Ginny Moon hat einen Plan

von Benjamin Ludwig 
4,8 Sterne bei38 Bewertungen
Ginny Moon hat einen Plan
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Kuhni77s avatar

Ginny wächst einem ans Herz. Man fühlt. leidet und freut sich mit ihr.

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Von Minus-Ginny zu Ginny-Quadrat

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Inhaltsangabe zu "Ginny Moon hat einen Plan"

Ginny Moon ist vierzehn Jahre alt, liebt Michael Jackson – und wenn sie nicht jeden Morgen neun Trauben frühstücken kann, droht der Tag in einer Misere zu versinken. Bei ihren dritten Pflegeeltern hat sie endlich ein Zuhause gefunden. Andere wären jetzt glücklich. Aber Ginny versteht die Welt nach ihrer eigenen Logik. Ob ihre leibliche Mutter nun gemeingefährlich ist oder nicht: Ginny muss sie finden. Dafür nimmt sie nicht nur Verfolgungsjagden mit der Polizei und die eigene Entführung in Kauf, sondern muss auch lernen, dass sich das Leben manchmal nicht in ungeraden Zahlen fassen lässt…

„Der herzzerreissende Roman liest sich wie ein Krimi, Seite um Seite ist man darauf gefasst, dass etwas Schreckliches passiert. Der Autor Benjamin Ludwig, der selber Adoptivvater einer autistischen Tochter ist, kennt die Probleme im Umgang mit solchen Teenagern. Es ist ihm gelungen, eine äussert mitreissende und authentisch wirkende Geschichte zu schaffen.“ (Freiburger Nachrichten)

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783959670999
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:380 Seiten
Verlag:HarperCollins
Erscheinungsdatum:11.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    booknerd84s avatar
    booknerd84vor 10 Monaten
    Eine wunderbare Geschichte um ein mutiges Mädchen

    Titel: Ginny Moon hat einen Plan Autor: Benjamin Ludwig Verlag: Harper Collins Seitenanzahl: 384Inhalt/Klappentext:

    Ginny Moon ist vierzehn Jahre alt, liebt Michael Jackson - und wenn sie nicht jeden Morgen neun Trauben frühstücken kann, droht der Tag in einer Misere zu versinken. Bei ihren dritten Pflegeeltern hat sie endlich ein zu  Hause gefunden. Andere wären jetzt glücklich. Aber Ginny versteht die Welt nach ihrer eigenen Logik. Ob ihre leibliche Mutter nun gemeingefährlich ist oder nicht: Ginny muss sie finden. Dafür nimmt sie nicht nur Verfolgungsjagden mit der Polizei und die eigene Entführung in Kauf, sondern muss auch lernen, dass sich das Leben manchmal nicht in ungeraden Zahlen fassen lässt...

    Mein Fazit: 

    Mit Ginny Moon hat einen Plan ist dem Autor ein wirklich grandioses Debüt gelungen. Durch den sehr guten Schreibstil konnte man sich direkt in Ginny hineinversetzen und die Kleine ins Herz schließen. Sie ist ein wirklich starkes und mutiges Mädchen, welches sich auch von Rückschlägen nicht entmutigen lässt. Auch wenn sie zum Teil etwas emotionslos rüberkam, was bei Autismus normal ist, so lernt man dieses Mädchen wirklich kennen und lieben. 

    Mit diesem Buch bekommt der Leser, einen besonderen Einblick in die Welt und das alltägliche Leben. Benjamin Ludwigs Debüt-Roman ist sehr einfühlsam, emotional und teilweise etwas bedrückend. 
    Ich fand das Buch auf jeden Fall sehr spannend und interessant zu lesen. Es war ein Buch, welches mir auf jeden Fall noch länger im Gedächtnis bleiben wir. 
    Eine wirklich  tragisch, schöne Geschichte, mit einem dazu passenden und sehr gelungenen Ende. Ich kann hierfür eine klare Leseempfehlung aussprechen und vergebe 5 von 5 Sterne. 

    Liebe Grüße
    eure Jasmin (booknerd84)




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    Eva-Maria_Obermanns avatar
    Eva-Maria_Obermannvor 10 Monaten
    ausergewöhnliche Perspektive

    Für Ginny Moon vielleicht undenkbar, so eine Bauchentscheidung. Sie ist vierzehn und lebt bei Pflegeeltern. Dort geht es ihr gut, sie besucht eine Klasse für Kinder mit besonderen Bedürfnissen, denn Ginny ist nicht, wie viele andere. Es wird im Roman nie genau bezeichnet, doch ich würde als Laie sagen, dass Ginny Autistin ist. Zum Frühstück braucht sie genau neun Trauben, ein Tagesablauf funktioniert nur, wenn sie eine Plan hat. Ginny versteh alles wortwörtlich und nimmt ihre Umgebung auf spezielle Art und Weise war. Als Ich-Erzählerin ist das sehr faszinierend, weil ich immer wieder überlege, was Ginny aus meiner Perspektive gerade erlebt und wie sie alles versteht. Das erweitert ungemein mein Blickfeld und lässt mich generell über meine Wahrnehmung nachdenken.

