Im Winter dein Herz

von Benjamin Lebert 
3,5 Sterne bei73 Bewertungen
Im Winter dein Herz
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (44):
Leonarda2512s avatar

Der poetische Schreibstil verwandelt jedes Wort dieser außergewöhnlichen Geschichte in etwas Geheimnisvolles und Wunderschönes!

Kritisch (12):
fantasyloves avatar

Dem Buch fehlt es an Story und Charakterstärke. Nur Robert ist okay. War recht langweilig. Nicht empfehlenswert, nur 2 gnädige ☆☆

Alle 73 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Im Winter dein Herz"

»Dann dachte er an den Sommer, der schlief, wie die Menschen in ihren Betten schliefen.«

Wenn der erste Schnee fällt, ziehen sich die Menschen zurück und halten Winterschlaf wie die Tiere. Robert, Annina und Kudowski bleiben wach und fahren durch ein weißes, vom Winter erfasstes Land. Es ist das Land, das man kennt, und doch ist es anders. Das Schweigen der Häuser, die verschlossenen Fensterläden erzählen von tiefen Träumen. Die drei Reisenden kennen sich nicht gut. Der Zufall hat sie zusammengeführt - jeder mit seiner Geschichte und seinen Geheimnissen. Ihre Fahrt durch den Schnee wird zu einer Reise dorthin, wo nicht nur der Winter zu Ende geht.
Benjamin Lebert hat einen poetischen Roman über Freundschaft und die Wege, der Kälte zu trotzen, geschrieben.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783455650143
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:160 Seiten
Verlag:Atlantik Verlag
Erscheinungsdatum:08.10.2014
Das aktuelle Hörbuch ist am 25.07.2013 bei Hoffmann und Campe erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    Strigoias avatar
    Strigoiavor 4 Jahren
    Jede Seite und jeder Satz berühren sanft und leise, bis sie in der Seele explodieren…

    Seit ein paar Jahren hält die Menschheit den Tieren gleich Winterschlaf, doch Robert und Kudowski verlassen die psychosomatische Klinik, um sich mit Annina und ihrem Auto auf die Reise zu Roberts im Krankenhaus liegenden Vater zu begeben. Die Fahrt durch die verschneite Landschaft, wird für jeden der drei zur Reise durch die eigene Vergangenheit…

    „Im Winter dein Herz“ ist für mich das erste Buch von Benjamin Lebert. Ich sah das Cover und war ganz bezaubert. Es erinnerte mich an leichte Schneeflocken, die zu Boden segeln. Und an einen Sternenhimmel, an dem sanft die Sterne vor sich hin schimmern. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, war mir klar, ich musste dieses Buch haben.
    Zu Beginn wusste ich dann doch nicht wirklich, was ich mit dem Buch anfangen sollte, weil ich die Idee, dass Menschen Winterschlaf halten wie die Tiere, doch zugegebenermaßen ziemlich merkwürdig fand… Doch bereits nach ein paar weiteren Seiten, war ich dann ganz fasziniert von der Geschichte und der recht poetischen Schreibweise Leberts, die mich zu Beginn sehr an meine Schulbücher für den Deutschunterricht erinnerte – zum Glück änderte sich das ziemlich schnell.

    „Wo will denn dieses abgemagerte Gämschen hin?“
    „Ins Winter Wonderland“, lächelte Robert.
    „Steig ein, das ist genau unser Weg.“
    (S.43)

    Spätestens nach diesen Zeilen, war ich völlig von der Idee der Geschichte bezaubert. Trotz eisiger Kälte wärmt dieses Buch das Herz des Lesers und zeigt ihm, was Freundschaft alles kann. Eine beeindruckende Aussagekraft, finde ich, bei nur 160 Seiten…
    Das Buch zeigt deutlich, was wirklich wichtig ist im Leben. Die Idee mit dem Winterschlaf fand ich irgendwann dann auch ziemlich interessant, da sie auch ein wenig wissenschaftlich beleuchtet wird. Mitmachen würde ich glaube ich aber nicht, da würde dann doch zu viel Lesezeit drauf gehen!
    Jede Seite und jeder Satz berühren sanft und leise, bis sie in der Seele explodieren… 

