Benjamin Maack

 4 Sterne bei 47 Bewertungen

Lebenslauf von Benjamin Maack

Benjamin Maack, geboren 1978, studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Volkskunde. Er veröffentlichte die Kurzgeschichten- und Gedichtbände Du bist es nicht, Coca Cola ist es (2004), Die Welt ist ein Parkplatz und endet vor Disneyland (2007) und Monster (2012). Neben weiteren Auszeichnungen wurde ihm beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2013 der 3sat-Preis sowie der Förderpreis zum Hermann-Hesse-Preis 2016 verliehen. Er lebt und arbeitet als Autor und Journalist in Hamburg.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein (ISBN: 9783867374019)

Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein

Erscheint am 28.10.2022 als Hörbuch bei Audiolino.

Alle Bücher von Benjamin Maack

Cover des Buches Monster (ISBN: 9783442748112)

Monster

 (13)
Erschienen am 14.04.2015
Cover des Buches Du bist es nicht, Coca Cola ist es (ISBN: 9783980878821)

Du bist es nicht, Coca Cola ist es

 (6)
Erschienen am 01.06.2004

Neue Rezensionen zu Benjamin Maack

Cover des Buches Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein (ISBN: 9783518471913)
michellebetweenbookss avatar

Rezension zu "Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein" von Benjamin Maack

Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein
michellebetweenbooksvor 3 Monaten

In diesem Buch beschreibt Benjamin Maack sein Leben mit den Depressionen. Er schreibt über das was ihn bewegt und was ihm durch den Kopf geht. Außerdem beschreibt er seine Gedanken über sich selbst, über seine Familie und über seinen Beruf. Nebenbei berichtet er auch aus der Psychiatrie und beschreibt die Klinik, was er dort macht, was er lernt und wie er einen Weg findet, um gegen seine Depressionen anzukämpfen und spricht offen über Antidepressiva.

"Depressionen sind schlau, sie machen es sich in deinem Kopf bequem und tun so lange so, als wären sie ein Teil von dir, bis du es glaubst, und dann sind sie es."

Ich habe bisher noch kein Buch von dem Autoren gelesen und er war mir bis dahin auch noch gar nicht bekannt. Gerade durch seinen Titel des Buches wurde ich neugierig auf das Buch und auf das was Benjamin Maack dort niederschreibt. Es ist wirklich ein tolles Buch, das die Depressionen sehr gut darstellt. Benjamin Maack hat mit diesem Buch wirklich großartige Arbeit geleistet, die man würdigen sollte.

Wenn man dieses Buch liest, sollte man sich bewusst sein, dass die Inhalte einen doch schon triggern könnte und das wenn man in einer depressiven Episode steckt, ich nicht empfehlen würde dieses Buch zu lesen. Ansonsten finde ich, dass dieses Buch gerade für Betroffene sehr hilfreich sein kann. Benjamin Maack beschreibt in diesem Buch seine Depressionen und man sollte sich immer vor Augen halten, dass jede Depression unterschiedlich ist und wirklich niemals gleich ist, was auch gut ist.

Benjamin Maack beschreibt seine Depressionen offen und ehrlich und zeigt ein gutes Bild davon, wie man sich mit Depressionen fühlt. Daher kann ich dieses Buch auch Menschen empfehlen, die nicht von dieser Erkrankung betroffen sind, aber dennoch können sie etwas über die Menschen lernen, die mit dieser Erkrankung zu kämpfen haben. Denn der Autor schafft Transparenz und schafft ein authentisches und ein wirklich ehrliches Bild von der Erkrankung und das ist heutzutage unfassbar wichtig. Auch als Nichtbetroffene Person bekommt man einen sehr guten Einblick in die verschiedenen Situationen und auch eine ehrliche Gefühle und Stimmungsschwankungen. Man mag das Buch gar nicht aus der Hand legen.

Benjamin Maack beschreibt diese Dinge rund um die Depressionen ehrlich und spannend, sodass man das Buch wirklich gut durchlesen kann und man erfahren muss, was uns der Autor noch ans Herz legt. Ich finde er hat einen recht angenehmen und leichten Schreibstil, was einem gut dabei hilft, das Buch durchzulesen und innerhalb kurzer Zeit zu verschlingen. Das hab ich zumindest.

