. Vielleicht ein anspruchsvolles Kinderbuch. Oder ein Kleinod für Erwachsene? Schön ist es für jedes Alter.

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  • LovelyBooks Literarische Weltreise 2017

    Reise um die Welt
    Ginevra

    Ginevra

    Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr (wieder) Lust auf eine literarische Weltreise im Jahr 2017? Dann lasst uns gemeinsam durch 21 verschiedene Lese- Regionen reisen! Die Aufgabe besteht darin... - 12 Bücher in einem Jahr zu lesen; - Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen); - Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen. - Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen; - Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen; - Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen, dabei sind 2 Kurzmeinungen erlaubt. - Eure Beiträge werde ich verlinken; - Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich; - Genre und Erscheinungsjahr sind egal: - Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt! Diese Challenge eignet sich für Neuerscheinungen aller Kategorien, um den SuB endlich mal weiter abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren. Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlost Lovelybooks am Ende des Jahres ein kleines Buchpaket! Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Viele tolle Tipps und Empfehlungen findet ihr auf der Seite der LIterarischen Weltreise 2016:  https://www.lovelybooks.de/autor/Lily-King/Euphoria-1117239512-w/leserunde/1210564360/ Dann wünsche ich uns allen... Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездки Счастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! - 旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。- Gute Reise! TeilnehmerInnen: ambermoonArgentumverde Arietta Aleida ban-aislingeach Bellis-Perennis Beust black_horse britta70 buchjunkie Buchraettin Buecherwurm Caroas carathisCaro_LesemausChattysBuecherBlog Code-between-lines Cornelia_RuoffCorsicana CosmoKramer danielamariaursula Elke elmidi faanie fasersprosse Fjordi Florenca Fornika Gela_HK Gelinde Ginevra Gruenente gst Gwendolina haberland86 Hamburgerin hannelore259 Harlequin histeriker Hortensia13 Igela Igelchen Isador Jari jeanne1302 lehmasLeonoraVonToffieFee leselea lesebiene27 lieberlesen21 Jisbon JuliB kingofmusic kleinechaotin krimielse LibriHolly Luiline marpije miss_mesmerized monerlnaninka Nelebooks  niknak Nisnis paevalill Pagina86 papaverorosso parden peedee Petris PMelittaM postbote saku Schlehenfee schokoloko29 seschat Sikal StefanieFreigericht sursulapitschi TanyBee TraubenbaerulrikerabeValabe vanessabln vielleser18 wandablue waschbaerin Wedma Wermoewe Wichellawidder1987 WollyYolande

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  • Fantasievoll- spannende Geschichte mit wirklichen Kunstwerken als Zeichnungen.

    Der Schatten des Golem
    Buchraettin

    Buchraettin

    03. July 2017 um 07:29

    Prag im Winter. Durch Zufall macht ein kleines Mädchen eine Beobachtung. Ein Rabbiner, der auf einem Friedhof verstorbene Kinder zu einer Art Leben erweckt und sie spielen lässt, einen Augenblick des Lebens, das in sie zurückkehrt. Das Mädchen ist die Tochter einer Alchemisten Familie. Sie beobachtet wie das jüdische Viertel der Stadt verwüstet wird. Rabbi Löw will seine Gemeinde schützen und er erweckt einen Golem zum Leben.Im Prolog begegnet der Leser der Erzählerin. Sie scheint schon alt zu sein und spricht hier direkt seine Enkel an. Sie ist Alchemistin und erinnert sich an die Nacht damals, als es passierte. Das Buch unterteilt sich nun in Kapitel- übrigens findet man hinten im Buch auch ein Inhaltsverzeichnis.Der Text der Geschichte ist wie eine Art Block mittig auf der Seite angegliedert. Immer wieder tauchen nun großflächige ganzseitige oder auch doppelseitige Zeichnungen auf. Manchmal schwarz-weiß- manchmal bunt. Erzählt wird die Geschichte wie im Prolog begonnen aus der Ich- Sicht. Für mich immer ein Merkmal, das ich hautnah am Geschehen sein kann.Die Zeichnungen ergänzen den Text wundervoll. Die bunten Zeichnungen sind für mich kleine Kunstwerke. Es gibt nicht so viele Details und ich finde der Schwerpunkt liegt auf den Figuren. Die Farben sind etwas gedeckt, nicht zu bunt, sondern wie eine Art Gemälde zu betrachten. Manchmal hatte ich beim Anschauen das Gefühl, ich schaue durch ein Schlüsselloch auf das Geschehen- die Zeichnung wurde so dargestellt, das war sehr realistisch.Den Erzählstil empfand ich als spannend. Detailliert, aber nicht ausschweifend. Ein klein wenig gruselig, aber nicht wirklich unheimlich. Mir hat es wirklich sehr gut gefallen. Abgerundet wird das Buch durch den Epilog und daran an schließt sich ein Glossar, in dem einige Begriffe aus dem Text erklärt werden. Es folgen historische Daten und noch die Biographien der Autorin und des Illustrators.Fantasievoll- spannende Geschichte mit wirklichen Kunstwerken als Zeichnungen.

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