    Doch das allein ist natürlich nicht der Clou der Geschichte, es bildet allerdings den Rahmen, denn ein anderes Kind hätte vollkommen unterschiedlich reagiert und vor allem kommuniziert. Ginny wird bald eine große Schwester, denn ihre Herzensmutter ist schwanger. Doch eigentlich will Ginny nur ihre Babypuppe, die noch bei ihrer Mutter sein muss. Das Bewusstsein, für diese Babypuppe sorgen zu müssen, ist so umfassend, dass es Ginnys einziger Gedanke wird. Jeder ihre Schritte zielt darauf ab. Was für mich als Leserin relativ einfach zu verstehen war, wird im Roman als großes Geheimnis aufgebauscht. Aus einem einzigen Grund: Die Erwachsenen hören Ginny nicht richtig zu. Das macht es für mich plausibel und zeigt gleichzeitig, wie kategorisierend gerade die Pflegeeltern und die Psychiaterin von Ginny sind. Für sie ist Ginnys Wahrnehmung verfälscht, darum glauben sie ihr lange nicht.

    Auch danach hadere ich als Leserin vor allem mit diesen Erwachsenenfiguren. Weil ein Problem erkannt, aber abgetan wird. Weil Ginny ausgeklammert wird. Aus ihrer Perspektive auf eine ganz andere Weise, als aus meiner. Doch gerade das ist für sie ausschlaggebend. Sie fasst einen Plan, der mehrere Leben nachhaltig beeinflusst. Schnell wird dem Leser klar, dass Ginny dabei in mehrfacher Hinsicht ein Dreh- und Angelpunkt ist, aber durchweg unterschätzt wird. So, dass es mir fast etwas zu viel wurde. Überforderte Mutter, überforderte Pflegeeltern, überforderte Psychiaterin und die Frage, die mich irgendwann umtrieb, wer denn entscheidet, welche Überforderung ok, und welche es nicht ist. Der Roman versucht da tiefschichtig zu werden, Fehler auf vielen Seiten zu zeigen und lässt mich rätselnd zurück. Rätselnd, weil das Buch gut ist, faszinierend und bewegend.

    Und jetzt kommt das große Aber. Denn Ginnys Selbstdefinition als eine „Mutter“ wird nicht kompensiert und in neue Bahnen gelenkt, sondern übertragen. Der tiefe Grundsatz des Romans ist, dass Mütter „gut“ zu sein haben – nicht, dass es leicht ist, eine gute Mutter zu sein (das rechne ich dem Roman hoch an). Dennoch scheint es gerade für Ginny der Lebenszweck geworden zu sein, eine Rolle als Mutterfigur anzunehmen. Dass ihre Pflegemutter nach der Geburt des Babys zu einer Glucke mutiert, die das Baby ständig von Ginny fernhält, finde ich dabei auch schwierig.

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    MosquitoDiaos avatar
    MosquitoDiaovor 10 Monaten
    Atemberaubend und überwältigend!

    Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass das Buch dann schon wieder eine kleine Weile bei mir auf den SuB lag, da ich gerade eher dem Fantasywahn verfallen bin. Weil ich es aber nicht noch weiter aufschieben wollte, habe ich es mir endlich vorgenommen und war von den ersten Seiten schon absolut begeistert!
    Gleich zu Beginn wird man in die Welt von Ginny rein geworfen, kann aber vieles einfach noch nicht greifen.
    Kurz darauf, was ich gar nicht erwartet hätte, musste ich das Buch aber auch schon wieder zur Seite legen, weil ich gemerkt habe, das mir die Thematik doch sehr nahe gegangen ist.

    Ginny leidet an einer Entwicklungsstörung und Autismus, was beides wohl auf ihre schlimme Kindheit zurückzuführen ist, von der man eine Menge erahnt, aber zum Glück nur stückchenweise dargelegt bekommt.
    Denn an dieser Stelle kann ich wirklich nur sagen, dass es für mich schon fast zu viel ist.
    Dafür aber auch unglaublich authentisch. Durch die vielen ungeklärten Aspekte, stand ich beim Lesen durchgehend unter Strom. Einerseits hätte ich das Buch immer gerne wieder zur Seite gepackt, dann wollte ich aber auch einfach mehr erfahren.

    Das alles aus der Sicht von Ginny zu erleben war wirklich einzigartig. Ein so junger Mensch sollte einfach noch nicht so viel Grausames erlebt haben. Wobei, kein Mensch sollte diese Erfahrungen machen müssen.
    Für Ginny jedoch wird jede noch so scheinbar kleine Hürde zu einem inneren Konflikt, den sie selbst nicht lösen kann. Es hat mir wirklich das Herz zerrissen, wenn ihre Mitmenschen sie einfach nicht verstanden haben.