,,Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein‘‘ ist ein Titel und ein Buch, dass einem nicht so locker und leicht aus dem Kopf geht. Denn es bleibt im Gedächtnis und man denkt auch mehrere Tage nach dem Lesen über das Buch nach und man setzt sich mehr mit sich selbst und mit seinen Mitmenschen auseinander. Über Depressionen zu lesen, ist nicht wirklich schön, aber dennoch wirklich wichtig, was auch ein Grund dafür ist, weshalb ich es jedem empfehlen kann. Das Buch ist unglaublich wichtig für unsere Mitmenschen und Betroffene.

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Cover des Buches Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein (ISBN: 9783518470732)
Babschas avatar

Rezension zu "Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein" von Benjamin Maack

Innenansichten einer Depression
Babschavor 2 Jahren

Wer gerne mal wissen möchte, wie sich eine ausgewachsene klinische Depression anfühlt, der sollte diesen unter die Haut gehenden Bericht eines Betroffenen aus erster Hand unbedingt lesen. Der Autor bekommt vier Jahre nach einer ersten Episode erneut mit ihr zu tun, und zwar die volle Breitseite. Permanente Niedergeschlagenheit, sozialer und innerer Rückzug, Verlust jeden Selbstwertgefühls, stattdessen Wut und Hass auf sich selbst, Panik bei der Wahrnehmung der eigenen Veränderung und der Folgewirkung vor allem auf seine Frau und seine beiden Söhne, vollständige Gefühllosigkeit  bis hin zur inneren Erstarrung, alles über Monate seine ständigen Begleiter, bis er sich dann endlich erneut selbst in die Psychiatrie einweist, wo man ihn zunächst medikamentös einstellt und therapeutisch bis zu seiner späteren Entlassung begleitet.

Maack stellt sich im Buch seiner ihn laut eigener Aussage bis heute eng begleitenden Krankheit in ehrlichster, drastischster, ja geradezu meisterhafter Form und vermittelt dem Leser damit Einblicke in die tiefsten Gedanken und Empfindungen einer hochdepressiven Person vor, während und nach einer Episode, wobei man nebenbei auch sehr interessante Einblicke in den Klinikalltag der Psychiatrie erhält. Es ist schwer und befremdlich, diese nachzuvollziehen, zu lesen, wie Maack seine Persönlichkeit quasi aufspaltet, sich selbst nur noch als depressiven, manischen Kranken, als „Fehler“ wahrnimmt, den er aus vollem Herzen hasst und dessen gleichzeitig größte Angst als Hilfesuchender in der Klinik es ist, als Simulant eingestuft und wieder entlassen zu werden, dabei gleichzeitig wissend um den Verlust seiner sozialen Bindungen einschließlich seiner Familie, die zum Glück aber bedingungslos zu ihm steht.

Am beklemmendsten zu lesen war, wie irgendwann auch die letzte Hoffnung in ihm stirbt und sich in seinem Kopf alles nur noch um Tod und Suizid als einzigen Ausweg dreht, den er sich in den schillerndsten und vielfältigsten Formen ausmalt. Aber zuletzt schafft er es dann doch, mit Blick auf seine Familie diesen Weg nicht zu gehen, sondern irgendwann ins „normale Leben“ zurückzukehren, wenn auch mit permanenter medikamentöser Unterstützung, reduziertem Job, eingeschränkten Emotionen, schlechtem Schlaf und der unterschwellig immer präsenten Angst vor einem Rückfall.

Ein durch seine eigenwillige stilistische Textaufmachung in Verbindung mit der immens starken, direkten und drastischen Sprache des Autors absolut überzeugendes Buch, das einem das Krankheitsbild der Depression nochmal sehr plastisch vor Augen bringt.  

Kommentare: 1
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Cover des Buches Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein (ISBN: 9783518470732)

Rezension zu "Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein" von Benjamin Maack

Wenn das noch geht kann es nicht so schlimm sein
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Der Autor berichtet, einer etwas eigenwilligen Chronologie folgend, was ihm durch den Kopf geht, was ihn bewegt, welche Gedanken er sich über sich, seine Familie, seinen Beruf, die Mitpatienten, die Therapeuten, die Ärzte, die Klinik usw. macht. Manchmal können das lapidare Feststellungen oder nur wenige Worte sein, manchmal legt er aber auch sein Innerstes schonungslos offen, z.B. plötzliche Suizidgedanken in seinem Kopf nach der Einnahme eines neuen Medikaments.