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    Bibliomanias avatar
    Bibliomaniavor 4 Jahren
    Ein Ausflug von Robert, Annina und Kudowski

    Die Drei treffen sich zufällig und begeben sich mitten im Winter auf eine Reise durch Deutschland. Sie alle befinden sich in Waldesruh und machen sich auf den langen Weg nach München. Um Roberts krebskranken Vater zu besuchen, um dem Alltag in der Klinik zu entfliehen und um einfach mal dort gewesen zu sein. Drei sehr unterschiedliche Charaktere mit ihren eigenen Problemen, die doch irgendwie zueinander finden.
    Die beiden Kapitel am Anfang und am Ende lassen mich ein wenig ratlos zurück, sie passen so gar nicht zur eigentlichen Geschichte, die wunderbar von Lebert in den Winter eingebettet ist. Er spielt wirklich schön mit dem Thema, dem Symbol und den Wettererscheinungen des WInters. Dennoch nicht so gut wie das, was ich bisher von ihm gelesen habe.

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    Bröselchens avatar
    Bröselchenvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein perfektes Buch für kalte Winterabende, das zum mehrmals Lesen einlädt. Einnehmend und bezaubernd!
    Rezension | "Im WInter dein Herz" - Benjamin Lebert

    Der Autor Benjamin Lebert schrieb nach "Crazy" und "Mitternachtsweg" mit „Im Winter sein Herz“ seinen fünften Roman. Er erzählt die Geschichte von Menschen, die sich beim ersten Schneefall in ihre Häuser zurückziehen um Winterschlaf wie Tiere zu halten. Robert, Annina und Kudowski möchten jedoch Richtung Süden. Die Fahrt durch den Winter wird zu einer Reise, auf der jeder seine eigenen Geschichten und Geheimnisse mit sich führt und in der jeder aus anderen Gründen versucht, der Kälte zu trotzen.

    Jede Seite ist so zart verfasst wie Schneeflocken, die langsam gen Erde segeln. So poetisch schön geschrieben, dass beim erstmaligen Lesen gar nicht jeder Satz richtig interpretiert werden kann. Was allerdings zählt, ist die Freundschaft, die sich zwischen den Dreien entwickelt. Und die ist durch die Kälte absolut spürbar. Ich bin begeistert, wie man auf 160 Seiten eine Geschichte zaubern kann, die kurz zu Tränen rührt, zeigt, was Menschen in der melancholischen Zeit wirklich wichtig ist und gleichzeitig die winterliche Stimmung nie abreißen lässt.

    Es schafft, dass die ein oder andere Frage offen und man selbst etwas ungewiss zurückbleibt und man sich die Antworten ganz in Ruhe selbst ausmalen darf, ohne je die wahre Lösung zu erfahren.

    Ein perfektes Buch für kalte Winterabende, das zum mehrmals Lesen einlädt und dessen Stimmung absolut einnehmend und bezaubernd ist.

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    WinfriedStanzickvor 6 Jahren
    Rezension zu "Im Winter dein Herz" von Benjamin Lebert

    Ein metaphernreicher Roman ist hier anzuzeigen voller Poesie und Kraft. Ein Roman, der sich auf die Suche macht nach dem, was Menschen Liebe und Geborgenheit vermittelt in einem Land und in einem Leben, das geprägt ist von Kälte, nicht nur während der Zeit, in der das ganze Land in einen Winterschlaf fällt.