    Doch da es nicht nur ihre Vergangenheit ist, die Ginny bewegt, sondern vor allem ihre derzeitige Situation, in der sie sich nicht zurecht findet, passiert so unglaublich viel, dass man kaum zum durchatmen kommt.
    Durch so viele offene Fragen hält sich der Spannungsbogen konstant, doch auch auf emotionaler Ebene ist es eine wahre Achterbahnfahrt, wobei leider die traurigen und herzzerreißenden Momente bei weitem überwiegen.
    Soviel Leid und Trauer hatte ich schon lange nicht mehr in einem Buch.
    Wer ein Fan von dem Buch Der Koffer von Robin Roe hat, sollte auch zu dieser Geschichte greifen.

    FAZIT

    Diese Geschichte hat mir einfach so viel mehr geboten, als ich je erwartet hätte. Mit einer tragischen und herzzerreißenden Thematik, das ich es immer mal wieder zur Seite legen musste, aber dennoch nicht den Kopf freibekommen habe.
    Auch wenn mich dieses Buch wirklich zerstört und des Öfteren zum Weinen gebracht hat, kann ich es jedem nur ans Herz legen.

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    Kuhni77s avatar
    Kuhni77vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ginny wächst einem ans Herz. Man fühlt. leidet und freut sich mit ihr.
    Die Gefühle fahren Achterbahn

    INHALT:
     
    Ginny Moon ist ein besonderes Kind. Sie ist 14 Jahre alt, liebt Michael Jackson und ist Autistin. Ginny braucht ihre festen Rituale und wenn sie morgens nicht genau 9 Weintrauben frühstücken kann, droht der Tag in einer Misere zu enden. Sie lebt bei ihren dritten Pflegeeltern und hat dort ein Zuhause gefunden. Doch Ginny hat eigene Vorstellungen von ihrem Leben und lebt nach ihrer eigenen Logik. Obwohl ihre leibliche Mutter sehr gefährlich ist, möchte Ginny sie unbedingt finden und setzt alles daran, mit ihr Kontakt aufzunehmen. Sie nimmt Verfolgungsjagden mit der Polizei oder ihre eigene Entführung in Kauf, nur um ihre Mutter und ihre Babypuppe, die sie sehr vermisst, zu finden.

    MEINUNG:

    Ich war wirklich sehr gespannt auf dieses Buch, sind wir doch auch Pflegeeltern und kennen die Problematiken, die mit einem Pflegekind entstehen können.

    Ginny habe ich direkt in mein Herz geschlossen und hätte sie am liebsten selbst aufgenommen. Durch ihren Autismus ist es natürlich noch etwas schwerer sie zu verstehen und mit ihr zu leben. Bei Ginny läuft alles nach Plan und es darf wirklich nichts dazwischen kommen. So wird sie z. B. schon sehr nervös, wenn sie mal nicht um 9 Uhr ins Bett gehen kann. Ginny braucht ihre Rituale, ihre 9 Weintrauben und ganz besonders ihre Babypuppe. Um die hat sie sich schließlich immer gekümmert,  als sie noch bei ihrer Mutter Gloria gelebt hat.

    Die Babypuppe nimmt einen großen Stellenwert bei Ginny ein und sie ist richtig verzweifelt, dass sie ihr nichts mehr zu Essen geben oder ihre Windeln wechseln kann. Ich hatte da so eine Ahnung, auf die möchte ich aber hier nicht näher eingehen.

    Bei den Pflegeeltern war ich mir nicht wirklich sicher, ob ich sie mag. Der Pflegevater Brian hat sich bemüht, aber mit der Pflegemutter bin ich gar nicht warm geworden. Maura Moon war mir zu kalt und gefühllos. Ich habe oft den Eindruck gehabt, dass sie Ginny nicht mehr möchte, ganz besonders, als das eigene Baby auf die Welt gekommen ist. Mir hat Ginny sehr leid getan, durfte sie dem Baby Wendy doch nicht zu nahe kommen oder mit ihm in einem Zimmer sein. Da habe ich mich wirklich oft gefragt, warum die Moons überhaupt ein Pflegekind aufgenommen haben. Sie waren mit der Situation, in meinen Augen, oft überfordert.

    Die Therapeutin Patrice konnte ich auch nie so richtig einschätzen. Auf der einen Seite hat sie Ginny versucht zu helfen, auf der anderen Seite hat aber auch sie Ginny nicht wirklich ernst genommen. Hier hätte ich mir gerne mehr Unterstützung im Bezug auf das Neugeborene gewünscht. Man hätte Ginny nicht von Wendy fernhalten, sondern sie mit einbeziehen sollen. Ich fand es auch sehr traurig, dass man Ginny einfach nicht ernst genommen hat.