"Depressionen sind schlau, sie machen es sich in deinem Kopf bequem und tun so lange so, als wären sie ein Teil von dir, bis du es glaubst, und dann sind sie es."

Das Buch ist sicherlich auch für Betroffene geeignet, aufgrund der Machart und des Schreibstils würde von einer Lektüre während einer aktiven, schweren Depression allerdings abraten. Maack schreibt ein wenig so, wie sich eine Depression gedanklich abspielt - mit Lücken, Unterbrechungen und einer sich durch das gesamte Buch schlängelnden Inkohärenz. Das lässt die Erkrankung auf der einen Seite sehr gut nachvollziehen, und auf der anderen Seite sollte man als Betroffener durchaus eine gewisse Vorsicht walten lassen, nicht unnötig getriggert zu werden. Eine gewisse Grundstabilität sollte man für das Lesen durchaus mitbringen - ist diese gegeben, steht auch als Betroffener der Lektüre nichts im Weg.

Benjamin Maack schildert - sprachlich äußerst gewandt und so spannend geschrieben, dass man das Buch wirklich gut durchlesen kann - welche Konsequenzen seine Depression auf Familie, Beruf und natürlich das eigene Wohlbefinden hatte. Wie sich die Medikamente für ihn ausgewirkt haben. Wie er seine Klinikaufenthalte erlebt hat.

Es wirkt absolut ehrlich und authentisch. Man kann sich sehr gut in die verschiedenen Situationen und Gefühlslagen einfinden. Ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen. 

‚Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein‘ ermöglicht ein tiefes Eindenken und Einfühlen in eine Depression. Darüber zu lesen ist nicht schön und nicht einfach, aber mehr darüber zu erfahren und dadurch mehr zu verstehen, ist meiner Meinung nach enorm wichtig und längst überfällig.

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Gespräche aus der Community



Es ist schon zu einer kleinen Tradition geworden, dass wir euch hier über die Weihnachtszeit auch mal unsere Lieblingsbücher vorstellen, die wir in diesem Jahr gelesen haben. Deshalb grübelt das gesamte LovelyBooks Team schon seit ein paar Wochen, welche Bücher wir euch empfehlen und als Buchpaket unter euch verlosen wollen. Denn die Entscheidung ist jedem von uns in diesem Jahr überhaupt nicht leicht gefallen, aber das kennt ihr bestimmt auch selbst. Neben dem Buchpaket mit den 10 Lieblingsbüchern vom Team verlosen wir außerdem einen Kobo GLO E-Reader in schwarz. Hier dürfen sich also gleich 2 Gewinner sehr freuen!

Unsere Buchtipps:

1. miadonna empfiehlt: "Die Tochter der Wälder" von Juliet Marillier
Ich drehe die Regeln dieses Jahr für mich etwas um und nenne nicht mein Lieblingsbuch für dieses Jahr, sondern möchte die letzte Gelegenheit nutzen euch eine Autorin ans Herz zu legen, die in Deutschland leider nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die sie eigentlich verdient hätte.

Für mich ist das richtig, richtig schmerzhaft, weil ich in einigen ihrer Serien feststecke, die jetzt nicht weiter übersetzt werden. Es geht um Juliet Marillier, die mir mit ihren Büchern diese besonderen Lesemomente ermöglicht, wie ich sie das letzte Mal als Teenager z. B. bei der Lektüre von den Nebeln von Avalon hatte.

Das ist jetzt über 20 Jahre her und ich habe angenommen, dass mir dieses Gefühl 'völlig in der Geschichte zu leben' einfach nicht mehr passieren kann, weil ich a.) zu erwachsen b.) zu unaufmerksam c.) zu fantasielos geworden bin.

Als mir dann Dani von ihrer Lieblingsreihe 'Sevenwaters' erzählte, wurde ich zwar hellhörig, aber ich hatte nicht mit diesem Geschenk gerechnet.