    Dies ist die stärkste Methapher, mit der Benjamin Lebert in seinem neuen Roman „Im Winter dein Herz“ arbeitet. Ein Bild, das dem Leser auch am Ende des Buches nicht ganz erklärlich wird, das er deuten mag als einen Hinweis auf eine Gesellschaft, in deren Mitte es immer kälter wird und deren Mitglieder sich wie im Schlaf bewegen und in der Gedanken der Wachheit, Aufmerksamkeit und Liebe füreinander nur noch von einigen wenigen gepflegt werden

    Zu diesen Menschen, die sich nicht damit abfinden, in diese Winterstarre zu fallen, gehören die drei Protagonisten des Romans. Da ist Robert, der wegen einer Unfähigkeit, feste Nahrung zu sich zu nehmen, sich in eine psychosomatische Klinik begibt. Dort trifft er auf den ausgebrannten Polizisten und Macho Kudowski. Mit ihm und mit Annina, die sie auf einer Tankstelle in der Nähe der Klinik kennengelernt haben, machen sich die drei mit dem Suzuki Samurai von Annina auf den langen Weg von Göttingen nach München. Dort liegt Roberts Vater im Sterben, den er noch einmal sehen möchte.

    Auf dieser Reise stellen die drei schnell fest, dass sie, jeder für sich und dann auch in zunehmendem Austausch miteinander, sich selbst und ihrer Vergangenheit begegnen. Langsam entwickelt das Benjamin Lebert und nimmt den Leser immer mehr mit hinein in eine Welt voller persönlicher Geheimnisse. In insgesamt fünf Hefte ist das Buch gegliedert und am Ende jedes einzelnen lässt er seine drei Protagonisten nachdenken über ihre „Momente der Geborgenheit“. Für mich waren diese kleinen Texte die schönsten und dichtesten Stellen eines Buches, in dem Lebert nur langsam erkennbar werden lässt, unter welchen Verletzungen Robert, Kudowksi und Annina leiden und welche Sehnsüchte sie in sich tragen.

    In einer dichten, kräftigen, dabei unendlich zarten und poetischen Sprache lässt Lebert den Leser teilhaben an einem Selbstfindungsprozess der drei Ausreißer aus der Kälte, der noch lange nachdem man das Buch ausgelesen hat, nachhallt. Denn es gelingt dem Autor, über seine Figuren und vor allen Dingen deren „Momente der Geborgenheit“ dem Leser mehr und mehr zuzumuten von dessen eigenen Sehnsüchten nach Geborgenheit und Liebe, mit denen er sie zunehmend konfrontiert, ob sie das wollen oder nicht.

    Ein zartes, poetisches Buch von einer ganz eigenen Schönheit.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rezension zu "Im Winter dein Herz" von Benjamin Lebert

    Super schönes Buch, mit vielen erinnerungen an die kindheit und jugend der charaktere und welches einen selbst an geborgene und schöne momente zurückdenken lässt. außerdem gefällt mir die vorstellung eines winterschlafs, von schlafenden städten und menschenleeren straßen und sonst so vollen autobahnen. ich fand alle hauptcharaktere sehr schön und gut umschrieben, obwohl nicht allzu viele details bekannt gemacht werden, erfährt man zwischen den zeilen doch einiges über sie.sehr gelungen!

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    SharonBakers avatar
    SharonBakervor 6 Jahren
    Rezension zu "Im Winter dein Herz" von Benjamin Lebert