    Benjamin Ludwig hat es mit seinem Schreibstil geschafft, einen bewegenden und mitfühlenden Roman zu schreiben. Ich habe oft sehr mitgelitten. Ich hatte Angst um Ginny und gleichzeitig war ich mit ihr traurig, wenn sie so verzweifelt nach ihrer Puppe gesucht hat. Der Roman ist spannend aufgebaut, man möchte Ginny einfach nur in den Arm nehmen, oder die Pflegeeltern wachrütteln.

    FAZIT:

    Sehr lesenswert! Der Roman berührt das Herz, macht einen oft fassungslos, traurig und wütend.

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    EvyHearts avatar
    EvyHeartvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Von Minus-Ginny zu Ginny-Quadrat
    Von Minus-Ginny zu Ginny-Quadrat

    Das Cover ist bunt, der Klappentext klingt nach Abenteuer-Geschichte – aufregend, anstrengend, aber positiv. Durch „Supergute Tage“ wusste ich, dass die Welt einer autistischen Figur nicht einfach zu erschließen ist. „Ginny Moon“ hat mich jedoch lange leiden lassen, bevor es zum Happy End kam. Das Buch konfrontiert den Leser nicht mit einem Mädchen, das anders ist. Sondern mit den eigenen Ängsten und Moralvorstellungen.


    Worum geht es?


    Ginny wurd als Kind vernachlässigt und misshandelt und lebt nun bei ihren dritten Adoptiveltern. Obwohl sich diese gut um sie kümmern und mit ihren Besonderheiten umgehen, möchte Ginny ihre „Babypuppe“ zurück haben, die sie bei ihrer leiblichen Mutter lassen musste. Sowohl die Herzenseltern als auch ihre Therapeutin nehmen das jedoch nicht ernst, sodass Ginny hartnäckig ihren Plan verfolgt, die Babypuppe zurück zu bekommen.


    Charaktere


    Ginny ist 14 Jahre alt und aus ihrer Sicht ist das Buch geschildert. Sie mag klare Regeln, Zahlen und Michael Jackson. Da sie bis zum 9. Lebensjahr von ihrer leiblichen Mutter (und deren Freund) vernachlässigt wurde, wirkt sie entwicklungs-verzögert. Die Welt wirkt durch Ginnys Augen gefiltert. Alles wird nach Regeln eingeordnet und Dinge, die nicht nach Regeln ablaufen, werden nachgefragt, bis sie eingeordnet werden können. Typisch ist, dass sie Bedeutung vieler Wörter nicht versteht. Außerdem darf Ginny z.B. nicht allein über die Straße gehen und sie ist überfordert, wenn man ihr zwei Fragen gleichzeitig stellt. Ginny erzählt und beschreibt vieles, selbst Gefühle. Sie nimmt Gefühle wenig wahr. Dinge, die für Erwachsene selbstverständlich sind, müssen für Ginny geregelt sein z.B. dass sie nicht allein den Kühlschrank öffnen darf, weil sie infolge der Vernachlässigung zuviel isst und/oder Essen versteckt. Ich fand es beklemmend, dass Ginny sich nicht allein bewegen darf. Sie wirkt unfrei. Aber ihr gibt das Sicherheit. Trotzdem wirkte sie sehr lange emotional wenig präsent. Nur, wenn es um ihre Babypuppe geht, ist sie sehr zielstrebig. Auf ihrem Weg zeigt sich, dass sie autistisch, aber nicht wehrlos ist. Sie kann andere provozieren, um sie zu manipulieren und obwohl sie nicht gern lügt, tut sie es. Manchmal ist sie stolz und möchte Verantwortung tragen. Ginny hat mir gezeigt, wie schwer es ist, wenn man nicht verstanden wird.


    Durch Ginnys Augen nimmt man Dinge intensiver wahr, die man für selbstverständlich hält. Es fällt auf, dass Ginny oft an ihrem Nägeln pult, wenn sie angespannt bzw. verunsichert oder frustiert ist. Auch „normale“ Menschen nutzen solche Strategien, um mit Anspannung umzugehen.


    Maura und Brian (Herzenseltern): Die Ärztin (?) und der Lehrer haben Ginny adoptiert, weil sie dachten, sie könnten keine eigenen Kinder bekommen. Sie haben sich mit ihren Besonderheiten angefreundet und versuchen gute Eltern zu sein. Als Maura schwanger wird und Ginnys Wunsch nach ihrer Babypuppe stärker, setzt sich eine Spirale in Gang: Die Eltern, besonders Maura, trauen Ginny nicht zu, dass sie auf das Baby aufpassen kann. Da Ginny durch ihre Suche nach der Puppe Schwierigkeiten macht, verstärkt sie das unbewusst. Ginny fühlt sich nichtmehr aufgenommen. Während Brian, der zu Ginny ein gutes Verhältnis hat, den Stress psychosomatisch (Herz) kompensiert, zieht sich Maura zurück. Für Maura spielt auch der Standesunterschied eine Rolle – sie verachtet Gloria, weil sie drogenabhängig ist. Ich fand es als Leserin traurig anzusehen, dass die Eltern überfordert sind und Ginny darunter leidet. Denn sie kann nichts dafür. Andererseits müssen sie Ginny vieles erklären und sie haben ein Baby – das würde viele Eltern überfordern.