"Die Tochter der Wälder" hat mich mit Haut und Haaren gefressen, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, ich musste mich wegen akuten Leserfiebers bei der Arbeit krank melden, die großen Abenteuer warteten schließlich auf mich.

Nachdem ich die Tochter der Wälder gelesen hatte, musste Nachschub her und ich las mich im Anschluss durch alle verfügbaren Bücher und Reihen von Juliet Marillier. Normalerweise bin ich von irgendeinem Band dann enttäuscht, aber das ist mir einfach nicht passiert. Leider war irgendwann trotzdem Schluss, denn die Autorin findet keinen Verlag in Deutschland, weil sich ihre Reihen und Serien nicht in der Masse durchgesetzt haben. Wie traurig ist das denn? Deshalb hier an dieser Stelle noch einmal meine Empfehlung für die Bücher von Juliet Marillier. Und wer weiß, wenn sich jetzt alle Leser auf ihre Bücher stürzen, dann komme ich vielleicht doch noch einmal in den Genuss eines dieser raren Lesemomente...


2. MissBookarazzi empfiehlt: "Silver Linings" von Matthew Quick
Mir fiel es dieses Jahr schwer, ein Buch zu finden, das mich so richtig begeistert hat. Doch mir ist schließlich eins aus dem Frühjahr eingefallen, das meiner Meinung nach zu wenig Aufmerksamkeit erhält und auf eine bestimmte Weise besonders ist! Die meisten sind durch die Oscars eher mit dem Film vertraut. Ich finde jedoch, man sollte zuerst das Buch kennen. "Silver Linings" ist ein versteckter Bücherschatz von Matthew Quick, der den Leser durch zwei eigene und verrückte Charaktere mitreißt und in die ungewöhnliche Geschichte von Pat und Tiffany entführt, die einen immer wieder überrascht und die verschiedenen Facetten des Lebens durch einen bemerkenswerten Blickwinkel sehen lässt. Das Buch ist sicherlich nicht für jeden Lesegeschmack geeignet. Aber wer ein Herz für skurrile und liebenswerte Charaktere hat, der wird Pat und Tiffany gerne auf ihrer Suche nach ihrem eigenen Happy End begleiten!

3. sarah_elise empfiehlt: "Bettler und Hase" von Tuomas Kyrö
Urkomisch, verschroben und überaus liebenswürdig ist nicht nur der rumänische Antiheld Vatanescu sondern der gesamte Roman „Bettler und Hase“ des finnischen Autorenstars Tuomas Kyrö. In einer einzigartigen Manier mit fantastischen Elementen hangelt sich der rumänische Auswanderer in tiefem Vertrauen auf die westeuropäische Wohlstandsgesellschaft durch die kriminelle Unterwelt Finnlands; stets getrieben von der Sehnsucht nach finanzieller Sicherheit. Nachdem er Menschenhändler Jegor entkommen konnte, begibt sich Vatanescu auf einen Road-Trip quer durch Finnland und rettet versehentlich ein Kaninchen, das er „Hase“ tauft. Und während der treu-naive Protagonist sich schwertut, richtige Entscheidungen zu fällen, verfügt „Hase“ über den überlebenswichtigen Instinkt, bei Gefahr Reißaus zu nehmen. Auf ihrer Suche nach dem Glück trifft das komische Duo auf Gestalten der kuriosesten Facetten. Armut, Menschenhandel und organisierte Kriminalität stellen nicht die optimalen Rahmenbedingungen für ein modernes Märchen dar, doch Tuomas Kyrö schafft es mit rabenschwarzem Humor und seinem rumänischen Forrest Gump den Leser zu verzaubern. Wo Vatanescus Reise endet und welche Rolle der finnische Ministerpräsident und Facebook spielen, wird nicht verraten, doch die Lektüre unterhält und lehrt uns die Sehnsucht der Menschen nach Gerechtigkeit und Humanität in einer kapitalistischen Gesellschaft.

