Benjamin Markovits

 4,7 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor von Manhattan Love Story, Spieltage und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Benjamin Markovits

Benjamin Markovits, wuchs in Texas, London und Berlin auf. Eine kurze, wenig vielversprechende Karriere als Profi-Basketballer brach er ab, um die Literatur der Romantik zu studieren. Seitdem war er Highschool-Lehrer für Englisch, gab ein linksgerichtetes Kulturmagazin heraus und schrieb Essays, Storys und Buchkritiken für Publikationen wie die New York Times, den Guardian, die London Review of Books oder das Times Literary Supplement. Vor "Playing Days" sind von ihm bereits die Romane "The Syme Papers" ("Symes Entdeckung"), "Either Side of Winter" ("Manhattan Love Story"), "Imposture" und "A Quiet Adjustment" erschienen. Seit dem Jahr 2000 lebt Markovits mit seiner Frau und einem gemeinsamen Kind in London, wo er Creative Writing am Royal Holloway College lehrt.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Benjamin Markovits

Cover des Buches Manhattan Love Story (ISBN: 9783458174288)

Manhattan Love Story

 (3)
Erschienen am 23.03.2009
Cover des Buches Spieltage (ISBN: 9783772530234)

Spieltage

 (0)
Erschienen am 18.05.2021
Cover des Buches Symes Entdeckung (ISBN: 9783458172635)

Symes Entdeckung

 (0)
Erschienen am 01.01.2005

Neue Rezensionen zu Benjamin Markovits

Cover des Buches Manhattan Love Story (ISBN: 9783458174288)C

Rezension zu "Manhattan Love Story" von Benjamin Markovits

Rezension zu "Manhattan Love Story" von Benjamin Markovits
Clarivor 12 Jahren

Manhattan, seine Einwohner und der ganz normaler Alltag.

Ein sonderbares Völkchen rückt da im heutigen New York in den Fokus: Lehrer, Unternehmensberater, ein schwuler Lehrer mit seiner plötzlich aufgetauchten Tochter, Ergebnis der kurzen Begegnung einer Nacht, die Frau und Mutter dieser Tochter und sein Freund Tomas.....

Die Personen bewegen sich im Dunstkreis einer teuren Privatschule.
Amy ist Lehrerin dort und hat zu thanksgiving, einem amerikanischen Erntedankfest, ihre Familie eingeladen. Die Atmosphäre ist gespannt, und alle scheinen das Treffen unterschwellig als peinlich zu empfinden. Man ist verlegen in Gegenwart der anderen. Amy hat einen gut verdienenden Freund, Charles Conway, aber so recht nahe kommen sie sich nicht. Man spürt die Unruhe und Melancholie, die über Freundschaften und Familienbanden liegt, denn Amy weint viel. Sie fühlt sich einsam.
Das erste Kapitel dieses Erzählbandes ist mit „Herbst“ überschrieben. Es folgen der Winter, der Frühling und der Sommer.
Im Winter begegnet man Howard Peasbody, der seinen homosexuellen Alltag mit dem jungen Tomas teilt. Howard wird eines Tages mit einer dicklichen und nicht sehr anziehenden Tochter konfrontiert, die er in einer verwegenen Nacht mit Annie gezeugt hat. Annie hat vergeblich versucht, ihn schon früher auf seine Tochter aufmerksam zu machen. Hin und her gerissen zwischen dem neuen Verhältnis und seinem bisherigen Leben, scheint alles in die Brüche zu gehen.

In einer Aneinanderreihung von Geschichten aus dem Alltag sich wenig berührender Protagonisten gilt es, einzelne Ausschnitte zu betrachten. Fast jeder ist in seinen Verhaltensnormen, in den Wünschen und Erwartungen erstarrt. Frühe Prägungen haben die Weichen vorherbestimmt, in denen die einzelnen Protagonisten ihren Weg machen. Auf unterschiedliche Weise sind alle auf der Suche nach dem Glück, nach Erfolg und Anerkennung. Vom Glück beseelt ist jedoch keine der Figuren.
Erwartungen zerschellen an der äußeren Realität, und schlecht und recht sieht jeder zu, wo er bleibt. Der schöne Goethespruch fällt einem dazu ein“ Eines schickt sich nicht für alle! Sehe jeder, wie er’s treibe, sehe jeder, wo er bleibe, und wer steht, dass er nicht falle!“ So ist das Leben, und so beschreibt es Markovits: Höhepunkte sind nicht die Regel, sondern das gewöhnliche Allerlei bestimmt die Tage und die Nächte. Fluchtversuche enden zumeist in der Wiederholung des schon einmal gelebten Lebens, und so lebt jeder sein Leben ab.
Es ist eine melancholisch gefärbte Geschichte, die mit psychologischer Tiefenschärfe die kleinen und großen Miseren des Alltags beschreibt. Die Gesellschaftsstudie ist reflektierend und beobachtend. Auf einen Spannungsbogen, der die einzelnen Schicksale zusammenführt, wartet man vergeblich.

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