    Gloria ist eine Figur, die nur wenig in Erscheinung tritt. Glücklicherweise erfährt man nur wenige Details dessen, was sie Ginny angetan hat. Die beiden gaunerten umher, wohnten zeitweise im Auto. Gloria ist es wichtig, dass ihre Tochter bei ihr ist. Ginny dagegen sucht nur Kontakt, um ihre Babypuppe zu bekommen. Obwohl das Trauma nur wenig präsent ist, sieht Ginny sehr klar, wie sie sich damals gefühlt hat und dass Gloria keine gute Mutter ist. Ihre Sicht auf Gloria und die Babypuppe wirkt sehr erwachsen. Dennoch wirkt Gloria auf mich wie der Bösewicht, das Ziel – aber als Figur etwas lose.


    Patrice ist Ginnys Therapeutin und ich merkte, dass selbst ihr oft der Zugang zu Ginny fehlt. Sie haben Regeln aufgestellt, aber auch Patrice nimmt die Babypuppe nicht ernst. Auf bekannte Problem kann sie gut reagieren, aber sie hat Probleme, sich auf Ginny einzulassen.


    Aufbau und Meinung (Spoiler)


    Obwohl ich lange Zeit nicht wusste, wohin die Geschichte steuern würde, war am Ende klar, dass auch Ginny eine Heldenreise durchlebt. Trotz aller Widerstände schreitet sie voran und wird am Ende mit ihrem Wunsch konfrontiert. Sie durchlebt die Situation, vor der sie ihre Eltern beschützen wollten. Und sie bewältigt sie. Die Regeln, die ich als starr empfand, halfen ihr auf dem Höhepunkt der Handlung. Ginny steht für sich ein. Sie wehrt sich und wird gehört. Ich fand es faszinierend, dass sie, obwohl sie eingeschränkt ist, Grenzen setzen kann. Und sich an ihre Regeln hält :-)


    Ich empfand das Buch nie als langweilig, aber die erste Hälfte etwas anstrengend. Erst, als Ginnys leiblicher Vater eingeführt wird, wird das Gebilde aus Regeln und Verleugnen aufgebrochen und mehr Facetten sind sichtbar.


    Was ich vermisst habe: Das Postive. Ginnys schildert überwiegend Situationen der Veränderung. Wenn sie sich zurückzieht und einen Film sieht, wenn sie glücklich ist, sieht man das selten. Es passt zur Erzählform, aber ich fand das schade.


    Fazit


    „Ginny Moon hat einen Plan“ ist nicht so lustig, bunt und abenteuerlich, wie es das Cover vermuten lässt. Es ist ein Text, der mich traurig gemacht und lange Spannung aufgebaut hat, bevor er mich erlöste. Die Welt scheint komplex – durch Ginnys Augen wirkt sie komplizierter. Oder ist das nur eine Frage der Wahrnehmung? :-)


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    Hikivor einem Jahr
    Ginny Moon – Mädchen mit Autismus

    Ginny Moon ist ein spezielles Buch, das sicherlich nicht jedermanns Geschmack trifft. Weiß man aber, worauf man sich einlässt, geht einem die Geschichte direkt ins Herz.


    Das Cover zum Buch gefällt mir da allerdings nicht so gut. Es ist zwar kein hässliches, aber aussagekräftig oder ansprechend finde ich es persönlich nicht gestaltet. (Natürlich gibt es weit schlimmere Cover.)


    Ginny Moon ist ein ganz besonderes Mädchen. Durch ihre Entwicklungsstörung haben es ihre Herzenseltern und generell die Menschen in ihrem Umfeld nicht leicht mit ihr, auch wenn sie immer nur das Beste für andere im Sinn hat.


    Das Buch hat mich sehr berührt. Stellenweise hat mir das Herz geblutet, weil es so bedrückend war und in meinen Augen niemand gut genug für Ginny war.


    Durch Ginnys Perspektive, in welcher der Roman schließlich erzählt wird, bekommt man einen guten Eindruck in die Gedankenwelt eines autistischen Menschen. Auch wenn ihre Sicht auf manchen Dinge meist schon erschreckend nüchtern rüberkommt. Man lernt allerdings zu verstehen, wie, was und warum sie so handelt, wie sie es tut. Schade nur, dass es ihrer Herzensmutter unmöglich ist, in Ginnys Herz zu blicken und ihre Beweggründe zu ergründen.