4. DieBuchkolumnistin empfiehlt: "Troposphere" von Scarlett Thomas
Die britische Autorin Scarlett Thomas hat mit “Troposphere” ihren siebten Roman geschrieben und darin mit Ariel Manto eine weibliche Hauptdarstellerin geschaffen, die mir sympathischer nicht sein könnte: sie ist verrückt, witzig, rothaarig, im ständigen Schwanken zwischen Pessimismus und Hoffnung, stark und liebevoll und süchtig nach ständigem Wissensnachschub und Austausch über ihre verschiedenen Theorien rund um unsere Existenz. Gerade die vielen naturwissenschaftlichen und philosophischen Erläuterungen machen den Roman wahrscheinlich für viele Leser völlig untauglich – für mich machten genau diese Diskurse den Reiz aus und sie fordern jederzeit volle Aufmerksamkeit.Ein Roman, an dem sich die Geister sicherlich scheiden – ich bin sofort reingekippt und wollte nie mehr raus. Eines der Bücher, die ich immer wieder und wieder lesen will und dabei stets Neues entdecken werde, denn vorhersehbar ist hier nur eines: man ist nach dem Buch schnell ebenso süchtig wie Ariel Manto nach der Troposphäre.

5. malano empfiehlt: "Leb wohl, Schlaraffenland" von Roland Düringer und Clemens G. Arvay
Man könnte sagen: "Das Buch zum Film", auch wenn es keinen Film im klassischen Sinne gibt, sondern ein Videotagebuch!

Seit 2. Januar dieses Jahres hat sich der österreichische Kabarettist und Schauspieler Roland Düringer, einem interessanten Selbstversuch unterzogen und zwar: Wie wäre es in der heutigen Zeit ein Leben wie in den 70ern (seiner Kindheit) zu führen, abseits von Telefon, Internet, e-Mail, Bankomatkarte, Auto, Supermärkten und ständiger Verfügbarkeit...

Roland Düringer hat also begonnen nach und nach, die Werkzeuge der heutigen Zeit zu reduzieren oder wegzulassen und beobachtet was dies für sich und sein Leben bedeutet und hat dies in Form eines Videotagebuches auf www.gueltigestimme.at festgehalten und dokumentiert.

Und da mich nun dieses Videotagebuch und Düringers Experiment seit Anfang dieses Jahres begleiten, empfehle ich euch somit quasi das neu erschienene "Buch zum Film" mit dem Titel: "Leb wohl, Schlaraffenland - Die Kunst des Weglassens", oder wie in der Inhaltsangabe beschrieben: ein Leben wie früher zu führen und dabei die Zukunft zu gewinnen.


6. Kari empfiehlt: "Ich bin verboten" von Anouk Markovits
In diesem Jahr hat mich ein Buch ganz besonders ergriffen, das mir sogar noch nach Monaten immer wieder ins Gedächtnis rückt. Klammheimlich schleicht es sich in meine Gedanken, während der Bahnfahrt nach Hause oder wenn ich mir gerade eine neue Lektüre aussuche. Die Rede ist von „Ich bin verboten“ von Anouk Markovits, einem Roman, der die Geschichte einer streng gläubigen jüdischen Familie vom Zweiten Weltkrieg bis in unser 21. Jahrhundert hinein erzählt. Die Autorin, welche selbst als Satmar-Chassidim, einer jüdischen Sekte, aufwuchs, berichtet von diesem streng regulierten und kontrollierten Leben, das vor allem Frauen in ihre Grenzen weist. Durch zwei weibliche Hauptfiguren, die zwar unterschiedliche Wege beschreiten, aber auf ihre Art und Weise mutig und entschlossen sind, ihr Leben zu meistern, beschreibt Anouk Markovits, wie enge Fesseln ein Leben voller Möglichkeiten zu einem ungelebten Leben werden lassen können. Ihr Erzählstil ist wie ein Sog, der den Leser diese völlig fremden Leben hautnah erleben lässt.

7. kultfigur empfiehlt: "Die letzte Generation" von Arthur C. Clarke
"Die letzte Generation" von Arthur C. Clarke ist Vorlage und Inspiration für viele andere Science-Fiction Bücher, Serien und Filme (u.a. "V - Die Besucher"). Die Geschichte erzählt von der Begegnung der Menschen mit einer außerirdischen Rasse, die plötzlich mit riesigen Schiffen am Himmel über den Metropolen der Welt auftauchen. Es ist das Ende der Menschheit wie wir sie kennen. Doch was wissen wir schon ...