    Was erwartet einen, wenn man so ein Buch liest, von einen Autor den man anscheinend gut findet oder nicht. Zumindest unterscheiden sich hier die Stimmen ganz gewaltig.
    Der Autor lässt uns Robert kennen lernen, er lebt in Hamburg und ist auf den Weg in eine Klinik, weil er an einer Essstörung leidet. Warum dies so ist weiss er selber nicht. Dort erfährt Robert das sein Vater in München im Krankenhaus in sterben liegt und er beschliesst ihn zu besuchen um ihn was wichtiges mitzuteilen, aber wie soll das gehen, wenn alle im Winterschlaf sind. Die Lösung findet er in Annina, die als Tankstellenangestellte arbeitet und das Auto fährt und Kudowski einen Schrank von Mann und ein Mitpatient von Robert. Es ist gar nicht so einfach in einer Landschaft zu fahren, wo nichts ist. Keine Menschen, keine Auto‘s, kein Lärm oder Geräusche und was wenn man tanken muss. Aber Gott sein Dank es gibt ja Winterapps fürs Telefon. Durch ihre Reise wachsen die Drei zusammen, erzählen sich Dinge über ihr Leben und es finden lustige Dialoge statt. Welches Päckchen hat wohl jeder zu tragen und werden sie es schaffen.
    Mir hat der Schreibstil ausgesprochen gut gefallen. Denn die Sätze fangen hier leise an und explodieren dann am Ende. Man ist schon auf den nächsten Satz gespannt und wartet sehnsüchtig auf die nächste berührende Stelle. Herr Lebert schreibt wunderschön poetisch. Mir sind die drei Figuren direkt ans Herz gewachsen und wir dürfen in ihren Erinnerungen verweilen und zu sehen, wie sie zueinander Mut fassen um ihren Weg zu finden. Schön fand ich auch die Absätze übers Wohlbefinden. Hier wird einen wieder klar vor Augen geführt was wichtig ist im Leben und wie schnell wir es doch vergessen. Die Idee mit dem Winterschlaf bei Menschen fand ich klasse und ich würde auch direkt mitmachen, aber jedes Jahr? Für mich war das nicht das letzte Buch von diesen Autor.

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    Gruenentevor 6 Jahren
    Rezension zu "Im Winter dein Herz" von Benjamin Lebert

    Man stelle sich unsere Welt vor, zu unserer Zeit, aber alle machen Winterschlaf. jeden Winter begibt sich ein großer Teil der Menschheit für zwei Monate ins bett und schläft mit Hilfe einiger Tabletten solange.
    Drei Menschen wollen in der Zeit aber nicht schlafen, sondern einen besuch machen. Zwei sind aus einem Sanatorium, wegen psychischer Probleme. Die Dritte arbeitet an einen Autobahnraststätte wo sie die anderen auch kennenlernte. Die Reise geht nach München, wo der Vater des Erzählers im Sterben liegt.
    Toll geschrieben, interessanter Plot, aber nicht konsequent ausgearbeitet.

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    Lesefee86vor 6 Jahren
    Rezension zu "Im Winter dein Herz" von Benjamin Lebert

    In vielen Ländern ist es mittlerweile üblich, dass auch die Menschen über die Wintermonate wie Tiere einen Winterschlaf halten. Mit drei kleinen Pillen verbringen sie die kalten Monate im Tiefschlaf und fahren den Energieverbrauch in dieser Zeit extrem nach unten. Nicht nur eine gute Erholung für die Menschen, sondern auch für die Umwelt. Wem das nicht gefällt, der kann auch ganz normal wach bleiben und die Stille um sich herum genießen. Robert hat nur einen Wunsch: er will diesen Winter noch einmal seinen Vater sehen - vielleicht zum letzten Mal und macht sich auf durch das ruhende Deutschland. Mit zwei fast Fremden begeht er die Reise und während der Tage lernt auch der kranke Robert, das Freunde etwas sehr wichtiges sind.

    "Der Himmel sandte fahles Licht über der Stadt aus. Vereinzelte träge Flocken fielen. Es herrschte beißend Kälte. Die Buden auf dem Viktualienmarkt waren schneeüberhäuft und sahen wie Geschöpfe aus, die ein eisiger Blick gebannt hatte. Die Fenster in den Häusern ringsrum - wie Augen, die fest geschlossen waren. Robert stellte sich vor, er könnte sie manchmal wie unter unruhigen Träumen zittern sehen."
    (S. 91, 1. Absatz)