    Ich fand es schade, wie sich ihre Beziehung im Laufe der Geschichte entwickelt hat und hätte mir (um Ginnys Willen) gewünscht, dass Maura einige Fehler nicht gemacht hätte. Denn, auch wenn Fehler menschlich sind, gibt es doch einiges was Unverzeihlich ist.


    Das Ende möchte ich natürlich keinem verraten, auch wenn es mich doch einigermaßen versöhnlich gestimmt hat.

    Des Weiteren mochte ich die Geschichte echt gerne, aber dadurch, dass es stellenweise sehr bedrückend war, und in mir ein sehr mulmiges Gefühl hinterlassen hat, gibt es von mir nicht ganz die volle Punktzahl.


    Eine Leseempfehlung spreche ich für all diejenigen aus, die es schaffen sich in andere hineinzuversetzen und die gerne etwas über ein 14-jähriges Mädchen mit Autismus erfahren möchten.


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    ginnykatzes avatar
    ginnykatzevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Buch was zu Tränen rührt und aufzeigt, wie anders die Welt der besonderen Menschen doch ist.
    „Ich will etwas sagen, aber Gloria ist so laut, dass kein Raum mehr für meine Stimme bleibt“.

    „Ich will etwas sagen, aber Gloria ist so laut, dass kein Raum mehr für meine Stimme bleibt“.

    Ginny Moon ist anders. Mit ihren vierzehn Jahren scheint sie ein heranwachsender Teenager zu sein, aber der Schein trügt, denn Ginny ist ein ganz besonderer Mensch.

    In ihrem Leben hat sie schon viel durchlitten. Von ihrer Mutter vernachlässigt und geschlagen kümmert sie sich rührend um ihre Babypuppe, weil mit ihr kann sie die Welt vergessen, sie beschützen und sie liebhaben. Nachdem die Polizei sie aus der Wohnung befreit hat, kommt sie zu Pflegeeltern, aber Ginny kann sich nicht eingewöhnen, sie braucht Regeln, die ihr den Alltag erleichtern. Sie versucht auszureißen, aber sie wird immer wieder aufgegriffen und kommt dann zu den nächsten Pflegeeltern.

    Als sie zu Maura und Brian Moon kommt, scheint endlich ein Zuhause für Ginny gefunden zu sein. Sie bekommt regelmäßig Essen und Trinken, geht zur Schule und bekommt eine Therapie. Es gibt sehr viel aufzuarbeiten. Aber immer wieder erzählt Ginny von ihrer Babypuppe und dass sie für sie sorgen muss. Bei Gloria, ihrer leiblichen Mutter, ist sie nicht sicher. Doch keiner misst dem wirklich viel Bedeutung zu. Dann wird Maura schwanger und alles ändert sich. Ginny bekommt neue Regeln auferlegt. Wenn das Baby da ist, darf sie sich ihm nicht nähern und sie es nicht anfassen.

    Nun reift in Ginny ein Plan, sie muss ihre leibliche Mutter finden und ihre Babypuppe retten. Alle ihre Pläne versucht sie zu verwirklichen, aber immer kommt irgendetwas dazwischen. Und dann taucht plötzlich Gloria vor ihrer Schule auf.

    Die Ereignisse überschlagen sich. Ginny, die einen geregelten Alltag braucht, verkriecht sich immer mehr in sich selbst und tut Dinge, die sie eigentlich gar nicht darf. Sie bricht alle Regeln und läuft erneut fort.

    Fazit:

    Der Autor Benjamin Ludwig schreibt hier einen Roman über ein autistisches Mädchen namens Ginny Moon. Sofort bin ich bei ihm.

    Die Charaktere beschreibt der Autor mit sehr viel Feingefühl. Ich mochte Ginny von Anfang an sehr. Ihre Besonderheit ist sehr gut herausgearbeitet und verdeutlicht dem Leser, wie Ginny denkt und ihre genauen Regeln braucht, egal ob beim Frühstück mit 9 Weintrauben, so auch der ganze Tagesablauf, der gut strukturiert sein muss. Maura fand ich überfordert mit der ganzen Situation und auch das kam sehr gut rüber. Alle Protagonisten fand ich gut dargestellt und passten in die Geschichte.

    Der Schreibstil lässt sich sehr flüssig lesen. Was mich hier störte war das dauernde Schreiben von Herzensmenschen für ihre Eltern. Sicher sind Autisten anders, aber irgendwie war mir das ein wenig zu übertrieben dargestellt.

    Ein interessantes Buch was dem Leser einen Einblick vom Leben eines heranwachsenden besonderen Teenagers gibt. Ich kann nur sagen, dass ich schon einige Bücher über Autismus gelesen habe und dies hier sehr gut die ganz andere Denkweise rüber ringt. Manche Sätze und Umstände in diesem Buch haben mir schon die Tränen in die Augen getrieben, so wie dieser hier: „Ich kann doch nicht als niemand in einem großen Nichts leben.“ Sie beschreiben so genau die Hilflosigkeit und das verquere Verständnis für die eigene Person.