8. doceten empfiehlt: "Shotgun Lovesongs" von Nickolas Butler
"Shotgun Lovesongs" ist inspiriert von der Lebensgeschichte und Musik von Bon Iver und damit ein toller Roman über Freundschaft und über die große Frage, was das Leben eigentlich wirklich ausmacht. Butler schafft es, im Leser Fernweh und Heimweh zugleich zu wecken. Fernweh nach der wunderbaren Natur Wisconsins, nach dem Wechsel der Jahreszeiten und dem einfachen, idyllischen Leben auf dem Lande dort. Heimweh nach der eigenen Familie und den Jugendfreunden, die zumindest in meinem Fall sehr weit weg wohnen und die für mich immer noch sehr wichtig sind. Viel wichtiger ist aber, dass das Buch die Musik von Bon Iver selbst aufgreift. Die großen Themen des Romans sind auch die Themen der Songs von Justin Vernon. "Shotgun Lovesongs" ist Bon Iver zwischen zwei Buchdeckeln - das ist toll und darin liegt auch der gelungene Geniestreich von Butler!

9. Trumans empfiehlt: "Monster" von Benjamin Maack
„Monster“ von dem deutschen Autor Benjamin Maack ist mir schon im Buchladen sofort ins Auge gefallen, durch sein schlichtes, aber unglaublich stimmiges Cover: schemenhaft blickt der Betrachter in die Tiefen eines Waldes. Sonst Nichts. Wald, Autor und Titel und mein erster Eindruck wurde beim Lesen gefestigt. „Monster“ beinhaltet einzelne Erzählungen, die aber doch zusammengehören. In jeder steht eine Figur mit Namen Benjamin im Zentrum. Immer sind es Personen, die herumirren, ihren von Gewalt oder Sexualität verstörten Blick umherschweifen lassen und erschreckend Unkonventionelles tun. Maack erzählt höchst atmosphärisch und packend, überzeugend und provokant.

10. Daniliesing empfiehlt: "Wunder" von R.J. Palacio
Oft lese ich Bücher und mag sie sehr gern. Doch selten lese ich ein Buch und kann nicht anders, als es wirklich zu lieben! “Wunder” liebe ich!  Die US-amerikanische Autorin Raquel J. Palacio hat mit ihrem Buch “Wunder” ein echtes Buchwunder geschaffen. Ich habe es aufgeschlagen und wollte nur mal kurz reinlesen, doch nach nur ein paar Seiten war ich schon mitten in der Welt von August, liebevoll Auggie genannt, angekommen. Ein erstaunlich gefühlvoller Jugendroman, der deutlich zeigt, wie bedeutsam es ist, wer wir wirklich sind und wie unwichtig in diesem Zusammenhang Äußerlichkeiten sind, die nur einen so geringen Teil der Persönlichkeit eines Menschen ausmachen.

Seid ihr neugierig auf unsere 10 Lieblingsbücher 2013 geworden? Dann habt ihr jetzt bis einschließlich 6. Januar Zeit bei der Verlosung eines Buchpakets mit allen 10 Büchern mitzumachen. Eine kleine Anmerkung zu "Die Tochter der Wälder": Da das Buch vergriffen ist, müssen wir erstmal schauen, ob wir noch ein Exemplar auftreiben können. Alternativ wird sonst ein anderes Buch von Juliet Marillier im Paket liegen. Bitte gebt bei eurer Teilnahme außerdem an, ob ihr das Buchpaket oder den Kobo GLO gewinnen möchtet bzw. ob euch beides interessiert.

Jetzt müsst ihr uns nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei:

Welches Buch würdet ihr euch am meisten zu Weihnachten wünschen und wieso? Falls ihr erst nach Weihnachten mitmacht, erzählt uns doch stattdessen, welche Bücher ihr geschenkt bekommen habt!


Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!
1016 Beiträge
Sunny Roses avatar
Letzter Beitrag von  Sunny Rosevor 9 Jahren
Danke! Das mache ich auf jeden Fall, allerdings werde ich wahrscheinlich ziemlich lange zum Lesen brauchen, weil ich ja derzeit eine Fortbildung mache, und kaum zum Lesen komme... Aber ich werde langsam eines nach dem anderen lesen...
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