    Nach langer Zeit hat Benjamin Lebert wieder einmal einen Roman veröffentlicht - was mich sehr gefreut hat. Bisher hatten seine Veröffentlichungen immer sehr gutes Potential.
    "Im Winter dein Herz" hat mich immer wieder vor die Frage gestellt, ob ich es weiterlesen soll oder nicht.
    Die Geschichte um Robert steigt direkt ein und man erfährt nie so richtig, was wirklich der Grund ist, warum er nicht mehr essen will bzw. kann, denn das ist der größte Punkt in der Geschichte. Seine neuen Freunde trifft er in einer Klinik, in die er sich selbst einweisen lässt. Dort ist es nicht leicht für ihn, aber er versucht alles um wieder gesund zu werden.
    Mit hilfe von Annina und Kudowski fährt er während fast das ganze Land schläft nach München und will dort seinen Vater besuchen. Der liegt in einem Krankenhaus und es ist fraglich, wie lange er noch leben wird.
    An sich ist die Geschichte sehr interessant, doch immer wieder schweift die Geschichte ab und man kommt aus dem Tritt. Immer wieder werden andere Themen mit eingeflochten. Man erfährt auch immer wieder etwas von den anderen Mitreisenden, kann sich aber nicht ganz darau einlassen, da schon auf der nächsten Seite ein neues Thema angeschnitten wird. Während die Geschichte voran schreitet, erfährt man mehr über die Verzweiflung von Robert und seine Ängste, dennoch bleiben immer wieder Fragen offen.
    Trotz der offenen Fragen finde ich das Buch aber gelungen. Es beschreibt die verschiedenen Wege und Umwege der Feundschaftsfindung. Ebenso sind teilweise gute philosphische Ansätze zu entdecken, die aber nicht ganz ausgereift sind. Neben der Geschichte um die Freundschaft wird auch das Familienleben besprochen und man bemerkt, dass dieses Thema für Robert kein leichtes ist.
    Das Ende erfreut den Leser und das Schmunzeln kann man sich nicht verkneifen.
    Für zwischendurch ein gutes Buch, dass schnell gelesen dahin fließt und einen melancholisches Gefühl hinterlässt...

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    The iron butterflys avatar
    The iron butterflyvor 6 Jahren
    Rezension zu "Im Winter dein Herz" von Benjamin Lebert

    Es herrscht eine kontrastreiche Atmosphäre in der Erzählung "Im Winter dein Herz" von Benjamin Lebert. Blendend weißer Schnee im Winterwonderland Deutschland, verbunden mit einer beruhigenden Stille und immer wieder schwarze Akzente, einmal ein Mantel, dann wieder langes samtig-dunkles Haar, tiefdunkle Mandelaugen, vorbeiziehende Krähen oder die einsamen Reifenspuren im Schnee.
    Es herrscht Winterschlafzeit, nur wenige Menschen verweigern sich diesem Ritual, darunter auch Robert, Kudowski und Annina. Drei Einzelgänger, drei Schicksale und fünf Hefte in denen die wachsende Freundschaft niedergeschrieben wurde.
    Für mich persönlich findet dieser Winterschlaf innerhalb Roberts/Benjamins statt. Der Winterschlaf setzt mit Beginn der Therapie in der Klinik Waldesruh ein und stellt die Phasen, das auf und ab, die Momente der Geborgenheit dar und endet mit dem Ende der Therapie, dem Verlassen des Zimmers mit der Pinwand.
    Lebert hat selbst die beschriebene Essstörung durchlebt, er wußte wovon er erzählen wollte. Nicht von Traurigkeit, Schmerz, Wehmut...er spricht von Zuversicht, von Humor und der Kraft der Freundschaft und Liebe. Seine Sprache ist gekennzeichnet von seiner poetisch literarischen Intelligenz, mit seinen einleitenden Schachtelsätzen lässt er den Leser gleich mal über ein paar Hürden springen, die den geistigen Schweiß wert sind. Ich mag die Augenblicke, in denen ich innehalten und die Worte sich in meinem Geist entfalten lassen muss, um die volle Spannweite zu begreifen. Daher sind die Stolpersteine sehr wohl positioniert. Wer es darüber hinweg schafft, darf eine frische, aber auch sehr gefühlvoll imaginäre Reise dreier junger Menschen begleiten.
    Für mich war "Im Winter dein Herz" eine echte Überraschung, da ich mich mit Lebert noch nicht bekannt gemacht hatte. Seltsam, diese Momente des Zusammentreffens...sie können Momente der Geborgenheit werden. Woran wärmst du dein Herz in diesem Winter? Zum Glück besitze ich Hefte, die gefüllt werden möchten.
    Allein die Unkosten für Unmengen von Taschentüchern muss ich in Form eines Sterns abziehen...