    Ich vergebe hier gerne 4 Sterne und eine Leseempfehlung. 

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    Elizzys avatar
    Elizzyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine unglaublich berührende Geschichte mit Charakteren, die einen packen können!
    Ein Charakter, der einem sofort ans Herz wächst.

    Zusammengefasst

    Ginny Moon wird mit neun Jahren von der Polizei geholt und von ihrer drogenabhängigen Mutter getrennt. Doch die ersten beiden Familien passen ihr nicht und so läuft sie ihnen einfach davon. Als sie dann aber zu ihren Herzenseltern im blauen Haus ankommt fühlt sie sich eine ganze Zeit lang richtig wohl. Ginny ist autistisch und so fällt es ihr manchmal schwer zwischen den vielen Wörtern zu entscheiden was für sie wahr ist. Denn Ginny Moon nimmt alles wörtlich und so müssen ihr ihre Herzenseltern oft auf die Sprünge helfen und ihr erklären was Redensarten sind. Als ihre Herzensmutter schwanger wird verändert sich etwas in Ginny, denn sie erinnert sich an ihre Babypuppe. Die Puppe, die sie im Koffer versteckt hatte, als sie von der Polizei abgeholt wurde.

    Sofort wird dem Leser klar, dass dies nicht eine normale Babypuppe für Ginny war. Denn sie beschliesst sich einen Plan auszudenken, wie sie ihre Babypuppe zurück bekommt. Doch dieser Plan beinhaltet wieder Kontakt mit ihrer leiblichen Mutter aufzunehmen, einer Mutter, die sie geschlagen, misshandelt und beinahe verhungern liess…

    Ich weiss nicht, was eine Szene machen bedeutet, aber ich weiss, dass Gloria laut herumschreit, wenn sie wütend ist, und dann immer streiten will. Sie macht dann auch Sachen kaputt und schlägt Leute. S. 34

    Darüber Gedanken gemacht

    Auch wenn die Zusammenfassung sehr düster klingt, hat Benjamin Ludwig mit Ginny Moon einen unglaublich reizenden und echten Charakter geschaffen. Das Buch wird aus ihrer Sicht geschrieben und so erfährt der Leser, wie es ist mit Autismus zu leben. Ginny Moon’s Alltag muss komplett durchgeplant sein und sie muss zu jeder Zeit wissen, was wann als nächstes passieren wird. Denn sonst wird sie unruhig. Besonders interessant war es zu lesen wie Ginny Moon manchmal in ihrem Kopf verschwindet, um über die Dinge nachzudenken.

    Bevor ich raus zum Bus ging, habe ich die fünf Scheiben Brot gezählt, die noch in der Tüte waren, und meine Herzensmutter sagte, das Wort beinahe bedeutet fast, aber nicht genau. S. 57

    Viele Sachen, die ihr zugestossen sind erfährt man immer nur Häppchenweise und dies ist auch gut so, denn vieles ist nur schwer zu verdauen und für uns unfassbar. Manchmal machten mich die Geschehnisse auch so wütend, dass ich das Buch beiseite legen musste. Am liebsten hätte ich sie ständig in den Arm nehmen wollen.

    Besonders tragisch fand ich die Tatsache, dass niemand Ginny so richtig über ihre Babypuppe oder Mutter aufklären wollte und sie sich so viel zu oft in ihrem Kopf abkapselte. Doch trotz allem ist sie ein starker Charakter, der neben der Pubertät, die sie auch noch durchmachen muss, viel neues über sich erfährt und auch charakterlich wächst.

    Aber ich meine nicht ihn, sondern den einzigen Menschen, der mich von hier wegbringen kann, auf die andere Seite der Gleichung, auf der ich nicht mehr
    (-Ginny) bin. Doch es gibt ihn nicht mehr. S. 236

    Gefiel mir sehr

    Besonders mochte ich Ginny’s Art wie sie jedesmal wenn ein Plan scheiterte nicht aufgab und sich wieder etwas ausdachte. Ihr Wille ist so stark, da könnte sich manch einer eine Scheibe davon abschneiden.

    Gefiel mir nicht

    Manchmal wurden mir einzelne Szenen zu oft wiederholt und so hatte ich hin und wieder das Gefühl, dass die Geschichte nicht richtig voran kommen konnte. Aber dies war zum Glück nicht allzu störend.

    Schreibstil & Cover

    Ich mochte den Schreibstil sehr, denn er war auf jeden Fall dem Alter entsprechend und man konnte sofort eine Verbindung zu Ginny aufbauen. Das Cover ist sehr bunt und irgendwie passt es nicht wirklich zur Geschichte, da finde ich das Original Cover fast schöner.

    Fazit

    Eine tragisch schöne Geschichte mit einem gelungenen Ende, ich kann euch das Buch auf jeden Fall empfehlen, sage euch aber schon im Voraus, dass es doch unter die Haut gehen kann.