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    Schnippsis avatar
    Schnippsivor 6 Jahren
    Rezension zu "Im Winter dein Herz" von Benjamin Lebert

    Zum Buch:
    In Deutschland herrscht wieder die Zeit des Winterschlafs. Die meisten Menschen halten einen durch Medikamente hervorgerufenen Winterschlaf. Nur wenige Leute entziehen sich ihm. Darunter sind drei vom Zufall zusammengeführte Menschen: Annina, Robert und Kudowski. Sie machen sich auf eine abenteuerliche Reise durch die große Stille. Während diesem Trip erfahren sie mehr über die Träume, Ängste und Identitäten der jeweils anderen.

    Meine Meinung:
    Es hat etwas gedauert, bis ich in der Geschichte drin war. Der Schreibstil war für mich sehr gewöhnungsbedürftig, aber nicht unbedingt unangenehm. Das Buch ist sehr philosophisch und ist kein Lesestoff, den man nur so "zwischendurch" lesen sollte.

    Mich hat das Buch nachdenklich gemacht. So habe ich z. B. über meine eigenen "Momente der Geborgenheit" nachgedacht.

    Fazit:
    Anfangs hatte ich zwar wirklich Schwierigkeiten, mich auf die Geschichte einzulassen, aber spätestens ab dem 3. Heft habe auch ich den Charme des Buches erkannt.

    Ich werde das Buch auf jeden Fall noch einmal lesen, denn ich glaube, dass mir einige interessante Aspekte entgangen sind, die erst beim zweiten Lesen zum Vorschein kommen.

    Wer es gerne philosophisch mag und etwas zum Nachdenken sucht, liegt mit diesem Buch absolut richtig.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Klappentext:
    "Damals war ich davon überzeugt, dass, wohin einen das Leben auch führt - auf eine Allee im Herzen des Südens, in einen hell erleuchteten Saal, an dessen Wänden sich das Gelächter einer Gesellschaft bricht, oder in einen karg eingerichteten Raum mit Stäben vor dem Fenster -, eines ist immer und überall möglich: Liebe."






    Es gibt auch ein paar Regeln, aber das kennt ihr ja sicher schon:

    * Jeder geht bitte mit dem Buch um als wäre es das eigene. Natürlich sollt ihr es nicht mit weißen Handschuhen lesen und Gebrauchsspuren sind bei so vielen Lesern ja gar nicht zu vermeiden. Nur einfach ein bisschen darauf achten, dass keine Knicke reinkommen, nichts drüberschütten, nichts reinschreiben, keine Seiten rausreißen oder sowas.

    * Bitte schreibt hier einen Kommentar, wenn das Buch bei euch angekommen ist und wenn ihr es weitergeschickt habt. Ihr kümmert euch selbstständig um die Weitergabe der Adressen.

    * Geht das Buch verloren, teilen sich Versender und Empfänger die Kosten für ein neues Exemplar. Passiert einem ein Missgeschick und das Buch wird irgendwie schwerer beschädigt, bitte direkt an mich wenden. Es gibt für alles eine Lösung und ich reiße keinem den Kopf ab.

    * Portokosten trägt natürlich ebenfalls jeder selber. Bitte denkt daran, Büchersendungen nicht zuzukleben. Es wäre doch schade, wenn der Nächste Porto nachzahlen müsste.

    * Der Versand ins Ausland kann nur erfolgen, wenn sich der Vorgänger dazu bereit erklärt die höheren Portokosten zu tragen. Bitte klärt das vorher ab, damit es im Nachhinein nicht zu Unmut kommt.