    Bewertung
    Buchlänge ♥♥♥♥ (4/5)
    Schreibstil ♥♥♥♥♥ (5/5)
    Botschaft ♥♥♥♥♥ (5/5)
    Lesevergnügen ♥♥♥♥♥ (5/5)

    Hier geht es zur Leseprobe.
    Hier könnt ihr das Buch kaufen

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    raveneyes avatar
    raveneyevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein gelungener Blick auf die Welt durch die Augen einer Autistin
    Ginnys Welt

    Ginny ist 13 und wohnt im blauen Haus bei ihren Adoptiveltern. Alles könnte so schön sein, wäre da nicht die Sorge um ihre Babypuppe, die bei ihrer Mutter geblieben ist.

    Das Cover ist bunt und seht ansprechend.

    Ginny Moon ist die 13jährige Ich-Erzählerin dieser Geschichte, aber Ginny sieht die Welt anders, denn sie ist Autistin.
    Für Ginny besteht das Leben aus festen Regeln und sie mag keine Unregelmäßigkeiten oder Dinge, die sie nicht versteht.

    Dieses Buch gewährt dem Leser einen ganz neuen und anderen Blick auf die Welt und das alltägliche Leben.
    Neben Ginny gibt es noch einige andere Personen, die, genau wie Ginny, sehr gut gezeichnet sind und durch ihr Verhalten und ihre Aussagen noch mal eine andere Ebene zu Ginnys Erzählung beitragen.

    Das Buch lässt sich flüssig lesen und ist gut verständlich. Kann einen aber doch ganz schön mitnehmen. Nicht nur wegen Ginny, sondern auch wegen den Entscheidungen und Ansichten einiger Charaktere, die ich so nicht unterschreiben würde. Aber dies zeigt ja auch, das mich das Buch nicht kalt gelassen hat.

    Ich finde das Thema sehr gut umgesetzt und dem Leser näher gebracht. Hat mir gefallen.

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    papaverorossos avatar
    papaverorossovor einem Jahr
    Kurzmeinung: Umglaublich direkt, ein Einblick in das Herz eines extrem mutigen kleinen Mädchen, das (nebenbei) autistisch ist.
    Ein unglaublich mutiges kleines (autistisches) Mädchen

    Ginny Moon ist ein besonderes Mädchen. Ihre Mutter liebt sie, kann sich jedoch nicht gut um sie kümmern. Verschiedene Pflegeeltern können sich um sie kümmern, lieben sie aber nicht. Nun scheint Ginny die richtigen Pflegeeltern gefunden zu haben, die mit ihrer leichten Form des Autismus umzugehen wissen. Jedoch nur so lange, bis die Pflegeeltern ein eigenes Baby bekommen. Wird Ginny lernen, mit dem Kind umzugehen? Was hat es mit dieser „Babypuppe“ an sich, das Ginny immer erwähnt? Und warum möchte Ginny trotz allem zu ihrer Mutter zurück?


    Dieses Buch hat mich mit seiner Einfachheit und Direktheit mitten ins Herz getroffen. Ohne Umschweifen lernen wir, wie ein Kind mit Autismus zu denken und zu fühlen. Ich habe mich vielmals über die Welt der Erwachsenen da draußen, die nicht zu verstehen scheinen. Und ich habe mich dabei ertappt zu denken, dass ich inzwischen auch eine der Erwachsenen da draußen bin.


    Ein Buch, das uns lehrt zuzuhören. Und liebend zu akzeptieren.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    HarperCollinsGermanys avatar

    Wir von HarperCollins Germany laden euch herzlich zur Leserunde des neuen Romans

    "Ginny Moon hat einen Plan" von Benjamin Ludwig

    ein. Bitte bewerbt euch bis zum 11.09.2017 für eines von 30 Leseexemplaren (Hardcover) und zur gemeinsamen Diskussion sowie Rezension des Romans.


    Über den Inhalt:

    Ginny Moon ist vierzehn Jahre alt, liebt Michael Jackson -- und wenn sie nicht jeden Morgen neun Trauben frühstücken kann, droht der Tag in einer Misere zu versinken. Bei ihren dritten Pflegeeltern hat sie endlich ein Zuhause gefunden. Andere wären jetzt glücklich. Aber Ginny versteht die Welt nach ihrer eigenen Logik. Ob ihre leibliche Mutter nun gemeingefährlich ist oder nicht: Ginny muss sie finden. Dafür nimmt sie nicht nur Verfolgungsjagden mit der Polizei und die eigene Entführung in Kauf, sondern muss auch lernen, dass sich das Leben manchmal nicht in ungeraden Zahlen fassen lässt …

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    Viel Glück und ein tolles Leseerlebnis wünscht dir das Team von HarperCollins Germany

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    Letzter Beitrag von  Line88vor 10 Monaten
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