    * Der letzte Leser schickt das Buch an mich zurück.

    * Jeder hat 2 Wochen Zeit um das Buch zu lesen. Falls jemand nicht in der Zeit fertig wird, schreibt er bitte eine kurze Nachricht, damit der Nächste Bescheid weiß.

    *Es wäre schön, wenn ihr eine Rezension schreibt. Ist aber keine Pflicht.

    Bei Interesse einfach melden, am besten per Kommentar hier. Dann trage ich euch ein. Die Leserzahl ist nicht begrenzt.

    Und hier ist die Liste:

    verschickt am 02.04.
    1. Marakkaram
    2. Queenelyza
    3. Lesefee86
    4. The iron butterfly
    5.
    MelE
    6.
    SharonBaker
    7.
    kiwikind
    8. Lillie-Sophie

    9. melanie_reichert
    10. fallacy <-- angekommen am 23.08.
    -> danach zurück zu mir

    Ich wünsche schon mal allen viel Spaß beim Lesen. =)
    Zum Thema
    Daniliesings avatar
    Der junge Autor Benjamin Lebert begeistert mit seinen bewegenden Romanen ein ums andere Mal seine Leser. Und jetzt gibt es endlich ein neues Buch von ihm. Auch "Im Winter dein Herz" verspricht wieder spannende und emotionale Lesestunden. Über diese könnt ihr euch in dieser Lesrunde austauschen. Etwas mehr zum Inhalt erfahrt ihr hier: Wenn der erste Schnee fällt, ziehen sich die Menschen zurück in ihre Häuser und halten Winterschlaf wie die Tiere. Robert, Annina und Kudowski, drei in dem kleinen Ort Waldesruh Gestrandete, bleiben wach und machen sich auf den Weg. In einem schwarzen Suzuki Samurai fahren sie durch ein weißes, vom Winter erfasstes Land. Es ist das Land, das man kennt, und doch ist es anders. Das Schweigen der Häuser, die verschlossenen Fensterläden erzählen von tiefen Träumen, und kaum ein Mensch zeigt sich auf den Straßen. Die drei Reisenden kennen sich nicht gut. Der Zufall hat sie zusammengeführt – jeder mit seiner Geschichte und seinen Geheimnissen –, und ihre Fahrt durch den Schnee in Richtung Süden wird zu einer Reise dorthin, wo nicht nur der Winter zu Ende geht. Benjamin Lebert erzählt in seinem Roman die perfekte Geschichte zum aktuellen Wetter in Deutschland. Eine winterliche Reise sowie besondere Freundschaften stehen im Mittelpunkt und machen das Buch zu einer wunderbaren Lektüre - besonders für die kalten Tage. Die Leseprobe zum Buch gibt schon einen tollen ersten Einblick: http://www.bic-media.com/dmrs/widget.do?layout=singlepage&clickTeaser=no&arrowTeaser=yes&isbn=9783455403602 Für "Im Winter dein Herz" von Benjamin Lebert aus dem Hoffmann und Campe Verlag suchen wir 35 Testleser, die das Buch gleichzeitig lesen, sich hier darüber austauschen und abschließend eine Rezension schreiben möchten. Wir vergeben 25 Exemplare des gedruckten Buches und 10 E-Books. Bitte schreibt dazu, welches Format ihr lesen möchtet und welches Lesegerät ihr verwendet. Dazu habt ihr große Lust? Dann bewerbt euch bis einschließlich 15.02. mit eurer Antwort auf die nachfolgende Frage im Unterthema "Bewerbung und Bekanntgabe der Gewinner": Könntet ihr euch vorstellen, euch einfach mal ins Auto zu setzen und eine Reise anzutreten, spontan, ohne sie vorher lange zu planen? Was würde euch daran reizen? Würdet ihr euch eine Strecke überlegen oder einfach sehen, wohin der Weg euch führt? Der Autor wird die Leserunde übrigens begeleiten und beantwortet gern eure Fragen!
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